Kojotenhöhle

Was dich hier erwartet, ist nicht der Versuch, irgendetwas zu umschreiben. Ich nenne die Dinge durchaus beim Namen, auch wenn ich versuche, das niveauvoll zu tun. Und ich versuche außerdem, Geschichten zu erzählen, in denen der Sex ein Teil des Ganzen ist und nicht der einzige Teil. Man findet hier wohl auch Grenzwertiges für manche Geschmäcker. Ob man es als BDSM-artig oder als abartig empfindet, liegt dabei ganz im Auge des Betrachters.

Wenn es dir gefällt, lass es mich wissen. Wenn es dir nicht gefällt, gerne auch. Hinterlass mir einen Kommentar oder schreib es mir per Mail an Mike.Stone bei gmx.net .

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Dienstag, 1. Januar 2013

Vorausschauender Rückblick


Es gehört ja zum guten Ton, sich irgendwie um Silvester herum zu Wort zu melden und etwas zum vergangenen Jahr und zum kommenden zu sagen. Aber deswegen schreibe ich heute eigentlich nicht.
Also… Ich schreibe schon, um etwas zu sagen, aber nicht des guten Tons wegen.

Wir kaum jemandem entgangen ist (und ich habe all die Mails, die mich nach meinem Befinden fragen durchaus wahrgenommen) war es in dn letzten Monaten still um mich.
Das ist etwas, was ganz einfach mit meinem realen Leben zu tun hat. Die Weihnachtszeit ist sozusagen meine Hauptsaison und da muss ich ganz einfach viel arbeiten. Zeit zum Schreiben hatte ich praktisch keine. Und dementsprechend konnte ich auch nichts Neues posten.

Guut… Ich HÄTTE mich trotzdem ab und zu Wort melden können. Aber ich neige nun einmal dazu, mich in eine Sache hinein zu stürzen. Und diese Sache war eben die Arbeit.
Noch habe ich den Bogen nicht raus, diesen Balanceakt zwischen meinem Arbeits- und meinem Autorenleben wirklich hinzubekommen. Da muss ich um etwas Geduld bitten. Im Laufe der Zeit wird das hoffentlich.

Was ich klar und mit Bestimmtheit sagen kann ist das Folgende: Ich bin nicht tot. Und ich hänge das Schreiben auch nicht an den Nagel. Im Gegenteil.
Ich will eines Tages nur noch schreiben. Aber dieser Tag liegt wohl noch in einiger Ferne. Und bis dahin müssen die Rechnungen bezahlt werden, weswegen ich meinen Job nicht vernachlässigen kann.

Für 2013 erhoffe ich mir neben einigen hoffentlich vielversprechenden Arbeitsprojekten auch ein wenig Zeit, um laufende Geschichten fortzuführen und Neues zu bringen. Ideen sind vorhanden. Zeit ist das Hauptproblem.
Wenn alles halbwegs so läuft, wie ich es mir vorstelle, wird es in diesem neuen Jahr erste Veröffentlichungen von mir im eBook-Format geben. Die ersten Schritte darauf zu mache ich und auch hier fehlt mir in erster Linie die Zeit.

Ich danke allen, die mir die Stange halten. Wenn ihr ein wenig geduldig seid, werdet ihr am Ende hoffentlich nicht enttäuscht sein. Wenn doch, tut mir das leid. Und wenn ihr die Geduld nicht aufbringen mögt, sieht das ähnlich aus.

In diesem Sinne…
Frohes Neues Jahr!

Samstag, 25. August 2012

Warum ich Pornos schaue - again


Jemand hat mich gefragt, warum ich Pornos schaue. Und da es einen deutlichen Zusammenhang zwischen meinem Pornokonsum und meinen Geschichten gibt, kam mir der Gedanke, dass es ein schönes Thema für einen kleinen Blogbeitrag wäre. Und ein paar andere Fragen kann ich dann gleich nebenbei mit beantworten.
(Und das, obwohl ich mich ja schon einmal detaillierter zu diesem Thema geäußert habe. Man muss ich da viel Mitteilungsbedarf haben...)

