Kojotenhöhle

Was dich hier erwartet, ist nicht der Versuch, irgendetwas zu umschreiben. Ich nenne die Dinge durchaus beim Namen, auch wenn ich versuche, das niveauvoll zu tun. Und ich versuche außerdem, Geschichten zu erzählen, in denen der Sex ein Teil des Ganzen ist und nicht der einzige Teil. Man findet hier wohl auch Grenzwertiges für manche Geschmäcker. Ob man es als BDSM-artig oder als abartig empfindet, liegt dabei ganz im Auge des Betrachters.

Wenn es dir gefällt, lass es mich wissen. Wenn es dir nicht gefällt, gerne auch. Hinterlass mir einen Kommentar oder schreib es mir per Mail an Mike.Stone bei gmx.net .

Mittwoch, 30. Januar 2013

#Aufschrei


Jaja… Ich weiß. Jeder Depp muss darüber bloggen.
Bin ich halt auch so ein Depp…

Wem bei den Diskussionen zu diesem Thema bereist beim Titel die Galle hochkommt, der liest auf eigene Gefahr weiter. Ich stehe zu meiner Meinung und bin für eine Diskussion darüber durchaus offen. Und ich bin auch absolut imstande, mich auf eine Schlammschlacht einzulassen.
Lesen und kommentieren auf eigene Gefahr. ;-P

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Durch Deutschland geht ein Aufschrei.
Die ganze Nation ist in Aufruhr. Etwas Erschütterndes ist geschehen. Es geht um Diskriminierung, Belästigung und vielleicht sogar Mobbing. Das Thema ist Chauvinismus und bringt Feministinnen in Rage. Vielleicht reden wir sogar über sexuelle Nötigung. Oder am Ende womöglich über den Beginn von Missbrauch und Vergewaltigung.

Die ganze Sache dreht sich um einen Mann namens Rainer Brüderle. Dass er hochrangiger Politiker ist und sein armes Opfer eine Journalistin, ist natürlich nur Zufall. Viel schlimmer ist die Tatsache, dass es sich um einen Mann und eine Frau handelt. Da liegt der Hase im Pfeffer.
Im Ausland fragt man sich, wenn man die Wellen sieht, die diese erschreckende Affäre verursacht: Ist dieser Brüderle ein neuer Strauss-Kahn?
Die Wahrheit ist noch viel erschütternder!

Rainer Brüderle tat, was niemand in der modernen Welt für möglich gehalten hätte. Nach einer Veranstaltung wagte er es, sich der armen Reporterin zu nähern. An einer Hotelbar. Man stelle sich allein die traumatisierende Wirkung der Umgebung an dieser Stelle schon einmal vor, um auf das Kommende vorbereitet zu sein.
Er sprach sie an, ohne noch ein weiteres Mal nachzudenken. Machte ihr Komplimente, wie sie mit ihrem Aussehen beispielsweise auch in einem Dirndl - für welches man ja bekanntlich ein wenig Holz vor der Hütt’n brauchen kann - eine gute Figur machen würde. Gab ihr Handküsse und wollte sogar noch ein wenig näher treten. Die Distanz eventuell unter eine Armlänge Abstand bringen.
Plump, in womöglich schon fast ein wenig senil-gutgläubiger Altherren-Weise und völlig ohne jede Empathie dafür, dass der erotische Funke bei seinem Gegenüber so gar nicht zünden wollte, baggerte dieser schreckliche Mensch einige Minuten lang herum, bevor eine Assistentin ihn endlich von seinem armen Opfer wegführte und ihn ins Bett schickte.

An dieser Stelle beugt sich nun der Amerikaner oder Engländer vor und harrt gespannt der skandalösen Enthüllung dessen, was danach geschah. Der Franzose zieht eine Augenbraue hoch und denkt sich bereits, dass er es ja schon immer über den Deutschen gewusst hat. Und der Russe fragt sich, wieso die Frau nicht schon längst auf den Knien ist und ihren verdammten Job macht.
Alle sind gespannt und warten auf das, was zweifellos kommen muss, um den Aufschrei zu rechtfertigen. Hat der schreckliche Politiker sie nur…? Oder machte er danach auch noch…? Hat er sie nur einmal…? Oder dutzendfach…? Entführte er sie irgendwohin? Oder passierte es im Hotel?

