Kojotenhöhle

Was dich hier erwartet, ist nicht der Versuch, irgendetwas zu umschreiben. Ich nenne die Dinge durchaus beim Namen, auch wenn ich versuche, das niveauvoll zu tun. Und ich versuche außerdem, Geschichten zu erzählen, in denen der Sex ein Teil des Ganzen ist und nicht der einzige Teil. Man findet hier wohl auch Grenzwertiges für manche Geschmäcker. Ob man es als BDSM-artig oder als abartig empfindet, liegt dabei ganz im Auge des Betrachters.

Wenn es dir gefällt, lass es mich wissen. Wenn es dir nicht gefällt, gerne auch. Hinterlass mir einen Kommentar oder schreib es mir per Mail an Mike.Stone bei gmx.net .

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Mittwoch, 15. Juli 2015

Lustvolle Unterwerfung - Dem Fremden verfallen

Ja, es ist bereits soweit. Neue Woche, neues Buch, wie ich bei Facebook schrieb. Und hier kommt daher schon das nächste eBook:



Worum es geht, lasse ich am besten wieder zunächst die Kurzbeschreibung erzählen. Dafür verfasse ich die ja schließlich.

Die Marketingexpertin Madison ist jung, verlobt und erfolgreich. Alles ist perfekt in ihrem Leben. Genau so, wie es sich ihre Eltern für sie wünschen. Und dennoch ist ihr nach einem großen Geschäftsabschluss in einer fremden Stadt ganz und gar nicht nach feiern zumute. Stattdessen irrt sie umher und flieht vor einem plötzlichen Wolkenbruch in eine Bar.
An diesem heruntergekommenen Ort entdeckt sie dann ihr altes Ich aus College-Tagen wieder. Diese ungezwungenere Maddie trinkt Bier, lässt sich zum Billardspielen um riskante Einsätze provozieren und flirtet auf Teufel komm raus mit dem Biker mit den blau-grauen Augen. Aber selbst voller wiedererwachtem, jugendlichem Leichtsinn ist sie nicht auf das vorbereitet - oder hätte sich auch nur erträumen können -, was noch auf sie zukommt.

Diese Erzählung beinhaltet Erotik, die nur für Erwachsene gedacht ist. Allerdings nicht zu erwachsen, denn es geht heiß zur Sache und der Puls des Lesers könnte sich unter Umständen rapide beschleunigen. Die Geschichte beinhaltet unverantwortlichen Leichtsinn, himmelschreiende Unvernunft und freche, sexuelle Belästigung sowie schamhaften und schamlosen Exhibitionismus und andere Unsittlichkeiten. Massenhaft andere Unsittlichkeiten.

Erster Band der mehrteiligen Geschichte - Die Sexsklavin des Bikers.

Testleserin Isa sagt:
Wenn sich mein Puls beruhigt hat, verfasse ich meine Kritik. Ich muss mir nur grad wirklich ein paar Minuten nehmen, damit nicht nur Tierlaute bei dir ankommen.
(Was sie sonst noch sagte, kann aus Diskretionsgründen hier nicht wiedergegeben werden, auch wenn der Autor es mit roten Ohren und breitem Grinsen erfreut zur Kenntnis nahm.)

Lustvolle Unterwerfung bei Amazon

Lustvolle Unterwerfung - Dem Fremden verfallen


Und auch diesmal gibt es natürlich wieder Zusatzinfos hier im Blog. Gute 27.000 Worte hat die Erzählung in diesem ersten Teil. Drei Teile werden es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Und dieser erste Teil ist für 2,99 € bei Amazon erhältlich - oder kostenlos ausleihbar über Kindle Unlimited für alle Amazon Prime Kunden.

Worum es konkret geht, ist wahrscheinlich nicht sehr verschleiert. Madison beginnt eine Reise und die Titelinformationen zeigen bereits die Richtung auf. Wer mich kennt, wird sich denken können, dass es nicht ohne Kurven zum Ziel geht - was auch immer dieses Ziel auch am Ende sein mag.

Ich habe mir aus sachkundiger Quelle versichern lassen, dass die Geschichte heiß ist. Wie schon in der Kurzbeschreibung erwähnt. Und wie dort gesagt, werde ich auch nicht noch weiter ins Detail gehen. Ich denke man kann sagen, dass diejenigen, die nicht sofort Ekelreaktionen bei den Schlagworten im Titel der Erzählung bekommen, vermutlich keinen Grund zur Klage haben werden. :-D

Für all diejenigen unter euch, die bei Fortsetzungsgeschichten schon die Augen verdrehen, will ich noch anfügen, dass die Geschichte in ihren Eckpunkten steht und das Ende bereits geschrieben ist. Das hier wird nicht Soulmates mit jahrelangen Wartezeiten - und ja, ich werde Soulmates auch fortsetzen. Dazu habe ich allerdings genug gesagt, denke ich.

Wenn ihr wollt und könnt, kauft euch mein eBook oder eines der anderen. Wenn ihr wirklich Bock habt, bewertet es. Auf diese Weise und mit dieser Hilfe werde ich bald Zeit für Soulmates und noch viele andere Geschichten haben, von denen dann auch nicht alle als eBooks verlegt werden. Wie ihr ja am Tag vor diesem Post sehen konntet, trägt meine gegenwärtige Kreativität durchaus auch Früchte, die für alle verfügbar vom Baum fallen. ;-D

In diesem Sinne …
… heißen Lesespaß mit der Sexsklavin des Bikers! ;-D

Dienstag, 14. Juli 2015

Kitty - Teil 02 - Kätzchen im Park

Kitty - Kätzchen im Park
Ein mehr als reizvoller Spaziergang
© 07/2015 Coyote/Kojote/Mike Stone


Und wieder eine Idee, geboren aus einer Unterhaltung über öffentliche Nacktheit. Wieder bei Facebook und wieder irgendwie inspirierend. In meinem Kopf knüpfte sich das irgendwie an Kling Glöckchen an, weswegen es in gewisser Weise ein zweiter Teil zu der Geschichte ist. Mit den gleichen Protagonisten, jedenfalls.
Der Dank gebührt diesmal in erster Linie Sandra und auch Marion. Sandra hat nicht nur den Rahmen geliefert, sondern auch ihre persönlichen Gedanken und Fantasien zum Thema Exhibitionismus so zauberhaft elaboriert, dass ich gar nicht anders konnte. Ich hoffe, du wirst dieses Geschichtchen genießen können, meine Liebe. ;-D

*****


*****


Tock. Tock. Tock.
Das Geräusch meiner Absätze auf dem Asphalt ist laut, obwohl ich schon allein wegen ihrer Höhe gezwungen bin, sehr vorsichtig und bewusst zu gehen. Mit diesen Schuhen stolziert man, oder man bewegt sich gar nicht. Sie sind schon fast eine Unmöglichkeit.
Trotzdem liebe ich sie abgöttisch. Und zwar nicht nur, weil sie hoch genug für Sex im Stehen ohne Verrenkungen sind. Nein, sie sehen auch einfach rattenscharf aus. Dezent mit Strass dekorierte Riemchen schlingen sich um meine Unterschenkel und reichen bis zum Knie. Sie akzentuieren meine zierlichen Unterschenkel und verdecken nichts. Das gilt auf für die Riemchen, die meine kleinen Füße in Position halten.
Es ist, wie barfuß auf Zehenspitzen zu tänzeln. Ohne den Ballettunterricht in meiner Kindheit würde ich daran wahrscheinlich verzweifeln. Und auch so ist es etwas, auf das ich mich voll konzentrieren muss. Aber … dafür tut die Streckung meiner Füße Dinge mit meinen Beinen und meinem Po, die nicht einmal der weltbeste Schönheitschirurg hinbekäme. Ich muss es nicht gesagt bekommen, ich betrachte es selbst gerne im Spiegel. Es ist einfach nur scharf!

Tock. Tock. Tock.
Schritt für Schritt platziere ich einen Fuß direkt vor den anderen. Ganz genau voreinander und nicht einen Millimeter zur Seite versetzt. Das muss mir niemand auftragen. Ich tue es so oder so, denn es lässt meinen Po und meine Hüften aufregend schwingen. Und es lässt meine Schenkel reizvoll aneinander gleiten. Es ist sehr sinnlich und ich genieße es, auch ohne begehrliche Blicke auf mir zu spüren.
Aber natürlich ist es noch aufregender, wenn diese Blicke dazukommen. Erst dann entfaltet sich die Wirkung auf andere, die mich dann zum Objekt ihrer Begierde erheben. Erst vor Publikum ist es eine echte Vorführung.

Tock. Tock.
Klingeling.
Ein etwas festerer Schritt, als sich der Untergrund verändert, während ich vom Bürgersteig der Seitenstraße aus in den Stadtpark trete. Er lässt eines der kleinen Glöckchen schellen, die nun dauerhaft meine Brustwarzen zieren. Seit sie Teil meines Geburtstagsgeschenkes waren, habe ich sie zu einem Teil von mir gemacht. Mit seiner Erlaubnis und auf meinen Wunsch hin wurden die Klemmen, die sie hielten, durch Ringe ersetzt, die meine Nippel durchbohren. So sind sie nun Teil meines Körpers, der in seiner Gesamtheit sein ist.
Dieses Wissen gibt mir Sicherheit, als ich in den Park trete und mich wie angewiesen nach rechts wende. Trotzdem steigt mir natürlich die Hitze in den Kopf. Aber ich habe keine Angst. Ich habe nichts zu fürchten.

Tock. Tock. Tock.
Meine Schritte klingen unverändert, denn auch der Weg durch den Park ist asphaltiert. Im Gegensatz zur kurzen Strecke vom Auto bis hierher bin ich nun allerdings weithin sichtbar. Und es fällt mir noch immer schwer, mich so ins Rampenlicht rücken zu lassen. Ich mag es nicht … und gleichzeitig liebe ich doch, was es in mir auslöst. Ich bin nur eben lieber das Schmuckstück an seiner Seite als das einsame Juwel im Schaukasten.
Zum Glück ist es nicht meine Entscheidung. Das gibt mir die Kraft, hoch erhobenen Hauptes weiterzugehen. Es wäre fatal, wenn mir auf diesen Schuhen die Knie weich werden würden. Auch wenn ich befürchten muss, dass es irgendwann geschehen wird.

Tock. Tock. Tock.
Ich schreite langsam und betont. Und schließlich kommt mir der erste Passant entgegen. Ein älterer Mann im Anzug mit einer Zeitung unter dem Arm. Sein Blick ist nach unten gerichtet, bis er meine Schritte hört. Dann sieht er auf, blinzelt und hebt ruckartig den Kopf. Ihm ist anzusehen, dass er sich die Augen reiben möchte, die mit jedem Herzschlag größer werden. Sein Mund klappt auf und er bleibt stehen, während er mich anstiert.
Ich ermahne mich, ruhig zu bleiben. Auch wenn dieser Blick mir Unbehagen bereitet. Starkes Unbehagen sogar. Verdammt, es ist so unangenehm, dass sich meine Nippel nun vollends aufrichten. Dank der Piercings sind sie ohnehin nie weit davon entfernt, aber nun schwellen sie schließlich an und ich kann nichts dagegen tun. Rot wie ich bin ist nun wohl unverkennbar, wie ich mich fühle.

Tock. Tock.
Ich bleibe stehen, denn ich habe Anweisungen, nach denen ich mich richte. Nichts könnte mich davon abhalten. Sicher kostet es mich Überwindung, zu lächeln und mit einer sanften Berührung unter dem Kinn des völlig erstarrten Mannes seinen Mund zu schließen. Es ist eine selbstbewusste Geste, die nicht meinem Gemütszustand entspricht.
Er stutzt, errötet und zuckt zusammen, um sich dann rasch wieder in Bewegung zu setzen. Es ist ihm peinlich, wie er mich angestarrt hat. Peinlicher als mir. Ein wohliger Schauer läuft mir den Rücken hinab, denn ich sehe aus dem Augenwinkel, wie er sich in den Schritt griff und richtet, was ich in Aufruhr versetzt habe.

Tock. Tock. Tock.
Ich gehe weiter und richte den Blick auf die nächsten Entgegenkommer. Zwei junge Frauen, die mich schon aus der Ferne mit großen Augen fassungslos mustern. Die eine neigt den Kopf zur anderen und wispert ihr etwas zu. Sie können es offenbar kaum glauben. Und ich kann kaum glauben, dass auch ihre Blicke nicht frei von Begierde sind. Besser versteckt und wesentlich weniger aufdringlich, aber trotzdem …
Noch weniger kann ich allerdings fassen, dass eine ihr Smartphone zückt und es in Position bringt. Schluckend stoppe ich und stemme eine Hand in meine Hüfte, die ich etwas zur Seite herausschiebe. Die mir aufgetragene Fotopose einzunehmen fällt weniger schwer, als ich erwartet hätte. Nur mein Lächeln ist wohl etwas angespannt. Wer weiß den schon, wo dieses Foto von mir überall kursieren wird …

Tock. Tock. Tock.
Ich setze meinen Weg fort, denn auch die beiden Frauen stoppen nicht. Sie starren mir nach, aber sie tun nichts weiter, worauf zu reagieren mir aufgetragen worden wäre. Also tue ich auch nichts. Stattdessen fange ich an, den Kontrast zwischen meiner innerlichen Wärme und dem Streicheln des leicht kühlen Winds auf meiner Haut zu genießen.
Nicht unbedingt überrascht stelle ich fest, dass mir langsam ein Hochgefühl zu Kopf steigt. Ich hätte damit rechnen sollen. Ich hätte nicht zweifeln sollen, dass ich mit oder gegen meinen Willen genießen würde, was er mir zu tun aufträgt. Wann werde ich das endlich lernen?
Oh, aber wenn ich es lerne, würde ich diesen aufregenden Zwiespalt nicht mehr so intensiv erleben, nicht wahr? Also ist es vielleicht einfach alles gut so, wie es ist …

Tock. Tock. Tock.
Eine Gruppe junger Männer kommt mir als Nächstes entgegen. Und sie feixen schon vom ersten Moment an, als sie mich sehen. Es sind Jungs. Kaum der Pubertät entwachsen. Ich richte mich auf zotige Sprüche ein und ich werde nicht enttäuscht.
„Hey Schnecke!“, sagt einer. „Geile … Schuhe“, meint ein anderer. „Geile Titten meinst du wohl“, stichelt ein dritter.
Meine Wangen glühen. Ich vergehe fast vor Scham, weil ich mich dem aussetzen muss, ohne reagieren zu dürfen. Aber auch mein Innerstes fängt an zu kochen. Alt oder jung spielt keine große Rolle, wenn es um die Bewertung meiner Brüste geht. Gefallen oder Nichtgefallen ist alles, was dabei zählt. Und diesen Jungs gefallen sie ganz offensichtlich. Zum Glück bringen sie nicht den Mut für mehr als Worte auf. Oder ist das ein ‚leider‘?