Also die offensichtlichste und erste Antwort auf die Frage lautet: Weil ich gerne beim Sex zusehe.
Es ist etwas, dass auf mich die gleiche, erregende Wirkung hat, wie auf die meisten Männer. Es ist etwas, wozu ich durchaus gut masturbieren kann. Und es ist in Pornoclips meistens deutlich besser zu erkennen, als beim Beobachten von realem Sex.
Habe ich deswegen kein ausgefülltes Sexleben? Doch. Habe ich. Dank Pornos ist es sogar besser geworden. Sie erlauben mit nämlich, gewisse Dinge, die ich mag, einfach vorzuführen, anstatt sie umständlich zu erklären. Und ansonsten bringen sie nicht nur mich auf Ideen, sondern auch viele Frauen.
Und davon ab kann ich durchaus wichsen und Sex haben wollen. Sogar am gleichen Tag. Und es hat rein gar nichts mit sexueller Frustration zu tun, wenn ich ‚Fünf gegen Willi‘ spiele.

Aber wenn wir mal von diesem recht offensichtlichen Themenbereich absehen, gibt es noch einen weiteren Grund für mich, Pornos zu schauen. Und zwar immer und immer wieder verschiedene und manchmal einige bestimmte in rascher Wiederholung. Und dieser Grund ist zweigeteilt.

Zum einen inspirieren mich manche Pornos. Manchmal ist es die Attitüde der Darstellerinnen, manchmal das Set-Up. Manchmal sogar die kleine Story, die nicht immer grottenschlecht erzählt wird. Pornos mögen meistens an Handlung kränkeln, aber sie bringen manchmal auch die Sache auf den Punkt und zeigen das Wesentliche für jemanden, der Sexgeschichten schreibt. Was davor und danach geschah und geschieht, kann meine Fantasie mühe- und lückenlos auffüllen.
Und bevor jemand jetzt danach fragt: Sicherlich kann meine Fantasie sich auch alle möglichen Geschichten ganz ausdenken, aber es ist nicht selten einfach schön, einen bestimmten Plot oder auch nur ein Kernstück davon auf dem Silbertablett präsentiert zu bekommen. Und da ich ohnehin Pornos schaue, kann ich es auch benutzen, oder?!
Wer sich nun fragt, wie sowas als Endergebnis aussieht, der sei auf meine Geschichte My Sisters Hot Friends verwiesen. Die entstand nämlich spontan aus einem Pornoclip mit ähnlichem Titel. Den Clip würde man dabei vermutlich nicht wiederkennen, aber wenn man aufmerksam wäre, würde einem das ‚Feeling‘ auffallen, das in meinen Augen ziemlich ähnlich ist.


Und dann ist da noch der andere Teil des Grundes: Ich beobachte.
Man könnte auch sagen: Ich studiere. So wie ich Menschen studiere, die miteinander in der Öffentlichkeit reden. Oder noch besser beim Flirten zusehe. Und zuhöre. So wie ich die unterschiedlichen Wege analysiere, wie Gespräche und Flirts verlaufen, um meine eigenen Erfahrungen um eine zusätzliche Perspektive zu erweitern, so sehe ich bei Pornoclips Menschen beim Ficken zu.
Jetzt kann gerne jeder sagen, dass die dargestellte Sexualität unrealistisch und überspitzt ist. Und das ist auch bei vielen Clips richtig. Und bei anderen wieder nicht, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Aber der Punkt ist, dass auch Pornodarsteller nicht zu anatomisch unmöglichen Verrenkungen imstande sind.
Durch eigene Erfahrungen, ein wenig zufälliges Gespanne und viele, viele Pornoclips habe ich einen ganz guten Eindruck davon, wie Sex von hinten, von vorne, von oben, unten oder der Seite und völlig auf dem Kopf stehend aussehen kann. Und das hilft mir dabei, meine Sexszenen zu visualisieren.
Ich bewege mich dabei trotzdem innerhalb der Bahnen meines persönlichen Geschmacks. Das dürfte logisch sein. Aber auch in dieser Komfortzone ist die Bandbreite von Analsex oder einem Blowjob ziemlich groß. Und dank Pornos habe ich eine ganz gute Idee davon, was so theoretisch möglich ist.


