Kojotenhöhle

Was dich hier erwartet, ist nicht der Versuch, irgendetwas zu umschreiben. Ich nenne die Dinge durchaus beim Namen, auch wenn ich versuche, das niveauvoll zu tun. Und ich versuche außerdem, Geschichten zu erzählen, in denen der Sex ein Teil des Ganzen ist und nicht der einzige Teil. Man findet hier wohl auch Grenzwertiges für manche Geschmäcker. Ob man es als BDSM-artig oder als abartig empfindet, liegt dabei ganz im Auge des Betrachters.

Wenn es dir gefällt, lass es mich wissen. Wenn es dir nicht gefällt, gerne auch. Hinterlass mir einen Kommentar oder schreib es mir per Mail an Mike.Stone bei gmx.net .

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Samstag, 18. April 2015

Soulmates - Teil 07

Soulmates
Eine Westside-Story - irgendwie...
© 2012-2015 Coyote/Kojote/Mike Stone


*****


*****


VII. - Madhouse

Trapped, in this nightmare,
I wish I'd wake,
As my whole life begins to shake.
Four walls, surround me,
An empty gaze.
I can't find my way out of this maze.

Anthrax - Madhouse (1985)

Als ich aufwachte, stand Estella neben meinem Bett und sagte sanft meinen Namen.
Sie trug wieder ihr Kleidchen. Oder ein anderes, das völlig identisch war. Und sie sah absolut untadelig aus. Was den Schluss nahelegte, dass sie zwischenzeitlich noch einmal duschen war. Oder sich zumindest frisch gemacht hatte.

„Die Señora lässt fragen, ob du dich gut genug fühlst, dich zum Abendessen nach unten zu begeben“, verkündete sie, nachdem offensichtlich war, dass ich nicht mehr schlief.

Abendessen? Fuck, hatte ich etwa den kompletten Tag verschlafen? Es fühlte sich zwar ganz und gar nicht so an - insgesamt signalisierte mein Körper mir eher eine Nacht überstandener Folter - aber offenbar war es doch mehr als ein kurzes Nickerchen nach dem Sex gewesen.
Oh… Oh fuck, der Sex. Verflucht, den Sex, den ich mit dem Hausmädchen der Frau gehabt hatte, in die ich verknallt war, hatte ich gnädigerweise verdrängt. Aber glücklicherweise war auf mein Hirn Verlass, was die Auffrischung unliebsamer Erinnerungen anging.
Seufzend sah ich Estella dabei zu, wie sie mich angrinste und sich dann ihr Kleidchen im Rücken öffnete, um es an ihrem wieder einmal reichlich nackten Körper hinabgleiten zu lassen. Irgendwie schien sie nur diese Halterlosen in ihrer Unterwäscheschublade zu haben. Aber… ähm… wieso genau tat sie das eigentlich gerade?

„Außerdem lässt sie ganz inoffiziell anfragen, ob du so lieb sein könntest, ihr vor aufgestauter Geilheit fast nutzloses Hausflittchen kurz zu beglücken“, säuselte sie vergnügt. „Das Miststück ist kaum zu gebrauchen, so überdreht ist es. Ihre Worte, nicht meine…“

Irgendwie war ich bereit, daran Zweifel anzumelden. Ihr Gesicht sah mir doch schalkhaft genug aus, dass diese Idee komplett auf ihrem Mist gewachsen sein mochte. Wobei andererseits so eine Aufforderung perfekt zu dieser abgefuckten, anderen Seite von Helen passte, dich ich jüngst kennen lernen musste.
Noch nicht ganz beisammen und reichlich groggy, war es mir irgendwie unmöglich etwas Sinnvolles vorzubringen, als sie sich über meinen Kopf kniete. Zugegebenermaßen war ziemlich offensichtlich, dass sie wirklich sehr erregt war. Die Nässe auf ihren Innenoberschenkeln reichte bis zu den Strumpfbändern und ihre Schamlippen waren heftig geschwollen.
Mit dem nagenden Gefühl im Hinterkopf, ich sollte mich eigentlich nicht darauf einlassen, unternahm ich doch nichts, als sie ihre Pussy meinem Mund entgegensenkte. Wenigstens erwartete sie nicht von mir, sie wieder zu ficken…

Was ich tat, war extrem uninspiriert und ziemlich mechanisch. Im Grunde war ich an Estella nicht interessiert, auch wenn sie mir wenig Gründe lieferte, sie nicht zu mögen. Aber das war ehrlich gesagt kein Hindernis. Ich hatte sehr viel intensiveren Sex mit Frauen gehabt, die ich wesentlich weniger sympathisch fand. Vor allem in den vergangenen Monaten.
Meinem Körper war es offenbar auch reichlich egal, ob ich nun auf sie als Person stand. Ihre Geilheit hatte eine durchaus erregende Qualität und auf einer eher instinktiven Ebene machte mich die unverkennbare Begeisterung, der sie lautstark Ausdruck verlieh, sogar ein klein wenig stolz auf meine halbherzige Leistung.
Jedenfalls bis sich mein Kopf endlich klärte. Was ungefähr mit ihrem ziemlich feuchten Orgasmus zusammenfiel. Ich war bereits gedanklich auf der richtigen Spur, als sie von mir abstieg, aber sie war so freundlich, mir dennoch auf die Sprünge zu helfen.

„Denk bitte nicht, ich würde das nur machen, um die Señora zu überzeugen“, sagte sie leise. „Du bist wirklich unglaublich. Ich spiele das nicht. Ich… übertreibe nur ein wenig, damit sie es auch wirklich mitbekommt.“

Ich gab keine Antwort darauf. Ich starrte sie nur reichlich fassungslos an. Und natürlich lieferte sie keine weitere Erklärung. Das war in diesem Haus ja verpönt.

„Beeil dich lieber“, schlug sie vor, während sie wieder in ihr Kleidchen schlüpfte. „Sie warten schon auf dich.“

Während die Latina daraufhin das Zimmer verließ, wurde mir bewusst, wer ‚sie‘ genau waren. Da war ja nicht nur Helen, zu deren Beruhigung dieses ‚Penner fickt Hausmädchen‘ Spiel gespielt wurde, sondern auch noch Jo, die ohne jede Spur eines Zweifels nicht weniger von allem mitbekommen hatte, als ihre Mutter.
Was würde sie über diese Sache denken? Würde sie es verstehen? Würde sie mir eine Chance geben, es zu erklären? Würde sie mir gleich die Augen auskratzen oder damit warten, bis wir unter uns waren?
‚So stolz, dass es fast schon als Geisteskrankheit durchgeht‘, hatte sie gesagt. Gott, ich stecke in Schwierigkeiten! Und ich hatte sie verdammt noch mal auch verdient!

So schnell ich konnte, zog ich mich an und machte mich ganz oberflächlich frisch, damit ich nicht für weitere Verzögerungen sorgte. Ich hatte es zugegebenermaßen nicht eilig, mich Jo zu stellen, aber gleichzeitig wollte ich auch so schnell wie möglich die Gelegenheit haben, ihr irgendwie zu signalisieren, dass die Dinge anders lagen, als es den Anschein machte.
Oh… Yay! Ich wollte ihr sagen, dass es nicht so war, wie es aussah. Wann hatte das wohl jemals funktioniert? Und war es eigentlich die Wahrheit?
Immerhin fickte ich Estella und das war genau das, wonach es aussah. Die Gründe dafür waren wohl ziemlich egal. Aber warum sagte mir irgendein inneres Stimmchen, dass ich das Richtige tat, während mein Gewissen mich anbrüllte, was für ein Schwein ich sei?

Nicht gerade hoch erhobenen Hauptes schlich ich die Treppe hinunter. Ich schaffte es allerdings, mich geradezumachen, bevor ich die Höhle der Löwinnen betrat. So oder so hatte ich meine Entscheidung schon während des Frühstücks getroffen und jetzt musste ich mich den Konsequenzen stellen.
Trotz aller zusammengerafften Entschlossenheit wäre ich allerdings beinahe mitten im Schritt stehengeblieben und hätte vielleicht auch hörbar geschluckt, als sich drei Augenpaare auf mich einschossen, kaum dass ich den Raum betreten hatte.

Estella war dabei noch die harmloseste Betrachterin. Sie hielt nur kurz inne und fuhr dann in sich hinein lächelnd damit fort, das Essen aufzutragen. Nur am Rande nahm ich wahr, dass sie unübersehbar gelöst wirkte. Entweder reichlich selbstzufrieden oder… tiefenbefriedigt, was mir ehrlich gesagt nicht so wahrscheinlich vorkam.
An zweiter Stelle nahm ich Helens Blick wahr, denn dem dritten Augenpaar wich ich sicherlich nicht völlig unabsichtlich noch aus. Ob es allerdings besser war, die Hausherrin anzusehen und sich zu fragen, ob sie mich gerade als Kakerlake oder potenziellen Vibrator betrachtete, war auch nicht mal eben so zu beantworten.

Ihre Augen waren beinahe halbgeschlossen und ihr Blick war prüfend wie immer - oder fast immer. Ihre Miene war nicht zu deuten, was mich nicht weiter wunderte. Aber immerhin hatte ich nicht sofort das Gefühl, von einem Scharfschützen ins Visier genommen worden zu sein und das kannte ich auch schon anders. Das… war doch schon mal was, oder?
Leider setzte das aber auch die zweite Möglichkeit auf den oberen Listenplatz, wo ich gerade auf ihrer persönlichen Skala eingeordnet wurde. Und sie unterstrich das - vermutlich nicht unabsichtlich - indem sie kurz zu meiner Körpermitte blickte.
Mehr nicht. Kein Lippenbefeuchten, kein Lächeln und keine anderen, mädchenhaften Gesten, zu denen sie zweifelsfrei fähig war. Nur dieser fast schon klinische Prüfblick, der mir irgendwie das Gefühl vermittelte, sie könne gleich zum Handy greifen und ihren Arzt anrufen, um zu erfragen, wie sich ein Schwanz am besten von einem eher nutzlosen Körper abtrennen ließe. Falls sie das nicht auf der Schule für schwerreiche Psychomütter so oder so gelernt hatte…

Fast war ich froh, mich der Dritten im Bunde zuwenden zu können. Fast…
Natürlich gab es im Grunde nichts, was ich lieber tat, als Jo anzusehen. Im Gegensatz zu ihrer Mutter hatte ihre Schönheit keinen fauligen Beigeschmack. Ihre Augen hatten allerdings ihre ganz eigene Schneide, wie sie mir blitzschnell wieder in Erinnerung rief.
Ich konnte nicht verhindern, dass ich sie schuldbewusst anblickte, obwohl sie sich im ersten Moment nicht anmerken ließ, was sie über das dachte, was sie vor Kurzem mit anhören musste. Tatsächlich war ihre Miene völlig neutral und sie wirkte auch wirklich nicht angespannt. Es gab keine Anzeichen dafür, dass sie sauer auf mich war.

Bis zu dem Zeitpunkt, als unsere Blicke sich trafen, jedenfalls. Als sie den Ausdruck meiner Augen erfasst hatte, verengten sich ihre eigenen - warnend? - und etwas an ihrer Haltung veränderte sich. Eigentlich unmerklich, aber es kühlte die Raumtemperatur um zehn oder fünfzehn Grad herunter.
Bevor sie sich abwandte, war da dieser Ausdruck, der durch ihren Blick huschte. Er ließ mich ihre rasiermesserscharfen Krallen hören, wie sie Rillen in eine Glasscheibe schnitzten.
Nicht - gut!

„Schön, dass du es einrichten konntest“, begrüßte mich Helen.
„Sorry wegen der Warterei“, murmelte ich und musste mich nicht bemühen, Verlegenheit vorzutäuschen, weil die echt war. „Irgendwie scheine ich müder gewesen zu sein, als ich dachte. Ich habe geschlafen wie ein Stein.“
„Und die anderen Gründe für die Verzögerung sind uns ja zu Ohren gekommen“, gab sie völlig ungeniert zurück.
Jo schnaubte abfällig.

„Missbilligung, Liebes?“, fragte Helen sofort, und als sich ihr Blick auf ihre Tochter richtete, waren die Suchscheinwerfer auf volle Kraft gestellt. „Oder gönnst du deinem Klassenkameraden seinen Spaß nicht?“
„Hör auf ins Blaue zu schießen, Mutter“, brummte Jo ganz gelassen, wenn auch mit einem leicht genervten Unterton. „Ich mag ihn, aber es nervt ziemlich, dass er dauernd mit seinem Schwanz denken muss.“
„So sind die Jungs eben“, erwiderte Helen fast schon mütterlich.
„Wenn du das so natürlich findest, kannst du ja oben schlafen und ich kriege dein Bett weit weg von dem Gejaule.“

Ich verfolgte den Austausch mit reichlich großen Augen. Es klang alles ganz harmlos, aber es gab da all diese Anzeichen dafür, dass sich zwei wütende Raubkatzen belauerten, die einfach nicht zum lockeren Ton passten.

„Hast du gehört, Matt?“, wandte sich Helen an mich. „Meine Tochter fürchtet um ihren Schlaf. Könntest du… dich etwas leiser gebärden?“
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass man von mir keinen Mucks gehört hat“, gab ich zurück.

Ja, es kam perfekt aus mir raus und es half mir sogar dabei, einen Teil meiner Befangenheit abzuschütteln. Diese Rolle des unanständigen Gossenpunks war mir in der Zeit auf der Schule so in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie mir irgendwie Halt gab.
Erstaunlicherweise schien das eine Schwachstelle der ansonsten so unerschütterlichen Gottesanbeterin zu sein. Das war nun schon das zweite Mal, dass ich sie mit dieser Attitüde für einen Augenblick sprachlos machte. Diesmal lächelte sie sogar beinahe und musste sich ein verblüfftes Kopfschütteln verkneifen.
Ich schien mit dieser Rolle irgendwie ihren Erwartungen zu widersprechen, ohne dabei unglaubwürdig zu wirken. Und was sie aus dem Konzept brachte, mochte sich durchaus als überlebensnotwendig erweisen, also merkte ich mir das diesmal ganz genau.

„Gehört, Stella?“, fragte Jo. „Halt dich mal mehr zurück, sonst besorge ich ihm einen Knebel für dich.“
„I-ich kann nichts dafür, Señorita. Er ist… gut.“
„Das höre ich nicht zum ersten Mal“, sagte Helen ganz beiläufig. „Es scheint ja wirklich was dran zu sein…“
Wieder schnaubte Jo nur abfällig.
„Hast du andere Erfahrungen gemacht, Liebes?“
„Reichlich“, bestätigte Jo.

Allem Anschein nach fiel nicht nur mir alles aus dem Gesicht bei diesem einen Wörtchen. Während mein Herz stehenblieb und ich mich schon der Frage zuwenden wollte, was auf meinem Grabstein stehen würde, starrte Helen ihre Tochter halb verwirrt, halb fassungslos an.
Glücklicherweise schenkte sie mir für den Augenblick keinerlei Aufmerksamkeit, denn ich brauchte eine Weile, bevor ich meine eigene Miene wieder unter Kontrolle hatte.

„Du dachtest nicht wirklich, ich würde in Frankreich leben und zur Schule gehen und keine Pariser ausprobieren“, kanzelte Jo ihre Mutter ziemlich kalt ab.
„Pariser?“
„Männer aus Paris? Du weißt schon, die Hauptstadt von Frankreich. Die Stadt der Liebe… Und der ziemlich begabten Liebhaber…“
„Jaqueline Ophelia!“
„Ich wage zu bezweifeln, dass irgendwelche Amerikaner da mithalten können“, philosophierte Jo ungerührt. „Ich wette, deine süße, kleine Melody ist inzwischen voll und ganz auf den Geschmack gekommen.“
„Melody ist ein anständiges Mädchen!“, empörte sich Helen.
„Uh-huh. Und mein Arsch ist noch Jungfrau…“

Ich nutzte den Schlagabtausch zwischen Mutter und Tochter, bei dem Helen nach meinem Empfinden sehr seltsame Verhaltensmuster an den Tag legte, um mich unbemerkt zu setzen. Den Schluck, den ich gerade aus meinem Glas genommen hatte, als Jo ihre letzte Breitseite abfeuerte, verteilte ich nur unter größten Mühen nicht über den gesamten Tisch.
Das hatte sie jetzt nicht wirklich gesagt, oder? Und… meinte sie es auch wirklich so? Nicht, dass es mich etwas angegangen wäre, aber…

Ich wäre der Frage vielleicht im Stillen noch weiter nachgegangen, aber Helen wandte sich mir zu und sah mich an, als würde sie Unterstützung von mir erwarten. Von… mir. In einem Streit mit ihrer Tochter über den Anstand ihrer anderen Tochter - wozu ich unglücklicherweise eine Menge zu sagen gehabt hätte…

„Was soll er jetzt dazu sagen?“, rettete mich Jo aus der brenzligen Situation und ließ mich auch gleich den Preis für ihre Unterstützung zahlen. „Nach allem was ich gehört habe, besteht sein unwiderstehlicher Charme größtenteils darin, dass er sein Ding ziemlich rücksichtslos in jedes verfügbare Loch steckt. Und so tief wird sie wohl kaum gefallen sein…“

Autsch! Das tat weh und ich zeigte ihr auch mit einem überraschten Seitenblick, dass ich es gar nicht witzig fand, sie nun auch auf diesen Zug aufspringen zu sehen. Es brachte mich vielleicht aus der Schusslinie, aber wenn ich von einer Person nichts darüber hören wollte, wie viel tiefer als irgendwer ich stand, dann war das Jo.
Der kühle Blick, mit dem sie mir begegnete, sagte mir allerdings so einiges darüber, wofür das in Wahrheit die Retourkutsche war. Ganz offensichtlich nahm sie die Sache mit mir und Estella nicht einmal ansatzweise so locker, wie es zunächst den Anschein gemacht hatte…

„Ein Jammer“, setzte sie auch gleich nach. „Er ist intelligent und witzig, aber sobald er eine Chance auf einen Fick wittert, setzt wohl etwas bei ihm aus.“
„Er ist übrigens anwesend“, brummte ich missmutig.
„Bist du ganz sicher, dass du ihn leiden kannst?“, erkundigte sich Helen leicht verblüfft.
„Er versteht was von Autos“, antwortete sie, als würde das alles erklären. „Oh, Jake hat sich übrigens nach dir erkundigt.“

„Jake?“, hakte Helen neugierig nach.
„Ein Lehrer“, meinte Jo nur und wandte sich dann mir zu. „Ich habe ihm gesagt, dass er sich keine Sorgen machen muss. Aber falls du jetzt bei Stella einziehen und die Schule schmeißen willst, muss ich das wohl zurücknehmen.“
„Ich will sie nicht heiraten, sondern ficken“, grollte ich.

