Kojotenhöhle

Was dich hier erwartet, ist nicht der Versuch, irgendetwas zu umschreiben. Ich nenne die Dinge durchaus beim Namen, auch wenn ich versuche, das niveauvoll zu tun. Und ich versuche außerdem, Geschichten zu erzählen, in denen der Sex ein Teil des Ganzen ist und nicht der einzige Teil. Man findet hier wohl auch Grenzwertiges für manche Geschmäcker. Ob man es als BDSM-artig oder als abartig empfindet, liegt dabei ganz im Auge des Betrachters.

Wenn es dir gefällt, lass es mich wissen. Wenn es dir nicht gefällt, gerne auch. Hinterlass mir einen Kommentar oder schreib es mir per Mail an Mike.Stone bei gmx.net .

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Mittwoch, 29. Mai 2013

Fortsetzungen - Whaddafuq?!?


Da ich jetzt gerade wieder mitten in Junge Liebe stecke letzter Teil im August letzten Jahres veröffentlicht wurde, stellt sich mir natürlich die Frage: Was zum Henker ist eigentlich das Problem mit mir? Wieso habe ich so lange gebraucht, wo es jetzt eigentlich wieder ziemlich flutscht?
Einen Teil der Antwort habe ich schon mal geliefert. Manchmal verirrt man sich in einer Story und mit etwas Abstand geht es wieder leichter. Wobei ‚etwas‘ eigentlich eher Wochen als ‚fast ein ganzes Jahr‘ bedeuten soll.
Aber gerade heute kommt mir eine andere, mögliche Ursache in den Sinn. Und natürlich wäre es langweilig, wenn ich nicht weit ausholen würde, bevor ich den nenne… ;-D

Ich bin ja ein Kellerkind. So richtig, meine ich.
Ich lebe hinter lichtundurchlässigen, schwarzen Vorhängen und die Sonne ist für mich nur theoretisch interessant. So als astronomisches Studienobjekt und so.
Direkte Sonneneinstrahlung erscheint mir als tödliche Gefahr, denn ich habe keinen komischen Ring, der mich mit viel Geglitzer davor schützt. Daher wäre ich Asche, wenn…
Naja… Ich übertreibe…

Aber was nicht übertrieben ist, ist die Tatsache, dass ich tatsächlich nachweislich monatelang ohne Sonnenlicht auskomme. Ich brauche es nicht zum glücklich sein. Außerdem liebe ich den Winter. Was ja ganz gut dazu passt.
Dennoch ist da eine gewisse… ‚Qualität‘ an jeder Jahreszeit. Eine ganz eigene Atmosphäre, die jeweils ihre eigenen Vorzüge und Nachteile hat. Ein Feeling für Sommer, Herbst, Winter und Frühling.
Und manche meiner Geschichten sind mit so einem Feeling assoziiert, wie ich feststelle.

Nicht alle, wohlgemerkt. Einige Geschichten sind davon völlig losgelöst. Aber Junge Liebe ist eine eindeutige Frühlings-/Sommergeschichte. Das habe ich heute gemerkt, als ich gezwungen war, zur Jagd auf Nahrungsmittel dem Licht zu widerstehen und hinauszugehen.
Es sind die Sinneseindrücke, die in bestimmten Jahreszeiten und/oder bei bestimmten Wetterlagen einfach spezifische Assoziationsketten in meinem Kopf auslösen. Und es sit sicherlich auch der sommerliche Look der Leute da draußen, der dazu beiträgt.
All in all habe ich es einfach deutlich gemerkt.

Und selbst hinter meinen Vorhängen bekomme ich natürlich was davon mit. Die Fenster sind das ganze Jahr über auf Kipp. Ich rieche den Sommer jeden Tag. Und das reicht wohl schon aus.
Als ich bei JL ins Stocken kam, war der Sommer praktisch vorüber. Und als ich es wieder aufnehmen wollte, war es im Prinzip winterlich. Was einfach nicht zu dieser speziellen Geschichte passt.
Der Frühling hat sich allerdings offenbar als Kickstarter erwiesen, als ich es diesmal wieder aufnahm. Und nun bin ich wieder drin, möchte ich behaupten. In meinem jugendlichen Leichtsinn kündige ich also an, dass es diesmal wesentlich flotter weitergehen wird… ;-D

Und die Moral von der G’schicht?
Manchmal muss man eben den Winter abwarten und dann weitermachen, wenn alles wieder stimmt.
Hoffentlich kommt dieses Feeling nun auch rüber, wenn ich Teil 11 veröffentliche… *frown*

So. Jetzt wisst ihr, was mein Problem ist.
Und kaufen könnt ihr euch trotzdem nix dafür. ;-P

Trotzdem…
…zauberhaften Sommertag wünsche ich morgen!



