Kojotenhöhle

Was dich hier erwartet, ist nicht der Versuch, irgendetwas zu umschreiben. Ich nenne die Dinge durchaus beim Namen, auch wenn ich versuche, das niveauvoll zu tun. Und ich versuche außerdem, Geschichten zu erzählen, in denen der Sex ein Teil des Ganzen ist und nicht der einzige Teil. Man findet hier wohl auch Grenzwertiges für manche Geschmäcker. Ob man es als BDSM-artig oder als abartig empfindet, liegt dabei ganz im Auge des Betrachters.

Wenn es dir gefällt, lass es mich wissen. Wenn es dir nicht gefällt, gerne auch. Hinterlass mir einen Kommentar oder schreib es mir per Mail an Mike.Stone bei gmx.net .

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Mittwoch, 15. Juli 2015

Lustvolle Unterwerfung - Dem Fremden verfallen

Ja, es ist bereits soweit. Neue Woche, neues Buch, wie ich bei Facebook schrieb. Und hier kommt daher schon das nächste eBook:



Worum es geht, lasse ich am besten wieder zunächst die Kurzbeschreibung erzählen. Dafür verfasse ich die ja schließlich.

Die Marketingexpertin Madison ist jung, verlobt und erfolgreich. Alles ist perfekt in ihrem Leben. Genau so, wie es sich ihre Eltern für sie wünschen. Und dennoch ist ihr nach einem großen Geschäftsabschluss in einer fremden Stadt ganz und gar nicht nach feiern zumute. Stattdessen irrt sie umher und flieht vor einem plötzlichen Wolkenbruch in eine Bar.
An diesem heruntergekommenen Ort entdeckt sie dann ihr altes Ich aus College-Tagen wieder. Diese ungezwungenere Maddie trinkt Bier, lässt sich zum Billardspielen um riskante Einsätze provozieren und flirtet auf Teufel komm raus mit dem Biker mit den blau-grauen Augen. Aber selbst voller wiedererwachtem, jugendlichem Leichtsinn ist sie nicht auf das vorbereitet - oder hätte sich auch nur erträumen können -, was noch auf sie zukommt.

Diese Erzählung beinhaltet Erotik, die nur für Erwachsene gedacht ist. Allerdings nicht zu erwachsen, denn es geht heiß zur Sache und der Puls des Lesers könnte sich unter Umständen rapide beschleunigen. Die Geschichte beinhaltet unverantwortlichen Leichtsinn, himmelschreiende Unvernunft und freche, sexuelle Belästigung sowie schamhaften und schamlosen Exhibitionismus und andere Unsittlichkeiten. Massenhaft andere Unsittlichkeiten.

Erster Band der mehrteiligen Geschichte - Die Sexsklavin des Bikers.

Testleserin Isa sagt:
Wenn sich mein Puls beruhigt hat, verfasse ich meine Kritik. Ich muss mir nur grad wirklich ein paar Minuten nehmen, damit nicht nur Tierlaute bei dir ankommen.
(Was sie sonst noch sagte, kann aus Diskretionsgründen hier nicht wiedergegeben werden, auch wenn der Autor es mit roten Ohren und breitem Grinsen erfreut zur Kenntnis nahm.)

Lustvolle Unterwerfung bei Amazon

Lustvolle Unterwerfung - Dem Fremden verfallen


Und auch diesmal gibt es natürlich wieder Zusatzinfos hier im Blog. Gute 27.000 Worte hat die Erzählung in diesem ersten Teil. Drei Teile werden es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Und dieser erste Teil ist für 2,99 € bei Amazon erhältlich - oder kostenlos ausleihbar über Kindle Unlimited für alle Amazon Prime Kunden.

Worum es konkret geht, ist wahrscheinlich nicht sehr verschleiert. Madison beginnt eine Reise und die Titelinformationen zeigen bereits die Richtung auf. Wer mich kennt, wird sich denken können, dass es nicht ohne Kurven zum Ziel geht - was auch immer dieses Ziel auch am Ende sein mag.

Ich habe mir aus sachkundiger Quelle versichern lassen, dass die Geschichte heiß ist. Wie schon in der Kurzbeschreibung erwähnt. Und wie dort gesagt, werde ich auch nicht noch weiter ins Detail gehen. Ich denke man kann sagen, dass diejenigen, die nicht sofort Ekelreaktionen bei den Schlagworten im Titel der Erzählung bekommen, vermutlich keinen Grund zur Klage haben werden. :-D

Für all diejenigen unter euch, die bei Fortsetzungsgeschichten schon die Augen verdrehen, will ich noch anfügen, dass die Geschichte in ihren Eckpunkten steht und das Ende bereits geschrieben ist. Das hier wird nicht Soulmates mit jahrelangen Wartezeiten - und ja, ich werde Soulmates auch fortsetzen. Dazu habe ich allerdings genug gesagt, denke ich.

Wenn ihr wollt und könnt, kauft euch mein eBook oder eines der anderen. Wenn ihr wirklich Bock habt, bewertet es. Auf diese Weise und mit dieser Hilfe werde ich bald Zeit für Soulmates und noch viele andere Geschichten haben, von denen dann auch nicht alle als eBooks verlegt werden. Wie ihr ja am Tag vor diesem Post sehen konntet, trägt meine gegenwärtige Kreativität durchaus auch Früchte, die für alle verfügbar vom Baum fallen. ;-D

In diesem Sinne …
… heißen Lesespaß mit der Sexsklavin des Bikers! ;-D

Dienstag, 14. Juli 2015

Kitty - Teil 02 - Kätzchen im Park

Kitty - Kätzchen im Park
Ein mehr als reizvoller Spaziergang
© 07/2015 Coyote/Kojote/Mike Stone


Und wieder eine Idee, geboren aus einer Unterhaltung über öffentliche Nacktheit. Wieder bei Facebook und wieder irgendwie inspirierend. In meinem Kopf knüpfte sich das irgendwie an Kling Glöckchen an, weswegen es in gewisser Weise ein zweiter Teil zu der Geschichte ist. Mit den gleichen Protagonisten, jedenfalls.
Der Dank gebührt diesmal in erster Linie Sandra und auch Marion. Sandra hat nicht nur den Rahmen geliefert, sondern auch ihre persönlichen Gedanken und Fantasien zum Thema Exhibitionismus so zauberhaft elaboriert, dass ich gar nicht anders konnte. Ich hoffe, du wirst dieses Geschichtchen genießen können, meine Liebe. ;-D

*****


*****


Tock. Tock. Tock.
Das Geräusch meiner Absätze auf dem Asphalt ist laut, obwohl ich schon allein wegen ihrer Höhe gezwungen bin, sehr vorsichtig und bewusst zu gehen. Mit diesen Schuhen stolziert man, oder man bewegt sich gar nicht. Sie sind schon fast eine Unmöglichkeit.
Trotzdem liebe ich sie abgöttisch. Und zwar nicht nur, weil sie hoch genug für Sex im Stehen ohne Verrenkungen sind. Nein, sie sehen auch einfach rattenscharf aus. Dezent mit Strass dekorierte Riemchen schlingen sich um meine Unterschenkel und reichen bis zum Knie. Sie akzentuieren meine zierlichen Unterschenkel und verdecken nichts. Das gilt auf für die Riemchen, die meine kleinen Füße in Position halten.
Es ist, wie barfuß auf Zehenspitzen zu tänzeln. Ohne den Ballettunterricht in meiner Kindheit würde ich daran wahrscheinlich verzweifeln. Und auch so ist es etwas, auf das ich mich voll konzentrieren muss. Aber … dafür tut die Streckung meiner Füße Dinge mit meinen Beinen und meinem Po, die nicht einmal der weltbeste Schönheitschirurg hinbekäme. Ich muss es nicht gesagt bekommen, ich betrachte es selbst gerne im Spiegel. Es ist einfach nur scharf!

Tock. Tock. Tock.
Schritt für Schritt platziere ich einen Fuß direkt vor den anderen. Ganz genau voreinander und nicht einen Millimeter zur Seite versetzt. Das muss mir niemand auftragen. Ich tue es so oder so, denn es lässt meinen Po und meine Hüften aufregend schwingen. Und es lässt meine Schenkel reizvoll aneinander gleiten. Es ist sehr sinnlich und ich genieße es, auch ohne begehrliche Blicke auf mir zu spüren.
Aber natürlich ist es noch aufregender, wenn diese Blicke dazukommen. Erst dann entfaltet sich die Wirkung auf andere, die mich dann zum Objekt ihrer Begierde erheben. Erst vor Publikum ist es eine echte Vorführung.