Mein Unmut war nicht gespielt, auch wenn er zu meiner Rolle passte. Ebenso wie die Art, auf die ich dem Hausmädchen unter ihr Kleidchen griff, als sie sich neben mich stellte und meinen Teller füllte. Dieses Spiel konnten auch zwei spielen, egal wie kindisch das war.
Dass die Latina mir ganz und gar breitwillig ihre Schenkel ein wenig öffnete, hätte mich wohl nicht überraschen sollen. Und sie feucht und mehr als nur bereit vorzufinden, ebenso wenig. Was auch immer ihre Rolle in diesem ganzen Drama war, sie war sich offenbar nicht zu schade, möglichst viel Nutzen daraus zu ziehen.

Während des Essens, bei dem Estella erstaunlicherweise mit am Tisch saß - irgendwie hatte ich das nicht erwartet - fing ich mir immer wieder Spitzen von Jo ein, die auf meine hyperaktive Libido abzielten. Sie schaffte es, selbst den oberflächlichen Smalltalk über Dinge wie den Schulstoff zu Steilvorlagen umzuwandeln.
Helen schien sich darüber durchaus zu amüsieren und tat nichts, um ihre Tochter zu bremsen und ich fing an mich zu fragen, ob ich überhaupt noch auf eine Chance hoffen durfte, ein klärendes Gespräch mit ihr zu führen. Irgendwie schienen mir meine Chancen darauf mehr und mehr zu schwinden.
Schließlich hätte sie auch ganz normal mit mir sprechen können. Helen schien keineswegs mehr misstrauisch wegen irgendwelcher Dinge, die uns beide betrafen.

Dem äußeren Anschein nach war ich bei dieser Mahlzeit der Einzige, der angespannt blieb. Helen war beherrscht wie immer, Estella war still und schien mit der Situation recht zufrieden und Jo… Jo war augenscheinlich gelassen und bedachte einen Schulfreund mit Sticheleien.
Ich wollte es gerne als Show sehen, die für ihre Mutter gespielt wurde. Ich wollte gerne glauben, dass sie im Grunde anders dachte, aber es fühlte sich sehr, sehr authentisch an. Selbst als Anwesender mit etwas zusätzlichem Hintergrundwissen konnte ich kaum vermeiden, dass sich mir ein bestimmter Eindruck aufdrängte.
Es schien, als würde hier ein mehr oder minder guter Freund der Tochter des Hauses am Abendessen teilnehmen, der zufälligerweise etwas mit dem Hausmädchen angefangen hatte. Mehr schwang da einfach zu keiner Zeit mit.

Auch nicht, als Helen einen Anruf beantwortete und kurz den Raum verließ, um zu telefonieren. Egal wie sehr ich versuchte, mit ihr Blickkontakt herzustellen und wenigstens eine kurze Verständigung zu erreichen, sie ging nicht darauf ein. Und Estella verhielt sich auch die ganze Zeit über ihrer Rolle in diesem Spiel entsprechend. Inklusive reichlich häufiger, kurzer Ausflüge ihrer Hand in meinen Schoß.
Hätte ich es nicht besser gewusst… Aber… Wusste ich es denn besser? Trotz der Erlebnisse mit Jo war ich mir da ganz einfach nicht mehr sicher. Sie spielte ihre Rolle so perfekt überzeugend, dass ich langsam anfing zu verzweifeln.
Ich musste ein klärendes Gespräch mit ihr führen. Fernab von lauschenden Ohren. Als sie nach dem Essen zuerst aufstand und ich sie nach Verlassen des Raumes kurz durch die großen Fenster im Garten zu sehen glaubte, musste ich die Gelegenheit einfach ergreifen. Mit der Ausrede, rauchen gehen zu wollen, entfloh ich der Gesellschaft der anderen beiden Gottesanbeterinnen.

Suchend durchstreifte ich den Garten, bis ich in der Ferne einen Lichtpunkt aufglühen sah. Kurz und orange-rot. Wie eine Zigarettenspitze.
Meine Hoffnung, dass es Jo wäre, erfüllte sich. Meine andere Hoffnung, dass sie mir weit hinten im Garten fern des Hauses anders gegenübertreten würde, nicht… Ihr Gesichtsausdruck war unverändert desinteressiert und ihr Blick weiterhin reserviert, wenn nicht sogar kühl.

„Wir sollten reden…“, sagte ich unsicher, als sie mich nur anstarrte und keinen Ton sagte.
„Willst du mir etwas beichten?“, fragte sie fast schon höhnisch.
„Muss ich das?“, fragte ich, einem leichten Zorn nachgebend.
Aber ich hatte mich schnell wieder im Griff. Noch bevor sie ihre leicht gehobene Augenbraue in Worte übergehen lassen konnte, fuhr ich schon fort.
„Ja, verdammt… Ich muss. Ich weiß nur nicht, wo ich anfangen soll.“

„Du musst mir gar nichts beichten“, berichtigte sie mich kühl. „Beichten langweilen mich. Und ich weiß sowieso schon alles, was ich wissen muss.“
Das ließ mich nach Luft schnappen. So knallhart und abweisend erwartete ich zwar dauernd ihre Mutter, aber nicht Jo.
„Aber… Ich dachte…“, stammelte ich, zugegebenermaßen durchaus verletzt.
„Dann hast du dich geirrt“, unterbrach sie. „Und ich mich wohl auch…“

Sie stieß sich von der Mauer ab, an der sie lehnte, und setzte sich in Bewegung. Ihre Miene war völlig undeutbar. Nur ihre Augen funkelten - wie ich annahm vor Wut.
Sie kam nicht auf mich zu, sondern steuerte in Richtung des Hauses. Das war irgendwie eindeutig. Ich stand nur zufällig im Weg. Und sie schien von mir zu erwarten, dass ich ihr Platz machte.
Noch ein wenig irritiert und mit der Frage beschäftigt, was hier eigentlich schief lief, tat ich das allerdings nicht sofort. Also musste sie um mich herumgehen oder vor mir stehen bleiben. Sie entschied sich für Letzteres und funkelte mich von unten herauf provozierend an.

„Jo…“, versuchte ich noch einmal eine Erklärung anzubringen.
Auch wenn ich selbst nicht wusste, wie ich fortfahren wollte. Ich rechnete nämlich fest damit, unterbrochen zu werden. Und natürlich hatte ich recht…
„Du musst wissen, was du tust“, zischte sie leise. „Und was du willst…“

Seufzend machte ich einen Schritt zur Seite. Und fast war mir, als seufzte sie auch, während sie den Kopf wieder senkte und sich erneut in Bewegung setzte.
‚Und was du willst…‘, echote es in meinem Kopf. ‚Was du willst…‘
Sie ging an mir vorbei. So dicht, dass ihre Schulter meine Brust streifte. Und ich packte zu, als sie mich gerade passiert hatte. Ich griff ihren Arm und hielt ihn fest.

Stocksteif blieb sie stehen. Alles an ihrer Körpersprache schrie ihre Ablehnung und ihren Widerwillen heraus. Warum hatte ich sie aufgehalten? Sie wollte doch offensichtlich nichts weiter mit mir zu schaffen haben.
„Lass meinen Arm los“, zischte sie, ohne zurückzublicken.
„Nein.“
„Lass sofort meinen Arm los“, wiederholte sie so mörderisch kalt, dass es mir fast körperlich wehtat.
„Nein!“, knurrte ich zornig.

Um ehrlich zu sein, hatte ich keine bewusste Kontrolle über die Situation. Ich stand praktisch neben mir und wusste selbst nicht, was ich da tat. Aber mein anderes Ich hörte nicht auf die Aufforderungen von mir selbst, sie loszulassen.
Ich sah, wie sich ihre Schultern noch mehr anspannten. Sah, wie sie sich einen etwas festeren Stand suchte. Was ein extremes Alarmsignal war. Ein überdeutliches, nonverbales Zeichen dafür, dass sie sich kampfbereit machte. Und nebenbei ein Beweis dafür, dass sie über reichlich Erfahrung in irgendeiner Kampftechnik verfügte.

„Und warum hältst du mich fest?“, fragte sie mühsam beherrscht.
„Weil…“
Es machte ‚klick‘ und ich rutschte wieder in meinen eigenen Körper hinein. Plötzlich war da eine Ahnung von einem Sinn. Wie ein Licht am Ende des Tunnels.
„Weil ich es will.“

Ihr Kopf kam hoch und fuhr zu mir herum. Ihre Augen sprühten Funken, als sie mich forschend anstarrte. Sie war so… unglaublich schön in diesem Moment, dass ich einfach eine Sekunde lang nur daran denken konnte.
Meine gesamte bewusste Erfahrung sprach dagegen, dass ich gerade das Richtige tat. Vernunft und Logik schrien im Duett Zeter und Mordio, als ich an sie herantrat und sie gleichzeitig zu mir drehte. Oder eher zerrte…
Nur mein Instinkt war anderer Meinung. Aber ich hatte ehrlich noch nie erlebt, dass er sich so dermaßen uneinig mit meinem Bewusstsein war. Und das machte mich im Grunde ziemlich hilflos. Ich musste mich für eine Seite entscheiden und es fühlte sich beides an, als wäre es einfach falsch.

Zu meinem Glück oder Unglück - was es war würde ich in Kürze ganz genau und vermutlich sehr endgültig wissen - handelte mein Körper schon gesteuert von meinem Instinkt, bevor mein Hirn versuchen konnte, die Kontrolle zurückzuerlangen.
Und das führte dazu, dass ich ihren Nacken packte und sie grob zu mir zog, um sie zu küssen.
…!

Ich war nie in einer seltsameren Situation. Das kann ich bei meinem Leben beschwören.
Die Frau mir gegenüber vibrierte offensichtlich vor unterdrücktem Zorn und Aggression. Sie funkelte mich mit einem Ausdruck an, der gut auch Mordlust sein konnte. Und sie tat rein gar nichts, um mir entgegenzukommen. Jeder Körpersprachenexperte hätte den Versuch sie zu küssen, vermutlich gar nicht erst auf eine Liste gesetzt. Nicht einmal auf die mit den Dingen, die man mit ihr gerade keinesfalls ausprobieren sollte. Einfach, weil es so absurd und offensichtlich war, dass nicht einmal ein lebensmüder Hirnamputierter auf diese Idee kommen konnte.
Und trotzdem tat ich es… Und sofort war mir eine Sache klar bewusst: Sie tat auch nichts, um sich mir zu entziehen.

Hart und fordernd presste ich meine Lippen auf ihre und fühlte hier ganz besonders deutlich, unter welcher Spannung sie stand. Trotzdem drängte ich meine Zunge gegen ihre fest zusammengepressten Lippen.
Und plötzlich war sie in ihrem Mund und fand ihr Gegenstück. Plötzlich packten mich Jos Hände an Kragen und Nacken und rissen ebenso gewaltsam an mir, wie ich es bei ihr tat. Plötzlich küsste sie mich nicht einfach zurück, sondern ging zum Gegenangriff über.

Noch einmal schwöre ich. Diesmal, dass die Umgebungstemperatur in einer Millisekunde von lauschiger Sommernacht auf Backofen sprang. Es war plötzlich so heiß, dass die Blumen und das Gras um uns herum ohne Zweifel eingehen würden.
Das war kein romantischer Kuss. Das war ein Kampf. Und Jo trug ihn nicht mur mit Zunge und Lippen, sondern auch mit Zähnen und Klauen aus.
Sie schlug ihre Krallen in die Haut meines Nackens, bis sie spürbar die Haut durchdrangen. Sie biss mir so fest in die Unterlippe, dass ich Blut schmeckte. Aber ich packte ihren Nacken daraufhin so fest, dass ich fast Angst hatte, ihr das Genick zu brechen. Und sie stöhnte zur Antwort in meinen Mund.

Ich packte sie härter an, als ich jemals eine Frau angefasst hatte. Diejenigen unter den Barbies aus meinem Sexklub eingeschlossen, die es ganz besonders hart und wild gemocht hatten. Fuck… Selbst die Frauen eingeschlossen, denen ich bisher mit Gewalt begegnen musste, um meine eigene Haut zu retten.
Ich griff so hart zu, dass es Blutergüsse hinterlassen musste. Aber genau das führte dazu, dass Jo sich in diesen Kuss wirklich ergab. Dass sie wirklich anfing, sich tatsächlich von mir küssen zu lassen und Leidenschaft an die Stelle der Aggression trat.
Aber als ich daraufhin meinen Griff wieder lockerte, riss sie sich sofort los und schnappte keuchend nach Luft.

„Küss mich nie wieder, wenn du nach der Fotze einer anderen schmeckst!“, fauchte sie mich an.
Noch dicht bei mir und nicht ganz frei von meinem Griff war ihr Gesicht keine Handbreit von meinem entfernt. Aber ich sah das Glitzern in ihrem Blick trotzdem ganz genau. Ich schluckte hart.
Natürlich hatte ich vergessen, mir nach dem Intermezzo mit Estella noch rasch die Zähne zu putzen. Was dumm gewesen war. Aber Jo daraufhin zu küssen verdiente einen echten Ehrenplatz auf dem Treppchen der völlig bescheuerten Taten.
Allerdings tat ich es gleich noch einmal und bewies damit, dass ich wirklich der dämlichste Mensch auf dem Planeten war.

Nur… Das Glück war offenbar mit den Dummen. Oder aber es war wirklich notwendig, allein auf den Instinkt zu hören, wenn ich es mit Jo zu tun hatte. Der hatte mir nämlich in etwa gesagt, dass ich mir von ihr nichts vorschreiben lassen sollte, sondern die Initiative behalten musste. Oder so…
Mein Hirn hingegen war zuerst schockiert über meine eigenen Handlungen und dann völlig irritiert, als Jo sich noch einmal - und zwar ohne den vorherigen Ringkampf - auf ein leidenschaftliches Zungenspiel einließ. Und diesmal sogar die Augen schloss und sich fest an mich drängte.
Für endlose Minuten konnte ich das nun wirklich und in vollen Zügen genießen. Und ganz ehrlich: Ich war echt am Ziel meiner Träume angekommen.

Jo zu küssen war genau so, wie ich es mir ausgemalt hatte. Sie hielt niemals still. War immer aktiv. Wenn ich ihre Zunge nicht jagte, drehte sie den Spieß um. Und wenn sie Luft brauchte, knabberte sie an meinen Lippen oder leckte darüber.
Sie nahm überhaupt keine Rücksicht auf solche Dinge wie Speichelfluss. Das konnte sie nicht aufhalten und schien sie auch nicht abzuschrecken. Im Gegensatz zu manchem Mädchen aus der Vergangenheit, für das ein feuchter Kuss schon ein Trennungsgrund gewesen war.
Die passendsten Attribute für das, was ich mit Jo erlebte, waren ‚rückhaltlos‘ und ‚mit vollem Einsatz‘. Nicht weniger gab sie und nicht weniger verlangte sie. Sonst spürte ich ihre Krallen. Und zwar nicht metaphorisch.

Aber ich war willige Beute… Und begeisterter Jäger.
In diesen wenigen Minuten im Garten von Jos Elternhaus durchbrach mein Kopf zum ersten Mal seit über zwei Jahren die Wasseroberfläche meines Defizits an Nähe. Und ich bekam auch gleich einen Panoramablick darauf, dass alle meine vorherigen Erfahrungen damit gerade einmal durchschnittlich waren. Während ich nun vor einem Mount Everest in dieser Hinsicht stand.
In gewisser Weise war genau das der Zeitpunkt, wo sich Jos kleine Hand fest um mein Herz legte und ich wusste, dass es ihr gehörte. Nachdem ich das erlebt hatte, war etwas anderes… einfach nicht mehr genug.

Natürlich endete es. Und natürlich war das Ende überraschend. Sie stieß mich nämlich einfach irgendwann von sich und ich war so aus dem Gleichgewicht, dass ich rückwärts stolperte und auf dem Hintern landete.
Völlig fassungslos zu ihr aufblickend sah ich ihr Gesicht im Mondschein richtig glühen. Ihre Augen machten den Sternen Konkurrenz. Sie strahlten wirklich, als wären sie von innen beleuchtet. Mit Hochleistungsstrahlern…
„Wasch dir das Gesicht oder ich schwöre dir, ich schneide die Stellen, die nach der kleinen Mistschlampe schmecken, mit einem Löffel weg“, warf sie mir schwer atmend an den Kopf.
Und dann drehte sie sich um und war schneller verschwunden, als ich meinen Sprachapparat wieder in Gang setzen konnte.
What the…?