Tock. Tock. Tock.
Bei den beiden Männern, die mir dann entgegenkommen, mag das anders sein. Der eine stößt den anderen an und macht ihn auf mich aufmerksam. Dann starren sie beide, während sie stehen bleiben und mich näher kommen lassen.
Sie sind alles andere als meine Kragenweite. Mittelalte, bierbäuchige, ungepflegte Typen, die völlig ungeniert gaffen. Nun endlich wird mir in vollem Umfang bewusst, was es bedeutet, nackt bis auf meine hohen Schuhe und mein Samthalsband durch den Park zu spazieren. Nun endlich werde ich von Augen betatscht.
Moment … Wieso endlich? Wieso … werde ich nun langsam feucht im Schritt? Doch nicht bei dieser Sorte Typen, bitte. Das ist ja … entsetzlich!

„Hey Puppe, wie viel?“, schleudert mir einer entgegen.
Er hält mich für eine Hure. Oder beschließt einfach, mich so zu behandeln. Weil ich … nackt durch den Park stolziere. Gott, er hat recht!
‚Weit mehr als du dir jemals leisten könntest‘, will ich fauchen. Aber stattdessen sage ich nur: „Danke, Sir.“ Ganz so, wie es mir aufgetragen wurde. Und da sie eindeutig den Kontakt zu mir suchen, bleibe ich auch gezwungenermaßen stehen.
„Oder machst du es umsonst?“, erkundigt sich der andere Mann. „Wie wärs? Ich hätte Zeit …“
„Danke, Sir“, sage ich erneut und sehe ihn dabei an.

Dazu, wie ich so jemanden ansehen darf, hat er mir keine Instruktionen gegeben. Also lasse ich den Mann meine Verachtung spüren, indem ich ihn abfällig mustere. ‚Nein‘, sagt mein Blick in aller Deutlichkeit. ‚Du bist nicht Manns genug für mich.‘
Wie von der Tarantel gestochen macht er einen Schritt rückwärts. Wow, ich wusste gar nicht, dass so etwas in mir steckt. Nur mit einem vernichtenden Blick schlage ich gleich beide in die Flucht. Fast ein wenig schade, wie ich mir eingestehen muss. Immerhin waren sie wenigstens mutig genug, mich anzusprechen.

Tock. Tock. Tock.
Kling. Kling.
Ich setze meinen Weg fort und merke, wie mein Gang sich verändert. Ein wenig beschwingter schreite ich nun den Pfad entlang und lasse die Glöckchen an meinen geschwollenen Brustwarzen erklingen. Gelegentlich glaube ich sogar, das leise Klingeln in meinem Unterleib zu hören, wo das dritte Glöckchen sich nun stärker bewegt und die Schwingungen der spezialangefertigten Liebeskugeln die Hitze in meinem Körper nur noch weiter steigern.
Die Scham lässt nach, die Hitze in meinem Gesicht nimmt jedoch zu. Die Feuchtigkeit in meinem Schoss breitet sich auf meine Schenkel aus und ich kann es nicht verbergen. Aber das will ich ja in Wahrheit auch gar nicht. In Wahrheit genieße ich ja trotz meiner Vorbehalte sehr, so exponiert zu werden. Ich würde es nicht aus eigenem Antrieb wagen, aber … glücklicherweise hat er mich nicht nach meiner Meinung dazu gefragt. Er kennt meine geheimsten Wünsche und Fantasien ganz genau.
Männer und Frauen kommen mir entgegen und starren mich an. Manche entrüstet, viele begehrlich. Selbst die Entrüsteten regen sich zum Teil wohl nur auf, um sich ihren Frauen gegenüber keine Blöße zu geben. Und ich bebe unter ihren Blicken, die meine Haut fast so deutlich liebkosen wie der Wind. Ich zittere unter den Beinahe-Berührungen all meiner erogenen Zonen. Meine Erregung nimmt mit jedem Schritt zu.

Tock. Tock. Tock.
Ich begegne einem Pärchen und mein Anblick lässt ihn erstarren, während seine Freundin oder Frau mich nur mustert und zunächst weitergeht. Auch sein Mund klappt auf und seine Augen liebkosen meine nackte Haut, auf der sich langsam ein Schweißfilm bildet. Nicht wegen der Sonne, natürlich. Ich bin spitz. Bis in die Haarspitzen erregt davon, von Fremden angestarrt und begehrt zu werden.
„Torben?“, murmelt die Frau und zieht eine Augenbraue hoch. „Geht’s noch?“
Wie mir aufgetragen wurde, schließe ich seinen Mund mit sanfter Hand und ernte dafür einen mehr als feindseligen Blick von ihr. Nur auf ihren Partner mag sie noch wütender sein, denn der starrt mich weiterhin wie hypnotisiert an.

Mein Kopf wird leichter und das Schmunzeln auf meinen Lippen ist echt, als ich mich ihr zuwende. Sie sieht wirklich gut aus. Blond, schlank, elegant - eine Schönheit. Mein Vorteil ihr gegenüber ist meine Nacktheit. Und mit der verursache ich gerade eine Krise in der Beziehung der beiden, wenn er nicht bald aufhört, mich anzustarren.
Allerdings kann ich mir das nicht wünschen, denn seine Blicke sind intensiv genug, dass mir noch heißer wird. Er ist auf eine noch recht jugendliche Weise süß und hat sich einfach nicht im Griff. Nicht ein Mal hat er mir ins Gesicht gesehen. Es ist mein Körper, der ihn in Bann schlägt. Einen Bann, der ihn die Freundin kosten könnte. „Torben!“, faucht sie nämlich und wird langsam richtig sauer.
Natürlich ist es sein Problem, wenn er sich nicht zusammenreißen kann. Und eigentlich ist er mir egal. Aber sie tut mir nun leid. Wie sie kurz zu mir sieht und Unsicherheit durch ihren Blick huscht … Sie zweifelt an ihrer eigenen Attraktivität. Grundlos. Also treffe ich eine Entscheidung, die nirgendwo in meinen Anweisungen Rückhalt findet.

Tock.
Klingeling.
Mit einem Schritt bin ich bei ihr. Auf meinen unglaublich hohen Absätzen überrage ich sie deutlich, sodass sie mir eher auf die Brust als ins Gesicht sieht, als sie sich mir zuwendet. Feindseligkeit und eine seltsame Form von Neid ringen in ihrem Blick, als sie mich anfunkelt. Ich lächele und hebe die Hand.
Sie zuckt zusammen, als ich sie berühre. Nun weiten sich ihre Augen auch, während meine Finger ihren nackten Arm bis zum Träger ihres Tops hinaufgleiten. Wie ein in die Ecke getriebenes Häschen starrt sie mich an, als ich ihren Hals hinauf fahre und die Hand in ihren Nacken führe. Hilflos. Wie Beute. So wie ich ihn immer ansehe.

Eine fremde Macht ergreift Besitz von mir, als ich mich zu ihr neige. Diese Art von Selbstbewusstsein besitze ich nicht, aber trotzdem bin ich es, die eine andere Frau mit ihrem Blick einfängt und sich zu einem Kuss hinunter beugt. Und ich bin es auch, die zärtlich die bebenden Lippen streift und ihren Atem darauf haucht.
„Vergiss mich nicht“, hauche ich ganz leise. „Denk an mich, wenn du ihn dich hinter dem nächsten Busch ficken lässt, ja?“
Und dann küsse ich sie wirklich. Fordernd presse ich meine Lippen auf ihre und sie öffnet sich einem kurzen, leidenschaftlichen Vorstoß meiner Zunge, während sie leise stöhnt. Sie schmeckt nach Erdbeereis und ich muss mich beherrschen, dem nicht nachzugehen und mich darin zu verlieren.

Tock. Tock. Tock.
Als ich weitergehe, sieht sie mir so fassungslos und begierig nach, wie zuvor ihr Freund mich anstarrte. Der ist allerdings nun mit all seiner Aufmerksamkeit bei ihr. So kennt er seine Süße offenbar nicht. Und wie es aussieht, kennt sie sich so auch selbst nicht.
Ich beiße mir auf die Lippe vor Vergnügen, während ich über die Schulter noch einmal zu ihnen zurückschaue. Grinsend sehe ich, wie sie ihn am Kragen packt und ihren Hunger nach einem längeren, wilderen Kuss an ihm stillt. Ihr zuzusehen, wie sie sich heftig an ihn drängt, weil sie erregt ist, geht mir durch und durch. Fast bin ich neidisch …

Tock. Tock.
Ein lauter Pfiff stoppt mich, als ich mich gerade wieder umdrehe. Es ist ein Pfiff, mit dem man ein Hündchen herbeizitiert, aber ich erkenne trotzdem gleich, von wem es kommt. Sofort macht mein Herz einen Satz und springt mir in die Kehle. Keine hundert Meter weiter steht er mitten auf dem Weg und sieht mich an.
Ich sehe die selbstsichere Haltung und die locker in der Hand gehaltene Leine, mit der ich vielleicht noch weiter durch den Park geführt werden mag. Ich sehe sogar den ernsten, fast strafenden Gesichtsausdruck. Eine Frau zu küssen ist mir erlaubt, aber es war nicht Teil meiner Anweisungen für heute.

Tock-Tock. Tock-Tock.
Klingeling. Klingeling.
Ich eile vorwärts, denn er hat mich zu sich beordert. Ist es erniedrigend, wie ein Hund gerufen zu werden? Sicherlich. Und das macht es auch so erregend. Ich bin eher ein Kätzchen als ein Hündchen, aber ich höre aufs Wort, wenn er mich ruft. Allein ihm zu gehorchen und auf jeden Wink von ihm zu reagieren, macht mich einfach unendlich glücklich.
Ich eile so gut ich eben kann, ohne dabei zu rennen. Das wäre auch gar nicht möglich mit diesen Schuhen. Aber rasch zu gehen ist umsetzbar. Auch wenn es meine nackten Brüste stark erzittern lässt. Was wiederum das Klingeln der Piercings verstärkt und mir noch mehr Aufmerksamkeit einbringt. Ganz zu schweigen von dem, was dadurch unsichtbar für andere von den Kugeln in meinem Inneren ausgelöst wird. Holla die Waldfee, das halte ich nicht lange aus!

Es sind Schwingungen, die Stromstöße verursachen. Seitdem ich mich ihm ganz und gar ausgeliefert habe, bin ich eine viel sinnlichere Person geworden. Ich lerne noch, das nach außen auch wirklich zu zeigen. Er führt mich auf diesem Weg und ich folge ihm überglücklich. Aber innerlich … In mir drin bin ich zu einer Nymphe geworden. Ich hungere nach Sex und all den erotischen Reizen, denen er mich aussetzt.
Deswegen muss ich auch nicht mehr in Stimmung kommen, sondern bin es zu jeder Zeit. Vom Aufwachen an seiner Seite bis zum Einschlafen unter oder auf seinem Körper. Ja, sogar in meinen Träumen bin ich … dauergeil. Befriedigung ist immer so nahe, wie sein Körper mir gerade ist. Und liegt in seiner Hand, auch wenn ich meine Lust niemals unterdrücken darf. Auch wenn es mir verboten ist, mich der Erregung zu erwehren, selbst wenn sie mich zu einem Höhepunkt führt.
Aber ohne ihn ist das beinahe ein hohles Vergnügen. Nur unter seinen Blicken, Berührungen oder am liebsten gleich Stößen in meinen immer aufnahmebereiten Körper ist es die Offenbarung für mich. Das ist mein Geschenk an ihn und er könnte es nicht ablehnen, selbst wenn er das wollte. Was dankenswerterweise nicht der Fall ist.

Tock-Tock. Tock-Tock.
Klingeling. Klingeling.
Ich eile und werde erwartet. Ganz gelassen steht er da und lässt mich mit gesenktem Kopf meine Schritte verlangsamen und an ihn herantreten. So als wäre nichts Ungewöhnliches daran, wenn eine nackte Frau mit glühenden Wangen, gerötetem Brustansatz und feuchten Schenkeln auf unglaublich hohen Absätzen zu einem Mann im Park tritt. Bedächtig greift er mir in den Nacken und hakt die Leine in die Öse des Lederhalsbandes, das unter dem Samtband versteckt für diesen Zweck meinen Hals umschließt. Ich erzittere dabei und genieße die beiläufigen Berührungen, die das mit sich bringt. Ebenso, wie ich genieße, dass er zu den Wenigen gehört, die mich trotz meiner Größe und selbst mit diesen Absätzen noch überragen.
Aber am allermeisten genieße ich, wie seine Fingerspitzen danach von meinem Nacken aus unter meinem Ohr entlang und über meine Wange gleiten. Allein diese kleine, zärtliche Geste der Zuneigung veranlasst alle meine Muskeln dazu sich anzuspannen und raubt mir den Atem. Unwillkürlich beiße ich mir auf die Unterlippe und ringe um Beherrschung, denn der elektrisierende Schauer geht mir durch und durch.

Ich weiß, dass auf der Parkbank gleich neben uns zwei ältere Herren mit ihren Hunden sitzen und uns verblüfft anstarren. Sie machen vermutlich ein Päuschen und was sie nun zu sehen bekommen, dürfte selbst nach all ihren Lebensjahren noch eine Premiere darstellen. Aber wenn überhaupt, dann sonne ich mich in den spürbar begehrlichen Blicken auf meinem Körper ebenso, wie in dem Neid, den sie ihm gegenüber verspüren.
Als die Finger den Weg unter mein Kinn finden und mich veranlassen, den Kopf zu heben und seinem Blick zu begegnen, verblasst allerdings die Umgebung und versinkt in völliger Bedeutungslosigkeit. Nur die beiden Sterne, um die sich mein Universum eigentlich dreht, sind noch wichtig. Die Runde aus grau, blau, grün und vereinzelten braunen Einsprengseln, die das Schwarz im Zentrum umrahmen, sind meine ganze Welt. Kein Mensch irgendwo hat Augen wie er. Und keiner kann so tief in meine Seele sehen.