Dummerweise ist die Geschichte, die Anlass für den Aufschrei bot, an dieser Stelle vorbei.
Rainer Brüderle hat sich wie ein stumpfer oder angetrunkener Volltrottel in Sachen Flirts verhalten. Und sein Opfer hat nach einem Jahr harter Bewältigungsphase endlich den Mut gefunden, sich zu äußern. Zufällig im deutschen Wahlkampfjahr schafft sie es nun, das Vorzeigegesicht der FDP für das anzuklagen, was er ihr angetan hat.
Deutschland ist natürlich empört. Wie konnte er es wagen. Wie konnte sich dieser Abschaum nur allen Ernstes auf amouröse Weise einer Frau nähern. Pfui Deibel!

Die Diskussion über die Schandtat hangelt sich von Siedepunkt zu Siedepunkt. Feministinnen fordern ein generelles Redeverbot für Männer und wer männlichen Geschlechts ist und nicht versteht, was der ganze Aufriss soll, könnte ebenso gut zugeben, ein Taliban zu sein. Wobei das dann noch das kleinere Übel wäre.

Aber… Worum dreht sich die ganze Sache eigentlich?
Was bringt die Leute - mal abgesehen von den Feministinnen, die ohnehin immer dort sind - so auf die Palme?
Was geht ab in Deutschland?

Würde jemand die Sache mal objektiv beleuchten, ginge es vermutlich darum, dass in einem professionell-beruflichen Umfeld gewisse Kumpeleien und Anzüglichkeiten nicht gerade optimal platziert sind.
Natürlich ist es eine Sache, wenn eine Reporterin von einem charmanten und attraktiven Politiker angeflirtet wird, der vielleicht auch auf ihre nonverbalen Signale reagiert hat. Da kann aus einem Flirt dann auch durchaus mehr werden, selbst wenn die Berufsgruppen einander ein wenig skeptisch gegenüberstehen.
Aber wenn ein alter Sack - Verzeihung Rainer, aber so siehst du nun mal aus - sich einer jungen, knackigen Powerfrau nähert, dann ist da oft wenig erotische Spannung.

Nun könnte man von einer fest im Berufsleben stehenden und in der Öffentlichkeit mit anderen Menschen arbeitenden Person eine gewisse Souveränität erwarten. Ein Rainer Brüderle sollte sich nicht so verhalten, wie er es getan hat. Und sein armes Opfer hätte vielleicht einfach nur klar und deutlich sagen sollen, wie unwillkommen ihr die Annäherungsversuche sind. Selbst wenn es sich vielleicht sogar nur um einen völlig misslungenen Versuch lockerer und offener Konversation gehandelt haben sollte, kann man in einem Gespräch durchaus um eine Veränderung der Ebene bitten.
Aber wir haben es mir einer Situation zwischen Mann und Frau zu tun. Und da sind nun einmal andere Regeln zu beachten.

Oder?
Ich meine…
Wenn ich mir die Sache so ansehe und dann auf meinen Umgangston und mein Leben schaue, dann behandele ich Frauen und Männer gleich. Ich mache Witze über männliche Unzulänglichkeiten. Und über Weibliche. Ich benutze Anzüglichkeiten gegenüber Männern und Frauen. Und ich flirte sogar trotz gefestigter Heterosexualität manchmal mit Männern. Aus Spaß an der Sache, wenn sie schwul sind. Und aus reiner Boshaftigkeit, wenn sie homophob sind.
Ich gestehe jedem Menschen das Recht zu, sich von mir auszubitten, so etwas zu unterlassen. Wenn jemand schlechte Erfahrungen gemacht hat, respektiere ich das. Man muss es mir nur irgendwie mitteilen und gut ists.
Ähnlich ist es in Flirtsituationen. Auch mit noch so guten Antennen und Empathie trete ich mal jemandem näher, als diese Person das gerade möchte. Ein einfaches Wort reicht aus, um die Distanz wieder zu vergrößern. Und da wir Menschen keine Gedankenleser sind, kann ich dieses Wort auch erwarten, finde ich.