Tock. Tock.
Klingeling.
Ein etwas festerer Schritt, als sich der Untergrund verändert, während ich vom Bürgersteig der Seitenstraße aus in den Stadtpark trete. Er lässt eines der kleinen Glöckchen schellen, die nun dauerhaft meine Brustwarzen zieren. Seit sie Teil meines Geburtstagsgeschenkes waren, habe ich sie zu einem Teil von mir gemacht. Mit seiner Erlaubnis und auf meinen Wunsch hin wurden die Klemmen, die sie hielten, durch Ringe ersetzt, die meine Nippel durchbohren. So sind sie nun Teil meines Körpers, der in seiner Gesamtheit sein ist.
Dieses Wissen gibt mir Sicherheit, als ich in den Park trete und mich wie angewiesen nach rechts wende. Trotzdem steigt mir natürlich die Hitze in den Kopf. Aber ich habe keine Angst. Ich habe nichts zu fürchten.

Tock. Tock. Tock.
Meine Schritte klingen unverändert, denn auch der Weg durch den Park ist asphaltiert. Im Gegensatz zur kurzen Strecke vom Auto bis hierher bin ich nun allerdings weithin sichtbar. Und es fällt mir noch immer schwer, mich so ins Rampenlicht rücken zu lassen. Ich mag es nicht … und gleichzeitig liebe ich doch, was es in mir auslöst. Ich bin nur eben lieber das Schmuckstück an seiner Seite als das einsame Juwel im Schaukasten.
Zum Glück ist es nicht meine Entscheidung. Das gibt mir die Kraft, hoch erhobenen Hauptes weiterzugehen. Es wäre fatal, wenn mir auf diesen Schuhen die Knie weich werden würden. Auch wenn ich befürchten muss, dass es irgendwann geschehen wird.

Tock. Tock. Tock.
Ich schreite langsam und betont. Und schließlich kommt mir der erste Passant entgegen. Ein älterer Mann im Anzug mit einer Zeitung unter dem Arm. Sein Blick ist nach unten gerichtet, bis er meine Schritte hört. Dann sieht er auf, blinzelt und hebt ruckartig den Kopf. Ihm ist anzusehen, dass er sich die Augen reiben möchte, die mit jedem Herzschlag größer werden. Sein Mund klappt auf und er bleibt stehen, während er mich anstiert.
Ich ermahne mich, ruhig zu bleiben. Auch wenn dieser Blick mir Unbehagen bereitet. Starkes Unbehagen sogar. Verdammt, es ist so unangenehm, dass sich meine Nippel nun vollends aufrichten. Dank der Piercings sind sie ohnehin nie weit davon entfernt, aber nun schwellen sie schließlich an und ich kann nichts dagegen tun. Rot wie ich bin ist nun wohl unverkennbar, wie ich mich fühle.

Tock. Tock.
Ich bleibe stehen, denn ich habe Anweisungen, nach denen ich mich richte. Nichts könnte mich davon abhalten. Sicher kostet es mich Überwindung, zu lächeln und mit einer sanften Berührung unter dem Kinn des völlig erstarrten Mannes seinen Mund zu schließen. Es ist eine selbstbewusste Geste, die nicht meinem Gemütszustand entspricht.
Er stutzt, errötet und zuckt zusammen, um sich dann rasch wieder in Bewegung zu setzen. Es ist ihm peinlich, wie er mich angestarrt hat. Peinlicher als mir. Ein wohliger Schauer läuft mir den Rücken hinab, denn ich sehe aus dem Augenwinkel, wie er sich in den Schritt griff und richtet, was ich in Aufruhr versetzt habe.

Tock. Tock. Tock.
Ich gehe weiter und richte den Blick auf die nächsten Entgegenkommer. Zwei junge Frauen, die mich schon aus der Ferne mit großen Augen fassungslos mustern. Die eine neigt den Kopf zur anderen und wispert ihr etwas zu. Sie können es offenbar kaum glauben. Und ich kann kaum glauben, dass auch ihre Blicke nicht frei von Begierde sind. Besser versteckt und wesentlich weniger aufdringlich, aber trotzdem …
Noch weniger kann ich allerdings fassen, dass eine ihr Smartphone zückt und es in Position bringt. Schluckend stoppe ich und stemme eine Hand in meine Hüfte, die ich etwas zur Seite herausschiebe. Die mir aufgetragene Fotopose einzunehmen fällt weniger schwer, als ich erwartet hätte. Nur mein Lächeln ist wohl etwas angespannt. Wer weiß den schon, wo dieses Foto von mir überall kursieren wird …

Tock. Tock. Tock.
Ich setze meinen Weg fort, denn auch die beiden Frauen stoppen nicht. Sie starren mir nach, aber sie tun nichts weiter, worauf zu reagieren mir aufgetragen worden wäre. Also tue ich auch nichts. Stattdessen fange ich an, den Kontrast zwischen meiner innerlichen Wärme und dem Streicheln des leicht kühlen Winds auf meiner Haut zu genießen.
Nicht unbedingt überrascht stelle ich fest, dass mir langsam ein Hochgefühl zu Kopf steigt. Ich hätte damit rechnen sollen. Ich hätte nicht zweifeln sollen, dass ich mit oder gegen meinen Willen genießen würde, was er mir zu tun aufträgt. Wann werde ich das endlich lernen?
Oh, aber wenn ich es lerne, würde ich diesen aufregenden Zwiespalt nicht mehr so intensiv erleben, nicht wahr? Also ist es vielleicht einfach alles gut so, wie es ist …

Tock. Tock. Tock.
Eine Gruppe junger Männer kommt mir als Nächstes entgegen. Und sie feixen schon vom ersten Moment an, als sie mich sehen. Es sind Jungs. Kaum der Pubertät entwachsen. Ich richte mich auf zotige Sprüche ein und ich werde nicht enttäuscht.
„Hey Schnecke!“, sagt einer. „Geile … Schuhe“, meint ein anderer. „Geile Titten meinst du wohl“, stichelt ein dritter.
Meine Wangen glühen. Ich vergehe fast vor Scham, weil ich mich dem aussetzen muss, ohne reagieren zu dürfen. Aber auch mein Innerstes fängt an zu kochen. Alt oder jung spielt keine große Rolle, wenn es um die Bewertung meiner Brüste geht. Gefallen oder Nichtgefallen ist alles, was dabei zählt. Und diesen Jungs gefallen sie ganz offensichtlich. Zum Glück bringen sie nicht den Mut für mehr als Worte auf. Oder ist das ein ‚leider‘?

Tock. Tock. Tock.
Bei den beiden Männern, die mir dann entgegenkommen, mag das anders sein. Der eine stößt den anderen an und macht ihn auf mich aufmerksam. Dann starren sie beide, während sie stehen bleiben und mich näher kommen lassen.
Sie sind alles andere als meine Kragenweite. Mittelalte, bierbäuchige, ungepflegte Typen, die völlig ungeniert gaffen. Nun endlich wird mir in vollem Umfang bewusst, was es bedeutet, nackt bis auf meine hohen Schuhe und mein Samthalsband durch den Park zu spazieren. Nun endlich werde ich von Augen betatscht.
Moment … Wieso endlich? Wieso … werde ich nun langsam feucht im Schritt? Doch nicht bei dieser Sorte Typen, bitte. Das ist ja … entsetzlich!

„Hey Puppe, wie viel?“, schleudert mir einer entgegen.
Er hält mich für eine Hure. Oder beschließt einfach, mich so zu behandeln. Weil ich … nackt durch den Park stolziere. Gott, er hat recht!
‚Weit mehr als du dir jemals leisten könntest‘, will ich fauchen. Aber stattdessen sage ich nur: „Danke, Sir.“ Ganz so, wie es mir aufgetragen wurde. Und da sie eindeutig den Kontakt zu mir suchen, bleibe ich auch gezwungenermaßen stehen.
„Oder machst du es umsonst?“, erkundigt sich der andere Mann. „Wie wärs? Ich hätte Zeit …“
„Danke, Sir“, sage ich erneut und sehe ihn dabei an.

Dazu, wie ich so jemanden ansehen darf, hat er mir keine Instruktionen gegeben. Also lasse ich den Mann meine Verachtung spüren, indem ich ihn abfällig mustere. ‚Nein‘, sagt mein Blick in aller Deutlichkeit. ‚Du bist nicht Manns genug für mich.‘
Wie von der Tarantel gestochen macht er einen Schritt rückwärts. Wow, ich wusste gar nicht, dass so etwas in mir steckt. Nur mit einem vernichtenden Blick schlage ich gleich beide in die Flucht. Fast ein wenig schade, wie ich mir eingestehen muss. Immerhin waren sie wenigstens mutig genug, mich anzusprechen.