„Du beherrschst dich schon wieder“, stellt er fest.
„Ja, mein Herz“, wispere ich. Zu leugnen käme mir nicht einmal in den Sinn, wenn ich hoffen könnte, damit durchzukommen.
„Ich werde dich dafür bestrafen müssen“, sagt er mit einem leicht traurigen Unterton. Und es zerreißt mich fast, ihn wieder einmal enttäuscht zu haben. „Muss ich dich auch für das strafen, was ich gerade mit angesehen habe?“
„Ja, mein Herz“, erwidere ich und kämpfe mit den Tränen.
„Ganz sicher?“, fragt er sanft. „Hast du es nicht etwa getan, um zu bereinigen, was dein Anblick beinahe angerichtet hätte?“
Oh, wie gut er mich kennt! Nichts anderes als absolute und vollkommene Offenheit kommt als Antwort darauf infrage. „Nicht nur“, gebe ich kleinlaut zu. „Ich wollte es auch.“
„Dann gehen wir also den längsten Weg durch den Park zurück zum Auto?“, will er wissen.
„J-ja, mein Herz“, erwidere ich stockend, denn das scheint als Strafe durchaus angemessen.
Es wird mich nämlich vermutlich tausend Tode sterben lassen, wenn ich so lange warten muss, bevor er sich meiner Begierde wirklich annimmt. Ganz besonders, weil ich an seiner Seite alle Blicke auf meinem Körper umso mehr genießen werde, wenn sie mit dem Neid auf ihn einhergehen.

Er nickt zufrieden, wodurch sich meine Niedergeschlagenheit ein wenig erhellt. Ich habe ihn enttäuscht, aber ich mache es wieder gut, indem ich stolz und ohne Scham genießen werde, mich von ihm durch den Park führen zu lassen.
„Leg den Kopf in den Nacken und schließ die Augen“, weist er mich dann an.
Ich folge, ohne auch nur einen Sekundenbruchteil darüber nachzudenken. Und ich stöhne, weil ich weiß, dass er keine Zurückhaltung von mir wünscht, als er seinen Arm um meine Taille legt und mich zu sich zieht. Oh, ich weiß, was nun passieren wird und das Blut beginnt, in meinen Ohren zu rauschen.

„Kätzchen“, sagt er erklärend und leicht entschuldigend. Aber er sagt es nicht zu mir. „Seien sie froh, dass sie Hunde haben. Die sind wesentlich leichter zu erziehen.“
„Ahh!“, stöhne ich laut, als seine Hand zwischen meine Schenkel findet, während er spricht. Nur einen Fingerbreit dringen die Kuppen in mich ein, aber was mir die Luft raubt, sind ohnehin mehr die Berührungen auf der Außenseite. Nicht einmal nach all den Selbstversuchen, die ich unter seiner Anleitung hinter mir habe, kann ich mich selbst so perfekt berühren, wie er es ganz beiläufig zu tun vermag.
Meine hochsensible Perle liegt wie immer genau zwischen zwei Fingern und ein weiterer drückt von vorne dagegen. Mit meinem empfindlichsten Lustzentrum von allen Seiten umfangen und von ihm gehalten, gäbe es selbst dann keine Chance für mich, es zu verhindern, wenn ich es versuchen würde.
Tief stöhnend hebe ich ab und lerne wieder einmal zu fliegen. Jeder Höhepunkt von seiner Hand ist so. Sie durchdringen mich völlig, rauben mir fast das Bewusstsein und ketten mich noch fester an den Mann, der ganz und gar mein Leben ist. Nur wenn ich ihm ebenfalls Lust bereite, bin ich ihm noch näher …

„Bei einem Kätzchen muss man die Lektionen einfach immer wieder durchgehen“, erklärt er beiläufig weiter, während er mich mit einer einzigen Handbewegung in den Himmel katapultiert. „Und trotzdem kann man nicht anders, als sie zu lieben.“
Und dann küsst er meinen Hals und … ich komme gleich noch einmal. Mitten in den ersten Orgasmus hinein. Wie sollte ich auch nicht? Ich bin schließlich sein.
Ganz und gar.

Für immer.

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Freitag, 4. April 2014

Kitty - Teil 01 - Kling Glöckchen

Kitty - Kling Glöckchen
Ein glockenhell klingelndes Erlebnis

© 02/2014 Coyote/Kojote/Mike Stone

Die Idee für diese Geschichte basiert auf einem Bild von Nippelklemmen mit Glöckchen daran und einer Diskussion in einer wirklich tollen Gruppe zu diesem Thema.
Der Dank gebührt daher: La Kajira für das Bild. LeNe für das Geklingel. Darkenius und Leonard für die kritischen Anmerkungen, Dani für eine wichtige Anregung und allen anderen Beteiligten dafür, dass sie die Unterhaltung in Gang gehalten und in die richtige Richtung gelenkt haben.

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Teil 01
Teil 02

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Kling. Kling. Kling.

Als ich das Kaufhaus betrete, ist es nicht mehr zu verleugnen. Draußen war es kaum wahrzunehmen, aber hier drin kommt es mir ohrenbetäubend laut vor.
Naja… Vielleicht nicht ohrenbetäubend, aber auch nicht zu überhören.

Kling. Kling. Kling.

Ein älterer Herr, der mir entgegenkommt, runzelt die Stirn und sieht sich kurz um, bevor er mich fixiert.
Ich werde ein wenig rot. Offensichtlich ist es nicht so schwierig, das Geräusch zu mir zurückzuverfolgen, wie ich gehofft hatte. Oder befürchtet…?
Glücklicherweise sind wir schnell aneinander vorbei, sodass er keine Zeit hat, mich genauer zu mustern.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Die relative Stille schärft wohl meine Sinne. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich nun auch das andere Glöckchen höre.
Wie kann das hörbar sein? Der Ton müsste doch gedämpft werden, wenn ich bedenke, wo es sich befindet?
Oder bilde ich mir nur ein, es zu hören?

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Irgendetwas hören jedenfalls die Leute, an denen ich vorbeigehe. Einige heben kurz den Kopf und sehen irritiert aus. Andere blicken mich direkt an und in ihren Gesichtern steht die Frage, wo ich die Glöckchen verstecke, während sie mich mustern.
Noch mehr Blut schießt mir ins Gesicht. Und gleichzeitig fühle ich, wie meine Nippel anschwellen.
Die verfluchten Mistdinger! Sie stehen doch sowieso schon. Müssen sie jetzt auch noch anschwellen?

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Ich beiße mir auf die Unterlippe. Ich weiß schon, dass ich einen ziemlich auffälligen Anblick biete. Und jetzt fangen todsicher auch noch meine Augen an zu glänzen.
Die Leute, die ich passiere, mustern mich immer aufmerksamer. Glaube ich jedenfalls. Ich blicke stur geradeaus und halte den Kopf hoch erhoben, wie es von mir erwartet wird. Als ginge mich all die Neugier nichts an.
Aber ich fühle trotzdem die Blicke, die mich abtasten. Die nach der Quelle der Geräusche suchen.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Ein junger Mann, der mir entgegenkommt, stockt und bleibt stehen. Auch er scannt mich. Sieht meine Bluse, die unter der Brust verknotet ist, damit sie wenigstens ein klein wenig Falten wirft und mein Geheimnis kaschiert. Sieht meinen kurzen Rock, der so eng anliegt, dass man nur wenig darunter verstecken könnte. Sieht meine Heels, die praktisch nur aus Riemchen bestehen.
Ich kann ihm ansehen, dass er nach der Quelle des Klingelns sucht. Aber ich trage keine auffälligen Ohrringe und auch sonst keinen Schmuck außer meinem Samthalsband und meinen Piercings. Und nichts davon sieht nach Glöckchen aus.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Ich gehe an ihm vorbei. Ignoriere ihn, wie es mir aufgetragen wurde. Und ich flehe stumm zu allen guten Geistern, dass er mich nicht anspricht.
Obwohl die Tortur damit dann auch vorbei wäre. Wenn er mir die richtigen Fragen stellt, kann ich wieder gehen und habe meine Aufgabe vollbracht.
Also… Warum bete ich dann, dass er mich nicht anspricht?

Kling. Kling.
Klingeling.

Ich erreiche den Aufzug und bleibe stehen. Für einen kurzen Moment wird es still, aber das weckt die Aufmerksamkeit der drei anderen Personen, die mit mir warten, natürlich erst recht.
Vor allem einer der beiden Männer starrt mich an. Seine Blicke sind intensiv, bohrend. Nicht sehr höflich, wie er glotzt, aber…
Gott, es geht mir durch und durch!

Ich spüre, dass er meine Brüste ins Visier nimmt. Und dass er lauert. Wie auch immer er auf die Idee kommt, er ist auf der richtigen Fährte.
Vielleicht… vielleicht weiß er es. Vielleicht kennt er mein Geheimnis. Er sieht nicht aus, als würde er sich mit so etwas auskennen, aber was heißt das schon?

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Der Aufzug kommt und ich trete ein. Die anderen Leute folgen mir und alle drehen sich zur Tür.
Der Kerl, der mich eben schon ungeniert gemustert hat, fährt damit fort. Er benutzt die verspiegelte Seitenfläche der Aufzugskabine, um mir direkt dahin zu sehen, wo die Geräusche ihren Ursprung haben.

Normalerweise würde es mich stören. Er ist nicht sonderlich sympathisch und sehr unhöflich. Und ich muss damit rechnen, dass er mich anspricht.
Ich mag das nicht. Ich bin kein Freiwild, nur weil ich mich sexy kleide. Oder ein Halsband trage. Und ich will nicht jedem Idioten den Unterschied zwischen dezenten Blicken - die ich durchaus schmeichelhaft finde - und aufdringlichem Glotzen erklären müssen.

Aber heute…
Heute bin ich hier und werde den richtigen Fragen eine Antwort geben, die ich mir niemals selbst ausgedacht hätte. Und dann… dann…
Gott, ich bekomme weiche Knie, wenn ich auch nur daran denke, was dann passieren wird! Ich werde schon allein beim Gedanken daran feucht. Oder eher schon nass, denn feucht bin ich bereits die ganze Zeit.

Er hat das geplant. Das ist keine plötzliche Erkenntnis, weil ich es ja längst weiß. Aber wieder einmal wird mir bewusst, wie genau er mich kennt. Besser als ich mich selbst.
Ich wäre nämlich von selbst nie auf die Idee gekommen, dass mich diese Situation so völlig aus der Fassung bringen würde. Und trotzdem stehe ich nun hier im Aufzug, fühle, wie meine Nippel sich an meiner Bluse reiben, weil ich einfach nicht stillstehen kann und spüre, wie ein Tropfen Feuchtigkeit sich ganz langsam auf den Weg meinen Oberschenkel hinunter macht.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Als der Aufzug ankommt, mache ich mich wieder auf den Weg. Den Gaffer lasse ich hinter mir zurück. Er bringt den Mut nicht auf, mich anzusprechen. Und es ist nicht an mir zu entscheiden, wann das Spiel endet.
Mit jedem Schritt, den ich tue, steigt meine Aufregung. Ich fühle das Klingeln längst körperlich. Meine Nippel sind so überempfindlich, dass ich mir bei jeder winzigen Regung verkneifen muss nach Luft zu ringen. Und das andere Glöckchen - das in mir drin - bringt mich längst mit jedem Schritt dem Wahnsinn ein Stück näher.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Ich erreiche die Abteilung für Herrenkleidung und passiere einen Ankleidespiegel. Nur kurz wage ich einen Blick im Vorbeilaufen und sehe mich selbst.
Längst ziehe ich den Kopf nicht mehr ein, obwohl ich das zeitlebens getan habe. Ich habe gelernt, dass ich auf meine Größe stolz sein darf. Stolz sein muss!
Aber heute ist es mehr als das. Heute sehe ich mir meine Erregung so deutlich an, wie nie zuvor außerhalb meiner sicheren vier Wände. Und auch das… macht mich stolz.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Irgendwo zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock wurde meine Verlegenheit aufgehalten und ist hinter mir zurückgefallen.
Mein Gesicht ist weiterhin gerötet, aber das ist keine Scham. Die Leute, an denen ich vorbeigehe und die mich fragend mustern, wissen nicht, dass ich Glöckchen an den Nippeln trage, die von festen Klemmen gehalten werden.
Aber wer genauer hinsieht, kann vielleicht wahrnehmen, dass es unter der Bluse dunkel schimmert. Schließlich ist sie nicht ohne Grund dünn und weiß.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Ich fange an, bewusster zu lächeln. Aber ich muss mir weiterhin auf die Lippe beißen, um nicht meine Lust mit jedem Atemzug hinauszuseufzen.
Ohne meine Haltung aufzugeben, mustere ich die Männer genauer, die kamen, um Hosen oder Hemden zu kaufen und sich nun an meinem Anblick weiden.

Sie dürfen mich ansehen. Ich will, dass sie mich ansehen. Ich glaube, ich will sogar, dass sie verstehen, was da klingelt. Aber gleichzeitig will ich nicht, dass es schon endet.
Mir gefällt der Gedanke, dass der beiläufige Griff in den Schritt - halb verdeckt von einem Kleiderständer - eine Reaktion auf meinen Anblick ist.
Sehe ich so sehr nach Sex aus, dass dieser rundliche Kerl mit dem freundlichen Gesicht in Bedrängnis gerät? Ich hoffe doch!

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Keiner der Männer, die sich hier aufhalten, ist Manns genug, die Frage zu stellen, die ihnen durch den Kopf geht. Oder irgendeine andere Frage.
Sie alle starren mich an und genießen meinen Anblick. Und ich genieße ihre Blicke und bemitleide sie.
Hier werde ich nicht fündig. Also steuere ich auf die Rolltreppe zu.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Als ich die Hände ausstrecke, um sie auf die Handläufe zu legen, bemerke ich, wie sehr ich zittere. Und ich kann nicht anders, als mich darüber zu freuen.
Langsam aber sicher verliere ich die Bodenhaftung.

„Entschuldigen Sie…“, sagt ein Mann in meinem Rücken.
Da er nicht direkt vorfährt, drehe ich mich um.

Er steht drei Stufen unter mir und seine Augen huschen über meinen Körper, bevor er mir ins Gesicht sieht. Und stutzt…
Er sieht nett aus. Und er verhält sich auch so. Ein höflicher, junger Mann, der sich redlich bemüht, nicht so offensichtlich auf die unübersehbaren Zeichen der Geilheit zu reagieren, die mir ins Gesicht geschrieben stehen.