Langsam aber sicher verstand ich ehrlich nichts mehr. Alle Bewohner dieses Hauses schienen einfach nur einen gewaltigen Dachschaden zu haben. Sie spielten alle ihr eigenes Spiel mit den anderen und jedem zufällig Anwesenden.
Ich fühlte mich ehrlich alles andere als wohl damit, mich in diesem Kriegsgebiet aufzuhalten. Überall schienen Minen zu liegen. Und ich hatte riesige Clowns-Schuhe an. Sodass ich praktisch sekündlich damit rechnen musste, dass die Scheiße auf den Ventilator traf.
Flucht aus diesem Irrenhaus war die Option, die der Logik nach als einzige in Betracht kam. Bevor eines dieser durchgeknallten Weiber mich vergiftete, mit den Zähnen zerriss, zu Tode fickte oder anderweitig umbrachte.

Trotzdem wusste ich ganz genau, dass ich bleiben würde, denn Jo war hier. Und wenn die mich umbringen wollte, dann würde ich ihr sogar noch dabei helfen. Es war absurd, aber ich erkannte ziemlich klar, dass ich für sie auf meinen Abschluss oder meine Freiheit pfeifen würde.
Noch besser wäre allerdings natürlich, wenn ich es irgendwie schaffen würde, durch dieses Minenfeld zu gelangen, ohne Gliedmaßen zu verlieren. Und dazu wäre es hilfreich, wenigstens im Ansatz zu verstehen, was zum Henker hier passierte.
Nur… Wie sollte ich herausfinden, wer hier welches Spiel mit wem spielte? Wussten die da drin das überhaupt selbst?

Ich saß ungefähr eine Stunde lang auf dem Rasen und rauchte ein paar Zigaretten, während ich versuchte, ein Muster in all den Dingen zu erkennen, die in den letzten knapp vierundzwanzig Stunden passiert waren. Ohne viel Erfolg, wie ich hinzufügen muss.
Als ich irgendwann Estella vom Haus aus nach mir rufen hörte, gab ich auf und kehrte in die Höhle der Löwinnen zurück. Oder in das Nest der Gottesanbeterinnen. Oder was auch immer…
Aber immerhin war ich genug bei der Sache, um meine Kleidung zurechtzurücken und mir das meiste Blut von der Unterlippe zu lecken. Auch wenn ich trotzdem einen etwas derangierten Eindruck machen musste.

Die Latina stand auf der Terrasse, als ich näherkam. Und durch die Panoramafenster sah ich Helen mit einem Buch auf dem Schoß und untergeschlagenen Beinen auf der Couch sitzen. Nur Jo war nicht zu entdecken.
Ich tat das Einzige, was mir spontan einfiel, um meinen Zustand irgendwie zu rechtfertigen. Und dazu schloss ich Estella in die Arme, als ich bei ihr ankam, und legte mir ihre Arme in den Nacken. Ihren seltsamen Blick auf meinen Mund ignorierte ich.

Ich wusste natürlich, dass die Latina sich sehr klar denken konnte, woher ich meine Blessuren hatte. Aber sie wusste ja auch andere Dinge. Und wie ich vermutet hatte, bereitete es ihr keine Probleme, meinen leidenschaftlichen Kuss voll und ganz zu erwidern. Vermutlich war ihr völlig egal, wen ich zuvor geküsst hatte, solange sie etwas abbekam…
Ebenso wenig Einwände hatte sie dann dagegen, dass ich sie an mich drückte und hochhob, während sie sich an mich klammerte. Und ihre einzige Reaktion, als ich sie hart gegen die riesigen Fenster schob, war ein kehliges Stöhnen.

Ich sah nicht hin, weil das unnötig war. Die ganze Glasfront hatte vibriert. Helen würde mitbekommen, was vor sich ging.
Nun zählte nur noch, dass sie auch die passende Show geboten bekam. Und dazu imitierte ich Jo und biss Estella hart in die Lippe, was die laut in meinen Mund quietschen ließ. Und sie erst so richtig in Fahrt brachte...
Sie vom Arsch bis zu den Titten ganz ungeniert zu begrabschen fand dann ihren Beifall, und wenn ich meinen Schwanz ausgepackt und sie an Ort und Stelle gevögelt hätte, wäre sie willige Beute gewesen. Da war ich mir sicher.
Stattdessen setzte ich sie aber irgendwann ab und ging etwas auf Abstand.

Die Latina schnappte nach Luft und sah mich an, als wäre ich so eine Art Sexgott. Ihre Augen glänzten ebenso wie ihre Lippen und sie schien unfähig sich zu bewegen, obwohl ihr Kleid ihren Po nicht mehr bedeckte und ihre Haare völlig durcheinander waren.
Ich grinste sie wölfisch an und ging nach drinnen, wo mich Helen intensiv musterte. Und zwar ebenfalls mit einem gefährlichen Glitzern in den Augen, leicht feucht schimmernden Lippen und eindeutig spitzen Nippeln unter ihrer Bluse.
Standen die denn wirklich alle auf die harte Nummer? Gab es hier niemanden, der auch mal ganz zärtlichen, liebevollen Sex haben wollte…? Was für eine kranke Welt…

„Matt…“, setzte sie an.
„Entschuldigen Sie, Helen“, unterbrach ich und gab mich dabei ziemlich selbstsicher. „Vielleicht sind die Pferde ein wenig mit mir durchgegangen. Kommt nicht…“
„Oh bitte, Matt“, unterbrach nun sie. „Estella hat so gut wie Feierabend für heute und die Scheiben sind aus Sicherheitsglas. Solange ihr so etwas nicht in der Nähe der wertvolleren Dekorationen macht, werde ich euch nicht in euren Privatvergnüglichkeiten beschneiden.“

Ich antwortete nicht. Sah sie nur an und fühlte erneut den Eindruck bestätigt, dass sie tatsächlich mindestens zwei Seiten hatte. Nämlich die eiskalte Society-Schnalle und die sexhungrige Schlampe. Es war plötzlich so klar. So offensichtlich. Vielleicht, weil sie gerade eindeutig ziemlich spitz war und das ihre andere Seiten zurückdrängte und die Maske verrutschen ließ.
Wenn diese Tussi mich nicht als Bedrohung betrachtete, dann war ich entweder ein lästiges Insekt oder eine Art nützliches Haustier. Sogar hier zog offenbar dieser ‚Magnetismus der Gosse‘, der den Mädchen auf der Schule die Höschen nass machte. Zumindest wenn die Umstände es zuließen.

Und aus Helens Sicht ließen sie das ja nun zu, denn Jo war sozusagen aus der Schusslinie. Ich war der Stecher des Hausmädchens und somit praktisch erweitertes Eigentum.
Wie lange würde es dauern, bis sie das erste Mal versuchen würde, mich zu einem Fick zu animieren? Und wie lange von da an, bis sie das forderte?
Scheiße, machten mich diese Menschen krank!

„Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich gerne auf das Zimmer gehen“, sagte ich und verbannte meine Gedanken in den Hintergrund. „Schicken Sie Estella einfach zu mir hoch, wenn Sie ins Bett gehen. Ich werde warten und mich noch etwas ausruhen.“
„Kräfte sammeln?“, fragte sie fast schon kokett.
Ich nickte und rang mir ein Lächeln ab.
„Du kannst Estella gerne schon mitnehmen…“, wollte sie daraufhin vorschlagen.
„Wenn sie noch eine Stunde oder zwei darauf warten muss, ist sie genau in dem Zustand, in dem ich sie haben will“, antwortete ich kopfschüttelnd.

Dann wandte ich mich ab. Aber ich sah, wie es in Helens Augen aufblitzte und sie sich auf die Lippe biss. Womit ich nun erfolgreich zwei Leute in einen Zustand versetzt hatte, in dem sie nicht mehr klar denken konnten. Ob mir das nun passte oder nicht.
Estella allerdings nicht zu mir zu holen, hätte so dermaßen unnatürlich gewirkt, dass ich mir das nicht leisten konnte. Jedenfalls nicht, bis ich wusste, ob ich das Risiko eingehen wollte, die Hausherrin mächtig zu verärgern, indem ich sowas wie die Wahrheit auspackte.
Und das war etwas, worüber ich wirklich gerne mit Jo reden wollte. Auch wenn ich mich fragte, ob ich dazu jemals die Gelegenheit erhalten würde.

Ich ging nach oben und nutzte meine zurückgewonnene, leidliche Beweglichkeit dazu, zum ersten Mal alleine zu duschen. Und mir die Zähne zu putzen. Und mich zu rasieren. Und all das…
Tatsächlich rasierte ich mich überall, wo ich das normalerweise eben so tat. Auch wenn ich nicht unbedingt scharf darauf war, mit Estella zu schlafen, stand mir das nämlich todsicher bevor. Und so langsam war es nötig, die Stoppeln zu entfernen.
Danach legte ich mich dann aufs Bett, verschränkte die Hände hinter dem Kopf und starrte an die Decke. Bis irgendwann etwas passieren würde…

Die Tür öffnete sich nach einem leisen Klopfen etwa anderthalb Stunden später. Und herein kam tatsächlich die Latina. Sie schloss die Tür mit einem Hüftschwung und stemmte die Hände in die Hüften.

„Lass sie noch ein oder zwei Stunden darauf warten, ja?“, zischte sie mit funkelnden Augen. „Erwartest du, dass ich dich jetzt auf Knien anflehe, es mir zu besorgen?“
„Und wenn?“, gab ich zugegebenermaßen wirklich etwas amüsiert zurück.

Statt einer Antwort mit Worten griff sie sich in den Rücken und ließ dann ihr Kleid zu Boden gleiten. Danach sank sie einfach auf die Knie und blickte mich sehnsüchtig an.

„Verschließ die Tür“, sagte ich. „Heute Nacht möchte ich nicht, dass Helen plötzlich im Raum steht. Und wenn sie dich gleich hört, könnte sie den Drang dazu verspüren.“
„W-wieso?“, stammelte Estella und schien sich absolut nicht sicher, ob ich das ernst meinte.
„Weil du schreien wirst, Chica“, antwortete ich. „Und niemand wird auseinanderhalten können, ob es Schmerz- oder Lustschreie sind. Vielleicht nicht einmal du…“

Sie schluckte mit geweiteten Augen und öffnete dann den Mund, um leichter atmen zu können. Aber egal was sie genau dachte, sie wandte sich rasch zur Seite und drehte den Schließmechanismus. Als sie sich mir wieder zuwandte, sah ich sie zittern. Und erstaunlicherweise waren ihre Nippel hart.
Angesichts ihres Zustands war ich mir ziemlich sicher, dass sie keine Ahnung hatte, weswegen ich das wirklich zu ihr sagte. Vielleicht war das sogar völlig unnötig gewesen, aber ich traute Helen jederzeit zu, ihrem Dienstmädchen nachzuschleichen und zu lauschen. Aus Neugierde, wegen eines Rests Misstrauens oder auch einfach nur, weil sie keinerlei Konzept für die Privatsphäre niederer Wesen hatte.
Und außerdem wollte ich sie wirklich keinesfalls plötzlich im Zimmer stehen haben. Weder aus Sorge um ihr Hausmädchen, noch weil ihr zu sehr gefiel, was sie hörte. Vor allem nicht deswegen!

Ich lockte Estella mit dem Finger, hob aber die Hand, als sie aufstehen wollte. Ohne zu zögern, blieb sie unten und krabbelte auf allen Vieren zu mir.
Ich stand auf und trat neben das Bett. Mit ausgestrecktem Zeigefinger bedeutete ich ihr, den Oberkörper darauf zu legen. Nachdem sie das getan hatte, stellte ich mich hinter sie und betrachtete ihren Anblick.

Sie trug noch immer die halterlosen Strümpfe und ihre schwarzen Schuhe mit den flachen Absätzen. Davon abgesehen war sie wieder nackt unter dem Kleid gewesen, wie ich ja wusste.
Von hinten konnte ich hervorragend ihre feucht glitzernde Pussy sehen. Und auch ihre kleine Rosette zwischen den prallen Pobacken. Und die nahm ich nun auch aufs Korn. Die Pobacken, nicht die Rosette.

Estella jaulte vor Überraschung laut, als ich ihr einen klatschenden Schlag mit der flachen Hand verpasste. Sofort zuckten ihre Hände nach hinten, um ihre Haut zu schützen. Mehr im Reflex als aus konkreter Angst, nahm ich an.
„Halt dich auf der anderen Bettseite fest“, forderte ich.
Etwas zögerlich tat sie es. Und dann versuchte sie, mich mit auf der Seite liegendem Kopf irgendwie im Auge zu behalten, damit der nächste Schlag sie nicht überraschte. Ein paar kurze, ruckartige Bewegungen, die ich nur machte, um sie zu reizen, ließen sie gehörig zusammenzucken.

Als ich dann wirklich wieder zuschlug, traf ich sie wie geplant noch einmal völlig unerwartet. Dementsprechend schrie sie auf. Und zwar zweimal. Für jeden der beiden Schläge. Dann rang sie nach Luft und schluchzte ein paar Mal unwillkürlich.
Alles in allem gab es nur einen Indikator, dass die Latina durchaus Spaß an dieser Art von Spiel hatte. Ihre immer stärker anschwellende und bereits richtiggehend tropfende Pussy verriet mir alles, was ich wissen musste.
An dieses sensible Messgerät hielt ich mich, während ich das Spiel fortsetzte. Daran und an die Art, wie sie mir nach einer Weile ihren Po wieder mehr entgegen reckte, wenn ich eine Pause einlegte. Sobald sie es schaffte, aus Angst vor der Plötzlichkeit des Schmerzes nicht bei jeder Luftbewegung zusammenzuzucken. Was nach einem oder mehreren Schlägen meist etwas dauerte.

Ich ließ mir Zeit. Und ich ließ zugegebenermaßen auch ein ganz klein wenig Dampf ab. Natürlich schlug ich nicht mit voller Kraft zu. Aber ich tat ihr weh. Das war völlig unzweifelhaft. Ebenso, wie dass sie das genoss.
Ihre eigentlich natürlich braune Haut war auf ihrer Kehrseite bald einfach nur noch rot. Und auf ihrem Körper bildeten sich langsam Schweißperlen. Aber was mir wirklich sagte, dass sie genug hatte, war die Art, wie ihre Schreie immer mehr zu heiserem Stöhnen wurden.
Ohne ein absoluter Experte zu sein, wusste ich, dass irgendwann bei Menschen, die auf Schläge abfuhren, ein bestimmter Punkt kam. Körpereigene Drogen betäubten das Schmerzempfinden und konnten es ins Gegenteil verkehren. Und wenn man nicht aufpasste, übernahmen sich die ‚Opfer‘ völlig, weil sie nicht mehr einschätzen konnten, wie viel sie wirklich verkraften würden.

Estella zitterte längst, als hätte sie Schüttelfrost. Und sie weinte in meine Bettdecke. Es wurde Zeit für eine Umkehr der Behandlung. Für sanfte Streicheleinheiten auf der überempfindlichen Haut und überall sonst. Hinter ihr kniend widmete ich mich dieser Aufgabe ebenso ausdauernd wie dem Spanking davor.
Lange streichelte ich ihren Rücken, ihre Seiten, ihre Beine und vorsichtig auch ihren Po mit den Händen. Bis sie nicht mehr so sehr zitterte und ihr Schluchzen und gepresstes Wimmern langsam immer mehr zu wohligem Seufzen wurde. Bis sie sich wieder entspannte und ich den Eindruck hatte, ihr Lustempfinden sei wieder halbwegs normalisiert.
Erst dann kam die nächste Überraschung für die Latina.

Estella konnte es nicht wissen, aber ich hatte nicht vor, sie zu ficken. Ich hatte nicht einmal vor, sie zu lecken. Sie würde nur meine Hände zu spüren bekommen.
Der Grund dafür war nicht unbedingt, dass mein Schwanz eine Pause brauchte. Tatsächlich stand er längst wie eine Eins. Aber mein Instinkt sagte mir, dass ich darauf verzichten sollte. Und ich war geneigt, ihm zu vertrauen. Ein leiser Hoffnungsschimmer animierte mich dazu. Und schlimmstenfalls hatte ich eben nach langer Zeit mal wieder blaue Eier. Das war dann Pech.

Ohne Estella anzusprechen, ließ ich meine Finger zwischen ihre Beine gleiten und berührte zum ersten Mal, seitdem sie den Raum betreten hatte, ihre Pussy. Sofort atmete sie zischend ein und reckte mir ihren Körper entgegen.
Ich ließ mich auch nicht lange bitten und führte zwei meiner Finger in die munter sprudelnde Quelle ein, die längst ihre Schenkel klatschnass gemacht hatte. Mein Lohn dafür war ein lautes, kehliges Stöhnen. Und das wiederholte sich jedes Mal, wenn ich so tief wie möglich in sie eindrang und meine Knöchel sich gegen ihre Schamlippen pressten.

„Mehr?“, wollte ich nicht ohne Hintergedanken wissen.
„Gott, ja!“, keuchte sie.
Drei Finger verschwanden ein paar Mal in ihr und ließen sie lauter werden.
„Mehr…?“
„Ngh-hn…“, presste sie zwischen zwei Atemzügen heraus.
Ich nahm das als Bestätigung und fügte auch den vierten Finger hinzu. Und wieder nahm ihre Lautstärke zu.

