Kojotenhöhle

Was dich hier erwartet, ist nicht der Versuch, irgendetwas zu umschreiben. Ich nenne die Dinge durchaus beim Namen, auch wenn ich versuche, das niveauvoll zu tun. Und ich versuche außerdem, Geschichten zu erzählen, in denen der Sex ein Teil des Ganzen ist und nicht der einzige Teil. Man findet hier wohl auch Grenzwertiges für manche Geschmäcker. Ob man es als BDSM-artig oder als abartig empfindet, liegt dabei ganz im Auge des Betrachters.

Wenn es dir gefällt, lass es mich wissen. Wenn es dir nicht gefällt, gerne auch. Hinterlass mir einen Kommentar oder schreib es mir per Mail an Mike.Stone bei gmx.net .

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Mittwoch, 29. Juli 2015

Was tun, wenn du keinen Kindle hast - oder haben willst?

Ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, aber diese Frage kam recht schnell auf, seitdem ich meine ersten, neuen eBooks exklusiv auf Amazon veröffentlicht habe. Offenbar sind gar nicht so wenige meiner Leser hier und bei Facebook Individualisten, die sich nicht vom Monopolisten beliefern lassen mögen, sondern ihre eBooks lieber bei Thalia und wo auch immer sonst noch kaufen. Was ich übrigens cool finde!
Was bedeutet das aber für diejenigen in Bezug auf meine neuen eBooks? Guckst du in die Röhre, wenn du keinen Kindle hast? Wirst du jetzt dafür abgestraft, dass du der gigantischen Riesenamazone nicht in den Arsch kriechen willst?
Naja, theoretisch könnte man das leider bejahen. Amazon bietet mir als Autor gut Konditionen, wenn ich sie exklusiv beliefere. Erreiche ich einmal die kritische Masse und mache genug, um davon zu leben, kann ich mich auch breiter aufstellen. Mit genügend Bekanntheit und Käufern kann ich auch andere eBook-Händler bedienen und eventuell durch größere Verkaufszahlen ausgleichen, was ich an Tantiemen weniger rein bekomme.
Aber selbst dann mag es sein, dass ich immer zuerst noch ein Quartal bei Kindle Select mitnehme, bevor ich die Bücher auch anderen zugänglich machen kann. Das gehört zu den Dingen, die ich noch herausfinden muss. Ich bin ja erst einen Monat dabei und kenne noch gar nicht alle Möglichkeiten.

Für dich, der oder die du keinen Kindle besitzt, ist das aber alles wenig erbaulich. Drei Monate warten, bevor es den Lesestoff gibt? Wer will denn sowas? Aber bevor du mir jetzt schmollend den Rücken zudrehst, hätte ich da einen Vorschlag, also warte mal kurz.
Ich habe ja da diesen Patreon-Account, wo ich mal dafür geworben habe, mich einfach so zu unterstützen. Und nun habe ich einen perfiden, grenzgenialen Plan entwickelt! Achtung, er kommt gleich … Moment noch … In einer Sekunde …
Ich biete meinen Unterstützern einfach an, Rezensions-Exemplare zu erhalten, als Dank für ihre Unterstützung!

Der Plan ist eigentlich simpel und lohnt sich sogar finanziell für dich. Bei Patreon kann man Künstler unterstützen. Man legt sich einen Account an und zahlt dort monatlich per PayPal oder Kreditkarte. Der Account kann mit einem Fantasienamen anonymisiert werden und auf der Kreditkarten-Abrechnung taucht nur Patreon auf, aber nicht der unterstützte Künstler. Und bei Patreon haben sie auch Leute wie Youtuber oder Musiker, denen man spenden kann. Anonymer geht’s also kaum noch.
Da es eine amerikanische Plattform ist, wird mit Dollar gearbeitet. Klingt verwirrend, ist es aber nicht, denn eine Kreditkarte oder ein PayPal-Account können auch in Dollar zahlen, ohne dass es Umstände machen würde. Und ein Dollar ist im Moment knappe 91 Euro-Cent wert. Eine Unterstützung von drei Dollar bei Patreon für ein eBook im Monat als Rezi-Exemplar im Format deiner Wahl kostet dich also 2,73 Euro anstelle von 2,99 Euro, wie bei Amazon. Zack, Geld gespart!
Außerdem biete ich da sogar einen Level mit fünf Dollar für die geplanten mindestens zwei eBooks pro Monat an. Das ergibt gerade mal etwa 2,27 Euro pro eBook im Sparpaket. Nicht übel, wie ich finde. Aber genug von der monetären Seite.

Ich stelle mir das als Alternative vor. Ich verschenke die eBooks nicht und ich rechne jetzt auch nicht mit Massenandrang. Aber wer meine eBooks haben und auch dafür bezahlen mag, der hat nun eine Möglichkeit. Ich kann das Buch in so ziemlich jedem gewünschten Format für alle gängigen eReader liefern. Das funktioniert. Ich habe das bereits getan und es hat bestens geklappt.
Wenn du also willst, kannst du nun auch. Und du beteiligst dich damit auch noch daran, mich in peinliche Situationen zu bringen. Ich habe mir nämlich überlegt, gewisse Dinge zu tun, die ich nur ungern tun möchte, wenn ich gewisse Meilensteine bei Patreon erreiche. Frage & Antwort Videos ohne Tabuthemen bei den gestellten Fragen oder virtuelle Video-Lesungen, beispielsweise.
Schau es dir einfach mal an. Die Texte sind auf Deutsch, auch wenn die Seite an und für sich auf Englisch ist. Das Einrichten eines Accounts sollte aber ziemlich leicht umsetzbar sein. Das unterscheidet sich nicht sonderlich von einem Account irgendwo anders.

Hier also der Link zu meinem Patreon-Account für alle, die es interessiert:

Sei dir gewiss, dass ich dir dankbar für die Unterstützung bin, auch wenn du eine angemessene Gegenleistung erhältst. Je weiter mein Patreon anwächst, desto mehr exklusive Dinge wird es da auch geben. Auf Kosten meiner Würde und meines Stolzes, fürchte ich. Aber das habe ich mir ja dann selbst eingebrockt. ;-)

In diesem Sinne …

… möge der Wettlauf zum Ziel, mich in einem peinlichen Video zu sehen, beginnen!

Donnerstag, 9. Juli 2015

Das ist Kunst und kann auf keinen Fall weg!

Ich habe vor einiger Zeit bei einer bezaubernden, talentierten Künstlerin ein Bild in Auftrag gegeben. So eine Art Cover für meine gesamte Arbeit als Autor, wenn man so will. Ich hatte einige Ideen, aber letztlich war sie es, die diese Ansätze sortiert und geordnet hat. Und daraus etwas ganz und gar Wunderbares erschuf!
Und das möchte ich nun hier präsentieren:


WickedJuti, die Künstlerin, stammt aus Polen und macht schon seit einiger Zeit ganz tolle, erotische Kunst. Wer sich mehr von ihr ansehen will, kann sie hier finden:



Selbstverständlich steht sie auch für Auftragsarbeiten zur Verfügung. So habe ich schließlich auch mein Bild bekommen.


Was hier dargestellt ist, will ich gar nicht groß erklären. In meinen Augen ist es selbsterklärend, weil sie meine Vorstellungen besser getroffen hat, als ich das zum Ausdruck bringen konnte. Und ansonsten darf natürlich jeder einfach interpretieren.
Und mit mir natürlich auch sehr gerne über die Interpretation reden. Dürfte klar sein.

Wer der Künstlerin sagen will, dass sie das was Tolles geschaffen hat, könnte das aber besser auf ihrer Facebook-Seite tun, finde ich. Jeder Künstler erhält gerne ein wenig Applaus und sie hat sich welchen verdient, oder etwa nicht?
Und ruhig mal auf ihrer Seite nachschauen, was sie sonst noch Schönes geschaffen hat. Sie ist wirklich vielseitig!

In diesem Sinne...
...lasse ich das Bild nun für sich selbst sprechen. ;-D

Mittwoch, 1. Juli 2015

Der neue Sklave der Amazone

(Okay, der Titel ist fies. Ich gebe es zu. Die Erwartungen, die ich damit wecke, werden wohl leider enttäuscht werden. Aber mir fiel nichts besseres ein...)

Ich habs also doch getan. Ich habe meine Seele dem Teufel mit den… uhm… sechs Buchstaben verkauft. Der großen Amazonenkönigin des Kapitalismus. Dem Mega-Monopolisten-Moloch. Amazon.

Jaja… Buh! Wie kannst du nur?! Was soll nun aus uns werden? Krokodilstränen und so weiter… Ich weiß.
Aber nicht ins Hemd oder Höschen machen, bitte. Hier ändert sich nichts.
Oder… angesichts der Aktivitätspause im vergangenen Jahr oder so, ändert sich doch was, denn nun bin ich wieder im deutschsprachigen Bereich unterwegs und schreibe demnach auch wieder so richtig an Fortsetzungen und so. Also gibt’s mittelfristig wieder mehr zu lesen. Auch kostenfrei!

Aber zurück zu meinem Hauptgrund für den Post. Ich habe entschieden, einige ausgewählte Stücke als eBook auf Amazon verfügbar zu machen. Namentlich Blind Date, Urlaubsabenteuer und Weiblichkeit im ersten Schwung. Links sind in der Seitenleiste oder oben unter der Unterseite eBooks und Amazon & Co. Zu finden, falls wer zuschlagen möchte. Diese und alle anderen meiner auch weiterhin kostenfrei lesbaren Geschichten stelle ich zum Mindestpreis bei Amazon zur Verfügung: 0,99 Euro pro Kurzgeschichte.
Man mag sich fragen: Warum zum Fick sollte ich kaufen, was ich hier kostenlos lesen kann?
Meine Antwort: Dann tu’s nicht. Es zwingt dich niemand. Die eBooks sind noch einmal leicht überarbeitet, korrigiert, formatiert und mit Cover versehen, aber wenn du hier öfter liest, brauchst du wahrscheinlich kein Kindle-freundliches Leseformat. Alles kann für dich ganz und gar beim Alten bleiben. Mach dir keinen Kopf.