Tock. Tock. Tock.
Kling. Kling.
Ich setze meinen Weg fort und merke, wie mein Gang sich verändert. Ein wenig beschwingter schreite ich nun den Pfad entlang und lasse die Glöckchen an meinen geschwollenen Brustwarzen erklingen. Gelegentlich glaube ich sogar, das leise Klingeln in meinem Unterleib zu hören, wo das dritte Glöckchen sich nun stärker bewegt und die Schwingungen der spezialangefertigten Liebeskugeln die Hitze in meinem Körper nur noch weiter steigern.
Die Scham lässt nach, die Hitze in meinem Gesicht nimmt jedoch zu. Die Feuchtigkeit in meinem Schoss breitet sich auf meine Schenkel aus und ich kann es nicht verbergen. Aber das will ich ja in Wahrheit auch gar nicht. In Wahrheit genieße ich ja trotz meiner Vorbehalte sehr, so exponiert zu werden. Ich würde es nicht aus eigenem Antrieb wagen, aber … glücklicherweise hat er mich nicht nach meiner Meinung dazu gefragt. Er kennt meine geheimsten Wünsche und Fantasien ganz genau.
Männer und Frauen kommen mir entgegen und starren mich an. Manche entrüstet, viele begehrlich. Selbst die Entrüsteten regen sich zum Teil wohl nur auf, um sich ihren Frauen gegenüber keine Blöße zu geben. Und ich bebe unter ihren Blicken, die meine Haut fast so deutlich liebkosen wie der Wind. Ich zittere unter den Beinahe-Berührungen all meiner erogenen Zonen. Meine Erregung nimmt mit jedem Schritt zu.

Tock. Tock. Tock.
Ich begegne einem Pärchen und mein Anblick lässt ihn erstarren, während seine Freundin oder Frau mich nur mustert und zunächst weitergeht. Auch sein Mund klappt auf und seine Augen liebkosen meine nackte Haut, auf der sich langsam ein Schweißfilm bildet. Nicht wegen der Sonne, natürlich. Ich bin spitz. Bis in die Haarspitzen erregt davon, von Fremden angestarrt und begehrt zu werden.
„Torben?“, murmelt die Frau und zieht eine Augenbraue hoch. „Geht’s noch?“
Wie mir aufgetragen wurde, schließe ich seinen Mund mit sanfter Hand und ernte dafür einen mehr als feindseligen Blick von ihr. Nur auf ihren Partner mag sie noch wütender sein, denn der starrt mich weiterhin wie hypnotisiert an.

Mein Kopf wird leichter und das Schmunzeln auf meinen Lippen ist echt, als ich mich ihr zuwende. Sie sieht wirklich gut aus. Blond, schlank, elegant - eine Schönheit. Mein Vorteil ihr gegenüber ist meine Nacktheit. Und mit der verursache ich gerade eine Krise in der Beziehung der beiden, wenn er nicht bald aufhört, mich anzustarren.
Allerdings kann ich mir das nicht wünschen, denn seine Blicke sind intensiv genug, dass mir noch heißer wird. Er ist auf eine noch recht jugendliche Weise süß und hat sich einfach nicht im Griff. Nicht ein Mal hat er mir ins Gesicht gesehen. Es ist mein Körper, der ihn in Bann schlägt. Einen Bann, der ihn die Freundin kosten könnte. „Torben!“, faucht sie nämlich und wird langsam richtig sauer.
Natürlich ist es sein Problem, wenn er sich nicht zusammenreißen kann. Und eigentlich ist er mir egal. Aber sie tut mir nun leid. Wie sie kurz zu mir sieht und Unsicherheit durch ihren Blick huscht … Sie zweifelt an ihrer eigenen Attraktivität. Grundlos. Also treffe ich eine Entscheidung, die nirgendwo in meinen Anweisungen Rückhalt findet.

Tock.
Klingeling.
Mit einem Schritt bin ich bei ihr. Auf meinen unglaublich hohen Absätzen überrage ich sie deutlich, sodass sie mir eher auf die Brust als ins Gesicht sieht, als sie sich mir zuwendet. Feindseligkeit und eine seltsame Form von Neid ringen in ihrem Blick, als sie mich anfunkelt. Ich lächele und hebe die Hand.
Sie zuckt zusammen, als ich sie berühre. Nun weiten sich ihre Augen auch, während meine Finger ihren nackten Arm bis zum Träger ihres Tops hinaufgleiten. Wie ein in die Ecke getriebenes Häschen starrt sie mich an, als ich ihren Hals hinauf fahre und die Hand in ihren Nacken führe. Hilflos. Wie Beute. So wie ich ihn immer ansehe.

Eine fremde Macht ergreift Besitz von mir, als ich mich zu ihr neige. Diese Art von Selbstbewusstsein besitze ich nicht, aber trotzdem bin ich es, die eine andere Frau mit ihrem Blick einfängt und sich zu einem Kuss hinunter beugt. Und ich bin es auch, die zärtlich die bebenden Lippen streift und ihren Atem darauf haucht.
„Vergiss mich nicht“, hauche ich ganz leise. „Denk an mich, wenn du ihn dich hinter dem nächsten Busch ficken lässt, ja?“
Und dann küsse ich sie wirklich. Fordernd presse ich meine Lippen auf ihre und sie öffnet sich einem kurzen, leidenschaftlichen Vorstoß meiner Zunge, während sie leise stöhnt. Sie schmeckt nach Erdbeereis und ich muss mich beherrschen, dem nicht nachzugehen und mich darin zu verlieren.

Tock. Tock. Tock.
Als ich weitergehe, sieht sie mir so fassungslos und begierig nach, wie zuvor ihr Freund mich anstarrte. Der ist allerdings nun mit all seiner Aufmerksamkeit bei ihr. So kennt er seine Süße offenbar nicht. Und wie es aussieht, kennt sie sich so auch selbst nicht.
Ich beiße mir auf die Lippe vor Vergnügen, während ich über die Schulter noch einmal zu ihnen zurückschaue. Grinsend sehe ich, wie sie ihn am Kragen packt und ihren Hunger nach einem längeren, wilderen Kuss an ihm stillt. Ihr zuzusehen, wie sie sich heftig an ihn drängt, weil sie erregt ist, geht mir durch und durch. Fast bin ich neidisch …

Tock. Tock.
Ein lauter Pfiff stoppt mich, als ich mich gerade wieder umdrehe. Es ist ein Pfiff, mit dem man ein Hündchen herbeizitiert, aber ich erkenne trotzdem gleich, von wem es kommt. Sofort macht mein Herz einen Satz und springt mir in die Kehle. Keine hundert Meter weiter steht er mitten auf dem Weg und sieht mich an.
Ich sehe die selbstsichere Haltung und die locker in der Hand gehaltene Leine, mit der ich vielleicht noch weiter durch den Park geführt werden mag. Ich sehe sogar den ernsten, fast strafenden Gesichtsausdruck. Eine Frau zu küssen ist mir erlaubt, aber es war nicht Teil meiner Anweisungen für heute.

Tock-Tock. Tock-Tock.
Klingeling. Klingeling.
Ich eile vorwärts, denn er hat mich zu sich beordert. Ist es erniedrigend, wie ein Hund gerufen zu werden? Sicherlich. Und das macht es auch so erregend. Ich bin eher ein Kätzchen als ein Hündchen, aber ich höre aufs Wort, wenn er mich ruft. Allein ihm zu gehorchen und auf jeden Wink von ihm zu reagieren, macht mich einfach unendlich glücklich.
Ich eile so gut ich eben kann, ohne dabei zu rennen. Das wäre auch gar nicht möglich mit diesen Schuhen. Aber rasch zu gehen ist umsetzbar. Auch wenn es meine nackten Brüste stark erzittern lässt. Was wiederum das Klingeln der Piercings verstärkt und mir noch mehr Aufmerksamkeit einbringt. Ganz zu schweigen von dem, was dadurch unsichtbar für andere von den Kugeln in meinem Inneren ausgelöst wird. Holla die Waldfee, das halte ich nicht lange aus!