Ein paar Worte zum Thema zum Thema Porno-Business erscheinen mir an dieser Stelle angemessen.
Diese Branche ist hart. Und unfair. Und missbräuchlich. Ich werde das nicht schönreden. Und ich werde auch gar nicht erst anfangen, solche Argumente aufzugreifen, wie das jede Frau schließlich die Wahl hat, ob sie das machen will, oder ob nicht. Schon allein, weil noch immer einige diese Wahl nicht haben.
Aber das ändert nichts daran, dass ich die Clips von Jersey Jaxin einfach heiß finde. Auch wenn sie ausgestiegen ist und dieser Name für sie nun tot ist.
Sorry, Tanya. You did some really hot things back then. I just can’t help it.

Und abgesehen davon gibt es Leute, die ganz und gar freiwillig ganz und gar private Videos machen und veröffentlichen. Es gibt Pornosternchen, die tatsächlich diesen Beruf ausüben wollen. Und wenn ich so einen Clip sehe, weiß ich selten, was nun der genaue Hintergrund ist. Also überlasse ich es anderen, einen Krieg gegen diese Industrie zu führen und beschränke meine Beteiligung darauf, die ohnehin lächerlichen Preise für kaufbares Material nicht zu zahlen, sondern mir meine visuellen Reize dort zu holen, wo man sie kostenlos bekommt.
Und wenn mich das zu einem schlechten Menschen macht… So be it.


Ich schaue Pornos also aus den genannten Gründen. Und ich schäme mich nicht dafür. Auch nicht für meine teilweise schon recht extremen Wunschvorstellungen in sexueller Hinsicht, die ich vielleicht ohne Pornos nie gehabt hätte. Obwohl ich da keine Wette drauf halten würde.
Ich setze nicht voraus, dass eine Frau die Skills eines Pornostars hat. Aber ich habe die Beobachtung gemacht, dass eine Menge Frauen durchaus Spaß daran haben, der geilste Pornostar ihres oder ihrer Lover zu sein. Und das sie so einige Dinge nicht bloß ‚dem Mann zuliebe‘ tun, sondern auch selbst Spaß daran haben.
Und außerdem bemühe ich mich, die Gefallen zurückzuzahlen und im Gegenzug auch Wunschträume zu erfüllen. Also sind die Pornos im Grunde beinahe so etwas wie eine kleine Hilfe dabei, sich ein Bild von dem zu machen, was man noch so anregend finden könnte und mal ausprobieren will.

Wer das abstoßend finden will und nun einen Rückschluss auf meine Einstellung gegenüber der Frauenwelt ziehen möchte, der möge das tun. Ich gebe ihm dabei gerne noch ein paar Pauschalisierungen mit auf den Weg. Beispielsweise: ‚Fast jede Frau träumt einmal davon, vergewaltigt zu werden‘ oder ‚Fast jede Frau möchte einmal für einen Mann eine richtige Drecksschlampe sein‘. Und ich sage das einfach ohne Relativierungen, weil diejenigen, die weiter als bis zur Nasenspitze sehen können, mich schon verstehen werden und der Rest sowieso nur liest, was er lesen will.

Whew… Plötzlich wurde ein kleiner Rant daraus. Sorry.
Ich hoffe, ein paar Fragen sind nun zufriedenstellend beantwortet und ein paar Leute fühlen sich vielleicht angestoßen, mir nun einmal einen Hinweis auf einen, für sie ganz besonders anregenden Clip zu geben. Ist wahrscheinlich einfacher als mir umständlich ein Setting zu erklären, zu dem ich eine Geschichte schreiben könnte.