Falls(!!) du dir aber denken solltest, dass dir ein Euro oder drei nicht wehtun und falls(!) du eine oder mehrere der Geschichten magst, bist zu sehr herzlich eingeladen, mir zu ‚spenden‘. Du bekommst dafür vollwertige Kurzgeschichten für jede Kindle App. Ich will die Gestaltung mal nicht absolut oberprofessionell nennen, aber ich denke, ich habe das schon ganz gut und richtig gemacht. Besser als so manches in der Erotikkategorie bei Amazon, ist es also nicht nur inhaltlich, sondern auch in Sachen Formatierung und so.
Naja, und falls(!!!) sich dein Unterstützungseifer damit echt noch nicht erschöpft hat, freue ich mich riesig über eine Textbewertung. Sowas ist bei Amazon sehr wertvoll und hilft mir auch langfristig, sofern du was Positives zu sagen hast und es in mehr als drei Worten ausdrücken magst. Bewertungen erhöhen die Verkäufe, mehr Verkäufe bedeuten mehr Bekanntheit für mich und natürlich mehr Geld. Und mehr Geld bedeutet nun mehr als je zuvor mehr Zeit zum Schreiben, wovon du nun wiederum umso mehr profitierst.

Okay, das mag jetzt widersinnig klingen, aber das meine ich ehrlich. Zeit war und ist der bestimmende Faktor, der mich vom Schreiben abhält. Ich habe tausend Geschichten zu erzählen. Daran hat sich nichts geändert. Aber ich muss leider auch weiterhin Geld verdienen.
Nun folge ich eben dem Rat, der von allen Seiten auf mich einprasselt: Ich soll meine Geschichten zur Einnahmequelle machen. Du magst einer von denen sein, die mir das gesagt haben. Also höre ich vielleicht endlich auf dich.

Ja, ich werde gerade jetzt reichlich Zeit in neue Geschichten stecken, die ich auch zunächst primär bei Amazon anbieten werden. Und zwar exklusiv - also ausschließlich - bei Amazons Kindle Unlimited, denn damit kann ich bei weitem am meisten Geld verdienen. So läuft der Hase nun mal.
Und ja, diese Werke werden dann auch mehr als einen Euro kosten. Allerdings werde ich natürlich die Promotions, bei denen man die Titel für kurze Zeit auch ganz umsonst abgreifen kann, nicht verheimlichen. Und Kindle Unlimited Kunden können sich ja eh sowas kostenlos ausleihen, wovon der Autor übrigens profitiert, also immer schon zulangen. ;-)

Diese Phase wird zweifelsfrei ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Es dürfte jedem einleuchten, dass ich besser zehn als nur eine Geschichte für Amazon schreiben sollte. Und auch, dass sie nicht unbedingt megakurz sein sollten. Je mehr, desto mehr Chancen auf Umsatz habe ich. Und wie ich lernen durfte, ist der Gedanke, davon sogar leben zu können, nicht einmal wirklich unrealistisch.
Und damit kommen wir in den Bereich, wo es nun wieder für dich interessant wird. Wenn ich nämlich Zeit habe, weil ich nicht noch einen anderen Job machen muss, kann ich auch mehr schreiben. Ich kann fortsetzen, was ich angefangen habe. Und vor allem generiere ich einfach immer wieder Kurzgeschichten, die vielleicht für Amazon einfach ZU kurz sind. Und die finden ganz klar ihren Weg hierhin. Mein Output wird zweifelsfrei steigen und davon haben dann alle was - mich eingeschlossen.

Ich hoffe sehr, dass du die Dinge so positiv betrachten kannst, wie ich es tue. Sollte es dich vergraulen, dass ich nun wirklich Geld mit meinen Geschichten verdienen will, kann ich das nicht ändern. Aber ich werde mich dafür nicht entschuldigen. Es tut mir nämlich nicht leid.
Tatsächlich denke ich, dass ich es schon ein wenig verdient habe. Und vor allem denke ich, dass es einfach idiotisch ist, mit etwas mein Geld zu verdienen, was ich eher gezwungenermaßen tue, als mit meiner Leidenschaft. Ich will schreiben, ich kann auch durchaus schreiben und ich werde so oder so schreiben. Da ich damit Geld verdienen kann, sollte ich das auch tun.
Noch immer wünschte ich mir, ich könnte einfach NUR schreiben und Geld würde in der Welt keine Rolle spielen. Aber das ist nun einmal leider Utopie. Also muss ich eben tun, was ich tun muss.

Und nun muss ich lieber weiter schreiben, denn umso schneller gibt’s auch mal wieder eine Geschichte hier.

Falls du jetzt vor Mitleid zerfließt, dir denkst, du könntest mich vom Weiterreden abhalten, indem du einen Euro in meine Parkuhr steckst oder allgemein eine gute Tat vollbringen willst, hier die Links zu den drei eBooks, die ich draußen habe. Für jeden Kauf danke ich vielmals. Für jede Textbewertung danke ich noch vielmal mehr. Und für deine Geduld und deine Treue zu diesem Blog trotz zeitweiliger Totenstille danke ich dir am allermeisten! ;-)

Blind Date - eine unvergleichlich sinnliche Nacht

Urlaubsabenteuer - leidenschaftliche Liebe in den Dünen

Weiblichkeit - Flittchen für eine Nacht (Cassandras Sexuelle Revolution - Band 1)

Dienstag, 6. Januar 2015

Happy New Year und so

14 ist rum, 15 hat begonnen und ich kann nicht sagen, dass ich sehr unglücklich darüber wäre.
In aller Offenheit, das vergangene Jahr war eher so halbwegs okay in der zweiten Hälfte und doch reichlich beschissen in der ersten Hälfte. Ich bin nicht wirklich unglücklich, dass es vorbei ist.
Nun hatte ich selbst im vergangenen Jahr keine nennenswerten Probleme und sogar Erfolgserlebnisse zu verbuchen, aber so richtig energetisch war ich nicht. Weswegen das so war, müsste ich schon mal erwähnt haben. Falls nicht, betrachten wir es einfach als privat und als weitgehend vorüber.

Wie schon seit Jahren nicht mehr, habe ich auch zu diesem Silvester keine gravierenden Veränderungen geplant. Warum sollte ich auch? Aus meiner Warte betrachtet, bin ich grundsätzlich auf dem richtigen Weg, auch wenn es mir manchmal an Energie fehlt, alle beabsichtigten Schritte zu vollziehen.
Ich habe im vergangenen Jahr zwar nicht, wie beabsichtigt, viel an den Projekten weitergearbeitet, die ich dringend fortführen möchte, aber dafür habe ich für mich einen großen Schritt getan und schreibe jetzt regelmäßig auch auf Englisch. Ich habe sogar schon einiges in der Sprache veröffentlicht und ich würde sagen, meine Sprachbeherrschung wird mit jeder geschriebenen Seite besser. Irgendwann wandert sicherlich nicht mehr der Großteil des Gescribbels in die Meh-Ablage.
Ich habe außerdem - und darauf bin ich durchaus etwas stolz - meine erste, richtige Auftragsgeschichte geschrieben. Noch bleibt mir zu lernen, nicht weitaus mehr zu liefern, als ich bezahlt bekam, aber das sind Kleinigkeiten. Ich habe für mich eine Hürde genommen und jemandes persönliche Wunschvorstellungen erfüllt. Dem Lob nach war es das investierte Geld wohl wert.

Auf der anderen Seite habe ich in den letzten Monaten praktisch keine Zeit bei Facebook verbracht, aber viel bei Youtube. Nun ist das mit Youtube neben reiner Unterhaltung auch ein Weg, Englisch gesprochen zu hören und deswegen ist es ein wenig auch ‚Studium‘, aber ehrlich gesagt ist es auch angenehm, weil sich die Leute dort gewissermaßen beruflich Mühe geben, Unterhaltungswert zu schaffen.
Facebook will ich nicht abschaffen. Aber ich schränke es vielleicht ein. Es fehlt mir eigentlich nicht wirklich. Und alles, was ich mir an ‚Banalitäten‘ vom Hals halte, räumt mir mehr Schreibzeit ein. Davon hatte ich nämlich zu wenig, obwohl ich theoretisch genug hatte.

Dieses Paradox bringt mich zur nächsten Erkenntnis des vergangenen Jahres: Ich kann nicht im gleichen Zeitraum Ablenkung in einem Computerspiel suchen und mich sinnig aufs Schreiben konzentrieren. Geht einfach nicht.
Es scheint, besonders die Spiele mit einer gewissen Komplexität, die mich anziehen, belegen mein Hirn mit Beschlag. Ich habe dann zwar weiterhin Ideen, aber ich tauche nicht in meine Schreibwelt ein und werde kreativ. Ich muss also in Zukunft genau darauf achten, wie ich meine Freizeit verwende. Computerspiele werde ich weiterhin spielen, aber dann werde ich mir eben dafür auch einen Zeitraum exklusiv freischaffen. Und wenn ich schreiben will, lasse ich die Finger davon.
No Brainer? Für manche Leute vielleicht, aber für mich war das neu. Es gab früher mal Computerspiele, die mich eher IN die Schreibstimmung gebracht haben, als aus ihr raus. Und vielleicht war ich auch weniger vollgestopft im Kopf und es war leichter…

Überleitung zum nächsten Thema gleich mit Bravour gemeistert: Wo mein Kopf so steckt und eigentlich nicht hingehört, oder doch?
Auf dem Gebiet der ganz persönlichen Entwicklung habe ich mein Leben erfolgreich weiter verkompliziert. Und das verdanke ich nicht nur Autoren wie der einzigartigen Lydia Benecke und ihrer psychologischen Arbeit mit psychopathischen Menschen, sondern auch ganz anderen Werken. Das Jahr 2014 lässt sich für mich sicherlich ganz gut unter dem Topic ‚Psychologie des Bösen‘ zusammenfassen, wobei mich die Opferperspektive ebenso interessiert hat, wie die der Täter. Und ich habe mich besonders im historischen Umfeld umgetan und viel über das Dritte Reich gelesen.
Warum? Weil ich noch immer verallgemeinernden Aussagen und Mythen aufgesessen war und endlich informierte Einschätzungen für mich selbst vornehmen wollte. Weil ich generell denke, je mehr man über etwas erfährt, desto eher mag man die Wahrheit erahnen, die IMMER irgendwo zwischen allen Berichten ungesagt vor sich hinvegetiert. Und weil das Thema stirbt - und zwar buchstäblich, denn die Augenzeugen nippeln langsam alle ab. Umso wichtiger - jedenfalls aus meiner Sicht - noch so viel wie möglich zu erfahren. Und sei es nur, um den Kindern guter Freunde eines Tages erklären zu können, weswegen dies oder jenes aus dem Geschichtsunterricht ziemlich unvollständig oder sogar völlig falsch ist. Nicht, um sie immer an die ‚Deutsche Schuld‘ zu erinnern, sondern um ihnen bewusst zu machen, dass Deutsche, Russen, Chinesen und Amerikaner alle ihre ‚Monster‘ hervorgebracht haben und dass wir davor nie sicher sein werden, weil das Monster erst einmal auf lange Zeit noch ein Teil jedes Menschen sein wird.