„Sie haben da was am Bein“, sagt er sichtlich verlegen.
Ich muss nicht an mir hinuntersehen, um zu verstehen. Ich fühle das kleine Rinnsal seit Minuten auf mein Knie zu kriechen. Und wir beide wissen, worum es sich handelt.

Ich könnte nicken und mich wieder umdrehen. Er hat mir keine Frage gestellt, also muss ich nicht mit ihm sprechen. Aber… ich will.
„Lust“, bestätige ich mit einem kleinen Nicken und bin erstaunt, wie belegt meine Stimme klingt.
Und wie… sinnlich!

Ich sehe ihn schlucken und sich die Lippen befeuchten. Und ich sehe, wie seine Augen wieder kurz meinen Oberkörper streifen.
Aber ich sehe auch, dass er zu höflich ist, um mir zu nahe zu treten.
„Willst du sonst noch etwas wissen?“, hauche ich ermunternd.

Er zuckt zusammen wie das leibhaftige schlechte Gewissen. Und mir geht auf, welche Lektion ich heute lernen soll. Das bringt mich zum Lächeln und stimmt mich noch milder, als ich sowieso schon gestimmt bin.
„Es ist okay“, sage ich sanft. „Frag ruhig.“

Kling. Kling.
Klingeling.

Ich komme eine Stufe weit auf ihn zu. Nicht, damit ich nicht mehr so sehr von oben herab auf ihn blicke, sondern um ihm etwas zu geben, wonach er mich fragen kann.
Wieder stutzt er und runzelt die Stirn. Und ich fühle mich so unwahrscheinlich überlegen, dass ich nur noch darauf warte, vom Boden abzuheben.

„W-was klingelt da?“, krächzt er.
Ganz spontan. Eigentlich wollte er zweifelsfrei eher wissen, warum mir die Lust am Bein hinab läuft.
„Glöckchen, die an meinen Nippeln klemmen“, gebe ich ganz unbefangen zurück.

Auf dem Weg hierher habe ich vielleicht hundert Mal voller Panik daran gedacht, wie ich diesen Satz herausbekommen soll, ohne vor Scham im Boden zu versinken. Und jetzt geht er mir von der Zunge, als würde ich ihm erzählen, was ich gestern zum Mittagessen hatte.
Und außerdem genieße ich, wie er schluckt und sich unwillkürlich an den Hals greift. Auch wenn er nur ein Shirt trägt und da nichts ist, was er lockern könnte.

„Zwei Stück“, füge ich hinzu und beobachte ihn genau.
Wieder runzelt er die Stirn, auf der sich kleine Schweißperlen bilden. Obwohl er wahrscheinlich ein paar Jahre älter ist als ich, kommt er mir gerade sehr jungenhaft vor. Ich bedauere ihn ein wenig, denn er ist nicht… er. Und wird es vermutlich auch niemals für jemanden sein.

„Hast du es öfter klingeln gehört?“, locke ich ihn.
Er nickt, bevor er überhaupt darüber nachdenken kann. Und ich staune ein klein wenig, denn irgendwie verstehe ich noch immer nicht, wie das andere Klingeln so deutlich hörbar sein kann.
„Und willst du wissen, woher es stammt?“

Er blickt auf und sucht in meinen Augen nach dem Grund für meine Auskunftsbereitschaft. Misstrauen und Nervosität kann ich in ihm ansehen. Und noch mehr…
Aber er nickt dennoch. Seine Neugier ist zu groß.

„Das andere Glöckchen ist da, wo auch die Lust herkommt“, erkläre ich. „Ganz tief in mir drin, wo es mich in den Wahnsinn treibt.“
Es ist nicht der Wortlaut, der mir aufgetragen wurde. Und ich werde das offen zugeben und sowohl die Strafe dafür als auch den Stolz, der in seinen Augen aufblitzen wird, genießen.
Es ist mehr als zu sagen: ‚Ein Glöckchen in meinem Schoß.‘

Kling. Kling.
Klingeling.

Bevor der Mann etwas erwidern kann, erreichen wir das Ende der Rolltreppe. Und ich bemerke es gerade noch rechtzeitig, um sie zu verlassen.
Da ich nicht zurückweiche, steht er vor mir. Trotz seiner ansehnlichen Größe ein oder zwei Zentimeter kleiner als ich auf meinen Heels.

Ich beuge mich hinunter und hauche ihm einen Kuss auf die Wange.
„Danke.“
Es kommt von Herzen.
Dann drehe ich mich um und gehe. Ohne Eile, aber auch ohne Grund, noch länger zu bleiben.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.
Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Mein Rückweg führt mich über die Treppe hinunter. Hier begegne ich kaum jemanden, aber ich darf nun diesen Weg nehmen. Es ist die Belohnung dafür, dass ich nicht den Mut verloren habe.
Und es ist eine Belohnung, die mir den Atem raubt!
Wenn ich vorher in Flammen stand, brenne ich jetzt lichterloh.

Im Erdgeschoss bin ich bereit, jede Würde über Bord zu werfen und loszurennen.
Aber dann sehe ich ihn am Eingang stehen und alle Hast fällt von mir ab.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Betont langsam und aufreizend gehe ich auf ihn zu und genieße, wie sein Blick zufrieden auf mir ruht.
Obwohl mein Herz rast, schlägt es unter seinen Augen bei jedem Schritt noch schneller.

Ich brenne darauf, ihm zu sagen, dass ich die Lektion verstanden habe.
Indem ich meine Lust zulasse, erhebe ich mich über alle anderen und kann die Scham hinter mir lassen. Ich muss mich nicht schämen. Ich darf stolz auf alles sein, was mir zu tun aufgetragen wird. Egal, was andere darüber denken.
Als ich ihn erreiche und mit rasendem Herzen zu ihm aufschaue, stockt mir allerdings der Atem.

Mit diesem Blick hat er mein Herz erobert. Nicht als mein Herr, Meister und Besitzer, sondern als der eine, einzige Mensch, zu dem ich wieder Vertrauen gefasst habe.
Streng und mit harter Hand hat er mich über alle Grenzen hinweg geführt, die ich mir eingeredet hatte. Bis ich mich nicht mehr nach dem Tod gesehnt habe, sondern nach dem Leben. Dem Leben zu seinen Füßen.

Als er mich in den Arm nimmt, laufen Tränen meine Wangen hinunter.
„Happy Birthday“, raunte er mir ins Ohr und zieht mich fest an sich.

Der Schmerz in meinen Nippeln, als sie an seine Brust gedrückt werden, lässt mir fast schwarz vor Augen werden.
Ich kann nicht verhindern, dass ich wimmernd stöhne, als das heiße Gefühl von dort durch meinen ganzen Körper flutet und mich unter Strom setzt.
In meinem Inneren zucke ich so heftig, dass ich deutlich hören kann, wie ich zum Orgasmus komme.

Klingeling. Klingeling. Klingeling.

Aber das ist in Ordnung, denn ich liege in seinen Armen. Meine Lust gehört ihm und ihre Erfüllung liegt in seinen Händen.
Er wird mir heute ohne Zweifel noch unzählige Orgasmen schenken. Zum Geburtstag…
Und wenn ich falle, fängt er mich auf.

Immer.

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Donnerstag, 9. August 2012

Eskalation - Teil 02

Eskalation
Eine Geschichte über Geschwisterliebe.
© 08/2012 Coyote/Kojote/Mike Stone


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Teil 01
Teil 02
Teil 03

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II.

Fünf Minuten nachdem unsere Mutter uns erwischt und bleich wie die Wand in die Küche zitiert hatte, kamen wir notdürftig angezogen und nicht gerade enthusiastisch dort an.
Meine Schwester wirkte ein wenig, als wäre sie noch nicht ganz wach und ich fühlte mich, als wäre ich auf dem Weg zu meiner Hinrichtung. Was wohl in gewisser Hinsicht auch zutreffen mochte.
Mam erwartete uns auf einem Kuchenstuhl sitzend und hielt sich an einem Glas mit bernsteinfarbener Flüssigkeit fest. Vermutlich Scotch, schoss mir durch den Kopf. Davon genehmigte sie sich ab und zu einen kleinen Schluck, auch wenn sie sonst von Alkohol nicht sonderlich viel hielt.

„Seid ihr eigentlich von allen guten Geistern verlassen?“, fragte sie uns unmittelbar, nachdem wir den Raum betreten hatten. „Seid ihr euch im Klaren darüber, was ihr da getan habt?“
Ich blickte zu Boden und schwieg. Was hätte ich auch sagen sollen? Natty rieb sich die Augen und verlagerte ihr Gewicht auf einen Fuß, während sie den anderen darauf stellte. So wie sie es schon früher immer getan hatte, wenn sie einer unangenehmen Situation nicht entfliehen konnte.
„Ich habe euch etwas gefragt“, forderte unsere Mutter eine Antwort ein. Ihr Tonfall ließ keinen Zweifel daran, dass sie mehr als nur ein wenig angepisst war. „Ist euch klar, was ihr getan habt?“

„Sicher“, murmelte ich, obwohl das nicht ganz der Wahrheit entsprach. Natürlich wusste ich, was wir getan hatten, aber so richtig darüber klar geworden war ich mir bisher nicht. Wann hätte ich auch darüber nachdenken sollen?
„Sicher, sagst du?“, kam die prompte Antwort bereits eine Oktave höher. Eine sehr laute und sehr energische Strafpredigt kündigte sich an. „Glaubst du, das ist ein Spaß? Denkst du, irgendwer wird hier gleich anfangen zu lachen?“
Das Knallen des Glases auf dem Küchentisch ließ nicht nur mich zusammenzucken. Ich spürte mehr als ich sah, dass sie aufstand.
„Inzest!“, schnauzte sie. „Das ist es, was ihr getan habt. Bruder mit Schwester! Blutsverwandte!
Dafür kommt man ins Gefängnis! Und in die Hölle!“

Natty schnaubte abfällig. Sie hatte schon früher wenig mit dem Glauben und der Kirche am Hut gehabt. Ich für meinen Teil hatte eine ganz eigene Meinung zu diesem Thema, aber wie sollte ich die meiner Mutter begreiflich machen, ohne sie zu verletzen?
„Das ist kein Kinderstreich!“, keifte Mam nun wirklich wütend.
„Stimmt!“, platzte meine Schwester daraufhin hörbar aggressiv heraus. „Wir sind nämlich keine Kinder mehr!
Ich konnte sehen, wie sie wieder beide Füße auf den Boden stellte. Wie sie eine feste Haltung annahm. Im Gegensatz zu mir hatte sie einen sehr klaren Standpunkt in dieser Angelegenheit.

„Ach nicht? Weswegen verhaltet ihr euch dann wie unreife Bälger?“
„Unreife Bälger haben keinen wilden hemmungslosen Sex!“
Das saß! Ich konnte beinahe fühlen, wie unsere Mutter betroffen einen Schritt zurücktaumelte. Ich konnte mir ihren Gesichtsausdruck mit weit aufgerissenen Augen und einer schockiert vor den Mund gehaltenen Hand genau vorstellen.
„Natalie!“, keuchte sie nach einer kurzen, atemlosen Pause erschüttert. „Was ist in dich gefahren?“
„Flo“, schnappte Nat und ich hätte beinahe angefangen zu grinsen.
Es war absurd und eigentlich ganz und gar nicht komisch, aber… nun… doch es war komisch.

„Natalie!“, wiederholte sich unsere Mutter sprachlos.
„Was ist dein Problem?“, gab meine Schwester herausfordernd zurück.
Ich musste sie ansehen, denn so langsam erstaunte sie auch mich. Ihr Tonfall war alles andere als kleinlaut und sie sah auch nicht so aus, als würde sie sich zurechtweisen lassen. Ihre Hände in die Hüften gestemmt und das Kinn trotzig vorgereckt, wirkte sie eher kampfbereit. Als wolle sie sich der Auseinandersetzung stellen.

„Mein Problem? Du… Ihr… Ihr habt…“
„Wir haben gefickt. Das Wort ist ‚Sex‘. Und? Was ist das Problem?“
Nat wirkte beinahe gelassen, wie sie es sagte. Nur ihre Haltung gab preis, dass sie doch ziemlich angespannt war.
„Ihr seid Geschwister!“, japste Mam fassungslos.
Und?“, wiederholte Natty betont.
So langsam dämmerten mir zwei Dinge. Zum einen war meine Schwester offenbar schon viel besser als ich in der Lage, sich gegen elterliche Bevormundung durchzusetzen und zum anderen war sie offenbar kein bisschen im Zweifel, was die vergangene Nacht anging.
Im Gegensatz zu mir schien sie sich nicht über irgendetwas klar werden zu müssen. Aber worüber musste ich mir eigentlich klar werden?

Mit halbem Ohr verfolgte ich, wie die beiden sich über Richtig und Falsch stritten. Natalie vertrat die Position, dass sie selbst entscheiden konnte, was gut für sie war und unsere Mutter kam nicht davon los, dass es falsch war, was wir getan hatten. Aber was dachte ich eigentlich darüber?
War es falsch die eigene Schwester zu lieben wie eine Frau?
Ich hörte beinahe passend zu diesem Gedanken Argumente von Natty. Wenn man in Frankreich und Holland seine Schwester lieben durfte, weswegen war es dann ich Deutschland ein Verbrechen? Oder besser gesagt: Wie konnte es sich um etwas so zutiefst Verwerfliches und Verabscheuungswürdiges handeln, wenn es in manchen, absolut nicht weniger zivilisierten Ländern erlaubt war?
Mir wurde ziemlich schnell klar, dass die eigentliche Frage letztlich lautete, was Gott wohl dazu sagen mochte. Und dann dämmerte mir schließlich die Antwort - meine Antwort - auf die Frage.

„Es ist falsch! Es ist Blutschande! Ihr kommt dafür in die Hölle!“, appellierte unsere Mutter gerade verzweifelt.
„Da komme ich sowieso hin“, murmelte ich offenbar laut genug, dass sie beide auf mich aufmerksam wurden und mich anstarrten. Überrascht, wenn auch aus eher unterschiedlichen Gründen.
Mam hatte mit so einer Aussage von mir nicht gerechnet, denn zumindest was die Existenz Gottes und das Streben nach einem anständigen Leben anging, waren wir uns immer einig gewesen.
Und Natty…? Sie hatte wohl gehofft, dass ich zu ihr stehen würde. Aber meine Worte mussten in ihren Ohren eher so klingen, als würde ich das, was zwischen uns passiert war, ebenfalls als falsch empfinden.
Wie sehr sie das verletzte, konnte ich in ihren Augen sehen.