Es sind Schwingungen, die Stromstöße verursachen. Seitdem ich mich ihm ganz und gar ausgeliefert habe, bin ich eine viel sinnlichere Person geworden. Ich lerne noch, das nach außen auch wirklich zu zeigen. Er führt mich auf diesem Weg und ich folge ihm überglücklich. Aber innerlich … In mir drin bin ich zu einer Nymphe geworden. Ich hungere nach Sex und all den erotischen Reizen, denen er mich aussetzt.
Deswegen muss ich auch nicht mehr in Stimmung kommen, sondern bin es zu jeder Zeit. Vom Aufwachen an seiner Seite bis zum Einschlafen unter oder auf seinem Körper. Ja, sogar in meinen Träumen bin ich … dauergeil. Befriedigung ist immer so nahe, wie sein Körper mir gerade ist. Und liegt in seiner Hand, auch wenn ich meine Lust niemals unterdrücken darf. Auch wenn es mir verboten ist, mich der Erregung zu erwehren, selbst wenn sie mich zu einem Höhepunkt führt.
Aber ohne ihn ist das beinahe ein hohles Vergnügen. Nur unter seinen Blicken, Berührungen oder am liebsten gleich Stößen in meinen immer aufnahmebereiten Körper ist es die Offenbarung für mich. Das ist mein Geschenk an ihn und er könnte es nicht ablehnen, selbst wenn er das wollte. Was dankenswerterweise nicht der Fall ist.

Tock-Tock. Tock-Tock.
Klingeling. Klingeling.
Ich eile und werde erwartet. Ganz gelassen steht er da und lässt mich mit gesenktem Kopf meine Schritte verlangsamen und an ihn herantreten. So als wäre nichts Ungewöhnliches daran, wenn eine nackte Frau mit glühenden Wangen, gerötetem Brustansatz und feuchten Schenkeln auf unglaublich hohen Absätzen zu einem Mann im Park tritt. Bedächtig greift er mir in den Nacken und hakt die Leine in die Öse des Lederhalsbandes, das unter dem Samtband versteckt für diesen Zweck meinen Hals umschließt. Ich erzittere dabei und genieße die beiläufigen Berührungen, die das mit sich bringt. Ebenso, wie ich genieße, dass er zu den Wenigen gehört, die mich trotz meiner Größe und selbst mit diesen Absätzen noch überragen.
Aber am allermeisten genieße ich, wie seine Fingerspitzen danach von meinem Nacken aus unter meinem Ohr entlang und über meine Wange gleiten. Allein diese kleine, zärtliche Geste der Zuneigung veranlasst alle meine Muskeln dazu sich anzuspannen und raubt mir den Atem. Unwillkürlich beiße ich mir auf die Unterlippe und ringe um Beherrschung, denn der elektrisierende Schauer geht mir durch und durch.

Ich weiß, dass auf der Parkbank gleich neben uns zwei ältere Herren mit ihren Hunden sitzen und uns verblüfft anstarren. Sie machen vermutlich ein Päuschen und was sie nun zu sehen bekommen, dürfte selbst nach all ihren Lebensjahren noch eine Premiere darstellen. Aber wenn überhaupt, dann sonne ich mich in den spürbar begehrlichen Blicken auf meinem Körper ebenso, wie in dem Neid, den sie ihm gegenüber verspüren.
Als die Finger den Weg unter mein Kinn finden und mich veranlassen, den Kopf zu heben und seinem Blick zu begegnen, verblasst allerdings die Umgebung und versinkt in völliger Bedeutungslosigkeit. Nur die beiden Sterne, um die sich mein Universum eigentlich dreht, sind noch wichtig. Die Runde aus grau, blau, grün und vereinzelten braunen Einsprengseln, die das Schwarz im Zentrum umrahmen, sind meine ganze Welt. Kein Mensch irgendwo hat Augen wie er. Und keiner kann so tief in meine Seele sehen.

„Du beherrschst dich schon wieder“, stellt er fest.
„Ja, mein Herz“, wispere ich. Zu leugnen käme mir nicht einmal in den Sinn, wenn ich hoffen könnte, damit durchzukommen.
„Ich werde dich dafür bestrafen müssen“, sagt er mit einem leicht traurigen Unterton. Und es zerreißt mich fast, ihn wieder einmal enttäuscht zu haben. „Muss ich dich auch für das strafen, was ich gerade mit angesehen habe?“
„Ja, mein Herz“, erwidere ich und kämpfe mit den Tränen.
„Ganz sicher?“, fragt er sanft. „Hast du es nicht etwa getan, um zu bereinigen, was dein Anblick beinahe angerichtet hätte?“
Oh, wie gut er mich kennt! Nichts anderes als absolute und vollkommene Offenheit kommt als Antwort darauf infrage. „Nicht nur“, gebe ich kleinlaut zu. „Ich wollte es auch.“
„Dann gehen wir also den längsten Weg durch den Park zurück zum Auto?“, will er wissen.
„J-ja, mein Herz“, erwidere ich stockend, denn das scheint als Strafe durchaus angemessen.
Es wird mich nämlich vermutlich tausend Tode sterben lassen, wenn ich so lange warten muss, bevor er sich meiner Begierde wirklich annimmt. Ganz besonders, weil ich an seiner Seite alle Blicke auf meinem Körper umso mehr genießen werde, wenn sie mit dem Neid auf ihn einhergehen.

Er nickt zufrieden, wodurch sich meine Niedergeschlagenheit ein wenig erhellt. Ich habe ihn enttäuscht, aber ich mache es wieder gut, indem ich stolz und ohne Scham genießen werde, mich von ihm durch den Park führen zu lassen.
„Leg den Kopf in den Nacken und schließ die Augen“, weist er mich dann an.
Ich folge, ohne auch nur einen Sekundenbruchteil darüber nachzudenken. Und ich stöhne, weil ich weiß, dass er keine Zurückhaltung von mir wünscht, als er seinen Arm um meine Taille legt und mich zu sich zieht. Oh, ich weiß, was nun passieren wird und das Blut beginnt, in meinen Ohren zu rauschen.

„Kätzchen“, sagt er erklärend und leicht entschuldigend. Aber er sagt es nicht zu mir. „Seien sie froh, dass sie Hunde haben. Die sind wesentlich leichter zu erziehen.“
„Ahh!“, stöhne ich laut, als seine Hand zwischen meine Schenkel findet, während er spricht. Nur einen Fingerbreit dringen die Kuppen in mich ein, aber was mir die Luft raubt, sind ohnehin mehr die Berührungen auf der Außenseite. Nicht einmal nach all den Selbstversuchen, die ich unter seiner Anleitung hinter mir habe, kann ich mich selbst so perfekt berühren, wie er es ganz beiläufig zu tun vermag.
Meine hochsensible Perle liegt wie immer genau zwischen zwei Fingern und ein weiterer drückt von vorne dagegen. Mit meinem empfindlichsten Lustzentrum von allen Seiten umfangen und von ihm gehalten, gäbe es selbst dann keine Chance für mich, es zu verhindern, wenn ich es versuchen würde.
Tief stöhnend hebe ich ab und lerne wieder einmal zu fliegen. Jeder Höhepunkt von seiner Hand ist so. Sie durchdringen mich völlig, rauben mir fast das Bewusstsein und ketten mich noch fester an den Mann, der ganz und gar mein Leben ist. Nur wenn ich ihm ebenfalls Lust bereite, bin ich ihm noch näher …

„Bei einem Kätzchen muss man die Lektionen einfach immer wieder durchgehen“, erklärt er beiläufig weiter, während er mich mit einer einzigen Handbewegung in den Himmel katapultiert. „Und trotzdem kann man nicht anders, als sie zu lieben.“
Und dann küsst er meinen Hals und … ich komme gleich noch einmal. Mitten in den ersten Orgasmus hinein. Wie sollte ich auch nicht? Ich bin schließlich sein.
Ganz und gar.

Für immer.

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Freitag, 4. April 2014

Kitty - Teil 01 - Kling Glöckchen

Kitty - Kling Glöckchen
Ein glockenhell klingelndes Erlebnis

© 02/2014 Coyote/Kojote/Mike Stone

Die Idee für diese Geschichte basiert auf einem Bild von Nippelklemmen mit Glöckchen daran und einer Diskussion in einer wirklich tollen Gruppe zu diesem Thema.
Der Dank gebührt daher: La Kajira für das Bild. LeNe für das Geklingel. Darkenius und Leonard für die kritischen Anmerkungen, Dani für eine wichtige Anregung und allen anderen Beteiligten dafür, dass sie die Unterhaltung in Gang gehalten und in die richtige Richtung gelenkt haben.

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Teil 01
Teil 02

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Kling. Kling. Kling.

Als ich das Kaufhaus betrete, ist es nicht mehr zu verleugnen. Draußen war es kaum wahrzunehmen, aber hier drin kommt es mir ohrenbetäubend laut vor.
Naja… Vielleicht nicht ohrenbetäubend, aber auch nicht zu überhören.

Kling. Kling. Kling.