Ja, ich löse mich immer weiter von Pauschalisierungen, auch wenn ich nicht drum herum kommen werde, sie weiter zu verwenden. Man braucht im Grunde eine Pauschalisierung, um einen Einzelfall davon abgrenzen zu können. Aber man sollte nicht auf Basis von Klischees urteilen. Und ich versuche, genau das zu vermeiden.
Unsere Welt scheint es mir bitter nötig zu haben, denn der neue Jude ist ja der Moslem und der schießt diesmal zurück. Oder auch präventiv. Oder auch mal ganz einfach, weil schießen bekanntlich glücklich macht. Aber das macht eben noch lange nicht jeden Moslem zu Terroristen, so wie nicht jeder Deutsche ein Massenmörder war - und wie nicht jeder Mensch mit pädophiler Veranlagung Kindern ein Leids antut, was das angeht.

Ich fülle meinen Kopf also mit Wissen, um besser informierte Beurteilungen für mich selbst vornehmen zu können. Und wenn er nicht platzt, wird er sicherlich noch mehr Speicherkapazität verfügbar machen können, weil das Hirn eben so funktioniert. Irgendwann schreib ich dann ein Buch darüber und nenne es ‚Mein Leben am Rand der Gesellschaft und was ich mit meinem gesammelten Wissen alles nicht verändern konnte, obwohl ich sah, wie falsch es läuft.‘ Yay!
Beschweren will ich mich allerdings nicht, denn ich glaube das alles hält mich geistig beweglich. Ich nähere mich angeblich irgendwie den 40 und man könnte erwarten, dass ich mich endlich mal irgendwo festlege, aber stattdessen werden meine Standpunkte immer agiler. Ich begreife, dass eine feste Überzeugung eine gewaltige Macht besitzt - Hitler war beispielsweise felsenfest von seiner Bestimmung zum messianischen Retter Deutschlands überzeugt - aber fester Glaube schränkt auch ein. Und Glaube ist nicht nur eine Frage der Religion - oder Religion ist nicht nur Götterglaube, sondern beispielsweise auch Wissenschaft.
So oder so, andere mögen fanatisch glauben und einige rennen damit sogar in eine richtige Richtung, aber wenn sich die Umstände ändern, werden sie weiterrennen, selbst wenn die Richtung plötzlich falsch ist. Ich werde das nicht tun. Man könnte sagen, ich entscheide mich bewusst, ein Skeptiker zu sein. Allerdings ein optimistischer Vertreter dieser Gattung - und wer das Paradoxon aufgepfriemelt kriegt, bekommt einen Lolli… :-D

2015 beinhaltet aber neben all den Rückblicken auch Ausblicke. Mein Zweifel daran, wie ich Soulmates fortführen soll, nimmt ab. Ich denke, es besteht Grund zur Hoffnung auf eine baldige Fortsetzung, zumal ich nach einer Weile heftiger Englisch-Konzentration wieder mehr zweigleisig fahre.
Andere Geschichten will ich auf fort- oder auch zu Ende führen. Einige Geschichten sind… für mich nicht mehr zeitgemäß. Ich muss mich davon befreien und voranschreiten. Andere mögen einen Twist erleben. Was ich versprochen habe fortzusetzen, werde ich auch fortsetzen. Keine Sorge. Ich denke da mehr langfristig.

Wer immer neben meinen deutschen Sachen auch meine englischen verfolgt, mag sich außerdem fragen, ob ich durchdrehe. In aller Offenheit: Meine englischen Themen sind größtenteils verrückt und/oder abartig. Und ich mag das so.
Mich reizen Tabuthemen besonders und für mich sind eine körperliche Behinderung oder Borderline- oder Mobbingthemen ebenso Tabuthemen wie Tiersex. Ich habe schon immer gesagt, dass nicht alle meine Geschichten jedem gefallen werden und das wird sich nicht ändern. Jede meiner Geschichten mag abstoßen, überraschen und eventuell sogar unvorhergesehene und unerwünschte Regungen im Unterleib erzeugen. Das ist Teil des Pakets.
Niemand muss alles von mir lesen. Ich rate sogar davon ab, weil mir bislang noch nicht viele untergekommen sind, die mir an Verrücktheit nahekommen. Ich werde allerdings damit fortfahren und ich denke, dass es irgendwie Kunst ist. Ja, ich bin s dreist.

2015 wird sicherlich mehr von dieser Art Kunst sehen. Ich hoffe inständig, irgendwann den Dreh raus zu haben und eine gewisse Regelmäßigkeit reinzubringen. Jeden Monat eine Geschichte oder einen Fortsetzungsteil in jeder Sprache peile ich weiterhin als ersten Milestone an. Dazu will ich versuchen, besondere Gelegenheiten mit thematischem Potential zu verhackstücken - also Valentinstag, Ostern, Halloween, Weihnachten und dergleichen.
Das alles soll dazu dienen, meine Präsenz auch auf Patreon auszubauen, wo man mich mit regelmäßigen Spenden unterstützen kann. Und dafür muss ich schließlich auch was bieten.
Den Rest der Zeit werde ich vielleicht in größere Projekte investieren. Ein paar potentielle Romane liegen auf meiner Festplatte rum und harren der Fortführung. Einige mögen sogar was taugen.  Und Auftragsgeschichten werde ich auch noch mehr schreiben. Vermutlich wird das irgendwann als Erstes das Potential bieten, damit die Miete zu zahlen. Ich hätts nicht gedacht, aber es ist so.

Kann ich das alles schaffen und werde ich es einhalten? Man wird sehen.
Das reine Arbeitspensum der Schreiberei ist machbar. Wenn ich an einem Tag wie vorgestern in 15 Stunden satte 20.000 Worte zu Papier bringen kann, geht da einiges. Allerdings muss die Stimmung auch da sein, was vorgestern eindeutig der Fall war.
Sagen wir mal so: Ich werde es tun, und wenn ich daran scheitere und es nicht ganz klappt, werde ich deswegen nicht verzweifeln. Damit müsste dann auch Master Yoda zufrieden sein, oder?

So. Damit hätte ich meinen ‚Neujahrs-Blogpost‘ und nun wende ich mich der vagen Hoffnung zu, auch meinen bloggigeren Blog wieder mit regelmäßigerem Content aufleben zu lassen…

In diesem Sinne…

…frohes Neues und mögen in diesem Jahr deine Pläne zu deiner Zufriedenheit voranschreiten und sich einige deiner Wünsche erfüllen. Aber nicht alle, damit du noch was hast, worauf du dich freuen kannst. ;-)

Sonntag, 18. Mai 2014

Tiefempfundene Danksagung

Ich habe an einer bestimmten Stelle versprochen in einem bestimmten Fall überall, wo ich mich so herumtreibe, über etwas zu sprechen. Und weil dieser bestimmte Fall nun auch erstmals eingetreten ist, will ich gleich doppelt so enthusiastisch darüber berichten.
Natürlich KÖNNTE ich hierbei gleich zur Sache kommen, aber wo wäre dann der Spaß…?

Dieser Post gilt jemandem namens Dominik.
Dominik ist ein außergewöhnlicher Mensch, denn er tut, womit ich so bald wirklich noch nicht gerechnet hätte: Er leistet greifbare Unterstützung.
Für dieses Mal werde ich mich darauf konzentrieren und nicht relativieren, weswegen andere mit weniger greifbarer Unterstützungsbereitschaft keine schlechteren Menschen sind. Dieser Beitrag gilt nämlich ganz allein Dominik und seiner Großartigkeit - und das meine ich völlig ernst!

Dominik ist einer meiner Leser. Einer, der meine Geschichten hier und/oder andernorts entdeckt und gelesen hat, sie gut fand, mich mit Kommentaren beehrte und sogar erklärte, er fände meine Ergüsse so gut, dass sie Geld wert wären.
Nun hat Dominik auch den Beitrag von Anfang April gelesen und Worten ganz einfach Taten folgen lassen. Er ist auf meine Patreon-Seite gegangen und ist nun mein erster Patron. Also der erste Mensch, dem meine Sachen so gut gefallen, dass er seinen Beitrag leisten will, mir vielleicht eines Tages ein Auskommen durch Spenden zu ermöglichen.

Ich kann nicht wirklich ohne ausreichend zum Ausdruck bringen, wie FUCKING AWESOME das ist!!
Ohne Scheiß! Ich habe ehrlich damit gerechnet, dass ich noch so einiges an Arbeit investieren müsste, bis ich damit rechnen kann, dass sich Spender über Patreon finden. Und ich habe verdammt noch mal nicht damit gerechnet, dass jemand gleich mit ZEHN DOLLAR im Monat einsteigen würde!
Ja, ich habe bei Patreon für einen solchen Fall über eine Belohnung philosophiert, die unter anderem diesen ehrlich gemeinten Jubelbeitrag beinhaltet. Es war ein Gedankenspiel, falls irgendwann in langer, langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis einmal…
Ich habe nicht ernsthaft damit gerechnet, dass mein ALLERERSTER Patron gleich so einsteigen würde. Und ich werde gar nicht erst behaupten, nicht verfickt STOLZ darauf zu sein, dass jemand meine Schreiberei so wertvoll findet.