„Nicht deswegen, Kleines“, beruhigte ich sie und streichelte ihr sachte eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Sie wirkte zwar noch immer verwirrt, aber der Schmerz in ihren Augen wurde von etwas verdrängt, dass ich beinahe bedingungslose Liebe und Hingabe nennen würde.
„Florian?“, fragte Mam fassungslos.
Ich blickte sie an.
„Ich habe danebengestanden, als Menschen Gewalt angetan wurde, Mam. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass Gott nicht sonderlich froh darüber war. Und das es ihr ziemlich egal sein wird, welche Befehle ich hatte.
Aber einer anderen Sache bin ich mir auch sicher… Nämlich das eine Liebe, wie ich sie für Natty empfinde, nicht unrein oder böse ist.“

„Aber…“, wollte sie widersprechen.
„Gott ist sauer auf mich, Mam. Und sie zeigt mir das jede Nacht, wenn ich die Augen schließe, indem sie mich an das erinnert, was ich getan - oder besser gesagt: nicht getan habe…
Die Sache ist: Ich wusste, dass ich hätte eingreifen sollen. Da war kein Zweifel. Nur ein Befehl.
Wenn der Teufel uns wirklich in Versuchung führt, dann steckt er eher hinter den Dingen, die uns dabei helfen, uns vor unserer Verantwortung zu drücken.“
Bedacht wandte ich mich meiner Schwester zu und sah in ihre großen, grünen Augen, die so voller Gefühl meinen Blick erwiderten.
„Ich kann rein gar nichts Schlechtes daran fühlen, meine Schwester zu lieben. Auch wenn ich es anders tue, als andere Brüder.“

Noch während sie sich mit einem regelrechten Jubelschrei in meine Arme warf und sich an mich klammerte, liefen ihr schon die Tränen über die Wangen. Schluchzend musste sie einige Male ansetzen, bevor es ihr gelang, in mein Ohr zu wispern.
„Ich liebe dich, Flo! Schon seit so vielen Jahren! Ich liebe dich mehr als mein Leben!“
Mir traten ebenfalls die Tränen in die Augen, als ich sie festhielt. Aber ich blickte dennoch zu unserer Mutter. Mit meinem Kloß im Hals konnte ich nichts sagen, aber in meinem Blick lag dennoch eine Herausforderung, die sie nicht anzunehmen bereit war.
Sie wich schließlich aus und starrte aus dem Fenster. Wir würden noch über diese Sache reden müssen - das war mir durchaus klar - aber für den Moment war alles gesagt.

Statt Natty loszulassen, nahm ich sie richtig auf den Arm und brachte sie wieder nach oben in ihr Zimmer. Den ganzen Weg über strahlte sie mich an.
Oben angekommen setzte ich mich auf ihr Bett und nahm sie so ganz automatisch auf den Schoss.
„Wir beide müssen auch reden“, erklärte ich ernst.
„Worüber?“, fragte sie mit einem erneuten Anflug von Furcht.
„Über uns“, erklärte ich und ihr besorgter Ausdruck vertiefte sich.
„Du liebst mich, hast du gesagt.“
Ich nickte.
„Und ich liebe dich. Was gibt es da zu klären?“
„Beispielsweise wie wir verhindern, dass man uns in den Knast steckt, wenn wir vor all den Leuten, die uns seit unserer Kindheit kennen, das Liebespaar geben“, schlug ich vor.

Staunend starrte sie mich an. „Du meinst… du würdest…? In der Öffentlichkeit…?“
„Falls du wissen willst, ob ich zu dir stehe“, bot ich an. „Ja.“
„Wie ein richtiges Paar?“
„Sind wir das denn nicht?“
„Ohh, ich platze gleich vor Glück“, quiekte sie vergnügt und bedeckte die Seite meines Gesichts mit Küssen.

Mir ging es ähnlich, auch wenn das Gefühl gedämpft wurde durch das Wissen um den Kummer, den wir unserer Mutter bereiteten. Ich war nicht bereit, ihretwegen mit dem aufzuhören, was gerade im Begriff war einen ernsthaften Anfang zu nehmen, aber sie war mir ganz bestimmt auch nicht gleichgültig.
Und es gab noch eine Reihe anderer Probleme, mit denen wir uns auseinandersetzen mussten und eine ganze Menge Fragen, die ich an mein Schwesterlein hatte. Aber nichts davon war so dringend, wie eine gehörige Mütze voll Schlaf. Der fehlte uns beiden nämlich und müde sollten wir besser keine langen Gespräche führen.
Als ich mich allerdings lang machte, bekam ich einen Vorgeschmack darauf, um wie viel mir meine Schwester hinsichtlich Tatendrang und Lebenskraft überlegen war.

Statt sich in meinen Arm zu legen, wie ich ihr anbot, stand sie nämlich auf und sah mich aus funkelnden Augen an, die mir schon schwanen ließen, dass sie gerade nicht unbedingt an Schlaf dachte.
Ohne den Blick abzuwenden, schob sie langsam das überlange Schlafshirt nach oben, dass sie sich übergeworfen hatte. Und die Art, wie sie sich dabei auf die Unterlippe biss und die Vorfreude, die sich auf ihrem Gesicht abzeichnete, machte sie zu einer Fremden. Einer bezaubernden, zuckersüßen und wahnsinnig sinnlichen Fremden…

Obwohl ich wirklich hundemüde und völlig erschlagen war, konnte ich gar nicht anders, als dem Saum des Shirts mit den Augen zu folgen, wie er Stück für Stück immer mehr von ihrem Körper freilegte.
Und mir war dabei durchaus bewusst, dass ich diesen Körper seit meiner frühesten Kindheit kannte. Und dass ich ihn trotzdem gerade erst ganz neu als den Körper einer erwachsenen Frau kennengelernt hatte.

Es ist etwas unglaublich Erotisches an einer Frau, die so wirkt, als sei sie gerade aus dem Bett gekrochen. Auch wenn ihre verwuschelten Haare von etwas anderem herrührten und sie eigentlich ganz und gar nicht mehr schlaftrunken wirkte.
Und es ist etwas noch viel, viel Sinnlicheres an einer Frau, die einen mit Feuer im Blick ansieht und kein Geheimnis daraus macht, dass sie einen begehrt. So wie meine Natalie es gerade tat. Und zwar völlig rückhaltlos.

Als das Shirt ihren Schoss freilegte, blitzten sofort kurze Erinnerungsfetzen vor meinem inneren Auge auf, die nicht gerade zu meiner Beruhigung beitrugen.
Ihre blank rasierte und so anziehend tätowierte Scham glänzte leicht. Die süßen Lippen waren geschwollen und gerötet und klafften ein wenig auseinander. Feuchtigkeit glitzerte in dem Spalt dazwischen und ein einzelner, perlender Tropfen bildete sich langsam und löste sich gleich darauf auf.
Konnte man noch deutlicher bewiesen bekommen, dass eine Frau erregt war?

Vielleicht…
Jedenfalls zeigte Natty mir noch mehr Indikatoren, als sie mich zwang, dem Saum des Shirts weiter zu folgen.
Als sie sich den unteren Teil des Shirts vors Gesicht zog, entblößte sie im gleichen Moment ihre steinharten Nippel, die kurz am Stoff hängen blieben, bevor sie ihn freigaben.
Die beiden metallverzierten Rosinen waren ein wenig gerötet. Sie erinnerten sich ganz offensichtlich noch an die vorangegangenen Geschehnisse. Und trotzdem schienen sie sich bereits auf eine Wiederholung zu freuen.

Müdigkeit hin oder her - meine Stoffhose konnte längst nicht mehr verbergen, welche Wirkung diese kleine, aufreizende Show auf mich hatte. Und natürlich entging das auch dem Blick meiner Schwester nicht, als sie das Shirt komplett abgestreift hatte.
Aber als ich fast wie in Trance meine Hose hinunter schieben wollte, schüttelte sie ganz sachte den Kopf, während sie mich mit der Tiefe ihres Blicks beinahe ertränkte.
Wer war hier Wachs in wessen Händen, fragte ich mich bestimmt nicht zum ersten Mal.

Wie eine Raubkatze ließ sie sich auf dem Bett auf die Knie nieder und krabbelte ganz langsam zu mir hinauf. Und dabei setzte sie scheinbar ganz unwillkürlich ihre beiden herrlichen Brüste unglaublich gut in Szene.
Sie kam über mich und immer näher, bis sich ihr Kopf auf einer Höhe mit meinem befand. Und dann noch ein Stückchen, bis sie das Kinn auf die Brust legen musste, um mir noch in die Augen sehen zu können und ihre verlockenden Nippel sich schon beinahe in Reichweite befanden, um mit meinem Mund danach zu schnappen.
Aber das war nicht ihr Ziel, wie sie mir mit ihrer Stirn an meiner klar signalisierte, als ich die Einladung annehmen wollte.

Als Nächstes spürte ich ihre kleinen Füße an meiner Hüfte, wie sie…
Wie auch immer sie es anstellte, aber sie hakte ihre Zehen ohne nennenswerte Schwierigkeiten in den Bund meiner Hose und schob die dann allein mit der Kraft und Geschicklichkeit ihrer Beine bis zu meinen Füßen hinab.
Natürlich blieb mein harter Schwanz dabei am Bund hängen und wurde ein wenig verbogen. Aber er rutschte ins Freie, bevor es schmerzhaft werden konnte und schlug mit Schwung nach oben. Genau zwischen ihre leicht gespreizten Schenkel.
Wir stöhnten beide gleichzeitig auf, als wir fühlten, wie die Eichel direkt auf ihre nassen Schamlippen klatschte und Nat biss sich fest auf die Unterlippe und verdrehte die Augen.

„Das wirkt aber ganz und gar nicht müde auf mich, großer Bruder“, raunte sie mit vor Erregung heiserer Stimme.
Allein die Erwähnung unseres Verwandtschaftsgrades brachte meinen Unterleib dazu, leicht zu zucken. Und das wiederum ließ meinen Schwanz noch einmal leicht gegen ihre Muschi klopfen.
„Mmh… Herein?“, hauchte sie sofort.

Ich war bereit, jeden Gedanken an Schlaf für die nächsten Jahre einfach zu vergessen und wollte ihre Hüfte packen, um die süße Folter zu beenden. Aber Natty erkannte meine Absicht und griff nach meinen Händen.
„Oh nein. Du bist erschöpft und brauchst Ruhe. Du wirst dich nicht mehr verausgaben“, bestimmte sie sanft und extrem verführerisch. „Du wirst ganz und gar Nichts tun, verstanden?“
Was blieb mir in der Situation anderes, als leicht zu nicken. Ich war sowieso nicht mehr in der Lage, sonderlich viel zu denken.

Aber fühlen konnte ich ganz hervorragend.
Beispielsweise, wie sie meine Arme über meinen Kopf zog und sich mit einer Hand auf meinen überkreuzten Handgelenken abstützte, um mir zu signalisieren, dass ich jetzt nicht mehr das Kommando hatte.
Oder wie sie mit der anderen Hand mein Shirt nach oben schob, damit die Haut unserer Oberkörper sich endlich wieder berühren konnte. Und damit das das Glühen ihrer gepiercten Nippel besonders deutlich wahrnahm.
Und natürlich, wie ihre Füße wieder auf meinen Beinen hinaufglitten, ohne dass ihre Hüfte sich von der so reizvollen Stelle fortbewegte, an der unsere Körper sich ebenfalls berührten. Und wie sie es dabei schaffte, den Spann auf meiner Haut zu belassen, bis ihre Fersen sich praktisch unter ihrem Hintern befanden.
Gott, wie gerne hätte ich von diesem Anblick ein Foto gehabt…

„Ich bin zu wund für eine wilde Nummer“, hauchte sie fast beiläufig. „Mein Bruder hat mich so heftig in alle meine Löcher gefickt, dass ich es noch tagelang spüren werde.“
Trotz dieser Worte fing sie damit an, ganz leicht ihr Becken kreisen zu lassen. Und ich fühlte deutlich, wie meine Eichel sich dadurch an ihrer Spalte rieb.
Auch mein kleiner Freund war ein wenig mitgenommen, aber das Gefühl war so sanft, dass ich es wirklich genießen konnte. Es erinnerte mich einfach nur an den wunderbaren Ursprung der Reizung.
„Aber diese kleine Hure hat trotzdem noch ein paar Tricks drauf, mit der sie ihren Herrn und Meister glücklich machen kann“, wisperte sie dann. Und ich spürte, wie sie ganz langsam die Hüfte senkte, als ich mich genau an der richtigen Stelle befand.

Wund, wie wir beide waren, war es ein sehr intensives Gefühl, in ihren feuchte Enge zu gleiten. Hätte sie es schneller getan als millimeterweise, dann hätte ich es kaum ertragen können, aber so war es immer genau knapp unterhalb der Schmerzgrenze und… unfassbar geil!
Mit den Zähnen knirschend und die Luft anhaltend erlebte ich die unendliche Reise ganz bewusst mit und war gleichermaßen erleichtert wie enttäuscht, als sie endete und ich spürte, wie unsere Körper sich schließlich aneinander pressten.

Natty hörte in dem Moment auf, sich abzustützen und sank auf meine Brust. Ihre Arme lagen auf meinen und ihre Beine waren noch immer auf diese unglaublich reizvolle Weise extrem weit angewinkelt.
Ihr Gesicht legte sich neben meines und ich musste nur den Kopf ein wenig zur Seite drehen, um keinen Zentimeter mehr von ihren Lippen entfernt zu sein.
„Du darfst keinen Muskel rühren“, hauchte sie nun in flehendem Tonfall. „Lass mich dir zeigen, was ich für dich gelernt habe…“

Wie Stunden zuvor schon einmal fühlte ich, dass sich ihre inneren Muskeln anspannten und meinen Schwanz fest zu packen schienen. Nur war es diesmal keine unwillkürliche Reaktion ihres Körpers.
Ich konnte ganz deutlich wahrnehmen, wie sich ihre Bauchmuskeln immer wieder anspannten und ich konnte aus den Augenwinkeln sehen, dass die Bewegung sich auch auf ihren Po und ihre Oberschenkel erstreckte.
Nur dass es keine Bewegung war. Es war lediglich Muskelspannung.