Ein älterer Herr, der mir entgegenkommt, runzelt die Stirn und sieht sich kurz um, bevor er mich fixiert.
Ich werde ein wenig rot. Offensichtlich ist es nicht so schwierig, das Geräusch zu mir zurückzuverfolgen, wie ich gehofft hatte. Oder befürchtet…?
Glücklicherweise sind wir schnell aneinander vorbei, sodass er keine Zeit hat, mich genauer zu mustern.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Die relative Stille schärft wohl meine Sinne. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich nun auch das andere Glöckchen höre.
Wie kann das hörbar sein? Der Ton müsste doch gedämpft werden, wenn ich bedenke, wo es sich befindet?
Oder bilde ich mir nur ein, es zu hören?

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Irgendetwas hören jedenfalls die Leute, an denen ich vorbeigehe. Einige heben kurz den Kopf und sehen irritiert aus. Andere blicken mich direkt an und in ihren Gesichtern steht die Frage, wo ich die Glöckchen verstecke, während sie mich mustern.
Noch mehr Blut schießt mir ins Gesicht. Und gleichzeitig fühle ich, wie meine Nippel anschwellen.
Die verfluchten Mistdinger! Sie stehen doch sowieso schon. Müssen sie jetzt auch noch anschwellen?

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Ich beiße mir auf die Unterlippe. Ich weiß schon, dass ich einen ziemlich auffälligen Anblick biete. Und jetzt fangen todsicher auch noch meine Augen an zu glänzen.
Die Leute, die ich passiere, mustern mich immer aufmerksamer. Glaube ich jedenfalls. Ich blicke stur geradeaus und halte den Kopf hoch erhoben, wie es von mir erwartet wird. Als ginge mich all die Neugier nichts an.
Aber ich fühle trotzdem die Blicke, die mich abtasten. Die nach der Quelle der Geräusche suchen.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Ein junger Mann, der mir entgegenkommt, stockt und bleibt stehen. Auch er scannt mich. Sieht meine Bluse, die unter der Brust verknotet ist, damit sie wenigstens ein klein wenig Falten wirft und mein Geheimnis kaschiert. Sieht meinen kurzen Rock, der so eng anliegt, dass man nur wenig darunter verstecken könnte. Sieht meine Heels, die praktisch nur aus Riemchen bestehen.
Ich kann ihm ansehen, dass er nach der Quelle des Klingelns sucht. Aber ich trage keine auffälligen Ohrringe und auch sonst keinen Schmuck außer meinem Samthalsband und meinen Piercings. Und nichts davon sieht nach Glöckchen aus.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Ich gehe an ihm vorbei. Ignoriere ihn, wie es mir aufgetragen wurde. Und ich flehe stumm zu allen guten Geistern, dass er mich nicht anspricht.
Obwohl die Tortur damit dann auch vorbei wäre. Wenn er mir die richtigen Fragen stellt, kann ich wieder gehen und habe meine Aufgabe vollbracht.
Also… Warum bete ich dann, dass er mich nicht anspricht?

Kling. Kling.
Klingeling.

Ich erreiche den Aufzug und bleibe stehen. Für einen kurzen Moment wird es still, aber das weckt die Aufmerksamkeit der drei anderen Personen, die mit mir warten, natürlich erst recht.
Vor allem einer der beiden Männer starrt mich an. Seine Blicke sind intensiv, bohrend. Nicht sehr höflich, wie er glotzt, aber…
Gott, es geht mir durch und durch!

Ich spüre, dass er meine Brüste ins Visier nimmt. Und dass er lauert. Wie auch immer er auf die Idee kommt, er ist auf der richtigen Fährte.
Vielleicht… vielleicht weiß er es. Vielleicht kennt er mein Geheimnis. Er sieht nicht aus, als würde er sich mit so etwas auskennen, aber was heißt das schon?

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Der Aufzug kommt und ich trete ein. Die anderen Leute folgen mir und alle drehen sich zur Tür.
Der Kerl, der mich eben schon ungeniert gemustert hat, fährt damit fort. Er benutzt die verspiegelte Seitenfläche der Aufzugskabine, um mir direkt dahin zu sehen, wo die Geräusche ihren Ursprung haben.

Normalerweise würde es mich stören. Er ist nicht sonderlich sympathisch und sehr unhöflich. Und ich muss damit rechnen, dass er mich anspricht.
Ich mag das nicht. Ich bin kein Freiwild, nur weil ich mich sexy kleide. Oder ein Halsband trage. Und ich will nicht jedem Idioten den Unterschied zwischen dezenten Blicken - die ich durchaus schmeichelhaft finde - und aufdringlichem Glotzen erklären müssen.

Aber heute…
Heute bin ich hier und werde den richtigen Fragen eine Antwort geben, die ich mir niemals selbst ausgedacht hätte. Und dann… dann…
Gott, ich bekomme weiche Knie, wenn ich auch nur daran denke, was dann passieren wird! Ich werde schon allein beim Gedanken daran feucht. Oder eher schon nass, denn feucht bin ich bereits die ganze Zeit.

Er hat das geplant. Das ist keine plötzliche Erkenntnis, weil ich es ja längst weiß. Aber wieder einmal wird mir bewusst, wie genau er mich kennt. Besser als ich mich selbst.
Ich wäre nämlich von selbst nie auf die Idee gekommen, dass mich diese Situation so völlig aus der Fassung bringen würde. Und trotzdem stehe ich nun hier im Aufzug, fühle, wie meine Nippel sich an meiner Bluse reiben, weil ich einfach nicht stillstehen kann und spüre, wie ein Tropfen Feuchtigkeit sich ganz langsam auf den Weg meinen Oberschenkel hinunter macht.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Als der Aufzug ankommt, mache ich mich wieder auf den Weg. Den Gaffer lasse ich hinter mir zurück. Er bringt den Mut nicht auf, mich anzusprechen. Und es ist nicht an mir zu entscheiden, wann das Spiel endet.
Mit jedem Schritt, den ich tue, steigt meine Aufregung. Ich fühle das Klingeln längst körperlich. Meine Nippel sind so überempfindlich, dass ich mir bei jeder winzigen Regung verkneifen muss nach Luft zu ringen. Und das andere Glöckchen - das in mir drin - bringt mich längst mit jedem Schritt dem Wahnsinn ein Stück näher.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Ich erreiche die Abteilung für Herrenkleidung und passiere einen Ankleidespiegel. Nur kurz wage ich einen Blick im Vorbeilaufen und sehe mich selbst.
Längst ziehe ich den Kopf nicht mehr ein, obwohl ich das zeitlebens getan habe. Ich habe gelernt, dass ich auf meine Größe stolz sein darf. Stolz sein muss!
Aber heute ist es mehr als das. Heute sehe ich mir meine Erregung so deutlich an, wie nie zuvor außerhalb meiner sicheren vier Wände. Und auch das… macht mich stolz.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Irgendwo zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock wurde meine Verlegenheit aufgehalten und ist hinter mir zurückgefallen.
Mein Gesicht ist weiterhin gerötet, aber das ist keine Scham. Die Leute, an denen ich vorbeigehe und die mich fragend mustern, wissen nicht, dass ich Glöckchen an den Nippeln trage, die von festen Klemmen gehalten werden.
Aber wer genauer hinsieht, kann vielleicht wahrnehmen, dass es unter der Bluse dunkel schimmert. Schließlich ist sie nicht ohne Grund dünn und weiß.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Ich fange an, bewusster zu lächeln. Aber ich muss mir weiterhin auf die Lippe beißen, um nicht meine Lust mit jedem Atemzug hinauszuseufzen.
Ohne meine Haltung aufzugeben, mustere ich die Männer genauer, die kamen, um Hosen oder Hemden zu kaufen und sich nun an meinem Anblick weiden.

Sie dürfen mich ansehen. Ich will, dass sie mich ansehen. Ich glaube, ich will sogar, dass sie verstehen, was da klingelt. Aber gleichzeitig will ich nicht, dass es schon endet.
Mir gefällt der Gedanke, dass der beiläufige Griff in den Schritt - halb verdeckt von einem Kleiderständer - eine Reaktion auf meinen Anblick ist.
Sehe ich so sehr nach Sex aus, dass dieser rundliche Kerl mit dem freundlichen Gesicht in Bedrängnis gerät? Ich hoffe doch!