Was ich nicht oft genug wiederholen kann ist, dass ich diese Geste GROSSARTIG finde. Sie widerspricht so absolut vollständig der Geiz-ist-Geil Mentalität, die in unseren Breiten momentan noch ziemlich vorherrscht, dass ich es gar nicht genug betonen kann.
Dominik, du bist ein Fan, wie ihn sich ein Künstler - ich bin mal so dreist - nur wünschen kann. Du bist sogar mehr als das, weil es einfach ein dickes Ding ist, dass du ohne eine physische Gegenleistung so viel spendest.
Ich bin dir dankbar. Insbesondere, weil du auch einfach der Erste bist, der es tut.

Ich will mit diesen Aussagen wirklich niemanden kleiner machen oder anstacheln, irgendwas zu tun, um Dominik nachzueifern. Was ich im Gegenteil möchte ist, Dominik an dieser Stelle hervorzuheben.
Geld sollte keine Rolle spielen, aber das ist nun einmal nicht der Fall. Und bis sich Gene Roddenberry’s Idee mal auf die eine oder andere Weise einer Umsetzung erfreuen darf - nur so zur Erläuterung: eine seiner Kernvisionen war die Abschaffung des Geldes - wird auch noch viel, viel Wasser verdampfen und wieder runterregnen.
Da es ist, wie es ist, sehe ich die Gabe, die ich da empfange, als etwas Besonderes an. Und darüber höre ich nicht auf mich zu freuen, wie meine Umgebung bestätigen kann. Sie verdrehen nämlich alle schon die Augen, wenn ich aus heiterem Himmel mal wieder sage: „Übrigens… Ich hab nen Patron!“

Es hat eine Weile gedauert, bis ich diese Danksagung nun tatsächlich in Worte gefasst habe. Ich habe mir Zeit genommen, ich hatte einiges zu tun und ich hatte den Eindruck es sei nicht eilig. Dementsprechend liegt der Zeitpunkt, als es passierte, schon ein paar Tage zurück.
Umso mehr freue ich mich selbst, dass ich mich noch immer wie ein Kleinkind darüber freuen kann. ;-D

Dieser Post ist also Dominik gewidmet. Du wirst immer der Erste sein, der es getan hat. Wahrscheinlich vergesse ich im Laufe der Jahre deinen Nachnamen und einige Details, aber ich versichere dir, ich werde in zwanzig Jahren noch ohne nachzudenken deinen Vornamen nennen können, wenn es um die Frage geht, wer es zuerst tat.
Außerdem werde ich ja einige Erinnerungsstützen haben, denn wie bei Patreon versprochen werden die nächsten Geschichten dir und deiner Unterstützung gewidmet.

Dominik, du bist AWESOME!

In diesem Sinne…

…vielleicht freut sich ja einer mit. :-D

Freitag, 4. April 2014

Zukunftspläne und so…

Diese Zusammenfassung ist nicht verfügbar. Klicke hier, um den Post aufzurufen.

Milde Gaben für den räudigen Köter?

Ich bin ehrlich gesagt nicht ganz und gar sicher, wie ich das Thema am besten anpacke, also mache ich es geradeheraus.

Dem einen oder der anderen ist sicherlich schon mal aufgefallen, dass ich gelegentlich von meinen Vorstellungen gesprochen habe, wie ich mit dem Schreiben Geld verdienen könnte.
Ich will keine Bücher herausbringen, die dann Leute kaufen müssen. Ich will lieber meine Geschichten weiterhin frei einsehbar jedem zur Verfügung stellen. Auch wenn ich durchaus erwägen würde, für meine Fans eBooks oder sogar gedruckte Bücher zu realisieren. Aber dann lieber zum Selbstkostenpreis oder sowas.
Trotzdem muss ich leider irgendwie wirtschaftlich denken und außerdem ist die Zeit, die ich in den Verdienst meines Lebensunterhalts investiere, ja nun auch Zeit, die ich nicht mit schreiben verbringen kann.

Es gibt eine Lösung, die ich eigentlich fast schon maßgeschneidert für meine Bedürfnisse finde. Ich habe sie kürzlich entdeckt und mir auch gleich alles eingerichtet, einfach weil es so schön zu meinem Traum passt.
Davon will ich nun berichten:

Einfach gesagt gibt es so etwas wie eine Crowdfunding-Plattform im Abo-Stil für Künstler.
Auf der Seite http://www.patreon.com/ kann ich mir als Autor einen Account anlegen und andere Leute können sich entschließen, mir Geld zu spenden. Angefangen bei einem Dollar im Monat, können Leute, die meine Sachen lesenswert finden, mir auf diesem Weg nicht nur Geld spenden, sondern ich erfahre auch davon und kann gewissermaßen Belohnungen aushändigen. Wer Kickstarter kennt, versteht das Prinzip sicherlich sofort.
Der Unterschied zum herkömmlichen Crowdfunding ist, dass ich eben nicht ein Projekt vorstelle und einen Betrag festsetze, ab dem ich es realisieren kann. Stattdessen bekomme ich in meinem Fall monatlich eine Spende von jedem sogenannten Patron - spendewilligen Fans gewissermaßen.

Die Idee dahinter ist tatsächlich, dass Künstler für ihre Arbeit einfach finanzielle Unterstützung erhalten. Leute, die YouTube-Videos, Musik oder Comics machen. Oder eben auch Kurzgeschichten schreiben.
Was ich als Belohnung für die Unterstützung auslobe, ist schnell umrissen. Für ein paar Dollar im Monat gibt’s Danksagungen über meinen Geschichten oder auch überall, wo ich mich so herumtreibe an prominenten Stellen. Für mehr gibt’s für den Moment erst einmal die eine oder andere Möglichkeit, auf Elemente in Geschichten Einfluss zu nehmen oder sogar Szenen zu erhalten, die mitgestaltet werden können.
Mehr Möglichkeiten habe ich allerdings im Hinterkopf. Einschließlich solcher Sachen wir eBooks und Printversionen von Geschichten. Was natürlich eine Geldfrage ist und dementsprechend von der Menge der Spenden abhängt, die ich erhalte.

Für den Anfang ist das hier also wirklich mehr eine Sache für Leute, die sagen, dass ihnen meine Geschichten so viel Spaß gemacht haben, dass sie dafür mal was springen lassen würden.
Dabei ist es natürlich auch möglich, einmalige Spenden abzugeben. Es ist zwar vom Prinzip her als monatliche Sache gedacht, aber wie lange jemand beschließt zu spenden - also wie viele Monate am Stück - bleibt jedem selbst überlassen.

Logischerweise werde ich versuchen, meine Patrons auch irgendwie bei der Stange zu halten, indem ich mir was für sie ausdenke. Spezielle Geschichten beispielsweise, die erst später oder sogar viel später frei zugänglich werden. Oder sonstwelche Aktionen.
Es hängt alles nicht zuletzt davon ab, ob sich Leute finden, die wirklich Geld ausgeben wollen, weil ihnen meine Geschichtengefallen. Ohne Patrons muss ich mir darüber auch keine Gedanken machen.

Wer nun ernsthaft darüber nachdenkt, kann am Ende einen Link finden, der zu meinen Patreon-Profil führt. Ein kleiner Haken für einige mag sein, dass die Seite leider nur auf Englisch verfügbar ist. Daran kann ich unglücklicherweise nichts ändern. Ich kann höchstens Hilfe anbieten, falls jemand sich dennoch da durchkämpfen und ein Patron werden will.
Sollte diese Sache sich für mich gut entwickeln, wird sich das logischerweise auf die Menge an Geschichten auswirken - und zwar natürlich positiv.
Zeit ist ein wesentlicher Problemfaktor für mein liebstes Hobby - das Schreiben. Geld aus einer solchen Quelle bedeutet, dass ich weniger Zeit in andere Arbeit investieren muss, um meine Rechnungen zu zahlen. Weniger Arbeit ergibt mehr Freizeit, mehr Freizeit führt zu mehr Geschichten.
Ziemlich simple und irgendwie logische Kette, oder? :-D

Es soll nun aber bitte nicht der Eindruck entstehen, ich würde meine ganze Schreiberei kommerzialisieren wollen.
Der Sinn - und der Masterplan hinter der ganzen Sache - ist im Grunde auf das Gegenteil ausgerichtet. Eben um zu vermeiden, jemals Geld verlangen zu müssen, soll dieser Weg jedem ermöglichen, zu geben, was er oder sie KANN.
Nicht ein paar Euro pro Kurzgeschichte wie bei Amazon oder ein paar Euro mehr für ein Buch - beispielsweise einen ‚Junge Liebe Roman‘ - sondern beispielsweise umgerechnet nicht einmal einen Zehner im Jahr als Dankeschön für alle Geschichten in meinem Blog.

Das Beispiel basiert auf einem Dollar pro Monat als Spende, was umgerechnet gerade 8,76 Euro ergeben würde. Machen das zweihundert Leute, könnte ich mich gewissermaßen umgerechnet mehr als einen Monat lang voll und ganz voll und ganz aufs Schreiben konzentrieren. Was ein bis zwei Dutzend zusätzliche Geschichten oder Kapitel (die längeren Varianten und nicht die ganz kurzen) ergäbe. Also ein bis zwei Geschichten mehr pro Monat.
Sicherlich macht es hierbei die Masse. Und ich hoffe ehrlich, dass ich irgendwann eine solche zusammenbekomme, damit ich mich voll und ganz aufs Schreiben konzentrieren kann.
Dieser Weg hier und das, was ich in Kürze als kleinen Überblick über meine zukünftigen Pläne posten werde, wird diesen Traum vielleicht wahr werden lassen. Und zwar unter Umständen mit deiner Hilfe.

Und damit hab ichs dann für diese Sache auch.
Es liegt jetzt ganz allein bei dir, ob du kannst, willst und wirst. Ich werde es niemandem vorwerfen, wenn es nicht geht. Nicht einmal, wenn wer nicht will.
Ich möchte auch nicht betteln. Stattdessen überlasse ich es jedem selbst, zu entscheiden, ob meine Geschichten einen Obolus - eine Spende - wert sind. Ich werde ganz gewiss niemanden fragen, weswegen er oder sie nicht gespendet hat.
Aber ich werde auch ohne jeden Zweifel jedem auf die Nase binden, wer die großartigen Menschen sind, die sich dafür entscheiden.