Anfangs musste ich die vier Finger noch eng aneinander und übereinanderlegen, um sie eindringen zu lassen. Aber die Latina war so außer sich vor Lust, dass sich ihre Pussy schnell anpasste. Bald konnten meine Finger eindeutig nebeneinanderliegen.
Das erlaubte mir heftigere Bewegungen. Für eine kleine Weile konzentrierte ich mich ganz darauf, sie auf diese Weise einfach zu ficken. Dass sie dabei kam, überraschte mich nicht. Ich hatte es kommen sehen. Die Frage war, ob sie das fertig machte, oder noch mehr anheizte…

„Mehr?“
Sie antwortete nicht sofort. Stöhnte und keuchte eine Weile, während sie noch von ihrem Höhepunkt zitterte. Aber dann schob sie mir unmerklich ihren Unterleib entgegen. Und ich erkannte ihr Einverständnis darin.
Ich wusste nicht, ob das für sie eine Premiere war. Ihre Muschi war dehnbar genug, aber das bedeutete nicht notwendigerweise etwas. Ich erfuhr allerdings schnell, dass sie von nun an zu den Bekehrten gehören würde.
Als meine Hand mit angelegtem Daumen ganz langsam in ihrem Kanal verschwand, riss sie den Kopf nach oben und hörte auf zu atmen. Ihr ganzer Körper war zum Zerreißen gespannt. Und in ihr arbeitete es mächtig. Bis ich den Widerstand überwunden hatte und nur noch mein Handgelenk sehen konnte, machte sie keinen Mucks.
Aber dann - als meine ganze Hand sich in ihrer Pussy befand und ich anfing die Finger ein wenig zu bewegen und mich etwas vor und zurück zu bewegen - schrie sie laut auf. Ein unverkennbarerer Lustschrei.

Estella kam gleich zu Beginn meines Fistings. Und sie machte keine großen Pausen zwischen diesem und ihren folgenden Orgasmen. Sie kam fünf Mal in rascher Folge, während ich mich eher vorsichtig in ihr bewegte. Dass es ihr gefiel, stand also ziemlich außer Frage.
Aber danach hatte sie genug. Hilflos versuchte sie, mir zu signalisieren, dass sie es nicht mehr ertragen konnte und ich hörte auf, zog mich langsam aus ihr zurück und streichelte dann noch eine Weile einfach ihren Rücken, um sie zur Ruhe kommen zu lassen.

„Madre mía…“, schnaufte sie nach einiger Zeit. „Das war…“
„Intensiv?“, schlug ich vor.
„Unglaublich!“, berichtigte sie. „Nur… Wie komme ich jetzt ins Bad. Ich… muss.“

Schmunzelnd half ich ihr auf und diesmal stützte ich sie, weil sie sich kaum auf den Beinen halten konnte. Ich beruhigte sie, dass sich dort unten nach einer Weile alles wieder normalisieren würde. Und dass sie das Pinkeln vielleicht etwas unangenehm finden würde. All das Lektionen, die ich von der Frau kannte, mit der ich dieses Spiel zum ersten Mal gespielt hatte.
Nachdem sie fertig war, half ich ihr unter die Dusche, denn von der Hüfte abwärts war sie völlig mit ihren eigenen Säften beschmiert. Aber ich trat nicht zu ihr. Stattdessen ging ich zur Tür, stellte den Schließmechanismus wieder um und legte mich dann ins Bett.

Als die Latina aus dem Bad kam, sah sie ziemlich unsicher aus. Das Licht hatte ich zwar gelöscht, aber der Mond war voll und schien durchs Fenster. Ich konnte sehen, wie sie zur Tür blickte und dann zum Bett und wieder zur Tür.
Irgendein Gedanke beschäftigte sie und dann traf sie eine Entscheidung. Leicht mit den Achseln zuckend seufzte sie und kroch zu mir unter die Decke.
Sie legte sich in meinen Arm und ich ließ sie gewähren. Was auch immer diesmal das Spiel war, es war nicht meines. Und wenn ich nicht den Verstand verlieren wollte, konzentrierte ich mich ausschließlich auf die Intrigen in dieser Irrenanstalt, die mich direkt betrafen.

Erschöpft wie sie war, schlief Estella schnell ein. Aber ich blieb wach. Was ich mit ihr getan hatte, hatte knappe zwei Stunden gedauert. Es war nach Mitternacht und ich hatte den Eindruck, wirklich alle im Haus würden nun im Bett liegen.
Falls sich also meine Hoffnung bewahrheiten sollte, konnte es nicht mehr lange dauern.

Falls…


*****

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Samstag, 31. Mai 2014

Random Shorts - Urlaubsabenteuer

Urlaubsabenteuer
Der Beginn einer Reise aus den Niederungen der Oberflächlichkeit ins Unbekannte.
© 2013/2014 Coyote/Kojote/Mike Stone


Mein Dank gilt Dominik, meinem ersten Unterstützer bei Patreon.com, dessen Großzügigkeit ich kaum genug betonen kann, weil er nicht einfach nur einen kleinen Beitrag leistet, sondern einen richtig spürbaren. Er ist der lebende Gegenbeweis dafür, dass alle Deutschen Geiz geil finden. Dafür bin ich ihm mächtig dankbar!

*****

Außerdem möchte ich einigen Ladies danken, die mir zu dieser Geschichte Feedback gegeben haben. Den Mitgliedern meines kleinen Rudels, gewissermaßen. Ihr wisst schon, dass ihr gemeint seid.
Ohne euch hätte ich sie vielleicht letztlich zu cheesy gefunden, um sie zu veröffentlichen. ;-)

*****


Gerome hätte kotzen können.
Sein erster Sommerurlaub als Erwachsener und statt auf einer kanarischen oder karibischen Insel oder zumindest am Ballermann zu sein, befand er sich auf dem Weg zu einem Strand in Dänemark.
Dänemark!

Fast ein halbes Jahr hatte er damit verschwendet, für die perfekte Strandfigur zusätzlich zu trainieren. Sixpack und Muskeldefinition, bewusste Ernährung, haufenweise Schweiß und nicht wenig Kohle - alles für den Arsch.
Und das nur wegen eines einzelnen, läppischen Punktes Differenz im Abschlusszeugnis. Als ob es so einen gewaltigen Unterschied machen würde, ob er nun sieben oder nur sechs Punkte erreicht hatte. Geschafft war schließlich geschafft, oder etwa nicht?

Kurz war dem Achtzehnjährigen durch den Kopf gegangen, dass er vielleicht ein wenig seiner Trainingszeit ins Lernen hätte investieren sollen. Aber das war ein flüchtiger Gedanke.
Greifbarer war da schon die Wut auf seine Deutschlehrerin, die ihn einfach auflaufen hatte lassen. Sie mochte ihn sowieso nicht und mit ihrer Benotung hatte sie das auch ganz klar gezeigt. Nur mit Hängen und Würgen hatte sie ihn überhaupt durchgelassen.

Sorgen waren ihm deswegen nicht gekommen. Gerome musste das Jahr nicht wiederholen. Und das war bislang alles gewesen, was seine Eltern von ihm verlangt hatten.
Die Idee mit dem Dreier-Durchschnitt und der freien Wahl des Urlaubsortes als Belohnung hatte er nicht so extrem ernst genommen. Was wussten seine Eltern schon von den Punkten auf dem Gymnasium? Immer wieder hatte er ihnen erklären müssen, mit welchen Schulnoten die jeweilige Punktzahl gleichbedeutend war.
Nur hatten sie es sich offenbar leider schließlich gemerkt.

Gerome war fast vom Glauben abgefallen, als es hieß, dass er dann wohl mit nach Dänemark fahren würde. Keine südlichen Sandstrände voller junger, hübscher Urlauberinnen, sondern dänische Rentner.
Großartig…
Scheiße!

Am liebsten wäre er daraufhin Zu Hause geblieben. Aber das stand auch nicht auf dem Programm. Seine Mutter hatte sich gar nicht erst auf Diskussionen eingelassen.
„Oh nein, junger Mann. Du wirst uns begleiten. Wir werden einen schönen Familienurlaub verbringen, wie früher, als du noch klein warst.“

Horror!
Allein die Vorstellung hatte Selbstmord oder die Fremdenlegion plötzlich ziemlich attraktiv gemacht. Aber wenigstens hatte Gerome Glück im Unglück gehabt.
„Oder“, hatte sein Vater sofort eingeworfen, „oder wir lassen ihn Dänemark eigenverantwortlich erkunden. Er ist schließlich erwachsen und ein wenig zu alt für abendliche Runden Mau-Mau.“
„Aber…“, hatte seine Mutter widersprechen wollen.
Und dann war etwas sehr, sehr Seltsames und irgendwie leicht Widerliches passiert.

„Brigitte“, hatte sein Vater gemurmelt. „Wir haben uns doch für diesen Urlaub etwas versprochen, nicht wahr?! Wir wollten doch endlich mal wieder… ausgiebig… miteinander… ähm… reden.“
„Oh“, machte sie und… wurde rot im Gesicht. „Ja. Stimmt. Reden… Das ist längst überfällig, dass wir das mal wieder ganz ausgiebig tun.“

Zuhause hatte Gerome noch nicht exakt den Finger darauf legen können, weswegen ihm in dem Moment schlecht wurde. Aber nach der ersten Nacht im Bungalow des Ferienresorts wusste er nun, was mit ‚reden‘ gemeint war.
Bloß nicht zu genau über die Geräusche der letzten Nacht nachdenken, ermahnte er sich. Oder über die Gesichter seiner Eltern beim Frühstück. Und die Blicke, die sie sich zuwarfen. Zum Kotzen!
Aber die Höhe war, dass sie ihn nach dem Essen doch ernsthaft aus dem Bungalow warfen.

„Du willst doch sicher ein wenig die Gegend erkunden“, hatte sein Vater gesagt. „Andere junge Leute kennenlernen und am Strand liegen. Mädchen treffen und so weiter…“
Statt energisch zu widersprechen, weil das Thema auf das andere Geschlecht kam, kicherte seine Mutter dämlich und wurde rot unter dem Blick seines Vaters, der ihn nicht einmal angesehen hatte, während er sprach.
„Lass dir ruhig Zeit dabei“, fügte der Alte noch hinzu. „Wir sehen dich dann beim Abendessen…“

Beim Rausgehen hatte er sie dann noch miteinander tuscheln gehört.
„Wir hätten ihn einfach seinen Inselurlaub machen lassen sollen“, meinte seine Mutter.
Eine Aussage, der Gerome nur von ganzem Herzen zustimmen konnte.
„Wieso?“, fragte jedoch sein Vater. „Gestern Nacht hat dich seine Anwesenheit doch auch nicht gestört.“
„Rudolf!“

Mehr Motivation hatte er nicht gebraucht. Selbst ein Strand voller Rentner war besser als ein Bungalow voller… sexbesessener Eltern.
Ab-ar-tig!
Die ungebetenen Bilder vor seinem geistigen Auge würde er wahrscheinlich nie mehr loswerden. Wenn er wieder Zu Hause war, brauchte er ganz sicher eine Therap…
Oh.

In Gedanken versunken war Gerome einfach vor sich hingelaufen. Grob in Richtung des Meeres, aber ohne einen Blick für die Umgebung. Erst, als er den Strand erreicht hatte, blickte er kurz auf. Und dann noch einmal sehr viel länger und aufmerksamer.
Praktisch hypnotisiert starrte der junge Mann auf das, was sich vor seinen Augen abspielte. Eine kleine Weile lang fragte er sich sogar, ob er wohl halluzinierte.
Mit allem hatte er gerechnet, aber nicht damit!

Es war zwar sonnig und warm, aber trotzdem war nicht sonderlich viel los am Strand. Nur vereinzelt lagen Leute auf ihren Handtüchern. Was ja auch kein Wunder war, denn wer wollte schon in Dänemark Urlaub machen…
Aber es waren doch erstaunlich wenig Rentner zu sehen. Im Gegenteil - die Leute wirkten alle vergleichsweise jung und knackig.
Das war vor allem deswegen so gut zu erkennen, weil niemand auch nur einen Fetzen Kleidung am Leib trug. Nicht die Männer, die er ganz schnell ausblendete, und auch nicht die Frauen.
Nicht einen Fetzen!

Ganz plötzlich verblasste aller Unmut über den Urlaubsort und ein Grinsen trat auf sein Gesicht. Vielleicht war Dänemark ja doch gar nicht so schlecht…
Mit einem Blick auf die nächstgelegene Frau korrigierte er das noch einmal im Geiste: Ganz eindeutig nicht schlecht.

Breit grinsend machte er sich auf, diesen Strand ein wenig genauer in Augenschein zu nehmen. Oder besser gesagt einzelne Stellen davon, auf denen zufällig junge Frauen lagen und sich hüllenlos sonnten.
Sie alle lagen natürlich mit den Füßen in Richtung Meer, wie es an Stränden nun einmal so üblich war. Und viele von ihnen achteten nicht besonders aufmerksam darauf, die Beine geschlossen zu halten. Daher gab es nicht nur reichlich Brüste in allen Größen und Formen zu sehen, sondern auch eine sehr aufregende Anatomiestunde mit Schwerpunkt auf der Form weiblicher Schamlippen.

Naturgemäß hatte das Auswirkungen auf seine Körpermitte, die sich schnell zu einem hervorstechenden Problem auswuchsen. Und irgendwie schien die weite Badehose den Blick der Leute noch zusätzlich darauf zu lenken.
Nach einer Weile wurde daraus eine ernsthafte Notlage, denn immer mehr Strandbesucher blickten auf und runzelten die Stirn oder schmunzelten über seine Versuche, irgendwie unauffällig mit den Händen zu verbergen, wie es um ihn stand.

Eine Flucht ins Wasser schien ihm nicht sehr verlockend. So wenig Leute, wie sich darin befanden, war es sicherlich arschkalt. Also suchte er sich kurzentschlossen einen Platz aus, auf den er sich fallenlassen konnte, um im Sitzen seinen Ständer besser kaschieren zu können.
Und zwar nicht ganz zufällig neben einer bildhübschen Schwarzhaarigen in seinem Alter, die mit geschlossenen Augen auf dem Rücken lag.
Schließlich wollte er nur kein Aufsehen mehr erregen und nicht unbedingt auch die Aussicht aufgeben.

Da er sich allerdings etwas zu schwungvoll auf den Boden fallen ließ, schreckte die Hübsche aus ihrem Schlummer auf und blickte sich um.
Ihn ansehend runzelte sie die Stirn und verdrehte dann die Augen.
„Ne, oder?“, stöhnte sie genervt.

Gerome stutzte. Offenbar war sie Deutsche und offenbar freute sie sich ganz und gar nicht, ihn zu sehen.
Während sie ihn richtig feindselig anstarrte, erwiderte er ihr den Gefallen. Aber irgendwie zog es seine Augen immer wieder zu ihren festen Brüsten und dem, was südlich ihres flachen Bauches lag.
Vor allem dort, wo er nicht ein einziges Haar entdecken konnte, wäre er am liebsten länger mit den Blicken geblieben.

„Hey!“, beschwerte sie sich. „Hier oben spielt die Musik.“
Sie unterstützte das mit einem Schnippen ihrer Finger über ihrem Bauch und widerwillig wandte er sich mehr ihrem Gesicht zu.
„Sorry“, murmelte er. „Ich… ähm… bin Gerome.“

Die Schwarzhaarige starrte ihn ein paar Sekunden lang fast schon ungläubig an. Und er musste sich ziemlich beherrschen, um ihr weiterhin ins Gesicht zu sehen. Da war einfach zu viel, was er interessanter fand.
Erst, als das Schweigen irgendwie unangenehm wurde, raffte er sich zu einem weiteren Vorstoß auf.
„Und du bist…?“
„Sandra?“, schnappte sie, als wäre es das Offensichtlichste auf der Welt.

Es war schwer nachzudenken, während ihre Brüste danach schrien, wieder von ihm angesehen zu werden.
Sandra. Sollte er etwas dazu sagen, dass das ein hübscher Name war? Oder sollte er ihr lieber Komplimente für ihr Aussehen machen?
Sandra war nicht wirklich ein schöner Name. Gerome kannte eine Sandra und die war eine hässliche Kuh. Aber das sagte er jetzt besser nicht.

„Nett“, meinte er schließlich etwas lahm. „Du hast hübsche… äh… Augen, Sandra.“
„Brüste meinst du wohl“, gab sie spitz zurück.
„Das auch“, antwortete er sofort und biss sich zu spät auf die Zunge. „Ähm… Ich meine…“
„Schon gut, Gerome“, sagte sie irgendwie versöhnlicher. „Ich mag meine Brüste auch lieber als meine Augen.“

Verblüfft schnappte er nach Luft und sah ihr - zugegebenermaßen zum ersten Mal überhaupt - wirklich in die Augen und nicht nur in die grobe Richtung.
Da war zwar weiterhin ein angespannter Zug in ihrem Gesicht, aber ihr Blick wirkte nicht mehr so eisig wie zuvor.
„So schlecht sind deine Augen auch nicht“, sagte er - und meinte es sogar ehrlich, auch wenn ihn Augen wirklich nicht so sehr interessierten.
„Danke“, erwiderte sie und zog nur ganz leicht eine Augenbraue hoch.

„Machst du auch Urlaub hier?“, fragte er in Ermangelung eines anderen Themas.
Jedenfalls außer ihren körperlichen Vorzügen. Über die hätte er gerne gesprochen, aber Frauen mochten das ja nicht so gerne. Sie nickte und blickte dann an ihm hinunter.
„Aber im Gegensatz zu dir weiß ich offenbar, wo genau ich hier grade bin.“
„Häh?“, versetzte er schlagfertig.
Es war schon klar, dass sie irgendwie auf seinen Unterleib blickte. Aber er konnte sich gar keinen Reim auf ihre Andeutung machen.