Und wer sich jetzt fragt, was ich mit meinen Andeutungen auf meine Vorlieben wohl so gemeint haben könnte… Nun… Mal ehrlich. Wenn du meine Geschichten gelesen hast, dann dürftest du schon einen recht guten Eindruck gewonnen haben. Ich schreibe nur in absoluten Ausnahmefällen über etwas, was ich abstoßend finde und selten über Dinge, die ich noch nicht irgendwie ausprobiert habe. ;-)

In diesem Sinne…

Donnerstag, 19. April 2012

Inspirationen... im Leben


Ich hab noch einen zum Thema Inspirationen. Und zwar aus dem ganz realen Leben. Aus meinem Privatleben.
Ich habe nämlich eins, auch wenn ich beruflich wie privat immens viel Zeit vor dem Computer verbringe. Aber ich gehe auch da raus, wo die bösen Bäume, Autos und Menschen sind und stelle mich Gefahren wie dem Wetter, Rentnerinnen mit einem Geldbeutel voller Cents oder der Begegnung mit anderen Menschen.

Tatsächlich tue ich Letzteres sogar gerne (und beim zweiten habe ich auch des Öfteren schon mal die Nachkommastellen mit einem Euro aus meiner Tasche beglichen). Ich stehe auf Menschen. Ich bin ein totales Gesellschaftstier und komme gut in Gruppen zurecht (solange sie nicht virtuell sind) und ich beobachte und interagiere unheimlich gerne.

Für meine Schreiberei ist das nur deswegen interessant, weil ohne reale Bezüge irgendwie kein Charakter Profil hat. Deswegen und weil das Leben manchmal Überraschungen bereit hält, die einfach zu geil sind, um sie unreflektiert wieder zu vergessen.

Um zu verstehen, dass mir vielleicht einen Tick öfter solche ungewöhnlichen Dinge passieren, als Karl Couchkartoffel, muss man wissen, dass ich... eine gewisse Außenwirkung habe.
Ich will hier jetzt keine Lobeshymnen auf mich selbst anstimmen. Nach objektiven Kriterien bin ich nicht sonderlich auffällig. Kein Adonis und kein Quasimodo. Aber ich habe ein einnehmendes Wesen, wenn ich in der Stimmung bin. Und man munkelt, mein Gesicht weist sympathische Züge auf. Ansteckendes Lächeln, funkelnde Augen, die üblichen Verdächtigen, wenn Leute sich in Beschreibungen besonders hervortun wollen, ohne eine Chance zu haben, den Sixpack-Vergleich zu bestehen. Ich muss nicht weiter reden, oder...?

Jedenfalls ist es so, dass ich Gegenreaktionen erzeuge, wenn ich gutgelaunt durch die Weltgeschichte hüpfe. Und damit meine ich keine Tracht Prügel, sondern die etwas angenehmeren Dinge.
Jeder kennt das Phänomen, wie überraschend sich die Atmosphäre ins Positive verändern kann, wenn man der griesgrämigen Kassiererin bei Aldi einfach mal ein Lächeln schenkt. Bei mir ist es oftmals so, dass diese Kassiererin mich dann beim nächsten Einkauf nach kurzem Nachdenken wiedererkennt und mir zögerlich das Lächeln anbietet, dass sie für den ersten Tag ihres Jahresurlaubs oder eine Bonuszahlung reserviert hat. Ganz vorsichtig erst, aber wenn ich es erwidere erstrahlt es und plötzlich ist die Lohnsklaven-Zippe eine fast schon hübsche Frau, der man ein Jahrzehnt der Sklaverei nur noch vage ansieht.
Aber ich will nicht über Aldi-Kassiererinnen reden, obwohl die ein lohnendes Thema sein können, denn wenn du dich mit ihnen anfreundest, ist das Sortiment plötzlich nicht mehr auf den Laden beschränkt, sondern schließt das Lager mit ein. Und sie sind ebenso einfach zu erobern, wie Politessen...