Allen zukünftigen Patrons sage ich nun schon einmal Danke!
Mit deiner Hilfe finde ich einen Weg an Verlagen und Geldmaschinen wie Amazon vorbei. Du wirst dir das auf die Fahne schreiben können. Du wirst dabei mitgeholfen haben und darauf kannst du dann durchaus auch ein wenig stolz sein.

Zu meinem Patreon-Profil geht es hier: http://www.patreon.com/MikeKojoteStone
(Nicht vergessen: Englisch!)


In diesem Sinne…

…danke für die Aufmerksamkeit!

Sonntag, 9. Februar 2014

Spiel mir ein Lied vom Feedback

Ich muss mal wieder was zum Thema Feedback loswerden. Gerade hatte ich da so ein weiteres Schlüsselerlebnis und da es das dritte in dieser Woche war, muss ich das jetzt einfach loswerden.

Es geht darum, dass Leute mir schreiben: Ich hab mich nicht getraut, ich habe gezögert oder ich war nicht sicher, ob… ich Feedback geben soll/darf/kann.
Die Antwort lautet: JA, dafuq!

Ich verstehe, wenn manche Leute sich zurückhalten, wenn es sich um negatives Feedback handelt. Vor allem, wenn es nur punktuell ist - soll heißen: wenn dir die meisten Geschichten gefallen, aber die eine oder andere nicht.
Diese Art von Feedback darfst du mir zwar geben, aber ich verstehe das Konzept, es nicht zu tun, um dem Autor nicht die Motivation zu nehmen oder ihn zu verletzen.
Aber positives Feedback, wie ich es fast immer nach der Einleitung bekomme, die sich zusammenfassen lässt mit ‚bis jetzt habe ich nur still gelesen…?

Was erwartest du denn, wie ich reagiere, wenn du eine Lobeshymne anstimmst oder eine oder mehrere meiner Geschichten lobst, weil sie dir so bombig gefallen haben?
Denkst du, ich gehe an die Decke oder springe vor Wut im Quadrat? Oder glaubst du, ich stehe über solchen Banalitäten wie Lob?
Pff… Ich bin eine Aufmerksamkeits-Hure. Lob mich und ich werde völlig handzahm und schließe mein vorlautes Mundwerk. Und vor allem erfahre ich, dass jemand da draußen meine Geschichten mag. Was verdammt noch mal ein echter Grund ist, weiterzuschreiben.

Zugegeben: Da ich ein Dickkopf bin, schreibe ich auch weiter, wenn es Kritik hagelt. Das Spiel habe ich bei Literotica gespielt, wo die paar selbsternannten Literaturexperten lauter sind als zwanzig lobende Feedbackgeber. Aber trotzdem würde der Output vielleicht nachlassen, wenn ich nicht immer wieder auch ganz direkt und persönlich per Mail oder sonstwie dieses tiefgehende Feedback kriegen würde.
Um mal einen Vergleich zu versuchen: Stell dir vor, du bist ein Mann und hattest Sex. Wenn sie danach nix sagt, ist das grundsätzlich okay. Aber du rätselst vielleicht doch, wie gut es für sie war, wenn es nicht offensichtlich erkennbar ist (und ich SEHE niemanden, der meine Geschichten liest - nur zur Erinnerung).
Wenn sie (oder auch er, wir wollen hier keine sexuelle Orientierung diskriminieren) dir danach sagt, dass es richtig gut war, klappt dir doch gleich wieder das Messer in der Hose auf, die du hoffentlich nicht mehr anhast, weil du in dieser Metapher gerade Sex hattest und es echt unhöflich wäre, dabei angezogen zu sein.
Wie viel besser ist es, es gesagt zu bekommen? Du verstehst, denke ich… ;-)

Und, nur der Vollständigkeit halber, liebe Leserin, die mit dieser Metapher nichts anfangen kann, weil sie die Besessenheit und den Leistungsdruck nie verstanden hat, der mit dem Besitz eines funktionalen Penis einhergeht:
Stell dir den Unterschied zwischen einem Mann vor, der sich von dir runter rollt und sich eine Kippe anzündet und einem Mann, der dich danach mit glänzenden Augen anhimmelt und dir mit oder ohne Worte sagt, dass er sich nicht daran erinnern kann, wann er das letzte Mal einen so geilen Fick hatte.
Und jetzt behaupte, das würde dich kaltlassen. Glaub dir keiner… :-P

Was ich sagen will, ist: Feedback ist wie jedes andere Lob. Es zeigt dem gelobten, dass er etwas gut gemacht hat.
In diesem Bereich hier ist es der einzige Weg, wie ich erfahren kann, dass es gefallen hat. Indem du es verschweigst, nimmst du es mir also effektiv weg.

Jup, I said it. Ich spiele die erpresserische Karte aus, die dich in Zugzwang versetzt und dir ein schlechtes Gewissen machen soll, wenn du mit deinem Feedback hinterm Berg hältst, und werde nicht einmal rot dabei. :-P


Und nur für den Fall, lieber Leser oder liebe Leserin, dass du dich genierst.
Ich meine… Es wäre ja möglich, dass es dir peinlich oder anderweitig unangenehm ist, mir zu stecken, dass ich dich… naja… tief berührt habe. Emotional oder auch ziemlich körperlich. Wir verstehen uns… ;-)

Zum einen kannst du es anonym tun. Schreib dein Feedback einfach ohne Unterschrift und ohne Account und ich werde nie erfahren, wer es gibt. Und auch niemand sonst.
ODER du führst dir vor Augen, was du so alles über mich aus meinen Geschichten erfahren kannst und vertraust mir, wenn ich dir sage, dass ich nicht über dich lachen werde. Ich werde vielleicht vor Freude MIT dir lachen, wenn du mir erzählst, dass ich dich berührt habe. Aber ich werde dich nicht dafür auslachen, weil es nichts Schöneres für mich gibt, als Menschen über meine Geschichten zu berühren.
Das ist kostbar. Wertvoller als der Inhalt von Fort Knox für mich. Und das meine ich absolut ernst.

Es muss dir nicht unangenehm sein. Und es bleibt unter uns, wenn du es mir per Mail schreibst.
Aber du musst gar nicht so weit gehen, wenn es dich zu viel Überwindung kostet. Schon ein kurzer Kommentar zu einer Geschichte, der mich einfach wissen lässt, dass es ‚gut war, Baby‘ ist super.
Vor allem, wenn du nicht sammelst, sondern es mich immer bei den Geschichten wissen lässt, wo es der Fall war.


Also… Keine falsche Scheu. Wir sind hier unter uns und sowieso schon unter einer Bettdecke. Zeig du mir deins. Ich hab dir meins gezeigt. ;-)

Samstag, 11. Januar 2014

Wann geht’s weiter…?


Die Frage, die mich in den letzten Monaten immer mal wieder über diesen oder jenen Weg erreicht hat. In dieser oder jener Form - bis hin zu der Befürchtung (oder in Einzelfällen vielleicht auch Hoffnung) ich hätte es dreingegeben, mit dem Schreiben.
Ich will mal eine Antwort darauf geben. Und ich tue das in gewohnt umfangreicher und offener Form.

Ich habe im zweiten Halbjahr des letzten Jahres nicht viel geschrieben. Und was ich geschrieben habe, ist so gut wie nie fertig geworden.
Ich brauche zum Schreiben die richtige Stimmung, die ich manchmal verliere, wenn ich zu viel um die Ohren habe. Und ich brauche Zeit, die ich oft nicht habe, denn von dem, was ich so tippe, wird bestenfalls ein Viertel jemals jemandem gezeigt und der Rest verschwindet in der Versenkung. Oder wird jedenfalls erst viel später fertiggestellt.
Beispiel hierfür sind die beiden Random Shorty aus dem Herbst, die ich beide schon Anfang des letzten Jahres angefangen hatte. Ich kam nur irgendwann in die Stimmung, sie endlich fertigzustellen.

Erschwerend hinzu kommt - und ich meine es ernst, wenn ich jetzt voranschicke, dass ich hier nicht auf die Mitleidsdrüse drücken will - dass in meiner erweiterten Familie gerade jemand im Sterben liegt. Auf die langsame Tour.
Seit Oktober stütze ich, so gut ich eben kann und muss neben Arbeit und dem Drang zu schreiben auch die manchmal kraftraubende Aufgabe auf die Kette kriegen, einige Dinge zusammenzuhalten, während andere in meinem Umfeld Wichtigeres um die Ohren haben.
Kein besonders günstiger Nährboden für Geschichten und auch kein sonderlich ruhiges Umfeld.

Again… Mitleid ist unnötig. Ich bin nicht direkt betroffen. Leute, die mir am Herzen liegen, müssen dabei zusehen, wie ein Familienmitglied ohne echte Hoffnung auf Besserung immer mehr dahinsiecht.
Falls es jemanden brennend interessiert: Immer wieder auftretende Gehirnblutungen, die jeweils stärker ausfallen, als die vorherige. Wer damit schon Erfahrungen gesammelt hat, wird verstehen, was da so alles dranhängt und wie es Angehörige fertigmachen kann und wer das nicht kennt, kann froh sein. Weder diese Art von Krankheitsbild noch damit als Angehöriger umgehen zu müssen, wünsche ich jemandem.
Aber um es ganz klar zu sagen: Ich bin nicht in Trauer, sondern einfach nur viel beschäftigt.

Trotzdem schreibe ich wieder. Trotzdem habe ich zwischen den Jahren Zeit gefunden, zur Ruhe zu kommen und die Muse zu knutschen, bis sie schielt. Ich kann also nicht sagen, dass es eine Schreibblockade war. Ich hatte einfach nur den Kopf nicht frei.
Ich schreibe wieder und es wird auch Ergebnisse geben. Es wird Fortsetzungen geben und einige Dinge werden abgeschlossen werden.
Allerdings gibt es auch ein ‚Aber‘… Zwei vielleicht sogar.