„Du bist an einem Nacktbadestrand, Gerome“, erklärte sie sichtlich amüsiert. „Irgendwann wird jemand kommen und dich auffordern, deine Badehose auszuziehen oder zu gehen.“
Daraufhin musste er schlucken. Mit Badehose und Ständer war schon peinlich genug, aber ohne…?
„Ich… äh… Das wusste ich nicht.“
„Macht ja nix. Jetzt, wo du es weißt, kannst du sie ja ausziehen.“

Gerome brach praktisch sofort der Schweiß aus. So wie sie ihn ansah und dem Klang ihrer Stimme nach wusste diese Sandra schon, was für ein Problem er gerade hatte. Er konnte unmöglich…
„Außerdem wäre es nur fair, wenn ich auch einen Blick darauf werfen dürfte“, fügte sie frech hinzu. „Bei mir hast du ja schon alles gesehen.“
„Nicht alles“, wiedersprach er sofort und hätte sich am liebsten dafür vor die Stirn geschlagen.
Das war wirklich dumm!

„Zeig du mir deins und ich zeig dir meins“, gab Sandra jedoch ganz locker zurück.
Oder vielleicht war ‚locker‘ nicht das richtige Wort dafür. Es klang schon eher ein wenig lockend.
Gerome war sofort drauf und dran auf die Aufforderung zu reagieren. Aber allein der Tonfall sorgte dafür, dass ein langsames Abflauen seiner Erektion sich sofort wieder ins Gegenteil verkehrte.
„Ähh…“, machte er hilflos.

„Du glaubst hoffentlich nicht, ich hätte noch nie einen Steifen gesehen“, meinte sie herausfordernd. „Oder schämst du dich, weil er so klein ist?“
Auch wenn er es durchschaute, funktionierte es. Gerome war nicht nur stolz auf seine Muskeln, sondern auch so halbwegs zufrieden mit seiner Ausstattung. Es waren keine zwanzig Zentimeter, aber mit nur ein ganz wenig Schummeln immerhin siebzehn. Und er rasierte sich schon seit Jahren, damit das auch gut zur Geltung kam, wenn es notwendig wurde.
Jetzt vor einer rattenscharfen Tussi aus Verlegenheit zu kneifen, hätte er sich ein Leben lang vorgeworfen.

Rasch hob er den Hintern aus dem Sand und zog sich die Badehose runter. Etwas umständlicher war es dann schon, sie auch über die angewinkelten Beine zu bugsieren, mit denen er seinen Ständer zu verstecken versuchte.
Sandra beobachtete ihn ganz genau und starrte dabei nicht ein einziges Mal auf seinen Schoß.

„Gib her“, forderte sie und streckte die Hand aus.
„Wa-as?“, keuchte er.
Daraufhin prustete sie und musste sich verkneifen, laut loszulachen.
„Nicht ihn“, beschwichtigte sie grinsend. „Die Badehose, du Schaf.“
„Oh… Ach so…“, gab er halb erleichtert, halb enttäuscht zurück. Und dann, als ihm ein Gedanke kam, misstrauischer: „Wieso?“
„Weil ich eine Tasche dabei habe und weil du gleich deine Hände brauchen wirst.“

Gerome zählte sich eigentlich zur schlagfertigen Sorte, aber daraufhin starrte er die fremde, junge Frau nur noch mit weitaufgerissenen Augen an. Zu viele Fragen gingen ihm durch den Kopf, als dass er eine davon hätte stellen können.
„Und außerdem“, fügte sie ganz offen hinzu, „gefällt mir der Gedanke, dich in der Hand zu haben, weil ich deine Hose in der Tasche habe. So kannst du mir nicht weglaufen.“
Er konnte nur schnauben, denn wie wahrscheinlich war es wohl, dass er ihr weglaufen wollen würde. Normalerweise war es doch eher andersherum. Aber gleichzeitig reichte er ihr wie ferngesteuert seine Badehose.
„Braver Junge“, lobte sie ihn. „Und jetzt streck dein rechtes Bein aus und lass mich sehen, was du da versteckst.“

Es war wie ein wirrer Traum, in dem sich die üblichen Rollen völlig verkehrt hatten. Für einen ganz kurzen Augenblick verstand der Achtzehnjährige beinahe, wie sich manchmal die Frauen fühlen mochten, wenn sie von seinesgleichen gar zu arg bedrängt wurden.
Aber die schiere Masse an Möglichkeiten, wie die vorliegende Situation zu wildem Sex führen mochte, schloss diesen Gedankengang schnell wieder kurz.
Zögerlich senkte er sein Bein und gestattete ihr einen Blick auf seinen ziemlich prallen Schwanz, der sich immerhin von seiner besten Seite zeigte.

„Gar nicht mal so übel“, murmelte die Frau leise. „Irgendwie hätte ich nicht gedacht, dass der Lümmel hält, was der Bauch verspricht.“
„Magst du keine Muskeln“, fragte er irritiert nach, während er gleichzeitig voller Stolz über ihr Lob eine wesentlich entspanntere Haltung einnahm.
„Doch“, antwortete sie. „Schon. Nur… oft sind die Modeltypen eine herbe Enttäuschung, wenn’s ums Wesentliche geht.“

Langsam schwirrte Gerome der Kopf. Noch keine Frau hatte ihn als Modeltypen bezeichnet. Allerdings hatte er auch noch keine gehabt, die behauptete, sie hätte Erfahrungen mit solchen Typen.
Dennoch glaubte er ihr. Sie hatte eine so tolle Figur, dass sie womöglich selbst Model war. Schlank und sportlich, fest und knackig. Kleine Brüste zwar, aber nicht zu klein. Und ziemlich lange Beine.

Als ihm auffiel, dass er schon wieder ihren Körper anstarrte, riss er sich schnell zusammen. Aber ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen war sie nicht sauer. Sie lächelte eher irgendwie zufrieden und sah ihn ganz komisch an.
„Wenn er dir so gut gefällt, kannst du ihn ja mal eincremen“, meinte sie.
Es klang echt wie eine verdamme Einladung, noch was ganz anderes zu tun, aber Gerome war nicht so dämlich, dass er da nicht glaubte, sich zu täuschen. Trotzdem würde er natürlich nichts lieber tun, als der Aufforderung an sich nachzukommen.

„Klar“, erwiderte er. „Gib mir die Sonnencreme und dreh dich um.“
Wieder gab ihm Sandra das Gefühl, er wäre ein dummer, kleiner Bub, als sie ihn leicht kopfschüttelnd ansah.
„Wieso umdrehen?“, fragte sie ganz cool. „Du sollst meine Vorderseite eincremen.“

Falls er noch einen letzten Rest Lässigkeit oder Coolness übrig hatte, verspielte er ihn jetzt, indem er sich fast verschluckte. Mit weit aufgerissenen Augen und ziemlich roter Birne starrte er die Schwarzhaarige an.
Das konnte nicht ihr Ernst sein! Sie erlaubte ihm nicht gerade… nein, forderte ihn sogar dazu auf, ihr an die Hupen zu gehen. Das passierte niemals außerhalb von Pornofilmen!

„Was?“, hauchte sie grinsend. „Noch nie Brüste angefasst? Oder bist du in Wahrheit schwul?“
„Was? Schwul?“, platzte er ganz automatisch heraus. „Ich doch nicht!“
„Worauf wartest du dann?“, wollte sie wissen und hielt ihm die Flasche hin.

Gute Frage. Worauf wartete er eigentlich?
Eine supergeile Schwarzhaarige forderte ihn auf, ihr Sonnenmilch auf die Brüste zu schmieren. Das war in etwa so, wie er es sich von seinem Traumurlaub vorstellte. Nur ohne die Notwendigkeit, sie vorher abzufüllen, bis sie nur noch lallen konnte.
Und trotzdem fühlte er sich irgendwie… machtlos. Er hatte in dieser Sache so gar nichts zu sagen. Diese Sandra hatte die komplette Initiative. Das war einfach… komisch.

„Du musst nicht“, beantwortete sie sein Zögern mit einem Anflug von Enttäuschung. „Ich kann auch selbst…“
Bevor er das zulassen würde, hackte er sich lieber die Hand ab. Initiative hin oder her.
Rasch nahm er sich die Flasche und klappte den Verschluss auf. Ein Klecks in die Hände und schon war er bereit, sich ans Werk zu machen.

Es war natürlich ziemlich umständlich, halbwegs so sitzen zu bleiben, dass sein pochender Ständer nicht wie ein Fahnenmast in die Luft ragte und gleichzeitig vorsichtig anzufangen, die Creme auf ihrem Bauch zu verteilen.
Das fand offenbar auch Sandra, denn kaum hatte er begonnen, fing sie an zu glucksen.
„So geht das nicht, Gerome“, lachte sie.
Irritiert hielt er inne und sah sie an.

„Knie dich über meine Beine“, forderte sie ihn auf und sah ihn aus halbgeschlossenen Augen an.
Er bemerkte, wie sie sich über die Lippen leckte. Das sah ziemlich sexy aus.
„Ich will, dass du deine Hände richtig einsetzt. Zeig mir, was für ein starker Junge du bist“, fuhr sie fort. „Und die Flasche ist voll. Benutz sie.“

Das Ganze hatte einen entschieden nicht ganz angenehmen Unterton für Gerome. Auf der einen Seite war die Situation extrem heiß und auf der anderen Seite kam es ihm so vor, als würde sie sich irgendwie über ihn lustig machen.
Aber wie oft im Leben forderte eine nackte Fremde einen auf, sich nackt über ihre Beine zu knien und eine volle Flasche Sonnenmilch zu benutzen? Oder die Hände ‚richtig‘ einzusetzen?

Natürlich war es total schräg. Er schwang sich herum und konnte gar nichts dagegen tun, dass sein Schwanz sich an ihrem Bein rieb, während er sich über ihr positionierte. Dagegen, dass der dann im Prinzip zwischen ihren Schenkeln zu liegen kam und mit der Spitze ihre Muschi berührte, hätte er schon was tun können, indem er etwas nach unten rutschte. Aber da sie nichts sagte…
Im Gegenteil… Sie erzitterte ein wenig und seufzte leise. Und sie sah genau zu, wie er sich in Position brachte. Es schien ihr nicht nur nichts auszumachen, sondern sogar zu gefallen.
Wenn er jetzt nichts falsch machte, war heftiger Sex nun doch eigentlich schon gebongt, oder?

Mit dem Blick fest auf ihren Brüsten beugte er sich ein wenig vor - und stupste damit fühlbar gegen ihre Spalte, die aber wegen der geschlossenen Beine fest verschlossen blieb - und gab einen großzügigen Klecks Creme zwischen die beiden Hügel.
„Reicht dir das schon?“, wisperte sie ein wenig rau.
Er sah kurz zu ihrem Gesicht. Die halbgeschlossenen Augen und die Art, wie sie sich auf die Unterlippe biss, wirkten doch ziemlich verheißungsvoll.
Schnell gab er noch einen Spitzer der weißen Flüssigkeit dazu. Und als sie nichts weiter sagte, drückte er noch einmal kräftig auf die Flasche, bis es fast so aussah, als wäre sie gerade einem Bukkake-Video entstiegen.
Bei dem Gedanken musste er sich ein leises Stöhnen verkneifen.

„Das gefällt dir“, stellte sie zufrieden fest. „Dann fang an, mich mit dem ganzen, weißen Zeug einzuschmieren. Und fass meine Titten ruhig etwas fester an. Das mögen die…“
Gerome war nicht mehr imstande, sich zusammenzureißen. Das alles war so unglaublich, aber er kniete entweder hier und erlebte es wirklich oder er träumte den geilsten Traum seines Lebens. So oder so würde er das jetzt durchziehen!

Ohne viel Getue schob er die Milch mit beiden Händen auf die beiden Möpse und verteilte sie großzügig. Sandra summte leise, bis er mit der Hand einen ihrer Nippel streifte, die wir kleine Bleistiftradierer von ihr abstanden und auch genau so hart waren. Da sog sie zischend die Luft ein.
Aufblickend sah er, dass sie die Augen geschlossen hatte. Ein gutes Zeichen, fand er. Also gefiel ihr das. Trotzdem konzentrierte er sich nicht nur darauf. Zu geil war es, ihre kompletten Titten mit reichlich Creme zu bedecken, bis sie überall weiß verschmiert waren.
Über die Nippel zu fahren und sie zum Zittern damit zu bringen, war nur das Sahnehäubchen auf der Torte.

Vage dachte er kurz daran, wie wenig Bock er normalerweise darauf hatte, lange an einer Tussi herumzuspielen. Mit dieser Sandra war das aber anders. Vielleicht, weil sie keines der dummen Hühner aus seiner Schule war, sondern eine richtige Frau. Vielleicht sogar ein internationales Model oder so.
Wenn so ein Klasseweib ihm erlaubte, an ihr herumzuspielen, wollte er es gut machen. Er wollte, dass sie ihm ohne diesen ironischen Unterton sagte, dass er gut war. Und dafür gab er sich wirklich Mühe.

Kurzentschlossen beschränkte er sich nicht nur auf ihre geilen Brüste. Auch wenn es schwerfiel, dehnte er seine Bemühungen auf ihren ganzen Oberkörper aus und verteilte weitere Sonnenmilch von ihren Schultern bis zu ihrem Bauch.
Natürlich kehrte er immer wieder zum Ausgangspunkt zurück. Mehr als eine halbe Minute mochte er nicht fernab ihrer Titten verbringen. Aber es war ja wohl auch der Gedanke, der zählte.
Außer vielleicht, wenn er sich in den Bereich unterhalb ihres Bauchnabels vorwagte. Da wäre er wohl auch bereit gewesen, mehr Zeit zu verbringen, wenn er sich getraut hätte, weiter vorzustoßen.

„Weiter unten ist auch noch Haut“, seufzte sie ihm zu. „Du willst doch nicht, dass ich einen Sonnenbrand an der Muschi kriege, oder?“
Fassungslos rang er nach Luft, als sie ihn praktisch zu dem aufforderte, was er selbst nicht gewagt hatte. Das… konnte doch nicht wahr sein!

Zunächst etwas zögerlich tastete er sich zu ihrem glatten Schamhügel vor. Ganz rasiert hatte er noch keine Frau gesehen oder berührt, aber es gefiel ihm absolut. Es ließ sie nur noch geiler und heißer wirken.
Und geil schien sie zu sein, denn sie drückte leicht den Rücken durch, als er vorsichtig begann, dort zu massieren. Sie öffnete sogar die Beine ein wenig, soweit es seine Sitzposition denn zuließ.

Gerome stockte der Atem, als sich der Spalt auftat und genug Platz zwischen ihren Schenkeln entstand, dass sein Schwanz hineinpassen würde. Ihre Schamlippen sahen gerötet und geschwollen aus und glänzten feucht, obwohl da noch keine Sonnenmilch hingekommen war.
Am Ansatz ihrer Spalte - nur wenige Zentimeter von seiner Hand entfernt - schob sich ein kleiner Knubbel aus einer Hautfalte. Das musste ihr Kitzler sein. Sollte er wohl wagen…?

Ein Blick nach oben sagte ihm, dass Sandra wahrscheinlich nichts dagegen haben würde. Ihr Rücken war durchgedrückt und sie bebte ein wenig vor Anspannung. Ihre Augen waren fest geschlossen, ihr Mund allerdings deutlich geöffnet, um ihre schnellen Atemzüge zu unterstützen. Und ihre Hände waren in das Handtuch gekrallt, auf dem sie lag.
So klar und deutlich hatte er noch nie eine erregte Frau gesehen. Jedenfalls in der Realität. Pornodarstellerinnen, die heiß darauf waren, gefickt zu werden, sahen manchmal ähnlich aus. Aber das war nur Fake… Hier war es ganz real.

Mutig tastete er sich mit der Hand ein Stück weiter nach unten vor und fuhr mit der Fingerspitze in einem weiten Kreis um den Knubbel am Beginn ihrer Spalte. Sie erzitterte heftig und keuchte hörbar.
Ein kleinerer Kreis ließ sie noch stärker zucken und leise stöhnen. Und als er ganz dicht daran noch eine Runde machte, fühlte er, wie sie sich ihm ein wenig entgegen hob und anfing zu wimmern.
Wie geil war das denn?!

Voll konzentriert war er nun entschlossen, eine direkte Berührung zu versuchen. Und dabei sah er nicht so sehr zum Ort des Geschehens, sondern achtete auf ihre Reaktionen darauf.
Hier ging es nicht darum, ihren Widerstand zu überwinden, um an ihren BH oder ihr Höschen zu dürfen. Oder sie schließlich flachzulegen. Sie hatte nichts davon an und lag schon auf dem Rücken. Das war eine ganz und gar andere Nummer als Zuhause.
Diesmal wollte er sehen, ob er sie dazu bringen konnte, noch heftiger zu reagieren.

„Ah!“,stöhnte sie abgehackt, als er einmal rasch von rechts nach links über den Kitzler streifte.
Ihr Zucken kam unmittelbar danach und es war, als wollte sie seinem Finger folgen, um den Kontakt wieder herzustellen. Das hatte ihr eindeutig gefallen!
Rasch drückte er seinen Schwanz etwas nach unten, um ihn aus dem Weg zu haben. Dann kreiste er ein weiteres Mal vorsichtig um den Knubbel und tippte anschließend leicht dagegen.

Sandra stöhnte und zuckte wieder. Und dadurch rutschte sie ein ganz klein wenig auf ihn zu. Die Hitze an seiner Eichel verstärkte sich und an der Spitze entstand ein Gefühl der Enge. Ein Gefühl, wie er es schon kannte, auch wenn es diesmal ganz und gar anders war.
Gerome erstarrte, als ihm klarwurde, dass sein Schwanz offenbar in der richtigen Position stand, um in sie einzudringen. Damit hatte er gar nicht gerechnet. Er hatte nicht einmal drüber nachgedacht.
Sandra erstarrte auch. Sie schien ebenfalls erschrocken, denn ihr Kopf kam hoch und sie öffnete die Augen. Den Anblick ihres ziemlich verklärten Ausdrucks würde er so schnell nicht vergessen.