Würde ich dem Konsens der einen Seite der unseligen Aufschrei-Diskussion folgen, dürfte ich keine Frauen mehr unaufgefordert ansprechen. Ich müsste komplett davon Abstand nehmen. Und nur weil ich persönlich kein Problem damit habe, auch mal plump von einer Frau angemacht zu werden, dürfte ich diese Sichtweise keinesfalls auf andere projizieren.
Dabei spielt es keine Rolle, dass dieser Standpunkt letztlich die Fortpflanzung der Menschheit fast unmöglich machen würde, solange nicht irgendwann T-Shirts mit Wechselaufschrift in Mode kämen, die entweder einen Flirt erlauben oder ihn ablehnen. Und selbst bei solchen Shirts wäre dann noch zu differenzieren zwischen willkommenen Flirtpartner und der unwillkommenen Sorte, die natürlich als solche weiterhin kriminell wären, wenn sie einen Flirt mit jemandem suchen, der das nicht will…
Unaufgeforderte Kontaktaufnahme außerhalb einer streng sachlichen und immer zu eintausend Prozent politisch und korrekten und völlig entgenderfizierten Rahmen wäre dann eine Straftat. Knast für drei bis fünf Jahre oder so.

Die andere Seite der Diskussion wird von ihren Gegnern gerne gleich pauschal in die Sexismus-Ecke geschoben.
Wer all das übertrieben findet und ganz banal meint, die Reporterin solle sich mal nicht so anstellen, ist ein Schwein. Egal ob männlich oder weiblich. Aber wenn männlich, sollte dieses Schwein kastriert und dann erschossen werden.
Egal, ob ich also mit Argumenten dagegenhalte, die etwas damit zu tun haben, dass Frauen nicht weniger sexistisch sind als Männer oder ob ich eine völlig geschlechtsunspezifische Sichtweise dazu habe, bin ich ein Schwein, weil ich nicht mit Aufschreie.
Und deswegen tue ich das nun.

Mein Aufschrei:
Ich liebe Frauen, WEIL sie anders sind. Wären sie genau wie Männer, wären sie langweilig. Ich mag Brüste und sehe sie mir gerne an. Ebenso wie Popos oder Muschis. Oder weibliche Gesichter. Oder Frauenfüße.
Ich finde, Frauen sollten anders behandelt werden als Männer. Nicht im Büro, denn die Arbeit da ist tatsächlich wenig geschlechtsspezifisch. Aber im privaten Rahmen.
Sicherlich halte ich auch Männern mal die Tür auf. Aber bei Frauen tue ich es einfach lieber, weil mir ihr dankbares Lächeln einen Tick mehr bedeutet. Und ganz nebenbei habe ich auch unheimlich gerne Sex mit Frauen. Finde ich toll.

Frauen sind etwas Besonderes.
Männer auch, aber da ich ein Mann bin, ist diese Besonderheit nicht so interessant.
Und ganz nebenbei sind auch Asiaten oder Afrikaner etwas Besonderes. Sie sind nicht exakt gleich wie Leute aus meinem Kulturkreis. Und das ist verdammt noch mal gut so.
‚Vive la différence‘, sagt der Franzose. Und in diesem Zusammenhang weiß der, wovon er redet.

Liebe Frauen
Bleibt bitte weiblich und anders als die Männer. Lästert in euren privaten Kreisen und reduziert Männer auf ihre körperlichen Merkmale. Das ist okay. Lasst euch nicht einreden, es sei anders. Aber akzeptiert bitte auch, dass wir Männer manchmal einfach weniger diskret sind.
Ja. Ihr seid uns in dieser Hinsicht über. Und das ist auch gut so. Dafür sind wir stark genug, euch mal auf Händen zu tragen. Und wenn ihr ehrlich seid, gefällt euch das nicht weniger, als es uns Männern gefällt.
Lasst euch nicht darauf ein, die Geschlechterunterschiede abzubauen. Und lasst euch bitte nicht vor den Karren des feministischen Rachefeldzuges als Gegenschlag für Jahrtausende der Unterdrückung spannen.
Dieser ganze Kram ist Bullshit.