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Keiner der Männer, die sich hier aufhalten, ist Manns genug, die Frage zu stellen, die ihnen durch den Kopf geht. Oder irgendeine andere Frage.
Sie alle starren mich an und genießen meinen Anblick. Und ich genieße ihre Blicke und bemitleide sie.
Hier werde ich nicht fündig. Also steuere ich auf die Rolltreppe zu.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Als ich die Hände ausstrecke, um sie auf die Handläufe zu legen, bemerke ich, wie sehr ich zittere. Und ich kann nicht anders, als mich darüber zu freuen.
Langsam aber sicher verliere ich die Bodenhaftung.

„Entschuldigen Sie…“, sagt ein Mann in meinem Rücken.
Da er nicht direkt vorfährt, drehe ich mich um.

Er steht drei Stufen unter mir und seine Augen huschen über meinen Körper, bevor er mir ins Gesicht sieht. Und stutzt…
Er sieht nett aus. Und er verhält sich auch so. Ein höflicher, junger Mann, der sich redlich bemüht, nicht so offensichtlich auf die unübersehbaren Zeichen der Geilheit zu reagieren, die mir ins Gesicht geschrieben stehen.

„Sie haben da was am Bein“, sagt er sichtlich verlegen.
Ich muss nicht an mir hinuntersehen, um zu verstehen. Ich fühle das kleine Rinnsal seit Minuten auf mein Knie zu kriechen. Und wir beide wissen, worum es sich handelt.

Ich könnte nicken und mich wieder umdrehen. Er hat mir keine Frage gestellt, also muss ich nicht mit ihm sprechen. Aber… ich will.
„Lust“, bestätige ich mit einem kleinen Nicken und bin erstaunt, wie belegt meine Stimme klingt.
Und wie… sinnlich!

Ich sehe ihn schlucken und sich die Lippen befeuchten. Und ich sehe, wie seine Augen wieder kurz meinen Oberkörper streifen.
Aber ich sehe auch, dass er zu höflich ist, um mir zu nahe zu treten.
„Willst du sonst noch etwas wissen?“, hauche ich ermunternd.

Er zuckt zusammen wie das leibhaftige schlechte Gewissen. Und mir geht auf, welche Lektion ich heute lernen soll. Das bringt mich zum Lächeln und stimmt mich noch milder, als ich sowieso schon gestimmt bin.
„Es ist okay“, sage ich sanft. „Frag ruhig.“

Kling. Kling.
Klingeling.

Ich komme eine Stufe weit auf ihn zu. Nicht, damit ich nicht mehr so sehr von oben herab auf ihn blicke, sondern um ihm etwas zu geben, wonach er mich fragen kann.
Wieder stutzt er und runzelt die Stirn. Und ich fühle mich so unwahrscheinlich überlegen, dass ich nur noch darauf warte, vom Boden abzuheben.

„W-was klingelt da?“, krächzt er.
Ganz spontan. Eigentlich wollte er zweifelsfrei eher wissen, warum mir die Lust am Bein hinab läuft.
„Glöckchen, die an meinen Nippeln klemmen“, gebe ich ganz unbefangen zurück.

Auf dem Weg hierher habe ich vielleicht hundert Mal voller Panik daran gedacht, wie ich diesen Satz herausbekommen soll, ohne vor Scham im Boden zu versinken. Und jetzt geht er mir von der Zunge, als würde ich ihm erzählen, was ich gestern zum Mittagessen hatte.
Und außerdem genieße ich, wie er schluckt und sich unwillkürlich an den Hals greift. Auch wenn er nur ein Shirt trägt und da nichts ist, was er lockern könnte.

„Zwei Stück“, füge ich hinzu und beobachte ihn genau.
Wieder runzelt er die Stirn, auf der sich kleine Schweißperlen bilden. Obwohl er wahrscheinlich ein paar Jahre älter ist als ich, kommt er mir gerade sehr jungenhaft vor. Ich bedauere ihn ein wenig, denn er ist nicht… er. Und wird es vermutlich auch niemals für jemanden sein.

„Hast du es öfter klingeln gehört?“, locke ich ihn.
Er nickt, bevor er überhaupt darüber nachdenken kann. Und ich staune ein klein wenig, denn irgendwie verstehe ich noch immer nicht, wie das andere Klingeln so deutlich hörbar sein kann.
„Und willst du wissen, woher es stammt?“

Er blickt auf und sucht in meinen Augen nach dem Grund für meine Auskunftsbereitschaft. Misstrauen und Nervosität kann ich in ihm ansehen. Und noch mehr…
Aber er nickt dennoch. Seine Neugier ist zu groß.

„Das andere Glöckchen ist da, wo auch die Lust herkommt“, erkläre ich. „Ganz tief in mir drin, wo es mich in den Wahnsinn treibt.“
Es ist nicht der Wortlaut, der mir aufgetragen wurde. Und ich werde das offen zugeben und sowohl die Strafe dafür als auch den Stolz, der in seinen Augen aufblitzen wird, genießen.
Es ist mehr als zu sagen: ‚Ein Glöckchen in meinem Schoß.‘

Kling. Kling.
Klingeling.

Bevor der Mann etwas erwidern kann, erreichen wir das Ende der Rolltreppe. Und ich bemerke es gerade noch rechtzeitig, um sie zu verlassen.
Da ich nicht zurückweiche, steht er vor mir. Trotz seiner ansehnlichen Größe ein oder zwei Zentimeter kleiner als ich auf meinen Heels.

Ich beuge mich hinunter und hauche ihm einen Kuss auf die Wange.
„Danke.“
Es kommt von Herzen.
Dann drehe ich mich um und gehe. Ohne Eile, aber auch ohne Grund, noch länger zu bleiben.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.
Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Mein Rückweg führt mich über die Treppe hinunter. Hier begegne ich kaum jemanden, aber ich darf nun diesen Weg nehmen. Es ist die Belohnung dafür, dass ich nicht den Mut verloren habe.
Und es ist eine Belohnung, die mir den Atem raubt!
Wenn ich vorher in Flammen stand, brenne ich jetzt lichterloh.

Im Erdgeschoss bin ich bereit, jede Würde über Bord zu werfen und loszurennen.
Aber dann sehe ich ihn am Eingang stehen und alle Hast fällt von mir ab.

Kling. Kling. Kling.
Klingeling.

Betont langsam und aufreizend gehe ich auf ihn zu und genieße, wie sein Blick zufrieden auf mir ruht.
Obwohl mein Herz rast, schlägt es unter seinen Augen bei jedem Schritt noch schneller.

Ich brenne darauf, ihm zu sagen, dass ich die Lektion verstanden habe.
Indem ich meine Lust zulasse, erhebe ich mich über alle anderen und kann die Scham hinter mir lassen. Ich muss mich nicht schämen. Ich darf stolz auf alles sein, was mir zu tun aufgetragen wird. Egal, was andere darüber denken.
Als ich ihn erreiche und mit rasendem Herzen zu ihm aufschaue, stockt mir allerdings der Atem.

Mit diesem Blick hat er mein Herz erobert. Nicht als mein Herr, Meister und Besitzer, sondern als der eine, einzige Mensch, zu dem ich wieder Vertrauen gefasst habe.
Streng und mit harter Hand hat er mich über alle Grenzen hinweg geführt, die ich mir eingeredet hatte. Bis ich mich nicht mehr nach dem Tod gesehnt habe, sondern nach dem Leben. Dem Leben zu seinen Füßen.

Als er mich in den Arm nimmt, laufen Tränen meine Wangen hinunter.
„Happy Birthday“, raunte er mir ins Ohr und zieht mich fest an sich.

Der Schmerz in meinen Nippeln, als sie an seine Brust gedrückt werden, lässt mir fast schwarz vor Augen werden.
Ich kann nicht verhindern, dass ich wimmernd stöhne, als das heiße Gefühl von dort durch meinen ganzen Körper flutet und mich unter Strom setzt.
In meinem Inneren zucke ich so heftig, dass ich deutlich hören kann, wie ich zum Orgasmus komme.

Klingeling. Klingeling. Klingeling.

Aber das ist in Ordnung, denn ich liege in seinen Armen. Meine Lust gehört ihm und ihre Erfüllung liegt in seinen Händen.
Er wird mir heute ohne Zweifel noch unzählige Orgasmen schenken. Zum Geburtstag…
Und wenn ich falle, fängt er mich auf.

Immer.

*****

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Freitag, 24. Januar 2014

Open Shorts - Der Profi


Der Profi
Eine Art BDSM-Charakterstudie…
© 05/2013 Coyote/Kojote/Mike Stone

Open Shorts, dafuq?
Manche Leute sagen, dass einige Sachen, die ich so geschrieben habe, eigentlich schon als vollwertige Kurzgeschichten mit offenem Ende durchgehen, obwohl ich eher annahm, es wären Anfänge, die ich nicht weitergeschrieben habe.
Deswegen sind 'manche Leute' auch allein dafür verantwortlich, dass ich das jetzt als Open Shorts poste, die eventuell auch noch mal weitergeschrieben werden. Oder auch nicht...