Reglos und so intim, wie ich es noch nie mit einer Frau erlebt hatte, klebten wir aneinander und atmeten dem anderen ins Gesicht.
Ich konnte die leichte Furche der Konzentration auf ihrer Stirn sehen. Aber ich sah auch den entrückten Ausdruck in ihren leicht glasigen Augen. Und ich fühlte mich ihr plötzlich so unfassbar nah.
Natalies Atem kam stoßweise im Takt ihrer Bemühungen. Ich wusste, wie anstrengend es für sie sein musste. Aber das war ja auch in gewisser Weise das Geschenk, das sie mir machte. Und deswegen schwieg ich und genoss es.
Und ich ließ mich fallen, wie ich das eigentlich noch niemals getan hatte.

Man behält ja schließlich gerade als Mann doch irgendwie immer einen letzten Rest von Beherrschung. Selbst beim Abspritzen. Man gewöhnt sich an, wie laut man sich zu stöhnen gestattet und welche Reaktionen und Emotionen man zu zeigen bereit ist.
Nicht zu viel preisgeben. Indianer kennt keinen Schmerz. Männer weinen nicht.
Ich vergaß das alles, während ich in den Augen meiner eigenen, kleinen Schwester versank, die auf mir lag, eins mit mir war und nur mit der Kraft ihrer inneren Muskeln meinen Schwanz in ihrer Muschi massierte.
Danke, Gott! Aus tiefstem Herzen. Womit auch immer ich das verdient hatte…

Ich ließ einfach zu, dass mein Atem ganz langsam schneller wurde, während ich fühlte, wie die berauschendste, heiß-feuchte Enge meines Lebens sich immer wieder um meinen Ständer zusammenzog. Ich ließ zu, dass ich langsam anfing, leise zu stöhnen. Und ich machte mir nicht die Mühe, die völlig hilflose Ergebenheit in meinem Blick zu verschleiern, die ich empfand.
Meine ganze Wahrnehmung reduzierte sich auf die tiefgrünen, funkelnden, glasigen und verzückten Augen meiner Schwester und die Empfindungen in meinem Schwanz.

„Oh Floh“, keuchte sie schließlich, als sie erkannte, dass ich mich ihr völlig hingab.
Jede Kontraktion brachte mich weiter hin zur Explosion, die ich sonst vielleicht so lange wie möglich zurückgehalten hätte. Aber nicht diesmal.
„Jaa…“, hauchte sie in mein immer lauter werdendes Stöhnen hinein. „Lass dich gehen… Gib dich hin… Komm für mich… Schenk mir dein Sperma…“

Es war eine ganz neue Erfahrung, weil ich nicht auf den Höhepunkt zuraste, sondern eher hinein schwebte. Ich ließ jeden Impuls, auch nur das Becken zu bewegen, vorüberziehen und gab mich ganz dem Gefühl hin, in ihren Leib hinein gesaugt zu werden.
Es war wie ein heißer Mund und doch gleichzeitig ganz eindeutig wie eine kochende Muschi. Und wie eine warme, sanfte Hand.
Es fehlte die Beschleunigung im letzten Moment, die es sonst eigentlich immer gab. Der rasende Irrsinn, mit dem ich mich sonst im allerletzten Moment über die Schwelle katapultierte. Und deswegen war es diesmal kein Sprung. Keine erlösende Explosion.
Es war ein fast schon schmerzhaftes Gleiten, als würde ich mehrmals die Schwelle überschreiten und dann wieder zurückgeworfen werden, denn Natty hielt ihren langsamen Rhythmus die ganze Zeit aufrecht.

Ihre Worte wurden zu einem unverständlichen Gemurmel und ihr eigener Atem wurde lauter. Oder vielleicht nahm ich in auch einfach nur deutlicher wahr, so wie ich plötzlich ihren Puls an meiner Brust im Einklang mit meinem eigenen Herzschlag spüren konnte.
Immer und immer wieder schien ich so unglaublich kurz davor zu sein und doch gab es noch eine weitere Wiederholung. Bis ich überhaupt nicht mehr damit rechnete, jemals wieder etwas anderes zu fühlen, als dieses irrsinnige Gefühl von ihr massiert zu werden.
Dann waren da plötzlich die vertrauten Zuckungen in meinem Schwanz, aber ganz ohne das Gefühl der Hitze oder des Spermas, das durch den Schaft hinauf wanderte.
Und dann kam die Explosion. In meinem Kopf!

Was sich sonst fast ausschließlich in meinem Unterleib abspielte, verlagerte sich diesmal komplett dorthin, wo ich überhaupt nicht darauf vorbereitet war. Und es raubte mir nicht nur dem Atem, sondern auch fast das Bewusstsein, so schön war es.
Es war völlig anders. Und vor allem schien es keinerlei Auswirkungen auf meinen kleinen Freund zu haben, der weiterhin bretthart blieb und ziemlich sicher nichts von sich gegeben hatte.
Natty musste es ebenso sehr verwirren, wie mich, aber sie schien nun in ihrer eigenen Welt gefangen. Als ich wieder geradeaus sehen konnte, war ihr Gesicht vor Anspannung erstarrt und ihre schnellen Atemzüge schlugen mir zusammen mit ihrem Keuchen ins Gesicht.

Noch immer bewegte sie nur ihre Muskeln, als wären wir ansonsten erstarrt. Doch dann spürte ich das Flattern in ihrem Leib und die Vibrationen, die ich bereits kennengelernt hatte. Und ich spürte, wie sich das nun endlich auch auf meinen Schwanz auswirkte und mir der Saft aufstieg.
Innerhalb weniger Minuten erlebte ich noch einen Höhepunkt. Und falls das andere Gefühl kein solcher gewesen war, wollte ich einen Besen fressen. Und diesmal war er zwar noch immer sanfter als gewohnt, aber doch wieder primär auf meinen Schwanz konzentriert.
Was absolut und perfekt in Ordnung war, denn so konnte ich gleichzeitig mit meiner Schwester kommen und… meinen Samen in ihrem Körper verströmen.

Als ich aufwachte, war das Gefühl eines Verlustes das Erste, was mir auffiel.
Ich war allein im Bett und sofort fühlte ich mich unvollständig. Auch ein kumpelhaftes, mentales ‚Whow, Alter. Komm mal klar‘, half da nicht.
Die zweite Erkenntnis stellte sich ein, als ich mich bewegen wollte. Und sie beinhaltetet… Schmerz!
Heilige Scheiße hatte ich einen Muskelkater. Überall. Selbst in den Händen.
Ein wenig dümmlich grinsend erinnerte ich mich an den Grund dafür und zwang meinen Körper dazu, sich aufzurichten, denn es gab noch eine dritte Erkenntnis, die schnelle Aufmerksamkeit erforderte. Und die hatte mit Gerüchen zu tun.
Ich brauchte sowas von ein oder zwei Duschen!

Nur kurz rang ich mit der Frage, ob ich mir etwas überziehen sollte. Aber normalerweise war meine Mutter nur im Obergeschoss, wenn sie etwas von mir oder Natty wollte und vor meiner Schwester musste ich nun wirklich nichts mehr verstecken. Und außerdem war allein der Gedanke daran, mich zu bücken, schon mit Schmerzen verbunden.
Dementsprechend nackt schlenderte ich zum Bad und begegnete auch niemandem. Aber ich hatte den Eindruck, von unten eine Unterhaltung zu hören.
Da sie sich in gesittetem Tonfall abspielte, dachte ich mir nicht viel dabei.

Ich ließ mir alle Zeit der Welt zu duschen, mich zu rasieren und den Typen im Spiegel anzustarren, der Sex mit seiner Schwester hatte und darüber dreisterweise dauernd grinste.
Danach überzeugte ich diesen Freak davon, dass wir gemeinsam Nattys Bett abziehen sollten, weil wir es ja auch gemeinsam eingesaut hatten. Und was soll ich sagen… Er zuckte mit den Schultern und half mir unvermindert grinsend.

Der Frage, was ich nun genau anziehen sollte, wenn ich mir endlich einen Kaffee organisieren ging, widmete ich dann schon etwas ernsthaftere Aufmerksamkeit.
Bislang war es eigentlich nie problematisch gewesen, dass ich auch gerne mal auf ein Shirt verzichtete, wenn ich im Haus herumgeisterte. Aber bisher hatte ich auch kein inzestuöses Verhältnis zu meiner Schwester gehabt, das meine Mutter dummerweise hatte bezeugen müssen.
Auf der anderen Seite fühlte ich mich aber eigentlich nicht, als wäre bei mir etwas anders. Bei meiner Mam allerdings ziemlich sicher schon.

Schließlich angelte ich mir dann ein Shirt aus meinem Schrank, zog mir eine Jeans an und verzichtete dafür auf Unterwäsche. Und ich hatte keine Ahnung, warum ich Letzteres tat, aber es fühlte sich irgendwie cool an.
Zumindest nach außen wollte ich aber keine Provokation bieten. Ich liebte meine Mutter, und wenn ich ihr schon Kummer bereiten musste, dann doch lieber so wenig wie möglich.
Mit der Bettwäsche im Arm ging ich die Treppe hinunter und hörte nun tatsächlich deutlicher die beiden Frauen des Hauses miteinander sprechen.

„Aber es ist Inzest, Natalie“, appellierte Mam gerade verzweifelt.
„Es ist Liebe“, widersprach Natty.
Gott… Konnte sich sowas gut anfühlen. Scheiße noch eins…
„Warum?“, schluchzte meine Mutter und trieb mir das Grinsen damit gleich wieder aus dem Gesicht. „Was habe ich falsch gemacht?“
„Gar nichts“, fauchte Nat aufgebracht. „Oder auch alles. Ich weiß nicht…“
„Kind…“

„Ich bin eine erwachsene Frau, Mutter. Und ich habe die Nase gestrichen voll davon, mich leer zu fühlen.“
So energisch erlebte man meine Schwester eher selten. Gebannt lauschte auch ich ihren Worten.
„Ich war am Boden zerstört, als Flo Soldat wurde und wegging. Und für eine Weile habe ich mich an jeden Brief geklammert, als ginge es um mein Leben. Aber dann ist mir klar geworden, dass er weg war. Wie Papa. Und dass ich allein damit fertig werden musste. Wie du.“
„Natalie…“, wimmerte meine Mutter. „Baby…“
„Dein Baby ist gestorben, als es zum zweiten Mal den wichtigsten Mann in seinem Leben verlor, Mutti“, erwiderte Nat gepresst. „Und erst jetzt lebt es wieder.“

Es war harter Tobak, den ich da zu hören bekam. Und vielleicht war er nicht für meine Ohren bestimmt. Aber ich konnte einfach nicht anders, als atemlos zu lauschen.
„Ich habe das jahrelang nicht wahrhaben wollen und ich habe mit Dutzenden von Typen rumgemacht, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Und ich weiß, dass du das auch getan hast, also sieh mich nicht so an.“
Das kurze Schweigen hatte seinen Ursprung wahrscheinlich in einem Blickwechsel, den meine Schwester offenbar für sich entschied, denn sie fuhr fort:
„Wenn jemand die Leere verstehen können müsste, dann doch wohl du, oder? Und du würdest auch alles tun, um sie zu füllen.“

„Aber… Dein Bruder“, versuchte Mam es noch einmal schwach.
„Bruder, Vater, Onkel.. Was spielt das für eine beschissene Rolle?“, schnappte Natty. „Ich liebe ihn, Mutti. Und das ist kein dummer Kinderwitz.
Flo ist der Mann, an den ich bei der Selbstbefriedigung denke, seitdem ich es tue. Und Flos Gesicht lag über dem jedes Mannes, von dem ich mich hab ficken lassen.“
Meine Mutter rang ziemlich nach Luft bei den klaren Worten, die ihr um die Ohren geschlagen wurden.
Für Flo habe ich gelernt, meinen Würgreflex zu unterdrücken, damit ich seinen Schwanz schlucken kann. Und für ihn hab ich mich tätowieren lassen. Und piercen.“

„Du bist…?“, keuchte Mam fassungslos.
„Ja, Mutter!“, schnauzte Natty und ich hörte ein Geräusch von reißendem Stoff und abspringenden Knöpfen. „Hier! Sieh hin, was für eine billige Hure deine Tochter ist!“
„Oh Gott…“, lautete die gestöhnte Antwort.
Stille kehrte ein, als offenbar auch meine Schwester bemerkte, wie sehr unsere Mutter von den zusätzlichen Eröffnungen erschüttert sein musste. Ich konnte mir bildhaft vorstellen, wie sie den Kopf auf die Arme sinken ließ und stumm weinte.

„Ich wollte es nicht zulassen“, wimmerte nun auch meine Schwester. „Ich wollte ihn hassen, weil er mich verlassen hatte. Und ihn nie mehr eines Blickes würdigen…
Lieber sterben, als auch nur noch ein einziges Mal an ihn zu denken, wie ich es vorher immer tat…
Und dann sitzt er auf meinem Stuhl an meinem Computer und sieht ein Video, das ich einmal gemacht habe. Für ihn gemacht habe, obwohl ich es ihm nie gezeigt hätte…
Und es erregte ihn…
Ich erregte ihn…“

Obwohl ich nun zweistimmiges Weinen hörte, war ich nicht imstande, mich in Bewegung zu setzen und die Küche zu betreten. Ich war wie vor den Kopf gestoßen.
„Es war der Himmel, Mama“, schluchzte Natty dann. „Plötzlich war alles gut.
Nicht wie im Suff. Nicht wie bei diesen Typen, die mir völlig egal waren und die ich nur… Weil es eben dazugehört…
Einfach… wirklich perfekt!“

Als ich es endlich schaffte, mich vorwärts zu bewegen, fand ich meine Mutter und meine Schwester einander gegenüber sitzend am Küchentisch vor, wie sie sich an den Händen hielten und weinten. Wie zwei ertappte Kinder erschraken sie und rissen sich los, um sich schnell über die Wangen zu wischen, als sie mich bemerkten.
Statt etwas zu sagen und zu riskieren, dass mir die Stimme versagte, ging ich zuerst zu Mam, nahm ihren Kopf in die Hände und küsste sie auf die Stirn. Danach ging ich zu Nat, nahm ihre Hand und zog sie auf die Beine, um mich auf ihren Stuhl zu setzen und sie auf meinen Schoss zu ziehen.
Tief seufzend ließ sie sich in meine Arme sinken.