Zum einen muss ich die Dinge, die ich so erlebt habe, verarbeiten und sehen, wie sie sich auf meinen Stil auswirken. Ich kann da keine Vorhersagen treffen, aber in der einen oder anderen Geschichte mag es stilistische Wandel geben. Auch wenn ich versuche, das zu vermeiden.
Leider haben viele Projekte jetzt lange gelegen und ich muss da erst wieder rein finden. Auch wenn es momentan ganz gut klappt, lose Enden wieder aufzunehmen.
Auch entwickle ich mich aus meiner Sicht schreiberisch weiter und das wird sich auf die Dinge auswirken, die ich anpacke oder fortführe. Aber dazu kann ich jetzt nicht viel sagen. Nur, dass es keinen gravierenden Grund zur Sorge gibt und vielleicht die Sachen, die ich als Veränderungen empfinde, vielleicht nur mir und niemandem sonst auffallen.

Die andere Sache ist, dass ich die Schreiberei jetzt erst wieder aufnehme. Ich habe bei manchen Projekten keine halbfertigen Versionen und muss einfach da aufnehmen, wo ihr als Leser der Fortsetzungsgeschichten auch steht. Ich muss mich einlesen und die Stimmungen wieder aufgreifen. Muss mir ansehen, ob mir gefällt, wie ich vorankomme.
Das kostet Zeit, weswegen es nicht sofort weitergehen kann. Auch wenn ich gerne Ratz-Fatz neue Sachen liefern würde.
Geduld ist daher angesagt. Auch wenn ihr davon schon reichlich bewiesen habt, indem ihr immer und immer wieder nachfragt.

Auf der Haben-Seite gibt es allerdings auch zu vermelden, dass ich hier und da Feedback bekomme, das mich beflügelt. Oder vielleicht sollte ich das eher Austausch nennen.
Und daher möchte ich auch hier ganz öffentlich sagen: Wer Lust und Zeit hat, mir eine helfende Hand reichen zu wollen, möge sich bitte melden.
Ich habe das Ende von Junge Liebe hier rumliegen und brauche Meinungen dazu. Korrekturen erwünscht, aber vor allem kritisches Feedback, ob Teil zwei dieser Geschichte so zu einem guten Abschluss gebracht wird.

Ich kann also sagen, dass es weitergehen wird. Und zwar bald.
Womit? Keine Ahnung.
Aber ich schreibe halt wieder und ich hoffe, dass das eine gute Nachricht ist.

In diesem Sinne…
…schönes Wochenende!

Mittwoch, 29. Mai 2013

Fortsetzungen - Whaddafuq?!?


Da ich jetzt gerade wieder mitten in Junge Liebe stecke letzter Teil im August letzten Jahres veröffentlicht wurde, stellt sich mir natürlich die Frage: Was zum Henker ist eigentlich das Problem mit mir? Wieso habe ich so lange gebraucht, wo es jetzt eigentlich wieder ziemlich flutscht?
Einen Teil der Antwort habe ich schon mal geliefert. Manchmal verirrt man sich in einer Story und mit etwas Abstand geht es wieder leichter. Wobei ‚etwas‘ eigentlich eher Wochen als ‚fast ein ganzes Jahr‘ bedeuten soll.
Aber gerade heute kommt mir eine andere, mögliche Ursache in den Sinn. Und natürlich wäre es langweilig, wenn ich nicht weit ausholen würde, bevor ich den nenne… ;-D

Ich bin ja ein Kellerkind. So richtig, meine ich.
Ich lebe hinter lichtundurchlässigen, schwarzen Vorhängen und die Sonne ist für mich nur theoretisch interessant. So als astronomisches Studienobjekt und so.
Direkte Sonneneinstrahlung erscheint mir als tödliche Gefahr, denn ich habe keinen komischen Ring, der mich mit viel Geglitzer davor schützt. Daher wäre ich Asche, wenn…
Naja… Ich übertreibe…

Aber was nicht übertrieben ist, ist die Tatsache, dass ich tatsächlich nachweislich monatelang ohne Sonnenlicht auskomme. Ich brauche es nicht zum glücklich sein. Außerdem liebe ich den Winter. Was ja ganz gut dazu passt.
Dennoch ist da eine gewisse… ‚Qualität‘ an jeder Jahreszeit. Eine ganz eigene Atmosphäre, die jeweils ihre eigenen Vorzüge und Nachteile hat. Ein Feeling für Sommer, Herbst, Winter und Frühling.
Und manche meiner Geschichten sind mit so einem Feeling assoziiert, wie ich feststelle.

Nicht alle, wohlgemerkt. Einige Geschichten sind davon völlig losgelöst. Aber Junge Liebe ist eine eindeutige Frühlings-/Sommergeschichte. Das habe ich heute gemerkt, als ich gezwungen war, zur Jagd auf Nahrungsmittel dem Licht zu widerstehen und hinauszugehen.
Es sind die Sinneseindrücke, die in bestimmten Jahreszeiten und/oder bei bestimmten Wetterlagen einfach spezifische Assoziationsketten in meinem Kopf auslösen. Und es sit sicherlich auch der sommerliche Look der Leute da draußen, der dazu beiträgt.
All in all habe ich es einfach deutlich gemerkt.

Und selbst hinter meinen Vorhängen bekomme ich natürlich was davon mit. Die Fenster sind das ganze Jahr über auf Kipp. Ich rieche den Sommer jeden Tag. Und das reicht wohl schon aus.
Als ich bei JL ins Stocken kam, war der Sommer praktisch vorüber. Und als ich es wieder aufnehmen wollte, war es im Prinzip winterlich. Was einfach nicht zu dieser speziellen Geschichte passt.
Der Frühling hat sich allerdings offenbar als Kickstarter erwiesen, als ich es diesmal wieder aufnahm. Und nun bin ich wieder drin, möchte ich behaupten. In meinem jugendlichen Leichtsinn kündige ich also an, dass es diesmal wesentlich flotter weitergehen wird… ;-D

Und die Moral von der G’schicht?
Manchmal muss man eben den Winter abwarten und dann weitermachen, wenn alles wieder stimmt.
Hoffentlich kommt dieses Feeling nun auch rüber, wenn ich Teil 11 veröffentliche… *frown*

So. Jetzt wisst ihr, was mein Problem ist.
Und kaufen könnt ihr euch trotzdem nix dafür. ;-P

Trotzdem…
…zauberhaften Sommertag wünsche ich morgen!



PS: Jup. Das bedeutet, dass Junge Liebe 11 tatsächlich in wenigen Tagen kommt. Diesmal echt. Ist praktisch fertig.

Montag, 4. Februar 2013

#Aufschrei - The next Level


Wenn ich ins Netz gehe, kann ich dem Thema kaum entgehen. Und weil ich bin, wie ich bin, kann ich nicht verhindern, dass mir die Galle hochkommt. Ähnlich wie es all den armen Opferlämmchen und Trittbrettfahrern der Thematik wohl auch geht.

„85 Prozent der Frauen und 75 Prozent der Männer“, schreibt der Focus heute, „finden die Sexismus Debatte überfällig.“
„Fünfundachtzig Prozent der Frauen“, meint ein Reporter in einem Beitrag zum Thema Sexismus bei Promis, „weil sie alle vermutlich schon damit Erfahrungen gemacht haben.“

‚Bullshit!‘, denke ich mir.
Es ist wohl mal eher so, dass 100 Prozent aller Frauen schon mal irgendwie mit unpassenden Bemerkungen konfrontiert wurden.
Nein, warte… Nicht ‚unpassend‘, denn das ist die Wertung der Gesellschaft. Ich nenne es mal beim Namen: Es sind geschlechtsspezifische Aussagen, die sich auf weibliche Körpermerkmale und/oder Klischees über Frauen beziehen.
Und diesen Aussagen begegnet man bereits in der Kindheit, wenn es ums Spielen mit Matchbox-Autos oder Puppen geht.

Ein wichtiger Punkt dabei ist aber: Diese Scheiße fließt in beide Richtungen den Berg hinauf. Männer-Klischees sind allgegenwärtig und werden gerade in dieser verfickten Debatte zuhauf ausgegraben.
Es wird also durchaus aus einem Glashaus mit ganz schönen Pflastersteinen geworfen.

Meine persönliche Meinung dazu ist: So what?!
Anzüglichkeiten, Klischees und sexuelles Interesse sind Teil der menschlichen Kommunikation. Ohne sie gäbe es praktisch keine Fortpflanzung und sie unterstreichen den Unterschied zwischen den Geschlechtern.
Werden sie als Machtinstrument missbraucht, verurteile ich das. Aber ich verurteile verdammt noch mal alles, was so missbraucht wird. Von rhetorischen Mitteln bis hin zu blanker Gewalt. Da geht es um Machtmissbrauch und nicht um eine Geschlechterfrage.

Die Art, wie in der aktuellen Diskussion mit der Thematik umgegangen wird NERVT.
Und zwar gewaltig.
Natürlich kann man jede Situation, in der bei einer Unterhaltung eine Klischee-Formulierung verwendet wurde, auch als Sexismus auslegen. Aber Fakt ist nun einmal, dass ein „da haben sie wohl mal wieder nur ans Schuhe kaufen gedacht, Frau Müller“, in die gleiche Kategorie fällt wie ein „da waren sie wohl mal wieder in Gedanken schon beim Fußballspiel heute Abend, Herr Meier.“ Der Subtext beider Botschaften ist nicht geschlechtsspezifisch, sondern hat was mit Aufmerksamkeit gegenüber einer Sache zu tun, die nicht aufgebracht wurde.
Das ist kein Sexismus, sondern Umgangssprache. Und beide Aussagen beinhalten ein Körnchen von „du bist dumm, Mensch, dem ich das gerade sage.“
Wenn das jetzt unter Strafe gestellt wird, dann gute Nacht.