PS: Jup. Das bedeutet, dass Junge Liebe 11 tatsächlich in wenigen Tagen kommt. Diesmal echt. Ist praktisch fertig.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Fortsetzungen - Segen und Fluch


Angestoßen von der Frage nach einer Fortsetzung von Engel im Regen will ich mich mal kurz über dieses Thema auslassen, denn es ist für mich persönlich ein zweischneidiges Schwert.
Im Prinzip sind sehr viele meiner Geschichten von vorneherein auf eine Fortsetzung ausgelegt oder halten sich zumindest diese Option offen. Und bei vielen kam auch irgendwann, irgendwo die Frage danach auf.
Früher war das aber bei allem Willen zur Fortführung der Arbeit für mich eine Sisyphos-Aufgabe…

Zu älteren Werken wie Bitch oder Engel im Regen gibt es nicht nur haufenweise Notizen, sondern durchaus auch die eine oder andere Fortsetzung, die einfach scheiße ist. Sie entsprechen insgesamt nicht dem, was ich rein gefühlsmäßig erreichen wollte. Deswegen werden sie nicht veröffentlicht.
Besonders schwer fiel es mir bei Engel im Regen. Aber wenigstens hat mich der beharrliche und vielstimmige Wunsch nach einer Fortsetzung dazu befähigt, endlich zu verstehen, wo eigentlich das Problem liegt.
Das hat mich in die Lage versetzt, mit Soulmates, JungeLiebe und Projekten wie My Sisters hot Friends anzufangen, zu denen es Fortsetzungen geben wird. Und zwar ganz gewiss, wenn auch jeweils ohne genaue Zeitangabe, weil das eben auch eine Frage von Zeitmanagement und Inspiration ist.

Meine früheren Geschichten waren oftmals auf bestimmte Szenen fixiert und es gab weder einen Plan, noch einen Plot. Ich habe einfach um interessante Szenen herum gebaut. Und danach ist es schwierig, sich der nächsten Szene im Leben der jeweiligen Protagonisten zuzuwenden, wenn einen nicht gerade zufällig die Inspiration niederstreckt.
Außerdem erschwert jedes inhaltliche Feedback zu den Möglichkeiten einer Fortsetzung den Prozess, weil dadurch Möglichkeiten in die Gleichung geworfen werden, die ich nicht mehr aus dem Kopf kriege.
Bei Engel im Regen war die Grundidee einmal, die Thematik ‚GEZ-Fahnder‘ mal anders aufzugreifen. Aber viele Leser sahen einen Zauber in der Geschichte, der dies zu banal erscheinen ließ. Und schon befand ich mich im Teufelskreis zu vieler Potentiale, aus dem ich hier noch nicht wieder rausgekommen bin.

Bei Soulmates und Junge Liebe ist es eher so, dass ich eine bestimmte Stimmung habe, die ich mit der Geschichte verknüpfe. Und ich habe Charaktere, die nicht an die Gegebenheiten angepasst sind, sondern ein gewisses Eigenleben besitzen.
Für eine Fortsetzung muss ich theoretisch nur eine Situation aufbringen und sehen, wie die Jungs und Mädels reagieren. Und schon kanns weitergehen.
Praktisch muss - oder will - ich mir allerdings auch Gedanken darüber machen, wie sich die Geschehnisse auf spätere Teile auswirken. Ich habe also einen ganz groben Masterplan, den ich mir nicht verhauen will. Also ist es ein klein wenig komplexer. Aber es ist ein Konzept, dass erst einmal funktioniert.

Ins Stocken komme ich dann eigentlich nur, wenn sich zwei Geschichten auf einer gewissen Ebene so nahe sind, wie Soulmates und Junge Liebe es sind. Und da ich es hasse, zwei Mal die gleich Geschichte zu erzählen und sich das genau so anfühlt, auch wenn es vielleicht niemandem außer mir auffallen würde, stecke ich bei Soulmates gerade ein wenig fest.
Je weiter sich Junge Liebe allerdings entwickelt, desto mehr lässt das nach. Also wird es da eben mit ein wenig Verzögerung weitergehen.

Das alles sind Dinge, die in meinem Kopf stattfinden und vielleicht für andere keinen Sinn ergeben. So wie es vielleicht unverständlich ist, dass ich reihenweise Themen noch nicht aufgegriffen habe, die für mich sehr naheliegend sind.
Aber wenn ich nicht im Kopf das Gefühl von Originalität habe, sondern zu sehr an einer reizvollen Vorlage festhänge, dann kann ich mich nicht austoben. Ich fühle mich dann, als würde ich abschreiben.
Und letztlich muss ja ich im Kopf die Freiheit empfinden, die mich befähigt, meine Geschichten zu spinnen. Auch wenn die Blockaden total sinnlos sind und ich mir selbst im Weg stehe.

Was ich mit alledem allerdings nicht sagen will ist, das man mir kein Feedback geben soll!
Wenn ich einen groben Plan habe, dann beirrt mich das nicht und Geeignetes findet seinen Platz, während Ungeeignetes ignoriert wird.
Habe ich keinen Plan, bringt es mich zwar durcheinander, aber es besteht auch immer die Chance, dass DIE Inspiration in einem Vorschlag steckt, die mich am Ende weiterbringt. Also ist Feedback immer potentiell nützlich.
Und immerhin schaffe ich es auch, mich ganz ohne Feedback zu verrennen. Also ist niemals irgendwelches Feedback an irgendetwas ‚schuld‘.

Ob diese Ausführungen jetzt außerhalb meines Kopfes noch für irgendwen Sinn ergeben, kann ich gerade nicht einschätzen. Aber ich habe sie mir von der Seele geschrieben und helfe mir dadurch selbst, indem ich ein wenig Ordnung in meine Gedanken bringe.
Oder zumindest die Unordnung von einer Seite des Raumes auf eine andere verschiebe… ;-D

Also danke fürs Ertragen!
Und danke an Leviathan29 für den Anstoß... ;-)