Meine Mam nahm ich an der Hand, wie Natty es zuvor getan hatte. Und dann schwiegen wir eine Weile und aus meiner Sicht war das auch ganz gut so.
Es dauerte ein oder zwei Minuten, aber schließlich gestattete sie sich doch, noch einmal in Tränen auszubrechen, auch wenn nun neben ihrer Tochter auch ihr Sohn ihre ‚Schwäche‘ mit ansehen konnte. Aber darum geht es ja bei einer Familie, nicht wahr?! Auch die Schwächen der anderen zu akzeptieren…

„Ich liebe dich, Mam“, sagte ich schließlich leise, als sie sich langsam wieder beruhigte. „Ich will für dich da sein. Ich bin sowieso viel zu lange weg gewesen. Ich will dich nicht mehr im Stich lassen.“
Dann blickte ich Natty an, die ihren Kopf an meine Schulter gelegt hatte.
„Und das Gleiche gilt auch für dich, Natalie.“

Wieder an meine Mutter gewandt, hatte ich das Gefühl, dass nun ich an der Reihe war, meine Erklärung abzuliefern.
„Ich habe keine Ahnung, wie es dazu kommen konnte. Und ich schwöre bei Gott, dass ich nie zuvor ernsthaft darüber nachgedacht habe. Aber als es passiert ist, fühlte es sich einfach nur richtig an, Mam.
Und ich bilde mir ein, dass ich den Unterschied so langsam kenne, denn ich hatte auch schon ein paar Beziehungen. Und die waren teilweise ganz und gar nicht inhaltslos.“

„Es ist der Sex“, krächzte meine Mutter und räusperte sich schnell. „Der Sex macht das. Aber das ist nicht von Dauer.“
„Nein, Mam“, antwortete ich, noch bevor Natty Luft holen und sich aufrichten konnte. „Wäre es nur der Sex, würde es mir nicht schwerfallen, davon abzulassen.
Ich glaube, es ist ein Gottesgeschenk.“
Meine Schwester schnaubte zwar leise, hielt aber den Mund. Und in ihren Augen stand nicht unbedingt echter Widerspruch, sondern eher eine Art automatischer Ablehnung des religiösen Untertons. Meine Mutter steckte das allerdings nicht so leicht weg.
„Das kannst du nicht ernst meinen, Junge!“

„Wie ich gestern schon sagte: Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ein paar Dinge weiß, die Gott sehr viel mehr zuwider sind, als tief empfundene Liebe.“
„Aber woher wollt ihr denn überhaupt wissen, ob es Liebe ist? Woher wollt ihr wissen, dass nicht die Lust eure Sinne…“
„Woher weißt du, dass du uns liebst?“, unterbrach ich sie.
„Das ist doch…“
„Etwas anderes?“, tat ich es erneut. „Glaubst du wirklich?“
Sie schwieg und ich konnte sehen, dass sie zumindest ein klein wenig zweifelte. Immerhin…

„Ich weiß nicht, ob das für die Ewigkeit ist, Mam“, erklärte ich und ignorierte das schockierte Zischen meiner Schwester. „Aber ich weiß, dass es allermindestens die gleiche Chance verdient hat, wie jede andere Beziehung, die ich geführt habe.“
Und an Natty gewandt fügte ich hinzu: „Nicht mehr… Aber auch keinesfalls weniger.“
Sie starrte mich ein wenig aufgebracht an, sagte aber nichts. Auch wenn ich sehr wohl bemerkte, wie sehr sich ihre Hand plötzlich in meinen Rücken krallte.
„Die Frage ist“, sagte ich dann wieder zu unserer Mutter, „ob du damit leben kannst, dass wir als Liebespaar mit dir zusammenleben. Oder ob wir uns eine Wohnung suchen sollten.“

Ich konnte ihr ansehen, dass sie sofort und ohne jeden Zweifel völlig impulsiv darauf antworten wollte. Und ich hob die Hand, um genau das zu verhindern.
„Denk genau darüber nach, Mam. Natty und ich gehen derweil spazieren.“
Und mit diesen Worten stand ich auf und fühlte mich an die gestrige Nacht erinnert, in der ich meine Schwester auch auf den Armen nach oben trug. Was mich natürlich alles andere als davon abhielt, es noch einmal zu tun.

Oben angekommen, und nachdem ich sie abgesetzt hatte, überraschte mich Nat wieder einmal mit ihrer Zielstrebigkeit. Ganz offensichtlich war sie die einzige Person in diesem Haus, die völlig von jeder Form von Zweifeln verschont blieb.
„Schwester, Freundin oder Schlampe?“, fragte sie und ließ mein Hemd von ihren Schultern gleiten.
Moment… Mein Hemd? War es… Ja. Knopflos und an einer Achsel eingerissen von ihrer Showeinlage in der Küche eben…
„Was?“, fragte ich verwirrt und trauerte noch immer ein klein wenig um das Hemd, dass ich wirklich gemocht hatte.
„Wie soll ich draußen aussehen?“, formulierte sie ihre Frage um. „Wie deine Schwester, deine Freundin oder deine willenlose, kleine Schlampe? Oder drüber das eine und drunter das Andere?

Wow…!
Man lasse sich diese Frage für eine Minute auf der Zunge zergehen.
Wie sollte ich dabei an die ernsten Themen denken, die ich mit ihr zu besprechen hatte? Oder beim Anblick ihres Arsches, den sie mir ‚zufällig‘ und ‚unabsichtlich‘ entgegenstreckte, als sie sich in ihren Schrank bückte?
„Schlampe?“, fragte ich, noch immer mir der Frage ringend.
Sie senkte den Kopf und grinste mich von ganz tief unten falsch herum an ihrem Knöchel vorbei an.
„Ich hatte gehofft, dass du das sagen würdest.“

Was dann folgte, ging ganz einfach zu schnell für jedweden Protest.
Und da wir hier von der Bekleidungsfrage einer jungen Frau sprachen, legt das den Schluss nahe, dass ich ganz einfach keinen klaren Gedanken fassen konnte. Aber das war nicht das Problem.
Der Grund war stattdessen, dass sie etwas aus ihrem Schrank griff und es sich überstreifte. Und dann fertig war, wenn man von den, mir ja bereits wohlbekannten, kniehohen Nuttenstiefeln aus durchsichtigem Kunststoff absah, die sie sich zurechtstellte.
!

Ich hätte etwas sagen können. Oder eigentlich auch sollen. Aber nun war mein Gehirn tatsächlich ausgelastet mit der Bildverarbeitung.
Meine Schwester war ganz eindeutig der Typ Frau, die sich so ziemlich jedes Kleid überstreifen und dessen Preisklasse um drei Stufen erhöhen konnte. Sie hatte einfach die perfekten Rundungen dafür. Und sie hatte genau das unschuldige und reizvolle Gesicht und die vollen, roten Locken, um ein komplett weißes Kleid zu seiner vollen Wirkung zu bringen.
Aber der Eindruck von ‚unschuldig und rein‘ wurde sofort dadurch zerstört, dass der Stoff ihres Kleidchens ihr gerade mal eben so ganz knapp über den Po reichte und oben durch einen verstellbaren Reif oder etwas in der Art einzig und allein von ihren Brüsten gehalten würde.

Nein…
Streichen.
Was den Eindruck wirklich zerstörte, war das durchscheinende Material, durch das man ohne Probleme sehen konnte, wo sie tätowiert war. Und dass ihre Nippel in wenig hart waren. Und dass sie völlig glatt rasiert zwischen den Schenkeln war.
Get the picture…?

„Und?“, fragte sie und sah mich an, bevor sie sich einmal schwungvoll um die eigene Achse drehte. „Wie sehe ich aus?“
Und man muss nicht extra erwähnen, was die Drehung mit dem ohnehin viel zu kurzen Unterteil des Kleidchens machte, oder?
„Fuckable…“, grunzte ich völlig hypnotisiert und zitierte dieses eine Mal wirklich aus tiefstem Herzen überzeugt einen Kameraden, der fast jede Frau mit kurzem Rock so begrüßt hatte.
Aber hey… Wenn sie nicht ‚fickbar‘ aussah, dann gab es so einen Anblick nicht.

„Dann passe ich perfekt zu dir“, freute sie sich und kam auf mich zu.
Irgendwie hatte ich offenbar auf ihrem Bett Platz benommen, als mir die Beine den Dienst versagten. Daher bereitete es ihr keine Schwierigkeiten, auf meinen Schoss zu gleiten und die Hände in meinen Nacken zu legen.
„Ich muss nämlich auch sofort ans Ficken denken, wenn ich dich ansehe.“
„Aber ich wollte eigentlich mit dir reden…“, brachte ich wirklich ein wenig kläglich heraus.
„Dann musst du deinen Schwanz eben dabei in meiner Muschi lassen. Oder in meinem Arsch.“

Nja…
Nicht hilfreich beim ‚klaren Kopf behalten‘.
Überhaupt nicht!

Sie gab mir einen Aufschub bis zur Hinrichtung, als sie nur kurz meine Nasenspitze küsste und dann wieder aufstand.
„Ich bin kurz im Bad. Und du solltest dich vielleicht fertig anziehen?“
Ich ließ das einsinken, bis sie auch wirklich im Bad verschwunden war. Und dann noch eine Minute. Aber dann schaffte ich es irgendwie, mir Schuhe überzuziehen und sogar noch ein Hemd über das Shirt zu streifen.
Und dann war Natty auch schon wieder da und betrat mein Zimmer.
Wie machte sie das so schnell?

Sprachlos und mit ziemlich großen Augen sah ich ihr dabei zu, wie sie sich vor mir auf die Knie sinken ließ.
En oder zwei schnelle Vermutungen über ihre Absichten zerstreute sie, als sie mit etwas auf ihren Händen entgegen hob, als wäre es ein Ehering auf einem Kissen bei einer amerikanischen Hochzeit.
Ratlos nahm ich das Lederding und musste es ein paar Mal drehen und wenden, bevor mein strapaziertes Gehirn aus den Schnallen und Metallringen ein Bild zusammensetzte. Aber dann fiel der Groschen zusammen mit ein paar anderen. So wie wenn man den Jackpot am Einarmigen Banditen knackte…
Ein verficktes Halsband!?

Ich betrachtete mich selbst als mittelmäßig schnellen Denker. Kein völliger Totalverlust in Sachen Intelligenz und als Soldat durchaus zu gebrauchen. Und mit einer gewissen Erfahrung, was Krisensituationen anging.
Ich hatte Trainings erhalten, um Verhörtechniken zu widerstehen. Und ich hatte ein paar wirklich üble Situationen überlebt.
Aber nichts hatte mich auf eine Frau vorbereitet, die vor mir in die Knie ging und mir ein Sklavenhalsband überreichte, dass viel zu klein war, um für meinen Hals gedacht zu sein. Und die zufälligerweise auch noch meine Schwester war.

Als ich reagierte, war es demnach ganz allein mein Unterbewusstsein, das handelte. Und ich schiebe deswegen jede Verantwortung für alles, was danach noch so geschah, an dieser Stelle dorthin ab.
Ebenso wie ich bestreite, dass ich in meinem Hinterkopf leise eine dunkle Stimme in der Sprache von Tolkiens Mordor das Ringgedicht murmeln hörte. Und zwar nicht in Nattys Richtung.

Naja…
Die Wahrheit ist wohl, dass ich gar nicht wirklich nachdenken musste, auch wenn es noch haufenweise ungeklärte Fragen und zu bewältigende Probleme gab.
Ich wollte ihr das Halsband umlegen. Also tat ich das.
Und ich wurde mit einem strahlenden Lächeln und tiefen Emotionen in den Augen belohnt, die mich unterwürfig von unten herauf ansahen.

„Würdest du mir noch kurz zur Hand gehen?“, fragte sie dann, als ich sie wieder auf die Füße gehoben hatte.
Blauäugig folgte ich ihr und ließ mir noch mehr Leder in die Hand drücken, dass ich dann an den vorgesehenen Stellen - nämlich ihren Handgelenken - befestigte.
Ich war ehrlich kein Lederfetischist oder so etwas, aber einer Frau Hals- und Handfesseln anzulegen… Zum Ausgehen
Alter Schwede!

Beinahe hätte ich auf meine Gesprächspläne gepfiffen, aber Natalie schnappte sich ihre Handtasche und noch irgendetwas und winkte mir mit dem Kopf, als ich noch ein wenig wie versteinert in der Gegend herumstand. Sie war so freundlich, sich den vorläufig letzten Hammer bis vor der Haustür aufzusparen.
Aber als der kam, konnte er mich eigentlich schon fast nicht mehr aus der Bahn werfen. Nur meine Erektion konnte er noch schmerzhafter machen. Was mich daran erinnerte, dass ich vielleicht doch eine Unterhose hätte anziehen sollen.

Artig wartete meine Schwester, bis ich die Tür geschlossen hatte, bevor sie mir noch etwas entgegenhielt.
Ich erkannte es natürlich auch erst, als ich es in der Hand hielt. Wer hätte auch bitteschön mit einer Hundeleine rechnen sollen?
Aber ich wusste dann auch sofort, was ich damit anfangen sollte. Und daher hakte ich den Karabiner an ihrem Halsband ein und nahm das andere Ende fest in die Hand. Nur ihren Versuch, sich hinter mir zu halten, vereitelte ich energisch, indem ich ihr den Arm um die Hüfte legte und sie an meine Seite zog.
Es war natürlich nicht schlau in unserer ruhigen, anständigen und neugierigen Nachbarschaft so eine Nummer abzuziehen. Aber irgendwie war es uns beiden egal.

Zuerst schlenderten wir einfach nur drauflos und genossen die Sonne und den leichten Wind. Und zumindest in meinem Fall auch ganz klar die Nähe.
Ich wollte eigentlich nur erst einmal von den Häusern fort und hatte kein weiteres konkretes Ziel. Deswegen ließ ich oft Natty eine Richtung vorschlagen. Und derweil versuchte ich, den Kopf freizukriegen.
Aber wie sollte ich?
Was mein Leben durcheinanderbrachte, war direkt an meiner Seite und ließ sich nicht ignorieren. Was ich auch gar nicht gewollt hätte.

Dementsprechend kreisten meine Gedanken primär darum, wie gut ich mich fühlte.
Grob geschätzt hatte ich ein gutes Dutzend ernsthafterer Beziehungsversuche hinter mir. Meine Langzeitaffäre mit einer Offizierin mit eingerechnet. Und immer hatte dies oder das gefehlt.
Es war eigentlich meistens auch schon von Anfang an klar gewesen, dass da oder dort etwas nicht optimal passte. Was die Liebesschwüre nicht weniger aufrichtig machte, aber rückblickend betrachtet eben auch eher hinfällig.