Sie sah für einen kurzen Moment aus, als wollte sie ihn anscheißen. Ihre Miene verzog sich, als wäre sie sauer oder sowas. Aber dann sah sie ihm ins verdutzte Gesicht und sagte nicht, was auch immer ihr auf der Zunge lag.
Wahrscheinlich starrte sie ihn nur eine Sekunde lang an, aber es kam ihm länger vor. Sie schien misstrauisch oder sogar ablehnend. Vermutlich war rummachen eine Sache, aber richtig ficken an einem Strand voller Leute eine ganz andere.
Oder lag es an ihm? Sie sah ihn so komisch an, als ob…

Ihre Muschi zuckte und zog sich zusammen, sodass er es deutlich an seiner Eichel fühlen konnte. Das war so intensiv, dass er die Augen verdrehte und sie Zähne zusammenbeißen musste. Mehr aus Versehen stützte er sich leicht nach vorne ab fühlte dabei den Knubbel an seiner Handfläche.
Die Schwarzhaarige warf den Kopf zurück und unterdrückte einen plötzlichen, heftigen Laut ungefähr so, wie er es selbst tat. Dann kam ihr Kopf wieder hoch.
„Scheiß drauf!“, keuchte sie. „Mach schon…!“

Gerome verstand schon, was genau er machen sollte. Das war genau das, was er auch machen wollte. Und sie erlaubte es nicht nur, sondern forderte mal wieder.
Aber egal! Wenn sie es wollte, würde sie es bekommen.

So gut es eben ging, schob er den Unterleib vor. Die Reibung, als er seine Eichel in ihren engen, heißen Kanal schob, war übelst heftig. Ziemlich geil, aber auch beinahe unerträglich.
Für Sandra war es aber offenbar noch besser, denn sie ließ sich fallen und bog nun so richtig den Rücken durch, bis sie sich mehr mit dem Kopf abstützte, als mit den Schultern. Sie versuchte, es zu unterdrücken, aber ihr gepresstes Stöhnen war ganz deutlich zu hören.

Natürlich wollte Gerome weiter vordringen, aber das klappte einfach nicht. Er saß auf ihren ganz leicht gespreizten Schenkeln und sein Schwanz war so weit wie möglich nach unten gedrückt. Vorwärts ging einfach nicht weiter, wenn er so hoch saß. Das machte sein Ständer nicht mit.
Mist!
Er zog sich etwas zurück und versuchte es erneut. Sandra reagierte wie beim ersten Mal, indem sie sich anspannte und stöhnte, aber es ging einfach nicht weiter.

„Hör nicht auf“, winselte sie, als er frustriert innehielt.
Scheinbar war es für sie ziemlich großartig, während es für ihn kaum erträglich schien. So würde er keinesfalls kommen, auch wenn es schon irgendwie ziemlich geil war.
Ganz blöde Zwickmühle!

„Bitte, Gerome!“, bettelte sie voller Verzweiflung. „Mach weiter damit! Und reib meine Perle!“
Tja… Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss, ging es ihm durch den Kopf. Er konnte versuchen, die Position zu wechseln und auch seinen Spaß zu haben. Aber vielleicht würde auch einem der anderen Leute am Strand der Kragen platzen, wenn noch offensichtlicher wurde, was hier gerade passierte.
Rasch blickt er sich um. Und leider war der Typ in der Lifeguard-Badehose nicht zu übersehen, der sich in der Ferne näherte. Ziemlich zielstrebig, wie es aussah.
Aber ein Mann konnte noch etwas tun, bis dieser Sheriff die Stadt erreichte. Nicht für sich, aber für die wimmernde Sandra.

Entschlossen wandte er sich ihr wieder zu und fing an, seine Eichel vor und zurückzuschieben. Und er nahm das Kreisen um ihren Kitzler wieder auf, um in unregelmäßigen Abständen darüber zu streifen.
Wegen der heftigen Reibung musste er echt die Zähne zusammenbeißen, aber Sandra ließ ihn deutlich hören, wie gut ihr das gefiel. Und irgendwie war das auch ziemlich cool, selbst wenn er dabei leer ausging.

Offenbar mochte sie es vor allem, wenn er sich aus ihr zurückzog und wieder vordrang. Genau das, was am schwersten erträglich war, brachte sie mächtig auf Touren. Und an ihrem Knubbel machte er wohl auch was richtig.
Sie stöhnte nun immer lauter und öfter und rang deutlich hörbar nach Luft. Ein Seitenblick bestätigte, dass die Leute glotzten und eine etwas ältere Tussi stand bei dem Lifeguard-Knilch, und redete auf ihn ein. Sie war sichtlich sauer und deutete unverkennbar zu ihm und der Schwarzhaarigen.
Jetzt aber schnell!

Langsam aufkommende Hektik ließ ihm keine Zeit zum Nachdenken. Mehr instinktiv reizte er sie weiter und hielt seine Bewegungen aufrecht.
„Ich will, dass du für mich kommst, du geiles Stück“, forderte er sie auf.
Sowas Ähnliches hatte er schon in vielen Pornos gehört und irgendwie erschien es ihm passend, auch wenn er sich gleich im nächsten Augenblick sofort dafür schämte, es gesagt zu haben.
Sandra zuckte allerdings zusammen und japste laut: „Oooh, schei-ße!“ Es machte schon den Eindruck, als hätte ihr das gefallen…

Mit der freien Hand griff er nach oben und suchte nach ihrem glitschigen Nippel, um daran etwas herumzuspielen und sie noch mehr zu reizen. Ihr lustvoller, kleiner Aufschrei, als ihm das kleine Ding durch die Finger flutschte, war sowohl schrill, als auch ermutigend.
„Ja, schrei für mich, du geiles… äh… Fickstück!“, feuerte er sie an. „Scheiß auf die Leute! Komm so richtig hart für mich!“
Mann! Das war schwerer, als er es sich vorgestellt hatte. In Gedanken klang das irgendwie viel natürlicher, als wenn man es laut aussprechen musste.

Geromes Erfahrungen mit dem weiblichen Orgasmus waren ziemlich begrenzt. Wenn er ehrlich war, interessierte ihn das, was in irgendwelchen Wichsvorlagen in dieser Hinsicht gefaked wurde mehr, als die echte Sache. Jedenfalls bis jetzt.
Realistisch betrachtet war es fragwürdig, ob schon jemals eine seiner Freundinnen beim Sex mit ihm gekommen war, wenn er sich anschaute, wie heftig diese Süße abging, bevor es soweit war.
Sie keuchte, japste, stöhnte, wimmerte und schrie ein paar Mal, wenn er eine gute Stelle erwischte. Und sie wand sich, zuckte, zitterte und war gespant wie ein Flitzebogen. Ihre Muschi pulsierte richtig um seine Eichel, die immer wieder den Eingang dehnte. Ihr ganzer Körper war verkrampft und schüttelte sich. Aber nichts deutete darauf hin, dass es endlich passieren würde.

Gerome brach der Schweiß aus, als er schließlich die Schritte näher kommen hörte. Ganz klar konnte er verstehen, was die aufgeregte Schnalle von sich gab, die den Bademeister offenbar begleitete. Auch wenn er noch viel deutlicher wahrnahm, wie sich die geile Sandra hoffentlich endlich auf einen Höhepunkt zubewegte.
„…unmögliches Verhalten!“, ereiferte sich die Sittenwächterin. „Das ist ein FKK-Strand und kein Bordell. Sowas gehört verboten!“
„Ist auch nicht erlaubt“, erklärte der Typ mit hörbar dänischem Akzent.
So wie es klang, regte er sich nicht so sehr auf, wie die Schnalle. Aber energisch wirkte es schon.
„Hören Sie!“, sagte er laut und offenbar an Gerome und Sandra gewandt.
„Hörauf, hörauf, hörauf!“, winselte Sandra. „Du bringst mich ja um!“

Irritiert stellte Gerome seine Bewegungen ein. Wollte sie denn nicht kommen?
Nicht, dass es jetzt noch eine Rolle gespielt hätte, aber wenn er sich vorstellte, so kurz davor gestoppt zu werden - falls das überhaupt möglich gewesen wäre… Naja, das hätte ihn echt frustriert.
Sandra seufzte aber erst einmal erleichtert und entspannte sich ganz langsam. Da er noch ein wenig in ihr steckte, fühlte er ihre Muschi weiter pulsieren und er sah auch, wie sie heftig nach Luft rang. Unter der schmierigen Schicht aus Creme schien ihre halbe Brust so knallrot zu sein, wie ihr Hals und der Teil der Wangen, den er nun sehen konnte, wo sie wieder auf dem Rücken lag.

„Das geht so nicht“, ermahnte der Däne. „Sie müssen weg vom Strand dafür.“
„Und Sie sollten sich was schämen!“, fügte die aufgeregte Tussi hinzu.

Gerome drehte gerade den Kopf zu den Neuankömmlingen. Sandra war noch ziemlich fertig und irgendwie fand er, dass er sich um die Sache kümmern musste. Schließlich hatte er es ja auch buchstäblich kommen sehen und nichts unternommen, sondern weitergemacht.
Der Lifeguard-Typ sah eigentlich ziemlich tiefenentspannt aus. Er hatte offenbar durchaus ein Auge dafür, wie… naja… heftig geil Sandra aussah, während sie wieder zu Atmen kam. So richtig böse über die Sache war er eindeutig nicht.
Ein kurzer Blickkontakt zwischen den beiden Jungs reichte aus, um klarzumachen: ‚Die Olle wollte einen Aufstand und die Regeln waren auf ihrer Seite. Nichts Persönliches.‘

„Vor allem Sie“, ereiferte sich die Schnalle weiter, die bei näherer Betrachtung schon eher alter Gouda war. „Dem Kerl so den Kopf zu verdrehen, Sie… Sie… Flittchen!“
Warte… Wie jetzt? Was sollte das denn?
„Hör mal, Oma“, grunzte Gerome. „Lass Sandra in Ruhe und leg dich mit mir an, wenn du ein Problem hast.“
Wie bitte?“, keifte die Alte jetzt los. „Also! Das ist doch…!“

Normalerweise war Gerome sicherlich kein Engel, aber doch halbwegs höflich. Naja… Ehrlich gesagt wusste er selbst, dass er ein ziemlicher Arsch sein konnte, aber er klatschte seine Meinung halt aus Höflichkeit nicht jedem ins Gesicht.
Aber wenn die dumme Kuh es so wollte und selbst austeilte, bekam sie halt ein Echo.
„Du sollst meine Kleine in Ruhe lassen“, schnauzte Gerome sie an. „Sie kann nix dafür, dass du neidisch auf ihre geilen Titten bist oder zu lange keinen richtigen Stecher mehr hattest.“

Die Tussi lief knallrot an und schnappte nach Luft. Der Däne ging daraufhin dazwischen und sorgte für Ruhe.
„Haut jetzt ab“, wies er Gerome an. „Platzverweis.“
Dass er dabei zwinkerte und in Richtung der Dünen nickte, entging der Alten glücklicherweise. Und was die nun noch zu keifen hatte, ignorierte Gerome einfach.
„Fünf Minuten?“, fragte er und machte eine Geste in Richtung der völlig erschlagenen Sandra.
„Höchstens“, antwortete der Bademeister nicht ganz so grimmig, wie es sich anhörte.
Dann führte er die Alte weg und ließ sich von ihr einige stinksaure Frikadellen ans Ohr labern. Gerome beneidete ihn gewiss nicht. Er war ihm sogar ziemlich dankbar.

Deine Kleine?“, erkundigte sich Sandra, noch immer schnell atmend.
„Ähh…“, machte er verlegen und wandte sich ihr zu. „Sorry, ich hab nicht groß nachgedacht, als ich geredet hab.“
„Passiert dir öfter, oder?“, stichelte sie, wieder mit diesem blöden, ironischen Unterton.
„Hättest du lieber mit ihr geredet?“, brummte er unleidig.
„Ne, schon okay“, antwortete sie mit einem Grinsen. „Ich fand’s ziemlich cool, wenn ich ehrlich bin. Nur… unerwartet... Ausgerechnet von dir…“

Was immer das jetzt schon wieder bedeuten sollte. Als würde ihn die Schwarzhaarige schon länger als… - ähh… wie lange eigentlich? - kennen.
„Ja… ähm… und sorry, wegen gerade“, meinte er, ohne auf Dinge einzugehen, die er wahrscheinlich nicht verstand, weil sie eine Frau war, oder so. „Ich wollte echt, dass du kommst, bevor der bei uns ist…“
„Warte…!“, japste sie. „D-du wusstest, dass der zu uns kommt?“
„Ähh… Ja?“
„U-und du hast mir nix gesagt?“, zischte sie. „Du hast einfach weitergemacht?“
„Na, ich wollte halt, dass du deinen Spaß hast“, verteidigte sich Gerome ein klein wenig eingeschnappt - oder auch etwas mehr, denn er fand seine Gründe eigentlich ziemlich selbstlos. „Wenn ich es dir gesagt hätte, wärst du wohl kaum entspannt geblieben.“

Sandra funkelte ihn auf eine Weise an, die ihm für einen Augenblick fast schon vertraut vorkam. Er musste nicht rätseln. Sie war stinksauer. Aber das verblasste schon einen Moment später wieder und machte einem fast schon sanften Ausdruck platz, der wegen des Kontrasts noch viel unerwarteter kam.
„Du bist wirklich der Knaller“, seufzte sie. „Das kann dir doch nicht ernsthaft entgangen sein.“
„Was jetzt?“

Sie starrte ihn durchdringend an und sah ihm tief in die Augen. Fast fühlte es sich an, als wäre sie ein Flughafenscanner, der ihn nach Waffen durchsuchen wollte. Aber was auch immer sie suchte, war offenbar nicht vorhanden. Jedenfalls seufzte sie wieder und schüttelte den Kopf.
„Gerome“, sagte sie schon beinahe zärtlich. „Ich bin gekommen. Wie kann dir das entgangen sein?“
Ebenso ratlos wie fassungslos starrte er sie an. Wann war das denn passiert?
„Ich bin schon gekommen, als du angefangen hast, meine Perle zu streicheln, während du… was auch immer da unten mit deinem Schwanz gemacht hast“, erklärte sie. „Und dann bin ich nochmal gekommen. Und nochmal. Das hat mich überrollt, wie ein Güterzug. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie oft ich gekommen bin.“

„Wäh…?“, machte er völlig verdattert.
„Ich bin so oft gekommen, dass ich dachte, ich sterbe. Und du hast nicht aufgehört, bis dieser Bademeister aufgekreuzt ist. Der Typ verdient eine Medaille, weil er mich gerettet hat…“
„Also… Wie jetzt?“, meinte Gerome heftig enttäuscht. „Dann war das also voll scheiße?“

Sandra starrte ihn völlig verdutzt an, bevor sie anfing zu lachen. Und sie lachte ihn aus, daran bestand kein Zweifel. Sie lachte eindeutig über seinen Gesichtsausdruck und seine Enttäuschung, als wäre das der geilste Witz des Jahrtausends. Und Gerome schämte sich, obwohl er gar nicht wusste, wofür eigentlich.
Wahrscheinlich dafür, dass er sich von ihr so rumkommandieren und an der Nase herumführen ließ. Sonderlich mit Ruhm bekleckert oder eine gute - also männliche - Figur gemacht, hatte er ja bisher nicht. Aber musste die blöde Kuh ihm jetzt so krass unter die Nase reiben, dass sie ihm einiges voraushatte? Er hatte sich doch echt Mühe gegeben. So viel, wie noch bei keiner Tussi…

„Ich geh dann mal“, schnappte er und schwang sein Bein über ihre Schenkel. Neben ihr kniend forderte er: „Gib mal meine Badehose, jetzt.“
Sandra stutzte. Ihr Lachen versiegte und sie sah ihn eine Sekunde lang an. Dann setzte sie sich ruckartig auf und kam auf die Knie. Aber was auch immer sie jetzt schon wieder ritt - Gerome sah ihr nicht ins Gesicht, also bekam er es nicht mit.
Wohl mit bekam er aber, wie sie sie Beine spreizte, dicht an ihn ran rutschte, bis sie auf seinem Schoß saß, die Arme um seine Schultern schlang und ihre Stirn an seine legte.

„Gerome, du Vollpfosten“, hauchte sie. „Ich kann nicht glauben, dass ich das jetzt sage, nach allem, was du mir angetan hast, aber…“
Sie stockte, schluckte und er wagte einen Blick auf ihr Gesicht. Sie sah ganz ernsthaft aus und ihre Augen glühten richtig. So wie ihre Wangen, die ziemlich gerötet waren, wo sie doch eben erst wieder ihre normale Farbe angenommen hatten.
„Das war nicht ‚voll scheiße‘, du Blödian“, wisperte sie. „Das war das Unglaublichste und Heftigste, was ich jemals erlebt habe. Das war so… schön… So unheimlich geil, dass ich noch immer nicht klar denken kann, wie du siehst.“

Es drang schon zu ihm durch, dass er sie wohl eben falsch verstanden hatte. Und es war auch echt nicht unangenehm, wie sie sich an ihn schmiegte und so, aber…
„Ey, warum beschimpfst du mich eigentlich dauernd“, maulte er.
Jetzt bloß nicht losflennen oder so, ermahnte er sich gleichzeitig selbst. Konnte ja wohl nicht sein, dass es ihn so übel traf, wenn irgendeine Schnalle ihm dumme Schimpfnamen gab.
Naja… bei irgendeiner Schnalle nicht, aber diese Sandra war nicht irgendwer. Die war echt eine Hammerbraut.