Worum es mir geht ist lediglich, einen Bezugsrahmen zu schaffen. Und ob man mir nun glauben will, oder nicht: Man nehme einfach mal an, dass ich von einer theoretisch vorstellbaren Person rede.
Diese Person ist ein Denker, der alle möglichen Informationen aus seiner Umgebung aufnimmt. Jemand, der auf Details achtet. Und jemand, der selten genug die einzelnen 'Cliquen' seines Bekanntenkreises aufsucht, um dort bekannt zu sein, aber nicht zum Inventar zu gehören.
Und das ist eine Fundgrube für Zufallsbegegnungen.

Wenn ich meine Stammkneipe - eine Mittelalter-Taverne, in der auch normale Menschen willkommen sind - aufsuche, hab ich locker eine 50%-Chance auf so eine Begegnung, und damit auf eine Inspiration.
Und die besten sind die flüchtigen, weil sie Raum für fantasievolle Ausschmückungen lassen.
Ein Beispiel?

Vor einigen Wochen kam ich mit meiner Partnerin zu einer ungewöhnlich frühen Zeit dorthin - also vor Sonnenuntergang. Vor dem Eingangsbereich stand der erwachsene Sohn der Betreiber und rauchte. Aber er war nicht allein. Bei ihm stand eine Frau.
Allen weiblichen Buhrufen, die nun zu erwarten sind, zum Trotz nahm ich sie sehr genau wahr und in Augenschein, denn das hatte sie sehr wohl verdient. Sie war so hochgewachsen und schlank, dass ich normalerweise von einer Bohnenstange sprechen würde. Aber das war sie eben genau nicht.
Ich mag kleine Frauen. das ist ödipal, aber jeder darf da gerne mehr rein interpretieren. Und ich mag Frauen mit Substanz. Also wie die Models dieser Dove-Kampagne, die leider schon wieder in der Versenkung verschwunden ist. Normale Frauen halt.

Sie war mit ihren Schuhen fast so groß wie ich. Also zwischen 185 und 190 Zentimeter Frau. Bei einem geschätzten Gewicht von 60 Kilo. Wirklich, wirklich dünn mit sehr schlanken Armen und Beinen, wenig Oberweite und keinem Gramm Fett oder sichtbarer Muskelmasse irgendwo.
Nicht wirklich mein Typ, auch wenn ihre schwarzen Haare und hellgrauen Augen schon genau in meine Range fallen und sie auch ein wirklich hübsches Gesicht hatte.
Aber sie hatte etwas, dass hochgewachsene Frauen selten haben: Eine aufrechte Haltung. Und sie hatte... Stil. In den Bewegungsmustern und auch in der Ausstrahlung.
Kurz: Ich sah genauer hin.

Natürlich bemerkte sie das, zumal wir ihren Gesprächspartner als alten Freund begrüßten und ich ihr in diesem Zusammenhang zunickte. Und im Zuge dessen konnte ihr gar nicht entgehen, dass ich 'interessiert' war. Nicht einer Frau wie ihr, die sich ihrer Attraktivität bewusst ist und gemessen an ihrem Stilgefühl nicht völlig verblödet sein konnte.
Sie erwiderte meinen Blick mit leicht gesenkten Lidern. Was man so 'katzenhaften' Blick nennt. Und ich gestattete mir einen weiteren Blick auf ihre unglaublich langen Beine, die tatsächlich der absolute Hingucker waren. Mit Proportionen zum Körper, die beinahe an Barbie herankamen.

Soweit diese Begegnung, die ich nur im Kopf behalten hätte, weil ich dieses Bild mit den Beinen irgendwie faszinierend fand. Und es auch schon hier und da in Geschichten verwendet habe, weil es das einfach wert ist.
Aber die Geschichte über die Begegnung ist damit noch nicht vorbei...