Was diese Debatte bringen könnte, wenn sie nicht zu einer Schlammschlacht der Männlichkeit und Weiblichkeit verkäme, wäre eine neue Wahrnehmung der Kommunikation. Eine Erkenntnis darüber, dass alle Menschen verbal oftmals Diskriminierung ausgesetzt sind. Dass dies irgendwie auch normal ist. Und wie man vielleicht neu damit umgehen lernen könnte. Sodass es sich womöglich ein wenig abbaut.
Aber was wir bekommen, ist nur ein Krieg der Geschlechter. Und zwar einer, bei dem ich auch langsam sauer darüber werde, immer über einen Kamm mit dem letzten Dorfdeppen (was übrigens eine Diskriminierung der Landbevölkerung darstellt) geschoren zu werden.
Und überhaupt… Was kann der Kamm dafür? Wieso diskriminiere ich jetzt auch noch die Friseure?
Ich Arsch!
Ach ne… Das wäre eine Diskriminierung des menschlichen Hinterteils. Und wieso ist das überhaupt ein Hinterteil? Wieso darf es nicht vorne sein? Ist ‚hinten‘ nicht auch schon eine Herabwürdigung? Mit welchem Recht wird der Hintern an hintere Stelle gesetzt?

Komm mal klar, Deutschland.
Du galoppierst nämlich gerade in eine Richtung, in der wir am Ende alle gar nicht mehr miteinander reden, weil es ja fasch aufgefasst werden könnte.

Donnerstag, 31. Januar 2013

Die zweischneidige Inspiration


Komischer Titel. Ich weiß…
Mir geht es nicht um den Begriff der Inspiration, sondern um eine ganz bestimmte Inspiration. Nämlich Lindsey Stirling.

Lindsey Stirling ( Crystallize)
Website: http://lindseystirlingviolin.com 


Ganz ehrlich: Ich liebe das, was diese Frau tut.
Ich würde sie nicht heiraten. Ihre und meine Lebensgrundsätze dürften nicht wirklich kompatibel sein. Aber ich würde jederzeit für sie eine Hand ins Feuer halten, denn ich schulde ihr eine Menge. Und zwar eine Menge wunderbare Momente.
Ich liebe Violinenklänge. Wenn eine Frau den Bogen führt.
Und von den Violinistinnen ist mir neben Máiréad Nesbitt eben Lindsey Stirling am liebsten. Weil sie einfach wunderbar ist.
Was nicht nur an der Qualität ihres Spiels liegt, sondern auch an ihren eigenen Kompositionen und ihren Interpretationen der Stücke anderer Leute. Und - da bin ich ganz ehrlich - an ihrem Aussehen, ihrer Körpersprache und ihren Bewegungsmustern.

Máiréad Nesbitt sehe ich auch gerne zu. Die hat Feuer.
Aber Lindsey hat etwas Hypnotisierendes. Die Gesamtheit ihrer Musik, ihrer Bewegungen und ihres Sinns für den perfekten Background fängt mich ein und lässt mich nicht wieder los.
Und hier liegt auch das Problem.
(Jap. Ich habe ernsthaft genau bis hierhin gebraucht, um den Bogenschlag zum Titel dieses Posts zu schaffen. Und wer das nicht versteht, sollte mal Crystallize von Lindsey Stirling anwerfen und dann versuchen, nicht ins Schwärmen zu geraten. ;-) )

Das Problem ist, dass ich einfach nicht ‚nur‘ zuhören kann, wenn ich ihre Musik höre. Ich will zuhören und zusehen und kann mich nicht losreißen. Ich habe tausend Ideen und Gedanken und komme sofort in die perfekte Stimmung, um beispielsweise Fantasy zu schreiben. Aber ich kann nicht gleichzeitig schreiben und ihr zusehen.
Mal davon ab, dass ich nicht blind schreiben kann, kann ich mich auch einfach nicht auf das Formen der Worte konzentrieren. Ich flitze zu schnell durch meine Gedankenwelt und bin völlig abwesend.

Lindsey Stirling bietet mir also Inspiration. Mehr als sehr viele andere Künstler. Hochgerechnet auf die Gesamtzahl ihrer Werke vermutlich absolut am meisten. Und trotzdem packe ich es nicht, ihr eine Geschichte zu widmen, obwohl es für Dutzende Material gäbe.
Sie inspiriert mich, hält mich aber gleichzeitig davon ab, die Inspiration auch umzusetzen. Ich schaffe es nicht mal, die Stimmung zu bewahren und nach dem Hören zu schreiben, denn ich muss einfach noch ein Stück hören und sehen, wenn ich die Zeit habe. Und dann noch eines und noch eines. Bis ich eben keine Zeit mehr habe. Weder zum Schreiben noch zum Hören.
Deswegen das zweischneidige Schwert.

Wie man sich denken kann, ist das keine Beschwerde im eigentlichen Sinn. Ich genieße es viel zu sehr, einfach nur meinen Gedanken nachzuhängen und nichts zu tun, als zu träumen. Lindsey schafft es, meinen Kopf von all den zusätzlichen Gedankenschichten freizumachen, die mich sonst immer terrorisieren. Ihr kann ich meine volle Aufmerksamkeit ganz ohne Anstrengung widmen. Was ich sonst nur hinbekomme, wenn eine zwischenmenschliche Situation mich und all meine Fähigkeiten wirklich fordert.
Und für diese Zeit des Träumens und Schwebens und Genießens bin ich immens dankbar. Nur eben mit diesem einen, kleinen Wermutströpfchen.

Hmm… Erwähnte ich, dass die Kleine auch noch singen kann? Das ist fast schon unfair. Im Grunde hat sie wirklich alles, was ich an einer Frau begehrenswert finde. Und trotzdem würde ich sie - gäbe man mir einen Wunsch frei - lieber spielen hören, als flachlegen.
Crazy…

Naja… Vielleicht bringe ich den einen oder anderen hiermit auf ihre Spur. Wer sie noch nicht kannte, sollte sich unbedingt das folgende Lied anhören und ansehen:

Awesome ist nicht im Ansatz stark genug, um es zu beschreiben. Dabei könnte ich ernsthaft religiös werden.

Traumhafte Minuten mit ihr wünsche ich.
In diesem Sinne…

Mittwoch, 30. Januar 2013

#Aufschrei


Jaja… Ich weiß. Jeder Depp muss darüber bloggen.
Bin ich halt auch so ein Depp…

Wem bei den Diskussionen zu diesem Thema bereist beim Titel die Galle hochkommt, der liest auf eigene Gefahr weiter. Ich stehe zu meiner Meinung und bin für eine Diskussion darüber durchaus offen. Und ich bin auch absolut imstande, mich auf eine Schlammschlacht einzulassen.
Lesen und kommentieren auf eigene Gefahr. ;-P

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Durch Deutschland geht ein Aufschrei.
Die ganze Nation ist in Aufruhr. Etwas Erschütterndes ist geschehen. Es geht um Diskriminierung, Belästigung und vielleicht sogar Mobbing. Das Thema ist Chauvinismus und bringt Feministinnen in Rage. Vielleicht reden wir sogar über sexuelle Nötigung. Oder am Ende womöglich über den Beginn von Missbrauch und Vergewaltigung.

Die ganze Sache dreht sich um einen Mann namens Rainer Brüderle. Dass er hochrangiger Politiker ist und sein armes Opfer eine Journalistin, ist natürlich nur Zufall. Viel schlimmer ist die Tatsache, dass es sich um einen Mann und eine Frau handelt. Da liegt der Hase im Pfeffer.
Im Ausland fragt man sich, wenn man die Wellen sieht, die diese erschreckende Affäre verursacht: Ist dieser Brüderle ein neuer Strauss-Kahn?
Die Wahrheit ist noch viel erschütternder!

Rainer Brüderle tat, was niemand in der modernen Welt für möglich gehalten hätte. Nach einer Veranstaltung wagte er es, sich der armen Reporterin zu nähern. An einer Hotelbar. Man stelle sich allein die traumatisierende Wirkung der Umgebung an dieser Stelle schon einmal vor, um auf das Kommende vorbereitet zu sein.
Er sprach sie an, ohne noch ein weiteres Mal nachzudenken. Machte ihr Komplimente, wie sie mit ihrem Aussehen beispielsweise auch in einem Dirndl - für welches man ja bekanntlich ein wenig Holz vor der Hütt’n brauchen kann - eine gute Figur machen würde. Gab ihr Handküsse und wollte sogar noch ein wenig näher treten. Die Distanz eventuell unter eine Armlänge Abstand bringen.
Plump, in womöglich schon fast ein wenig senil-gutgläubiger Altherren-Weise und völlig ohne jede Empathie dafür, dass der erotische Funke bei seinem Gegenüber so gar nicht zünden wollte, baggerte dieser schreckliche Mensch einige Minuten lang herum, bevor eine Assistentin ihn endlich von seinem armen Opfer wegführte und ihn ins Bett schickte.

An dieser Stelle beugt sich nun der Amerikaner oder Engländer vor und harrt gespannt der skandalösen Enthüllung dessen, was danach geschah. Der Franzose zieht eine Augenbraue hoch und denkt sich bereits, dass er es ja schon immer über den Deutschen gewusst hat. Und der Russe fragt sich, wieso die Frau nicht schon längst auf den Knien ist und ihren verdammten Job macht.
Alle sind gespannt und warten auf das, was zweifellos kommen muss, um den Aufschrei zu rechtfertigen. Hat der schreckliche Politiker sie nur…? Oder machte er danach auch noch…? Hat er sie nur einmal…? Oder dutzendfach…? Entführte er sie irgendwohin? Oder passierte es im Hotel?

Dummerweise ist die Geschichte, die Anlass für den Aufschrei bot, an dieser Stelle vorbei.
Rainer Brüderle hat sich wie ein stumpfer oder angetrunkener Volltrottel in Sachen Flirts verhalten. Und sein Opfer hat nach einem Jahr harter Bewältigungsphase endlich den Mut gefunden, sich zu äußern. Zufällig im deutschen Wahlkampfjahr schafft sie es nun, das Vorzeigegesicht der FDP für das anzuklagen, was er ihr angetan hat.
Deutschland ist natürlich empört. Wie konnte er es wagen. Wie konnte sich dieser Abschaum nur allen Ernstes auf amouröse Weise einer Frau nähern. Pfui Deibel!