Sandra sah ihn durchdringend und irgendwie ungläubig an. Dann schien sie sich irgendwie zu sammeln und hob kurz den Kopf. Und als Nächstes zuckte sie zusammen.
„Sag mal“, meinte sie über seinen Kopf hinweg. „Diese keifende Alte hatte doch rotbraune Haare, oder nicht?“
„Kann sein“, murmelte er und fragte sich, was das jetzt wieder sollte. „Wieso?“
„Ich glaub, sie hetzt grad ihren Alten auf dich. Und der sieht schwer sauer aus…!“

Noch während Sandra aufsprang, sah Gerome über die Schulter und entdeckte tatsächlich die Tussi von eben. Sie sah ziemlich zufrieden einem Typen nach, der mit rotem Kopf und stinksaurem Gesicht auf ihn zukam. Und so, wie der kochte, wollte der nicht reden.
Gerome war kein Feigling. Alles Mögliche, aber nicht das. Aber als Sandra seinen Arm packte und nach seiner Hand angelte, ließ er sich hochziehen.
„Komm!“, forderte sie hektisch.
Da ließ er sich nicht zweimal bitten.

Rasch raffte er noch ihr Handtuch auf und ließ sich von ihr führen. Gemeinsam rannten sie so schnell es ging ein Stück den Strand entlang und dann an einer passenden Stelle in die Dünen.
Man musste kein Feigling sein, um vor einem Kerl wegzurennen, der anderthalb Mal so schwer und groß war, wie man selbst. Vor allem, wenn in dessen Gesicht stand: ‚Ich verdresch dich!‘ Und das nur, weil er ein wenig patzig zu einer schrumpeligen Oma gewesen war.

Ein Blick über die Schulter zeigte, dass der Alte auch losrannte. Er sah dabei aus, wie eine Dampfwalze und sein Kopf machte den Kessel, so rot, wie der war.
Flugs übernahm Gerome die Führung und zog nun Sandra hinter sich her, die ein wenig Schwierigkeiten hatte, wirklich Tempo zu machen. Was daran lag, dass sie anfing zu lachen, als wäre sie nicht ganz dicht.
Glücklicherweise reichte der Dampf bei Opi im Kessel nicht für mehr als einen kurzen Spurt auf die erste Düne. Dann kam er keuchend zum Stehen und brüllte nur noch ein paar Flüche hinter den beiden her, während er drohend die Faust schüttelte.

Einige Dünen weiter, ein paar hundert Meter ins Landesinnere und vielleicht einen knappen Kilometer an der Küste entlang, erschien es Gerome daher sicher, erst einmal eine Verschnaufpause einzulegen.
Schwer atmend ließ er die Decke fallen und sich selbst zwischen die Grasbüschel plumpsen, die hier überall aus dem Sand wuchsen. Und dann starrte er die Schwarzhaarige an, die vor lauter Atemnot und Gelächter einen roten Kopf bekommen hatte.
Bis er merkte, wie er selbst anfing zu grinsen und schließlich auch mit aller Kraft nicht verhindern konnte, dass er gluckste und letztendlich losprustete.

Das ging ein paar Minuten so, in denen immer einer der beiden versuchte, sich wieder einzukriegen und dann doch wieder vom Lachen des anderen angesteckt wurde. Auch wenn Gerome nicht hätte sagen können, was genau eigentlich so witzig war.
Die Ausgelassenheit verflog erst, als Sandra zu ihm kam und sich auf seinem Schoß niederließ, wo er ihr bereitwillig Platz machte. Da er im Schneidersitz saß, kam sie ihm ganz automatisch sehr, sehr nah dabei, aber das schien ihr nicht das Geringste auszumachen.

Sandra legte ihre Unterarme auf seine Schultern und er blickte ihr ins Gesicht, wo ihre Augen noch immer vor Freude strahlten. Lachtränen hatten ihr die Wangen feucht gemacht und die Anstrengung ließ die Röte gar nicht erst daraus verschwinden. Ihre Lippen waren noch immer zu einem breiten Grinsen verzogen.
Gerome fiel auf, wie schön sie war. Also… Echt so richtig schön. Nicht nur hübsch und attraktiv sondern, gerade wenn sie so strahlte, voll noch auf andere Weise schön.
Langsam verschwand sein eigenes Grinsen und er starrte sie einfach nur noch an. Am liebsten hätte er sie jetzt sogar geküsst, so schön war sie.

Auch Sandras Lachen machte einem ernsteren Gesichtsausdruck platz. Und ihr Blick wurde intensiver und irgendwie anders, obwohl er nichts von seiner Leuchtkraft verlor.
Sie hatte wirklich hammermäßige Augen. Ihre Pupillen waren ganz groß und direkt darum herum war die Farbe richtig tiefblau. Dann wurde sie irgendwie heller, bis sie fast grau schien.
Ihr Blick zuckte ein paar Mal von einem seiner Augen zum anderen, bis sie auch zur Ruhe kam. Dann passierte für einen langen Moment ganz und gar nichts, außer, dass sie sich einfach ansahen.

„Gerome?“, flüsterte sie und blinzelte einmal.
„Ja?“, krächzte er.
„Küss mich, bitte…“

Sein Herz schlug höher, als er das hörte. Das war… Ja, es war wirklich das Beste, was heute passiert war. Sogar besser, als die anderen Sachen vorhin am Strand.
Ganz langsam näherte er sich ihrem Gesicht noch weiter. Und sie legte den Kopf leicht schräg und ließ langsam, ganz langsam ihre Lider sinken. Als wäre sie außerstande, sie offenzuhalten. Was sich echt irgendwie gut anfühlte.
Sandra kam ihm entgegen, als er sich näherte. Und ihr Mund öffnete sich ein klein wenig, als er ganz nah war. Das sah er zwar nicht, aber er hörte es und fühlte, wie ihr Atem auf seine Lippen traf.
Als sich diese mit seinen trafen, schloss er ebenfalls die Augen. Ein irrsinniges Kribbeln hatte genau da seinen Ursprung, wo es passierte. Es war, als würden sie beide unter Storm stehen.
Sandra seufzte fast unhörbar, als er sie sanft küsste und es gleich noch einmal wiederholte. Wie von selbst öffneten sich ihre Lippen und suchten mal nach seiner Oberlippe und mal nach der unteren. Langsam tasteten sich ihre Hände währenddessen zu seinem Nacken vor.

Vorsichtig wagte Gerome, seine Zungenspitze ein wenig über ihre Lippe gleiten zu lassen. Und er dachte dabei nicht einmal daran, dass so manches Mädchen es scheiße fand, wenn beim ersten Kuss schon die Zunge ins Spiel kam. Auch wenn das langsam nachließ, jetzt, wo sie erwachsen wurden.
Er war behutsam und machte daraus ein vorsichtiges Angebot, weil es einfach richtig war, so sanft, wie sie sich küssten. Irgendwie wollte er, dass sie es annahm und ihm zeigte, dass sie es auch wollte, anstatt seinen Lappen in ihrem Mund zu schieben und auf die Jagd zu gehen.

Sandra seufzte ihm ihren Atem in den Mund, als sie es fühlte. Es klang total gelöst und entspannt. Richtig glücklich.
Noch bevor er sich so richtig wieder zurückziehen konnte, war da eine Berührung ihrer Zunge. Auch nur tastend, aber trotzdem eine eindeutige Einladung. Trotzdem begegnete er ihr nur ganz zärtlich und freute sich, dass sie ganz leise stöhnte, als die Spitzen sich berührten. Oder… war er das selbst gewesen?
Hmm.. Vermutlich, denn Sandra gab eher ein leises Wimmern von sich, das so süß und mädchenhaft klang, dass er sie einfach fester in den Arm nehmen musste.

Im nächsten Moment schon hatte sie mit ihren kleinen Händchen seinen Nacken fest gepackt und sie pressten Körper und Münder aneinander. Statt sich zu necken, versuchten sie nun beide, so viel Kontakt wie möglich mit den Zungen herzustellen.
Aus zärtlich und sanft wurde leidenschaftlich und auch ziemlich wild. Aber Gerome hatte echt kein Problem damit, sich von ihr die Haare zerzausen zu lassen. Und es störte ihn auch nicht, wenn sie manchmal ihre Nägel in seine Haut bohrte. Dafür wimmerte und keuchte sie viel zu süß. Was zeigte, dass ihr richtig gefiel, was sie da taten. Und ihm auch!

Gerome hätte sie echt auch noch länger sanft küssen können. Das gehörte eindeutig auf die Liste der Dinge, die er ein paar Stunden mit ihr tun wollte. Aber der Leidenschaft konnte er auch nicht wiederstehen.
Schnaufend, weil er immer weniger Luft bekam - was völlig egal war - fühlte er, wie seine Lust wieder erwachte. Die Flucht hatte sie gründlich abgekühlt, aber dieser Kuss war schon beinahe wie Sex und das ließ seinen Schwanz ganz schnell wieder aufwachen.

„Mmmhh!“, stöhnte Sandra, ohne den Kuss auch nur einen Sekundenbruchteil zu unterbrechen.
Tatsächlich wurde sie sogar noch wilder, während Gerome fühlte, wie er in Kontakt mit feuchter Hitze kam. Offenbar befand sich ihr Schoß direkt über dem, was sich gerade zum Wachsen entschlossen hatte.
Es fühlte sich unheimlich geil an, wie mit jedem Pulsschlag ein wenig mehr Druck bei der Berührung entstand. Sie war echt richtig heftig heiß da und es fühlte sich auch ziemlich nass an. Viel nasser als bei allen anderen vor ihr, aber die hatte er auch nie so geküsst wie Sandra.

Überhaupt war mir ihr alles anders. Er wollte sie an sich drücken und nicht mehr loslassen. Und das lag nicht nur daran, wie sich ihre Brüste an seinem Oberkörper rieben und ihre harten Nippel fast schon über seine Haut kratzten. Es lag auch nicht daran, wie sie von ganz allein leicht ihre Hüfte kreisen ließ, um ihn zu reizen - jedenfalls tat sie das damit - oder vielleicht auch, weil ihr gefiel, wie sie sich dadurch aneinander rieben.
Es war irgendwie voll rätselhaft, woran es eigentlich lag, aber es fühlte sich einfach toll an. Nicht nur außen, sondern auch irgendwie innendrin.

Keuchend und nach Luft ringend lösten sie ihre Lippen voneinander und schöpften Atem. Sandra hielt sich weiter an ihm fest, legte aber ganz leicht den Kopf in den Nacken und zitterte am ganzen Körper.
Gerome blickte in ihr Gesicht, das einerseits total entspannt wirkte und sich andererseits immer wieder lustvoll verzog. Ihre Lippen waren ein wenig rot und sahen voller aus als vorher. Hoffentlich nicht wegen seiner Bartstoppeln oder so.
Aber selbst wenn, sah es krass sexy aus, wie sie den Mund leicht offen hatte und keuchend atmete, während sie mit geschlossenen Augen sichtlich genoss, was weiter unten geschah. Gleichzeitig fühlte er aber auch den Wunsch, sie fest in die Arme zu nehmen, weil sie so niedlich und hilflos wirkte. Als müsste sie vor allem beschützt werden, was so passieren könnte.

Irgendwie fand sein Schwanz ohne die geringste Mithilfe einen Weg, sich bemerkbar zu machen.
Während er sich immer weiter aufrichtete, wurde es heißer an der Eichel und auch deutlich enger. Es war genau das Gefühl, das er schon kannte.
Wie geil war das denn? Er schob sich in ihre Muschi, während er steif wurde!? Das war ein extrem abgefahren geiles Gefühl.

„Oh“, machte Sandra erstaunt. „Ohh…! Gerome…“
Sie legte den Kopf noch etwas weiter zurück, kam aber wieder näher. Und er verstand die Einladung. Schnell beugte er sich vor und küsste ihren Hals, was sie heftig erschauern ließ, obwohl sie ja so schon am ganzen Körper zitterte.
Japsend und wimmernd fing sie richtig an, sich auf ihm zu winden, als er dem Schwung ihres Halses mit Lippen, Zunge und ein wenig mit den Zähnen nach oben in Richtung Ohr folgte.

„Gerome… Warte…“, flehte sie.
Sein Schwanz entfaltete sich derweil immer mehr und wuchs richtig in sie hinein. Einfach hammergeil, dieses Gefühl, wie er immer mehr von der Hitze umschlossen wurde und es immer enger um ihn herum wurde.
„Ich… ich muss doch…“, winselte sie. „Warte, bitte…“
Nur klang sie nicht so, als würde sie wirklich warten wollen. Sie klang, als würde sie genau das Gegenteil wollen. Und sie verhielt sich auch so, während er ihr Ohr erreichte und seine Zungenspitze darüber, darunter und darum herum zum Einsatz brachte.
Ihr Wimmern wurde lauter und ihr Keuchen heftiger. Und irgendwie zweifelte er nicht daran, dass ihr beide Gefühle richtig gefielen.

„Stopp doch mal“, bettelte sie schwach und gar nicht glaubwürdig. „Ich muss doch.. gestehen…“
„Gesteh doch, dass du mich willst“, raunte er leise in ihr Ohr. „Oder streitest du das ab?“
„Gott, nein!“, keuchte sie so schnell und unwillkürlich, dass sogar sein Schwanz vor Freude zuckte. „Ah!“, kommentierte sie das wiederum erfreut.
„Dann sag mir, dass du mich willst“, forderte er sanft und ließ die Zungenspitze in ihre Ohrmuschel vordringen.

Sandra spannte sich an, aber wie es aussah, hatte das nicht nur mit seinen Worten zu tun. Er war jetzt wieder steif und ganz tief in ihr. Und er fühlte an seinem Schaft, sie sie sich fest um ihn zusammenzog. Was nebenbei bemerkt so krass war, dass er ihr sein unvermeidbares Stöhnen ins Ohr keuchte.
„Ich will… dich, Gerome!“, japste sie. „Aber willst du mich… auch?“
Wie jetzt? Ws war das denn für eine Frage?
„Spürst du das nicht?“, presste er hervor.
„Doch, doch, doch“, wimmerte sie. „Ich spür das so toll! Aber…“

Da war ein kurzer Moment der Sorge, als er schnell selbst die Möglichkeiten im Geiste durchging.
Keine Pille? Geschlechtskrankheiten?
Nicht, dass es für solche Sorgen nicht schon zu spät gewesen wäre…

„Zu spät für Kondome“, grunzte er.
„Was? Nein…“, meinte sie, als wäre das völlig abwegig. „Aber…“
Na, wenn dahingehend kein Grund zur Sorge bestand…?
„Alt genug biste doch, oder?“, rang er sich ab.
„Was? Ja, verdammt!“, gab sie nicht weniger gepresst zurück.
„Na dann, scheiß drauf!“, knurrte er. „Ich hab noch nie eine so gewollt wie dich!“

Für Gerome war völlig rätselhaft, was in ihrem Kopf vorging. Das war allerdings nichts Neues. Frauen hatte er noch nie verstanden. Paradox war aber, dass er bei ihr unbedingt wollte, dass sie zufrieden war. Dass sie… sich ihm so ganz richtig hingeben konnte.
Und deswegen war er im Prinzip bereit, ihr jede Frage zu beantworten, auch wenn sie ihn wahnsinnig machte, weil er sie nicht verstand. Und dann auch noch, weil sich jetzt ihre Muschi ein paar Mal fest zusammenzog und ihn richtiggehend massierte!

„Scheiße! Mir kommt’s gleich“, keuchte er.
Einen Moment lang antwortete sie nicht, sondern schien selbst furchtbar angespannt, aber dann zog sie sich zitternd an ihn heran, hob den Kopf und legte fest die Arme um seinen Hals.
Mit ihrer Stirn an seiner schlug sie langsam die Augen auch und hauchte schwer atmend: „Okay… Dann komm du jetzt für mich…“

Gerome war völlig elektrisiert von dem Ausdruck in ihren Augen. Vorher hatten die gestrahlt, jetzt glühten sie.
Sie grinste ganz leicht und biss sich wieder auf die Unterlippe, obwohl sie noch immer nach Luft rang. Aber da war jetzt wieder diese selbstbewusste Frau, die ihn so sehr verunsicherte. Nur dass sie diesmal darauf verzichtete, Scherze auf seine Kosten zu machen.
Sie fing im Gegenteil an, ihre Hüfte mehr kreisen zu lassen und sich ein wenig Auf und Ab zu bewegen. Und das machte es nicht eben besser, was den Zustand seines Schwanzes anging. Alles andere als das…

„Mmh…“, machte sie genießerisch. „Dein dicker Schwanz fühlt sich so geil an in meiner Muschi. Ah…! Ich spüre dich so tief. So tief hat mich noch keiner gefickt…“
Gerome war drauf und dran, sich zu fragen, ob sie ihn verarschen wollte. Aber ihr Gesicht verzog sich wirklich genüsslich und ihre Bewegungen wurden langsam ausholender. Es war nur einfach so, dass… sowas noch nie eine Frau zu ihm gesagt hatte.
Aber… heilige Scheiße, fühlte sich das geil an, wenn’s eine tat. Oder auch, wenn es diese eine tat.