Ich sah sie in den folgenden Stunden einige Male und dabei nahm ich mir sehr wohl die Zeit, sie zu betrachten. Ich bin so. Warum auch nicht?
Ich starre nicht nur auf die sekundären Geschlechtsmerkmale. Allein schon, weil ich Gesichter auch sexy finde. Aber ich schaue durchaus alles an, was mich interessiert. Besonders, wenn es sozusagen auf dem Silbertablett präsentiert wird. Und bei dieser Frau war ich mir sicher, dass sie sich nicht damit aufhalten würde so zu tun, als wolle sie nicht angesehen werden.
Sie bemerkte und erwiderte meine Blicke. Nicht so sehr abschätzend, denn mein Gesamtpaket ist schnell ersichtlich und als solches keine zweiten und dritten Blicke wert, wenn man nicht auf den robusten Typ steht. Aber mein Gesicht... Naja... das hatten wir schon und sie glaubte meinen Ausführungen offensichtlich, denn sie schien mein Gesicht interessant genug zu finden, um wieder hinzusehen.

Wirklich interessant dabei war der Funke in ihren Augen. Die Art Glitzern, die dir sagt: Ich bin interessiert. Und: Du hast Chancen.
Sichi. Oft erliegen Männer gewissen Illusionen, was die Botschaften in den Blicken von Frauen angeht, aber ob ich mich geirrt habe (was nicht der Fall ist) oder nicht (was dementsprechend der Fall ist) soll nicht der Punkt sein.

Die Geschichte endete damit, dass sie nach allgemeiner Verabschiedung zum Aufbruch gegenüber denen, die sie kannte, an meinem Tisch vorbei ging und meinen Rücken passierte. Ich hatte es aus dem Augenwinkel mitbekommen und bedauerte eigentlich nur, dass der inspirierende Anblick nun verschwinden würde. Aber wie gesagt: Es war noch nicht vorbei.
Sie blieb stehen. Nicht kurzentschlossen, als sei ihr noch etwas eingefallen. Sie blieb hinter mir stehen, weil sie genau das noch vorhatte.
Ihre Finger berührten mich an der Schulter und ich drehte mich der Aufforderung folgend um. Und sie blickte mir in die Augen, lächelte und sagte: "Machs gut."

Diesen Augenblick zu beschreiben, den ich halb im Automatikmodus mit "Du auch" beantwortete, würde Bände füllen. Und genau darum geht es ja bei Inspirationen, nicht wahr?!
Man mag mir glauben. Oder eben auch nicht. Aber in einer Geschichte, in der ich Glaubwürdigkeit und Eigenarten der Charaktere dem Leser vorgebe, weil sie meiner Imagination und Erinnerung entspringen, würde man nicht infrage stellen, was alles daraufhin passieren könnte. Zumal es ja 'nur Phantasie' ist, gell?!

Wäre ich aufgestanden, hätte mich ihr zugewandt und sie geküsst, hätte sie mitgespielt. Ich weiß das. Sie weiß das und der Rest spielt keine Rolle.
Sie war sich der Anwesenheit meiner Partnerin bewusst. Und es interessierte sie nicht. Was genau auf den Typ Frau hindeutet, der mich reizt.
Und die Vielfältigkeit der Möglichkeiten, diese eine Begegnung im Geiste zu zahlreichen Geschichten zu spinnen, ist das faszinierende und tolle an den Inspirationen aus dem wahren Leben. In dieser Hinsicht wäre es beinahe schade gewesen, auf ihre mehr als eindeutige Einladung einzugehen, weil dann aus den tausend Möglichkeiten eine einzelne Erinnerung geworden wäre. Sicherlich eine heiße, aber eben nur eine, die man abwandeln, aber letztlich nicht verändern kann, weil sie geschehen ist.

Erinnerungen sind es, die das Erfahrungsgebäude speisen, aus denen ich Glaubwürdigkeit zu schaffen versuche. Aber ungenutzte Möglichkeiten sind der Treibstoff für Geschichten, denn sie sind allesamt ungeschriebene Geschichten.


An dieser Stelle ein kleines PS von mir:
Ich bin - wie gesagt - neu beim Bloggen. Ich habe keine Ahnung, ob diese Art von Sermon jemanden interessiert. Also lasst es mich bitte wissen. Ich kann damit aufhören. Oder ich kann mehr davon schreiben.
Sagt mir, was ihr wollt... ;-D