Die Diskussion über die Schandtat hangelt sich von Siedepunkt zu Siedepunkt. Feministinnen fordern ein generelles Redeverbot für Männer und wer männlichen Geschlechts ist und nicht versteht, was der ganze Aufriss soll, könnte ebenso gut zugeben, ein Taliban zu sein. Wobei das dann noch das kleinere Übel wäre.

Aber… Worum dreht sich die ganze Sache eigentlich?
Was bringt die Leute - mal abgesehen von den Feministinnen, die ohnehin immer dort sind - so auf die Palme?
Was geht ab in Deutschland?

Würde jemand die Sache mal objektiv beleuchten, ginge es vermutlich darum, dass in einem professionell-beruflichen Umfeld gewisse Kumpeleien und Anzüglichkeiten nicht gerade optimal platziert sind.
Natürlich ist es eine Sache, wenn eine Reporterin von einem charmanten und attraktiven Politiker angeflirtet wird, der vielleicht auch auf ihre nonverbalen Signale reagiert hat. Da kann aus einem Flirt dann auch durchaus mehr werden, selbst wenn die Berufsgruppen einander ein wenig skeptisch gegenüberstehen.
Aber wenn ein alter Sack - Verzeihung Rainer, aber so siehst du nun mal aus - sich einer jungen, knackigen Powerfrau nähert, dann ist da oft wenig erotische Spannung.

Nun könnte man von einer fest im Berufsleben stehenden und in der Öffentlichkeit mit anderen Menschen arbeitenden Person eine gewisse Souveränität erwarten. Ein Rainer Brüderle sollte sich nicht so verhalten, wie er es getan hat. Und sein armes Opfer hätte vielleicht einfach nur klar und deutlich sagen sollen, wie unwillkommen ihr die Annäherungsversuche sind. Selbst wenn es sich vielleicht sogar nur um einen völlig misslungenen Versuch lockerer und offener Konversation gehandelt haben sollte, kann man in einem Gespräch durchaus um eine Veränderung der Ebene bitten.
Aber wir haben es mir einer Situation zwischen Mann und Frau zu tun. Und da sind nun einmal andere Regeln zu beachten.

Oder?
Ich meine…
Wenn ich mir die Sache so ansehe und dann auf meinen Umgangston und mein Leben schaue, dann behandele ich Frauen und Männer gleich. Ich mache Witze über männliche Unzulänglichkeiten. Und über Weibliche. Ich benutze Anzüglichkeiten gegenüber Männern und Frauen. Und ich flirte sogar trotz gefestigter Heterosexualität manchmal mit Männern. Aus Spaß an der Sache, wenn sie schwul sind. Und aus reiner Boshaftigkeit, wenn sie homophob sind.
Ich gestehe jedem Menschen das Recht zu, sich von mir auszubitten, so etwas zu unterlassen. Wenn jemand schlechte Erfahrungen gemacht hat, respektiere ich das. Man muss es mir nur irgendwie mitteilen und gut ists.
Ähnlich ist es in Flirtsituationen. Auch mit noch so guten Antennen und Empathie trete ich mal jemandem näher, als diese Person das gerade möchte. Ein einfaches Wort reicht aus, um die Distanz wieder zu vergrößern. Und da wir Menschen keine Gedankenleser sind, kann ich dieses Wort auch erwarten, finde ich.

Würde ich dem Konsens der einen Seite der unseligen Aufschrei-Diskussion folgen, dürfte ich keine Frauen mehr unaufgefordert ansprechen. Ich müsste komplett davon Abstand nehmen. Und nur weil ich persönlich kein Problem damit habe, auch mal plump von einer Frau angemacht zu werden, dürfte ich diese Sichtweise keinesfalls auf andere projizieren.
Dabei spielt es keine Rolle, dass dieser Standpunkt letztlich die Fortpflanzung der Menschheit fast unmöglich machen würde, solange nicht irgendwann T-Shirts mit Wechselaufschrift in Mode kämen, die entweder einen Flirt erlauben oder ihn ablehnen. Und selbst bei solchen Shirts wäre dann noch zu differenzieren zwischen willkommenen Flirtpartner und der unwillkommenen Sorte, die natürlich als solche weiterhin kriminell wären, wenn sie einen Flirt mit jemandem suchen, der das nicht will…
Unaufgeforderte Kontaktaufnahme außerhalb einer streng sachlichen und immer zu eintausend Prozent politisch und korrekten und völlig entgenderfizierten Rahmen wäre dann eine Straftat. Knast für drei bis fünf Jahre oder so.

Die andere Seite der Diskussion wird von ihren Gegnern gerne gleich pauschal in die Sexismus-Ecke geschoben.
Wer all das übertrieben findet und ganz banal meint, die Reporterin solle sich mal nicht so anstellen, ist ein Schwein. Egal ob männlich oder weiblich. Aber wenn männlich, sollte dieses Schwein kastriert und dann erschossen werden.
Egal, ob ich also mit Argumenten dagegenhalte, die etwas damit zu tun haben, dass Frauen nicht weniger sexistisch sind als Männer oder ob ich eine völlig geschlechtsunspezifische Sichtweise dazu habe, bin ich ein Schwein, weil ich nicht mit Aufschreie.
Und deswegen tue ich das nun.

Mein Aufschrei:
Ich liebe Frauen, WEIL sie anders sind. Wären sie genau wie Männer, wären sie langweilig. Ich mag Brüste und sehe sie mir gerne an. Ebenso wie Popos oder Muschis. Oder weibliche Gesichter. Oder Frauenfüße.
Ich finde, Frauen sollten anders behandelt werden als Männer. Nicht im Büro, denn die Arbeit da ist tatsächlich wenig geschlechtsspezifisch. Aber im privaten Rahmen.
Sicherlich halte ich auch Männern mal die Tür auf. Aber bei Frauen tue ich es einfach lieber, weil mir ihr dankbares Lächeln einen Tick mehr bedeutet. Und ganz nebenbei habe ich auch unheimlich gerne Sex mit Frauen. Finde ich toll.

Frauen sind etwas Besonderes.
Männer auch, aber da ich ein Mann bin, ist diese Besonderheit nicht so interessant.
Und ganz nebenbei sind auch Asiaten oder Afrikaner etwas Besonderes. Sie sind nicht exakt gleich wie Leute aus meinem Kulturkreis. Und das ist verdammt noch mal gut so.
‚Vive la différence‘, sagt der Franzose. Und in diesem Zusammenhang weiß der, wovon er redet.

Liebe Frauen
Bleibt bitte weiblich und anders als die Männer. Lästert in euren privaten Kreisen und reduziert Männer auf ihre körperlichen Merkmale. Das ist okay. Lasst euch nicht einreden, es sei anders. Aber akzeptiert bitte auch, dass wir Männer manchmal einfach weniger diskret sind.
Ja. Ihr seid uns in dieser Hinsicht über. Und das ist auch gut so. Dafür sind wir stark genug, euch mal auf Händen zu tragen. Und wenn ihr ehrlich seid, gefällt euch das nicht weniger, als es uns Männern gefällt.
Lasst euch nicht darauf ein, die Geschlechterunterschiede abzubauen. Und lasst euch bitte nicht vor den Karren des feministischen Rachefeldzuges als Gegenschlag für Jahrtausende der Unterdrückung spannen.
Dieser ganze Kram ist Bullshit.

Diskriminierung ist keine Frage des Geschlechts, sondern eine Frage der Macht.
Menschen mit Macht diskriminieren Menschen ohne Macht. Dauernd. Das ist eine unselige aber nichtsdestotrotz wahre Realität des Lebens. Es geht nicht um das Geschlecht, sondern um den Machtfaktor.
Gegen Diskriminierung zu sein bedeutet, sich für die Unterdrückten starkzumachen. Und zwar am besten in jedem einzelnen Fall, bei dem diskriminiert wird. Pauschalisierungen klingen nämlich nur schön, helfen aber niemandem.

Manchmal ist Diskriminierung sexistisch. Manchmal ist sie rassistisch. Manchmal einfach ‚nur‘ kapitalistisch.
Aber jeder Versuch, irgendeiner Gruppe besondere Rechte einzuräumen, um sie vor Diskriminierung zu schützen, gibt immer nur einigen wenigen, die im Besitz von Macht sind, noch mehr Möglichkeiten zur Diskriminierung.
Gesunder Menschenverstand, klare und im Zweifelsfall auch überdeutliche Kommunikation in Worten und gegenseitiger Respekt sind alles, was wir Menschen für den Umgang miteinander brauchen.

Wer diese Voraussetzungen nicht aufbringt, ist kein Sexist, sondern ganz einfach ein Dummkopf. Und vermutlich auch ein Arschloch.
Aber strafbar ist das nicht. Es ist ‚nur‘ scheiße. Und wenn sich jemand scheiße benimmt, dann kann man die Beschäftigung mit dieser Person ganz einfach einstellen.

So viel dazu.

Und weil ich weiß, wie ein ganz bestimmtes Gegenargument in dieser Sache aussieht, dazu noch ein Wort oder zwölf:
Es geht NICHT um Missbrauch.
Missbrauch ist aus gutem Grund strafbar und das soll auch so bleiben.
Aber wir brauchen keine Doppelverurteilung von Missbrauch. Es ist egal, ob der Missbrauch zwischen Mann und Frau, Erwachsenem und Kind oder Arbeitgeber und Arbeitnehmer stattfindet. Missbrauch ist ein Verbrechen. Und keine Konstellation macht dieses Verbrechen verabscheuungswürdiger, denn es ist bereits absolut verabscheuungswürdig. Es gibt keine Steigerung für die Verabscheuungswürdigkeit von Missbrauch, weil die bereits ganz oben an der Spitze aller Verabscheuungswürdigkeiten liegt.

Ich bin GEGEN den Versuch, Missbrauch schwerer zu werten, wenn er gegenüber einer Frau oder einem Kind stattfindet, weil JEDER Missbrauch bereits am schwersten wiegt.
Und ich bin absolut NICHT der Meinung, dass der Fall Brüderle auch nur das allergeringste mit Missbrauch zu tun hat.
Da dreht es sich nur um Dummheit. Und um Politik…