*****

Weitere Erklärung, wo es mir angebracht scheint, am Ende.


Es war heiß und sie war nackt, aber das bot ihr nur wenig Kühlung. Ihr Körper glänzte leicht von einer dünnen Schweißschicht. Aber das war gut, denn Leon mochte das.
Die Hitze hatte mehr als einen Grund. Aber sie ins Schwitzen zu bringen war einer davon. Und sie genoss das Wissen, das es ihm einen leichten Kitzel in der Hose verschaffte.
Sie kniete an seiner Seite. Auf ihrem Platz, wo sie hingehörte. Ihre Arme lagen auf ihrem Rücken. Die Ellenbogen beinahe aneinander. Sie brauchte keine Ketten oder Seile mehr, um diese Position einzunehmen.

Es war Essenszeit, aber für ein ausgedehntes Mahl war es zu warm. Und mittlerweile hatte sie sich sehr gut daran gewöhnt, erst abends etwas mehr zu essen.
Zu Essen gab es Obst und zu trinken Saft und Wasser. Aber natürlich war es nicht an ihr, sich davon zu nehmen. Egal, wie viel Durst oder Hunger sie hatte.
Leon war derjenige, der ihr Stücke hinhielt, die sie dankbar annahm. Aber nicht in Gänze, sondern nur, indem sie davon abbiss. Sodass er das andere Stück essen und es so mit ihr teilen konnte. Wie eine Art symbolischer Kuss.

Sie waren nicht allein, aber das hielt Cassy nicht davon ab, das Gefühl des herabtropfenden Saftes auf ihrer nackten Haut zu genießen. Leon würde es diesmal nicht ablecken. Und sie war froh darüber, dieser Tortur zu entgehen. Und gleichzeitig bedauerte sie es zutiefst.
Sein Gast auf der anderen Seite des Tisches sah aus, als würde er gerne diese Aufgabe übernehmen. Aber sein Mund würde sie nicht berühren. Nicht, wenn Leon nicht seinen Tod wollte.
Stolz aufgerichtet und mit erhobenem Kopf sah sie dem Mann in die Augen und forderte ihn heraus, etwas zu sagen oder zu tun. Nicht, weil sie etwas gegen ihn hatte. Einfach, weil sie es konnte.

„Ihr Spielzeug wirkt auf mich nicht gerade unterwürfig“, meinte der Mann irgendwann.
Der geschäftliche Teil war besprochen und die Unterhaltung hatte sich leichteren Themen zugewandt. Scheinbar hielt der Kerl sie für eines davon.
„Sie tut, was ich ihr befehle“, erwiderte Leon leichthin.
„Und wenn nicht?“
„Dann bestrafe ich sie.“

Die Art, wie der Mann sie daraufhin anstarrte, ließ Cassandra erschauern. Sie mochte es nicht. Aber das trug natürlich eher noch zu ihrer langsam wachsenden Erregung bei, als sie abzumildern.
Seinem Gesicht konnte sie ansehen, dass er sich vorstellte, wie so eine Bestrafung aussah. Und für sich wusste sie, dass er der Wahrheit damit sehr nahe kam, auch wenn er es ohne Zweifel für wilde Fantasien seinerseits hielt und sich nur ein wenig aufgeilte.
„Ist sie denn oft… widerspenstig?“, fragte er schließlich.
„Immer, wenn sie sich nach einer Strafe sehnt“, antwortete Leon und hielt ihr ein Stück Orange hin.

Sie öffnete den Mund und saugte das tropfende Obst hinein. Zusammen mit seinem Finger, in den sie dann fest hineinbiss.
Überrascht zog Leon ihn zurück. Und offenbarte damit ihre Unartigkeit unwillkürlich. Aus halbgeschlossenen Augen sah Cassy derweil unverwandt provozierend den Besucher an, während sie schnell kaute und schluckte.
Der Mann lachte natürlich sofort ein wenig hämisch. Schließlich glaubte er, gerade einen klaren Fall von Aufmüpfigkeit gesehen zu haben. Er verstummte allerdings auch schnell wieder.

Leon griff in ihren Nacken und schob seinen Finger durch die Öse ihres Halsbandes. Dann drehte er die Hand etwas und sofort bekam sie keine Luft mehr. So wie es der Zweck dieser Vorrichtung war.
Sie japste ein paar Mal etwas hilflos, regte aber ansonsten keinen Muskel. Jedenfalls keinen Äußeren. In ihrem Inneren setzte schnell das aufgeregte Flattern ihres Körpers ein, der sich in Lebensgefahr wähnte.
Nur Kraft ihres Willens blieb sie bewegungslos und fühlte, wie sich ihr Blickfeld einengte, ihr Herz raste und ihre Muschi anfing, noch feuchter zu werden, als sie es ohnehin schon war.

„Eine interessante Strafmethode“, kommentierte der Besucher.
„Das ist keine Strafe“, erwiderte Leon ruhig und griff nach der bereitliegenden Gerte.
Cassy nahm es kaum noch wahr, konnte sich aber dennoch der Hoffnung nicht erwehren, er würde sie einsetzen. Auch wenn sie so eine Belohnung kaum verdient hatte, ohne wirklich etwas vollbracht zu haben.
„Was ist es dann?“, wollte der Mann ein wenig nervös wissen. Seine Stimme schien nun aus großer Ferne zu kommen. „Wenn sie die Kleine loswerden wollen, würde ich…“

Leon lachte zur Antwort und Cassy fing an, in den Tunnel der Dunkelheit zu tauchen, der in den Tod führte. Aber selbst durch den Nebel und allein mit der Todesangst fühlte sie die beiden scharfen Hiebe der Gerte auf ihrem Kitzler, die sie beinahe zum Höhepunkt brachten. Nur noch ein Schlag mehr und…
Anstelle eines tödlichen Orgasmus bekam sie allerdings nur wieder Atemluft. Ohne es verhindern zu können, kippte sie mit dem Oberkörper nach vorne und sank auf den Boden, als Leon sie nicht mehr an ihrem Hals aufrecht hielt.

„Es waren ja auch keine drei Schläge, sondern nur zwei“, hörte sie ihn erklären.
Offenbar hatte er dem Besucher vorgeführt, dass sie in diesem Zustand mit wenigen Schlägen in einen Orgasmus getrieben werden konnte. Scham und das Gefühl der Erniedrigung ließen sie erzittern und steigerten ihre Erregung weiter. Als hätte sie noch mehr gebraucht, um vor Lust zu beben.
„Das verstehe ich nicht ganz, fürchte ich“, murrte der Besucher derweil.
„Das ist auch nicht nötig“, bekam er zur Antwort. „Das war keine Vorführung über Disziplin und Gehorsam für Sie. Meine kleine Sklavin hat nur um etwas Aufmerksamkeit gebettelt und ich habe sie ihr gegeben.“

Angetrieben von dem Stolz und der inneren Wärme, die diese Worte in ihr auslösten, richtete sie sich wieder auf und drehte sich. Sie schloss den Besucher aus ihrem Blickfeld aus und konzentrierte sich ganz auf ihren Herrn und Meister.
Mit Worten war sie nur unter Tränen fähig, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Aber Leon verstand auch die Sprache, die sie besser beherrschte. Und er blickte sie lange genug an, damit sie ihm mit ihrem Blick mitteilen konnte, wie sehr sie ihn anbetete.
Das war ihr wichtiger, als den Störenfried zu verabschieden. Auch wenn sie dazu natürlich an der Seite ihres Besitzers blieb, wie es von ihr erwartet wurde.

*****

Als die Tür sich schloss, hatte Cassy kaum genug Zeit, zu Leon zu blicken. Sein Rückhandschlag traf sie schnell und hart an der Seite ihres Kopfes und schickte sie zu Boden. Sie widerstand dem Drang, die Hände hochzureißen, um sich abzufangen. Umso härter schlug sie auf.
Hatte sie vorher geglüht, stand sie nun in Flammen. Wie ein Blitzschlag raste die Lust durch ihren Körper und elektrisierte sie.
Sie machte keine Anstalten, ihren schmerzerfüllten Aufschrei zu unterdrücken. Auch wenn der Besucher ihn ohne Zweifel noch hören musste, während er zum Anleger ging.