Natty kannte ich allerdings sehr genau, auch wenn sie offenbar ein paar Seiten hatte, die mich doch ziemlich überraschten.
Trotzdem fühlte es sich einfach völlig anders an. Es war, als wäre es egal, was sie als Nächstes aus dem Hut zaubern würde. Ich würde es entweder lieben oder mich irgendwie damit arrangieren. So wie man es eben unter Geschwistern tat, wenn die Beziehung gut war.
Gefühle wie die, die wir gerade füreinander eingestanden hatten, mochten das verändern. Aber das Risiko gab es in jeder Beziehung.

Klar. Da war außerdem noch diese winzige Hürde mit der Blutsverwandtschaft.
Möglicherweise oder höchstwahrscheinlich oder auch gar nicht riskant hinsichtlich irgendwelchen Nachwuchses. Oh… Und nicht zu vergessen: illegal.
Aber fuck! Bei den Afghani war es lebensgefährlich, stammesübergreifend zu heiraten, wenn die Ältesten nicht einverstanden waren. Und das machte ja wohl auch herzlich wenig Sinn, oder?

„Wir können niemals heiraten“, sprach ich meinen nächsten Gedanken einfach laut aus.
Natty stolperte beinahe und hielt sich nur mit meiner Hilfe auf den Beinen. Haltsuchend klammerte sie sich an mich.
„D-das ist mir egal“, stotterte sie, bevor sie sich wieder unter Kontrolle hatte, obwohl ihr Gesicht plötzlich ziemlich rot war und sie schnell zu atmen schien. „Ich gehöre dir auch ohne Vertrag… Aua, verdammt.“
„Alles okay?“
„Ich musste mir nur auf die Lippe beißen, um nicht zu kreischen, als du vom Heiraten gesprochen hast“, erklärte sie.
Nachdem ich das verarbeitet hatte, musste ich lächeln. Sie sagte das betont beiläufig, aber es bedeutete ihr offenbar ziemlich viel.

„Und ich bin auch ziemlich unsicher, was unsere Kinder angeht“, sagte ich kurz darauf.
Zugegebenermaßen auch mit einem kleinen Schalk im Nacken.
Natalie blieb abrupt stehen und starrte mich auf riesigen Augen an.
„Verarsch mich nicht, Flo!“, keuchte sie.
„Ich hab ja nur mal kurz darüber nachgedacht“, wiegelte ich ab. „Ich werde dich bestimmt nicht dazu zwingen, mit mir Kinder zu haben. Auch ganz ohne irgendwelche Risiken.“
„Du kannst gerne alles zu lesen bekommen, was ich über das Thema angesammelt habe“, erwiderte sie sehr ernst.
Womit es mir die Sprache verschlug.

Aber meine Fantasie ließ sich davon leider nicht aufhalten und spielte mir ein paar recht üble Streiche, die mit kleinen, grünäugigen Mädchen zu tun hatten. Ganz ähnlich einem, das ich einmal gekannt hatte…
„Verschieben wir das Thema auf später?“, krächzte ich.
„Sag mir nur, ob du ernsthaft daran denkst“, forderte sie energisch.
„Ich fürchte schon…“
Daraufhin bedachte sie mich mit einem sehr langen Blick, der erst ganz am Ende langsam zu einem verschlagenen Lächeln wurde.
„Gut“, entschied sie und mir war, als hätte ich gerade vollends den Deckel von der Büchse der Pandora genommen.

Danach schwiegen wir bestimmt für eine Viertelstunde. Und ich muss zugeben, dass ich nicht nur besorgt an mögliche Zukunftsszenarien dachte, so krank das auch sein mochte.
„Die Leute…“, brachte ich jedoch schlussendlich das Thema auf, um das sich wirklich die allermeisten Sorgen drehten. „Und sag jetzt nicht, dass du auf die scheißt.“
„Wurde ich gerne“, gestand sie. „Aber leider können die uns gewaltigen Ärger machen, wenn sie hinter die eine oder andere Sache kommen.“
Ja. Sie hatte auch über dieses Thema schon nachgedacht.
„Wenn wir hier bleiben, werden wir früher oder später Ärger bekommen“, lieferte sie mir dann auch gleich das Ergebnis ihrer Überlegungen.
„Also ziehen wir weg“, zog ich die Konsequenz.
„Au…“
„Was?“
„Ich musste mir wieder auf die Lippe beißen. Ich könnte jedes Mal vor Glück schreien, wenn du Dinge sagst, die mir bestätigen, dass wir… ein Paar sind. Und ich muss mich auch immer vergewissern, dass ich nicht träume.“

Das klang zunächst witzig, aber eigentlich war es das nur bedingt.
„Du hast lange auf mich gewartet, nicht wahr?“, fragte ich.
„Ewig“, bestätigte sie.
„Und nie gezweifelt?“
„Daran, ob es passieren würde? Oft. Aber nie daran, dass ich nur so mein Glück finden würde“, erklärte sie sehr feierlich. „Und ich werde dafür sorgen, dass es auch dein Glück wird.“
Das wiederum klang wie eine Mischung aus Drohung und Versprechen und ließ mich irgendwie an Sex denken…

„Es ist die Wahrheit, dass ich niemals wirklich daran gedacht habe.“
Ich musste ihr gegenüber ehrlich sein.
„Aber es ist auch die Wahrheit, dass ich dich liebe. Und nicht so, wie Bruder und Schwester sich eigentlich lieben sollen.“
„Gut!“, beschied sie und nahm mich fester in den Arm.

Als ich mich dann umsah, fiel mir auf, dass wir uns im Stadtpark befanden und schon der halbe Weg in Richtung Innenstadt hinter uns lag. Umzukehren wäre eine Möglichkeit gewesen. Aber außerhalb unseres Vorortes standen die Chancen recht gut, nicht dauernd Bekannten über den Weg zu laufen.
Außerdem wollte ich unserer Mutter genügend Bedenkzeit geben. Und dann war da noch dieser andere, reizvolle Gedanke. Er hatte etwas mit einer völlig unangemessen bekleideten, jungen Frau zu tun, die es offenbar genoss, sich von mir an einer Leine durch die Gegend führen zu lassen. Und mit der Reaktion der Leute darauf.

Ja, verdammt! Es war einfach heiß.
Im Park begegneten uns nur wenige Spaziergänger und ein paar Jogger, aber deren Reaktionen waren mehr als sehenswert.
Die Männer aller Altersklassen glotzen Bauklötze und stolperten beinahe über ihre eigenen Füße. Und die Frauen schüttelten missbilligend mit den Köpfen, wenn sie nicht völlig fassungslos starrten. Bis auf eine attraktive Mittdreißigerin, die sich mit glänzenden Augen auf die Lippen biss und uns zuzwinkerte. Was wiederum Nat und mich überrascht hinter ihr her starren ließ.

„Hast du Hunger“, fragte ich meine Schwester.
Sie zuckte mit den Schultern und schien mehr daran interessiert, keinen Millimeter von meiner Seite zu weichen.
„Ich erinnere mich an ein Steakhaus am Ende der Fußgängerzone“, sinnierte ich und verkniff mir ein Grinsen.
Natty hob den Kopf und starrte mich wieder staunend an. Ganz betont zog sie die Unterlippe zwischen die Zähne und entließ sie dann von einer Seite her langsam wieder aus dem Zugriff, bevor sie sichtbar fester zubiss.

„Weißt du, was der Gedanke, mich von dir durch die Fußgängerzone führen zu lassen, während alle mich um dich beneiden und sich über deine kleine Schlampe aufregen, bei mir auslöst?“, hauchte sie ganz langsam und betont.
Ich spielte mit und schüttelte den Kopf. Ich hatte allerdings zugegebenermaßen auch wirklich keine Ahnung. Nur dass ihre Antwort mir gefallen würde, war ziemlich sicher.
„Dann fühl doch mal“, schnurrte sie lockend, löste sich von mir und lehnte sich mit dem Rücken an einen Baum am Rand des Weges.
Ich musste nicht fragen, was sie meinte. Sie legte die Hände nach hinten an den Stamm und reckte mir so aufreizend ihren Unterleib entgegen, dass die Antwort auf der Hand lag.

Schnell trat ich an die verführerische, kleine Hexe heran und legte meine Stirn an ihre.
Als mein Mund sich ihren Lippen näherte, flatterten ihre Augenlider, und als meine Hand sich an die Innenseite ihre Knies legte, stöhnte sie aus tiefster Kehle, bevor sie den Mund öffnete.
Jeder Gedanke an Subtilität oder Neckereien wurde mir aus dem Kopf gefegt, als ich die Feuchtigkeit spürte, die bereits bis so weit unten vorgedrungen war. Natty lief regelrecht aus!
Wild küsste ich meine Schwester und drang mit meiner Zunge in ihren Mund vor, während meine Hand durch die Nässe nach oben glitt, bis sie auf ihren klatschnassen Schamlippen traf. Unser Stöhnen war ein harmonisches Duett.

Ich vergaß alles um mich herum, als ich meine Handkante der Länge nach durch ihre Spalte gleiten ließ. Alles, bis auf die wunderbare Frau in meinen Armen, die auf meine Berührung mit hektischem Schnaufen reagierte.
Unser Kuss löste sich, aber unsere Gesichter blieben dicht beieinander und unsere Lippen fast verbunden. Ich genoss den Ausdruck der puren Lust und Hingabe auf ihren Zügen.
Diese Frau war mein. Und zwar ohne Vorbehalte und weil sie es wollte.

„Ich will, dass du für mich kommst, Nat“, knurrte ich heiser und fühlte eine besitzergreifend Aggressivität in mir aufsteigen. „Ich will fühlen, wie es aus dir herausläuft… Hören, wie du vor Lust schreist.“
„Flo…“, wimmerte sie und riss die Augen auf.
Da war kein Widerspruch. Nicht der entfernteste Gedanke daran, dass wir uns mitten in einem öffentlichen Park befanden. Keine Vorbehalte. Da war nur ich in ihren Augen. Nichts weiter.

Ich drehte meine Hand so, dass ich mit zwei Fingern gleichzeitig in ihre Muschi eindringen konnte. Sofort spürte ich ihre Muskeln danach schnappen und mich weiter in die Hitze hinein ziehen.
Sie stöhnte laut mit offenem Mund und ihre Augen schlossen sich, aber damit entzog sie mir den entrückten und ekstatischen Ausdruck darin. Das konnte ich ihr nicht gestatten.
„Sieh mich an“, befahl ich hart. „Ich will sehen, wie du kommst.“
„Oh Gott!“, presste sie hervor und riss die Augen auf.

Zur Belohnung krümmte ich die Finger und rieb damit über die Innenseite ihrer himmlischen Pussy. Und ich traf offenbar den richtigen Punkt dabei.
„Ahgnh!“, jaulte meine Schwester und warf sich mir aller Kraft gegen den Baum in ihrem Rücken.
Ich konnte deutlich erkennen, wie viel Kraft es sie kostete, meinem Blick weiterhin zu begegnen und mir ihren Unterleib nicht zu entziehen. Und ich konnte sehen, wie es in ihr tobte.

Ihre Säfte flossen reichlich und badeten meine Hand darin und ihr Inneres fing bereits an, flatternd zu zucken. Sie war schon zu Beginn dieses kleinen Spiels einem Orgasmus nah gewesen.
Aber ich wollte mehr als ‚nur‘ einen Höhepunkt. Ich wollte alles, was sie zu geben hatte.
Wieder krümmte ich meine Finger und suchte nach dem richtigen Punkt. Er war nicht schwer zu entdecken. Leicht geschwollen und ein wenig rau. Fast ein wenig schwammig fühlte er sich an.

„Willst du für mich kommen?“, grunzte ich, selbst bis in die Haarspitzen erregt.
„Ja-ahh!“, winselte sie hilflos.
„Willst du für mich schreien, damit es die ganze Welt erfährt?“
„Jah!“
„Gehörst du ganz allein mir und keinem anderen Menschen?“
„Ja! Oh-mein-Gott-Ja!“
„Dann beweis es mir!“

Ich weiß nicht, ob es mehr meine Worte oder meine Finger waren, die sie völlig um den Verstand brachten. Aber ich weiß, wie viel ihr die ernst gemeinten Worte bedeuteten. Ich sah es in ihren Augen, bevor die sich verdrehten.
Natty lieferte sich mir völlig aus und hielt wirklich nichts zurück. Und ich bezweifle, dass jemals zuvor jemand so tief in sie hatte eindringen dürfen. Metaphorisch gesprochen.
Körperlich hatte ich etwas Interessantes entdeckt und mochte ihre Reaktionen darauf, aber seelisch und emotional bewegten wir uns auf einer ganz anderen Ebene. Und auf der spielte sich auch das ab, was sich dann wiederum körperlich Bahn zu brechen schien.

Ich konnte sehen, wie meine Schwester kam.
Ich konnte es auch fühlen, aber einen Sekundenbruchteil zuvor sah ich es in ihren Augen, bevor die Nervenbahnen die Informationen weitertransportieren konnten.
Ihr schriller Schrei, der haltsuchende Griff ihrer Hände an meinen Schultern, die Art, wie sie den Kopf gegen den Baumstamm knallte, die Verkrampfung all ihrer Muskeln und der heftig hervorquellende Schwall Nässe aus ihrem Inneren… Das alles waren nur Randerscheinungen.
Was wirklich von Bedeutung war, passierte in ihrem Kopf.

Meine Schwester kam zu einem gewaltigen Orgasmus. Für mich und weil ich es ihr befohlen hatte.
Und ich erlebte ein unwahrscheinlich erfüllendes Gefühl der Befriedigung, als es passierte. Auf eine ganz und gar nicht körperliche Weise.
Ich hörte sofort auf, sie weiter zu quälen, als sie sich wieder entspannte und beinahe in meine Arme fiel. Sie rang keuchend nach Luft und Tränen liefen ihr über die Wangen. Sie war völlig fertig.
Aber als sie die Augen aufschlug, sah ich darin, dass sie auch glücklich war. Und dankbar.

„Ich liebe dich“, sagte ich sanft.
„Du bist mein Leben, Flo“, schluchzte meine Schwester heiser. „Mehr als mein Leben. Mein Mann, mein Herr und Meister, der Vater meiner Kinder und… mein Bruder.“


„Ach du Scheiße!“, keuchte eine entfernt vertraute klingende, weibliche Stimme in meinem Rücken fassungslos.

*****