„Ich will dein Sperma, Gerome“, hauchte sie. „Willst du es ganz tief in mich rein spritzen? Keine Sorge, ich nehm die Pille. Du kannst einfach losschießen. Das fände ich sehr geil…“
Dazu konnte er nur grunzen und ein Stöhnen bei jedem Atemzug war auch nicht mehr zu unterdrücken. Ansonsten war er allerdings von ihrem tiefen Blick gefangen, der ihn hypnotisierte. Und natürlich auch davon, wie sie auf ihm hoch und runter glitt…

Ihre Muschi war eng, aber sie glitt trotzdem perfekt. Sie war so feucht und heiß und legte sich so perfekt um ihn. Er fühlte unglaublich intensiv jede Bewegung.
Wenn er nicht aufpasste, würde er noch wesentlich lauter stöhnen. Voll peinlich…
„Wag es nicht, dich zurückzuhalten!“, wisperte sie. „Lass mich hören, wie geil ich dich ficke. Zeig mir, wie geil es für dich ist, was ich mit dir mache…“

Eigentlich war es widersinnig, als er dem nächsten Impuls folgte, denn ihre Worte machten ihn unheimlich an. Aber Gerome musste sie küssen. Und mit einem überraschten Quietschen ging sie auch sofort darauf ein.
Diese seltsame Überlegenheit, die ihn gleichermaßen einschüchterte, wie erregte, fiel von ihr ab, als sie sich von ihm fest umarmen ließ. Nun war sie wieder… - wie sagte man? - auf Augenhöhe. Und irgendwie war das doch ein wenig besser.

Wegen der Umarmung wiegte sie ihren Körper nun vor und zurück und holte nicht mehr so weit aus, aber Gerome wusste, dass er gleich kommen würde. Nicht konnte das noch verhindern.
Hart packte er ihren Nacken und Rücken und zog sie an sich, während er schnaufend mit ihrer Zunge ein Spiel spielte, bei dem es nur Gewinner gab. Und Sandra danke es ihm, indem sie wieder zu wimmern anfing und im Inneren erneut zu zucken begann.
Und zwar exakt passend in dem Moment, in dem er stöhnend seinem Orgasmus erlag.

Es war, als würde sie ihn melken. Als würde ihre Muschi alles aus ihm herauspumpen und ihn leer saugen. So heiß und intensiv hatte es sich echt noch nie angefühlt, wenn er kam.
Aber er hatte dabei ja auch noch nie eine Frau auf dem Schoß gehabt, die keuchte und winselte und sich wand und deren Muschi immer wieder pulsierte und die ihm nicht weniger laut in den Mund stöhnte, als er es bei ihr tat. Oder, die ihn plötzlich in die Unterlippe biss, ihm den Rücken aufkratzte und einen schrillen Schrei unterdrückte, während er noch dabei war, seinen Samen schubweise in sie hinein zu pumpen.
Äh… Moment mal…

„Das gibt’s doch nicht“, japste sie richtig fassungslos, als sie beide wieder ein klein wenig Luft bekamen.
„Ähm… Bist du gerade…?“
„Mh-hmm“, machte sie bestätigend. „Schon wieder…“
„Cool!“, rutschte es ihm heraus.

Und das war es ja wohl auch, verdammt. Sie war also sozusagen mit ihm gekommen. Das war irgendwie… ein richtig krass geiles Gefühl.
Ziemlich zufrieden hielt er sie fest, während er sich langsam nach hinten sinken ließ. Ein wenig liegen wäre fein, aber loslassen würde er sie keinesfalls. Sie machte einen erstickten Laut, spannte sich kurz an, als er sich bewegte, und seufzte dann ziemlich tief, als er sie mit sich zog. Von Gegenwehr keine Spur, dafür fand sie aber offenbar einen schön bequemen Platz für ihren Kopf auf seiner Schulter, mit dem Gesicht an seinem Hals.

„Du hast schon wieder keine Ahnung, wie oft ich gekommen bin, oder?“, murmelte sie leise.
„Öfter als einmal am Schluss?“, wunderte er sich.
„Das ist echt unfassbar“, stöhnte sie frustriert. „Wie kann einer, der so ahnungslos ist, so verfickt großartig sein?“
„Sorry…“, meinte er. „Hab halt noch nicht so viel Erfahrung.“
Scheiße! Hatte er das jetzt gerade wirklich gesagt?
„Ich meine, ich…“, setzte er sofort nach. Aber was brachte es schon bei dieser Frau? „Ach, scheiß drauf. Ich hab halt noch nicht so oft. Und noch nie mit einem Klasseweib wie dir.“

Sie erschauerte und bewegte sich ein wenig auf ihm. Fast klang es, als würde sie schnurren.
Was ihn auf die Idee brachte, ihren Rücken ein wenig zu kraulen. Einfach nur mit den Fingerspitzen die Wirbelsäule entlang. Vom Po bis zum Nacken.
„Uhh…“, machte sie und räkelte sich richtiggehend.
Das schien ihr sehr gut zu gefallen. Und das wiederum gefiel Gerome ganz prächtig.

„Du bist unfassbar. Ich sollte dir so eine knallen, weil du mich ‚Weib‘ nennst, aber ich würde es am liebsten noch mal hören…“
„Klasseweib“, sagte er sofort und freute sich, wie sie gleich wieder erschauerte.
„Macht eh keinen Unterschied mehr“, seufzte sie. „Ich hätte dich auch nicht ficken sollen und war völlig machtlos dagegen. Also kann ich mich auch von dir beschimpfen lassen.“
„Also… machtlos war ja wohl eher ich“, widersprach er. „Aber wieso hättest du mich denn nicht… ich meine… es… ähm… ging ja schon ein klein wenig von dir aus…“
„Kraul mich noch ein wenig, dann erzähle ich es dir“, schnurrte sie, auch wenn sich da eine Note der Anspannung einschlich.

Gerome fragte sich, was sie wohl für ein Geheimnis unbedingt, aber doch noch nicht sofort loswerden wollte. Hatte sie womöglich einen Freund?
Scheiße… Natürlich hatte sie einen Freund! Das war es, was sie ihm sagen wollte…
Scheiße!
Nein, echt jetzt: Scheiße!

„Hey…“, sagte sie sanft. „Ist dir kalt? Du zitterst plötzlich…“
„Kalt?“, krächzte er und räusperte sich schnell. „Nee… Nur…“
Kacke! Das war jetzt nicht wahr oder? Er würde nicht flennen, weil sie einen Freund hatte! Echt nicht!
„Also“, probierte er es noch einmal. „Ich… Ich schätze, du willst mir sagen, dass du… naja… vergeben bist und so… Ist ja klar. Ne Frau wie du…“
Hühnerkacke! Das klang überhaupt nicht beiläufig. Es klang voll weinerlich.

Sandra bemerkte das wohl auch, denn sie hob den Kopf und sah ihm forschend ins Gesicht. Allerdings wirkte sie dabei auch reichlich entrüstet.
„Spinnst du?“, meinte sie.
„Nee, ist schon gut“, presste er hervor. „Alles ganz casual. Keine Sorge…“
„Ey…“, murrte sie. „Ich hab doch keinen Freund. Hast du ‘n Rad ab?“
„Echt nicht?“
„Ich hätte das nie mit dir gemacht, wenn ich ‘nen Freund hätte!“, entrüstete sie sich.
„Gott sei Dank!“, rutschte es ihm heraus.

Sie stutzte und richtete sich weiter auf, bis sie auf die Arme gestützt mit dem Gesicht über ihm war. Nicht nur er verzog das Gesicht ein wenig wehmütig, als bei all der Bewegung sein mittlerweile schlaffer Schwanz aus ihr heraus glitt.
Aber Sandra sah nur kurz bedauernd aus und konzentrierte sich dann auch seine Augen und seine Miene.

„Gott sei Dank?“, fragte sie nach. „Wie meinst du das?“
„Ich… äh…“, druckste er und musste zur Seite sehen.
Wie machte die das, ihn sich fühlen zu lassen, als wäre er wieder im Kindergarten und sie die Erzieherin?
„Sieh mich an, Gerome Wagner“, forderte sie - übrigens genau in dem Ton, den auch die Erzieh…
Moment mal… Woher zum Teufel kannte sie seinen Nachnamen?
Völlig verdattert sah er sie tatsächlich wieder an.

„Oh“, meinte sie kühl. „Überrascht, dass ich deinen Namen kenne? Na, ich bin auch überrascht, dass du mich noch immer nicht erkannt hast.“
„Wäh…?“
„Vielleicht hilft es dir, dir einen Haufen Akne in diesem Bereich vorzustellen“, zischte sie und machte eine Geste rund um ihr Gesicht. „Na, klingelt jetzt was?“
„Akne?“, fragte er und bekam langsam ein echt mulmiges Gefühl.

Die Art, wie sie ihn nun wieder kalt und abweisend anstarrte, kam ihm tatsächlich bekannt vor. Aber das konnte einfach nicht sein. Oder doch?
Es gab da eine Sandra… Oder hatte sie gegeben, bevor sie vor zwei Jahren die Schule gewechselt hatte. Pickelgesicht, Streuselkuchen… Das waren ihre Spitznamen gewesen. Und die… naja… An denen war Gerome nicht ganz unschuldig…
„Jetzt geht dir ein Licht auf, hm?“, fauchte sie. „Reichlich spät…“

Ruckartig richtete sie sich auf und verschränkte die Arme unter der Brust. Aber immerhin saß sie noch auf seinem Schoß. Auch wenn sie gerade eher wirkte, als würde sie ihm gleich den Schwanz ausreißen.
Und irgendwie… hätte er das auch verdient, nicht wahr? Sandra Wolfram, nicht zu fassen. Sie war bildhübsch, und obwohl er sie gerade erst wieder getroffen hatte, wollte er nicht, dass sie wieder ging.
Aber vor dieser heutigen Begegnung hatte sie niemals auch nur ein nettes Wort von ihm gehört. Heilige Scheiße! Sie musste ihn abgrundtief hassen!

„Ich hasse dich“, sagte sie wie auf Bestellung. „Als du dich vorhin neben mich gesetzt hast, war alles wieder da. Vier Jahre Hänseleien, Gemeinheiten und Rumschubserei. Ich dachte, ich müsste kotzen.
Erst wollte ich dir die Augen auskratzen, weil ich dich Kotzbrocken wiedersehen musste. Dann wollte ich sie dir auskratzen, weil du mich nicht einmal erkannt hast, obwohl du einer von denen warst, die mir das Leben zur Hölle gemacht haben.
Du hast mich angeglotzt und nicht erkannt. Stattdessen hast du mich angegafft und dich an mir aufgegeilt.“

Gerome lag da und sah zu, wie sie sich in Rage redete. Er schluckte, als er sah, wie sie gleichzeitig stinksauer war und mit den Tränen kämpfte. So langsam dämmerte ihm, was vier Jahre für eine verschissen lange Zeit waren, wenn man immer nur verspottet wurde. Jedenfalls vage…

„Ich hab mir überlegt, dass ich mir einen Spaß gönnen könnte. Denn wie du ja siehst, muss ich mich nicht mehr verstecken. Und im vergangenen Jahr hatte ich reichlich Zeit, mich damit anzufreunden, dass ich nicht mehr die hässliche Kuh war, sondern die, der jeder hinterher steigen wollte.
Ich wollte dich auflaufen lasen und deine dumme Hackfresse fotografieren. Und dann hätte ich das Bild bei Facebook allen gezeigt, mit denen wir auf der Schule waren.
Pickelgesicht heute und der unwiderstehliche Gerome, wie er aussieht, wenn er sie ficken will, aber nicht darf. Irgendsowas…“

Wow… Ja, okay. Das war eine Hausnummer. Und so, wie sie aussah, hätte es eingeschlagen, wie eine Bombe. Auch wenn ihm das im Grunde egal sein konnte, weil er die meisten nie mehr wiedersehen würde, hätte ihn das wahrscheinlich eine Weile lang verfolgt.
Und es hätte ihm vor allem wehgetan, so vorgeführt und erniedrigt zu werden…

„Mach es“, krächzte er.
„Was?“, schnappte sie.
„Mach das, Sandra. Nimm dein Handy. Jetzt. Tu es.“
„Nein, verdammt!“, fauchte sie. „So eine bin ich nicht.“
„Aber ich bin so einer. Und ich habs verdient. Wenn ich schon keine Chance habe, mit dir zusammen zu sein, will ich wenigstens, dass du deine Rache bekommst.“

Ja. Das war das Mindeste. Eine Kleinigkeit im Vergleich zu dem, was sie durchgemacht hatte, aber vielleicht würde es ihr ein ganz klein wenig Genugtuung bringen.
Was…? Weinte sie jetzt?
Ja, tatsächlich schluchzte sie und ihre Wut schien völlig verraucht. Tränen liefen ihr über die Wangen und sie sah einfach nur noch fertig und traurig aus.

„I-ich will k-keine Rache“, schluchzte sie. „Ich will, dass du es zurücknimmst. Jedes böse Wort, das du zu mir gesagt hast. Ich will, dass dieser Tag - dieser schönste Tag in meinem Leben - nicht mit dem Menschen zusammenhängt, den ich fast am meisten hasse…“
„Ich… Das… Ich…“, stammelte er.
„Wie konnte das passieren?“, fragte sie, nun wirklich richtig heulend. „Wieso war das so schön? Wieso will ich, dass du mich in den Arm nimmst? Und wieso tust du es nicht, wenn du doch angeblich mir mit zusammen sein willst…?“

Gerome war ein kompletter Vollidiot. Seit einigen Minuten war das amtlich. Aber das verstand er. Auch wenn er es nicht wirklich kapierte, verstand er es irgendwie.
Sofort richtete er sich auf und griff nach Sandras Schultern. Zuerst war sie stocksteif, als er sie in die Arme nahm. Sie zitterte - diesmal eindeutig wegen der Gefühle und Gedanken, die sie beschäftigten - und schniefte heftig. Und sie entspannte sich nur ganz wenig, als er sie fest an sich drückte.
Ihm fiel eigentlich nur eine Sache ein, die er versuchen konnte. Für mehr reichte es nicht in seinem Idiotenhirn…

„Klasseweib“, flüsterte er ihr ins Ohr und wagte einen ganz vorsichtigen Kuss auf die Ohrmuschel.
„Was?“, murrte sie. „Was soll das denn?“
Aber sie war auch etwas zusammengezuckt und danach nicht mehr ganz so stocksteif wie zuvor.
„Ich nehms zurück“, sagte er. „Alles, was ich jemals zu dir gesagt habe, nehme ich zurück. Für die anderen Schimpfnamen denke ich mir noch was aus. Aber mit Klasseweib fange ich an. Weil du eins bist und nicht… das andere Wort, das ich nie wieder sagen werde.“
„Pickelfresse?“, schniefte sie.
„Und du wirst es auch nie wieder sagen, mein Klasseweib“, bestimmte er.

Auch wenn Gerome es nicht verdient hatte, war er froh, als Sandra sich entspannte und sogar anfing, seine Umarmung zu erwidern. Anschmiegsam mochte er sie erheblich lieber als sauer.

„Willst du mir wirklich vier Jahre lang Komplimente machen?“, fragte sie vorsichtig.
„Ich mache dir so viele Jahre lang die Komplimente, die du verdienst, wie du mich lässt, mein… ähh… meine… ähh…“ Er stockte.
„Mein…?“, wisperte sie. „Meine…?“
„Sicher, dass du das hören willst?“, fragte er verlegen. „Mir fällt gerade auf, dass Mädchen das vielleicht nicht so dolle finden.“
„Sags mir…“, hauchte sie.
„Mein… ahem… Fickstück?“, krächzte er betreten. „Meine… uh… ähm… Orgasmusmaus?“

Sandra blieb einen Augenblick still, aber ihr Körper fing leicht an zu zucken. Es dauerte etwas, bis er kapierte, dass sie still in sich hinein lachte.

„Ich sag ja…“, entschuldigte er sich.
„Orgasmusmaus?“, gluckste sie. „Ernsthaft?“
„Ähm… Du hast gesagt, dass du ganz oft gekommen bist“, verteidigte er sich.
„Und du hast immer noch keine Ahnung, wie oft“, stichelte sie spielerisch.
„Wie auch? Woran merkt man das denn?“
„Na, zum Beispiel zuckt es ganz schön heftig in mir drin, wenn es passiert…“

„Wa-?“, japste er. „Im Ernst jetzt? Jedes Mal, wenn es gezuckt hat, bist du gekommen?“
Er fühlte ihr Nicken an der Bewegung ihres Kopfes.
„Aber… du hast dauernd gezuckt. Ich… ich dachte, das machst du absichtlich…“
Nun schüttelte sie leicht den Kopf.
„D-das… ist aber dann ganz schön viel…“
Ein Nicken.
„Ist das normal?“
Ein Kopfschütteln.
„Ist das nicht… zu viel?“
Ein energisches Kopfschütteln, gefolgt von einem leisen Kichern.
„Siehste?“, meinte er daraufhin. „Orgasmusmaus.“

Wieder gluckste sie leise und Gerome war froh darüber. Fröhlich war sie ihm nämlich auch wesentlich lieber als unglücklich. Und verdient hatte sie das auch reichlich.

„Dann müssen wir uns oft und viel darum kümmern, dich zum… zucken zu bringen, finde ich“, befand er. „Als Ausgleich für all die traurigen Stunden, die du hattest, steht dir das zu…“
„Wenn du mich für jede traurige Stunde, die ich hatte, eine Stunde lang ficken willst, bist du dein ganzes Leben lang beschäftigt“, kicherte sie.
„Und?“, meinte er. „Dieses Leben schon was anderes vor?“

Daraufhin löste sie sich ein wenig von ihm, um ihm ins Gesicht zu sehen. Und dann schüttelte sie ganz langsam und sehr lange den Kopf, während er nicht anders konnte, als in ihren endlos blauen Augen, die vom Weinen nur noch viel klarer waren, zu versinken.
„Meine Sandra“, flüsterte er rau.

„Gott…“, seufzte sie. „Das ist der Schönste von allen.“