Leon sagte nichts, als er die Hose öffnete. Und das war auch nicht notwendig. So schnell sie es ohne Hilfe ihrer Hände schaffte, kam sie wieder auf die Knie. Mit reiner Willenskraft hielt sie ihre Arme an ihrem Platz hinter ihrem Rücken, denn sie wollte kein Risiko eingehen, ihn zu verärgern und nur eine Strafe zu erhalten.
Sie blickte zu ihm auf und wusste, dass ihre Augen glänzten. Er war erregt. Sie sah es an dem angespannten Zug um seinen Mund und den leichten Fältchen in seinen Augenwinkeln. Und natürlich an seinem Schwanz, den er stahlhart aus seiner Hose holte.

Rasch war sie vor ihm und sank auf ihre Fersen. Den Mund weit geöffnet streckte sie ihm ihr Gesicht entgegen und hoffte, er würde ihrer Bitte entsprechen.
Als er Spucke sammelte und sich etwas vorbeugte, um sie in ihren Mund tropfen zu lassen, erzitterte sie vor Aufregung. Natürlich lag es in seiner Hand, ob er ihr nicht nur Schmerzen zufügen und sie demütigen, sondern sie auch benutzen würde. Aber die zweite Hürde war so gut wie genommen.
Und nun konnte sie das Ihre tun, um den dritten Schritt noch wahrscheinlicher zu machen.

Seufzend schloss sie ihre Lippen um seinen Ständer und schob sich ihm entgegen, bis sie würgen musste. Mittlerweile konnte sie das gut vermeiden, wenn sie wollte. Was hilfreich war, wenn er anfing, ihren Mund zu benutzen. Aber für den Anfang brauchte sie den Reflex, umso viel Speichel wie möglich zu produzieren.
Sie musste sich nicht mehr konzentrieren, um nicht zu schlucken. Allein das Wissen darum, wie sehr es ihn erregte, wenn ihr die Spucke aus den Mundwinkeln trat, reichte als Motivation aus. Er liebte es, wenn sich dicke Fäden zogen, sobald sie ihn kurz aus ihrem Rachen entließ. Und er liebte es, wenn es auf ihre Brüste floss. Also sorgte sie dafür, dass genau das geschah.

Zur Belohnung für ihre Anstrengungen riss er an ihren Haaren und rammte ihr seinen Schwanz in den Hals. Sie musste bereits dabei stöhnen. Sie war zu erregt, um es zu unterdrücken.
Insgeheim hoffte sie allerdings, dass er mehr als nur ihren Hals benutzen würde. Auch wenn sie das ohne Zweifel zu einem Höhepunkt bringen würde, weil er genau wusste, wie er sie soweit bekam, selbst wenn er nur ihren Kopf anfasste, sehnte sie sich gerade nach mehr.

Als er ihr Haar losließ, wimmerte sie auf. Würde er es dabei belassen? Der Gedanke erschreckte sie.
Aber er gab ihr einen Stoß, dass sie nach hinten kippte. Nicht mehr. Nur einen Stoß, ohne sie in eine bestimmte Position zu führen. Was ihr Herz sofort zum Rasen brachte.
Hektisch warf sie sich herum und legte ihren Oberkörper auf den Boden. Mit den Händen teilte sie ihre Arschbacken und bot sich ihm so dar. Denn er hatte ihr soeben gestattet, sich ihm so anzubieten, wie sie es sich wünschte.

Ihr Schrei, als er ohne Weiteres hinter ihr niederkniete, ansetzte und ihren Schließmuskel mit seiner Eichel teilte, war sicherlich noch bis aufs Meer hinaus zu hören. Und niemand hätte dahinter einen ersten Orgasmus vermutet.
Nur Leon wusste es besser…

*****

Eine Zeitlang später stand er an einem großen Tisch mit beleuchteter Tischplatte in seinen gut geschützten Geheimräumen. Er studierte Kartenmaterial und machte sich Notizen. Immer wieder runzelte er dabei die Stirn.
Cassandra saß mit nacktem Hintern auf dem Rand des Tisches und blickte eher beiläufig auf die Arbeitsfläche. Ihr Hauptaugenmerk galt seinem Gesicht.
„Du glaubst ihm nicht?“, fragte sie in die Stille.
„Sagen wir, ich misstraue seiner Ehrlichkeit hinsichtlich der Bewachung“, räumte er ein und ein Lächeln huschte über sein Gesicht.
„Also denkst du, er will nur den Preis drücken?“, fragte sie skeptisch.

Irgendetwas in ihrer Stimme ließ ihn aufmerken und er wandte sich ihr zu. Forschend sah er ihr in die Augen.
„Du bist anderer Meinung, Cass?“, hakte er nach.
„Ja, Chris“, sagte sie geradeheraus. „Ich denke, er spekuliert auf deinen Tod, um nicht mehr als die Anzahlung investieren zu müssen.“
Sein Grinsen machte sie stolz. Es wärmte sie auf eine Weise von innen, die durch Berührungen unmöglich war. Es ließ ihr Herz schneller schlagen, weil es ihr zeigte, wie zufrieden er mit ihr war. Und wie wertvoll ihre Meinung ihm war.

„Und was tun wir diesbezüglich?“, wollte er wissen.
„Wir überleben“, sagte sie, ohne zu zögern. „Er hat keine Ahnung, dass du nicht allein vorgehst. Und noch weniger ahnt er, wie bereit die zweite Einsatzkraft ist, alles zu tun, um deinen Tod zu verhindern.“
„Sonst nichts?“, fragte er verblüfft.
„Schick ihm eine Nachricht, die ihm erst zugestellt wird, wenn die Mission erledigt ist. Lass ihn wissen, dass du ihn durchschaut hast. Und wie wenig erfreut du bist. Und sag ihm, dass etwas Ehrlichkeit seinerseits verhindert hätte, dass er von nun an den doppelten Tarif zahlen wird, wenn er deine Dienste noch einmal benötigt. Was ihn hart treffen wird, denn wie ich seine Pläne verstehe, wird er nicht darum herumkommen.“
„Ich möchte dich nicht zum Feind haben“, murmelte er leise, während sein noch breiteres Grinsen ihr zeigte, wie sehr ihm die Idee gefiel.
„Das musst du niemals befürchten, denn ich gehöre mit Leib und Seele dir“, sagte sie ernst. „Und jetzt würde ich sehr gerne wieder meinen Platz einnehmen…“

Es war gewagt, eine so offensichtliche Forderung auszusprechen. Vielleicht würde die dafür eine Strafe erhalten. Als er nickte, war sein Stirnrunzeln diesbezüglich recht vielversprechend.
Erleichtert seufzend glitt Cassandra vom Tisch und in einer fließenden Bewegung in die Knie. Dort drehte sie sich rasch, um sich an sein Bein lehnen zu können und den Kopf leicht an seinen Oberschenkel zu pressen. Und noch einmal, als seine Hand fest in ihr Haar griff.
Nun war er wieder Leon und sie konnte den Mantel der Normalität abstreifen - sofern man denn eine Besprechung zweier Auftragsmörder und Söldner als etwas Normales betrachten mochte - und wieder seine Sklavin sein. Nicht mehr und nicht weniger als sein kostbarster Besitz. Ein Gefühl der Erfüllung breitete sich in ihrer Magengegend aus.

Auf den Knien an der Seite ihres Meisters mit seiner harten Hand, die ihr gerade genug Schmerz gab, um ihren Körper ganz leicht zum Klingen zu bringen.
Sie war Zuhause.

*****

Ja, der männliche Hauptcharakter heißt einmal Leon und einmal Chris. Kein Fehler. Und wer die Anspielung, die sich aus dem einen Namen und dem Titel zusammensetzt, erkannt hat, gewinnt einen leckeren Cookie, den er oder sie sich sogar selbst backen darf.
Ansonsten ist das, was ich hier aufgreife, für mich gewissermaßen Neuland. Ich habe es geschrieben, liegengelassen und nun wieder angefasst. Nur, um festzustellen, dass ich nach dem Schlussabsatz eigentlich nicht weiterschreiben mag.
Sicherlich gäbe es eine Geschichte zu erzählen, aber es ist einfach ein schönes, offenes Ende in meinen Augen.

Aber trotz der spärlichen Handlung finde ich es interessant. Und ich frage mich, ob die Beziehungsskizze wohl gelungen ist? In richtigen - also wirklich kurzen - Kurzgeschichten bin ich nicht sooo gut. Und die Details des behandelten Themas sind mir eigentlich auch fremd.
Also frage ich mich, was wohl jene darüber denken, die eine Meinung dazu haben? Was wohl überhaupt Leser darüber denken? Ob das eine Kurzgeschichte ist und was sie wohl so auslösen mag, im Leser…?

Feedback erwünscht!