Diskriminierung ist keine Frage des Geschlechts, sondern eine Frage der Macht.
Menschen mit Macht diskriminieren Menschen ohne Macht. Dauernd. Das ist eine unselige aber nichtsdestotrotz wahre Realität des Lebens. Es geht nicht um das Geschlecht, sondern um den Machtfaktor.
Gegen Diskriminierung zu sein bedeutet, sich für die Unterdrückten starkzumachen. Und zwar am besten in jedem einzelnen Fall, bei dem diskriminiert wird. Pauschalisierungen klingen nämlich nur schön, helfen aber niemandem.

Manchmal ist Diskriminierung sexistisch. Manchmal ist sie rassistisch. Manchmal einfach ‚nur‘ kapitalistisch.
Aber jeder Versuch, irgendeiner Gruppe besondere Rechte einzuräumen, um sie vor Diskriminierung zu schützen, gibt immer nur einigen wenigen, die im Besitz von Macht sind, noch mehr Möglichkeiten zur Diskriminierung.
Gesunder Menschenverstand, klare und im Zweifelsfall auch überdeutliche Kommunikation in Worten und gegenseitiger Respekt sind alles, was wir Menschen für den Umgang miteinander brauchen.

Wer diese Voraussetzungen nicht aufbringt, ist kein Sexist, sondern ganz einfach ein Dummkopf. Und vermutlich auch ein Arschloch.
Aber strafbar ist das nicht. Es ist ‚nur‘ scheiße. Und wenn sich jemand scheiße benimmt, dann kann man die Beschäftigung mit dieser Person ganz einfach einstellen.

So viel dazu.

Und weil ich weiß, wie ein ganz bestimmtes Gegenargument in dieser Sache aussieht, dazu noch ein Wort oder zwölf:
Es geht NICHT um Missbrauch.
Missbrauch ist aus gutem Grund strafbar und das soll auch so bleiben.
Aber wir brauchen keine Doppelverurteilung von Missbrauch. Es ist egal, ob der Missbrauch zwischen Mann und Frau, Erwachsenem und Kind oder Arbeitgeber und Arbeitnehmer stattfindet. Missbrauch ist ein Verbrechen. Und keine Konstellation macht dieses Verbrechen verabscheuungswürdiger, denn es ist bereits absolut verabscheuungswürdig. Es gibt keine Steigerung für die Verabscheuungswürdigkeit von Missbrauch, weil die bereits ganz oben an der Spitze aller Verabscheuungswürdigkeiten liegt.

Ich bin GEGEN den Versuch, Missbrauch schwerer zu werten, wenn er gegenüber einer Frau oder einem Kind stattfindet, weil JEDER Missbrauch bereits am schwersten wiegt.
Und ich bin absolut NICHT der Meinung, dass der Fall Brüderle auch nur das allergeringste mit Missbrauch zu tun hat.
Da dreht es sich nur um Dummheit. Und um Politik…

Kommentare:

  1. Da komme ich um mal zu schauen und muss gleich sowas lesen :) Wirklich Toll geschrieben!

    Und da möchte ich dann auch gleich mal was zu sagen. Für mich riecht das nach verarsche. Aber mal so richtig. Damit will ich niemandem zu nahe treten. Ich weiss das jede Frau anders reagiert und Dinge die passieren annimmt. Aber hier reden wir von einer Journalistin! Diese Gattung Mensch, egal ob Frau oder Mann, ist im Grunde schon so gestrickt das Berührungsängste eher kaum vorhanden sind. Das bringt der Job eben mit. Dazu sollte ein Journalist fähig sein sich durch zu setzen. Alleine schon um sich bei Kollegen durch zu setzen und seine Fragen bei Pressekonferenzen anzubringen.

    Ich selber arbeite auch hin und wieder als Bedienung in einer Bar. Da passiert es nun mal öfter das man angebaggert wird. Insbesondere im Sommer oder bei Events wie Oktoberfest, Halloween etc. Das gehört nun mal dazu. Und ich kenne keine Kollegin die so was arg stört oder deshalb ein Jahr traumatisiert durch die Gegend läuft. Es gehört eben irgendwie dazu... und um mal eine Lanze für die Männer zu brechen, es sind ja auch nette dabei.
    Natürlich gibt es auch solche Männer die nicht aufhören können oder das Nein erst beim dritten mal kapieren. Aber das ist, meiner Erfahrung nach, doch eher die Ausnahme bzw. dem Alkohol zugeschrieben.
    Davon ab, ist es doch schon eine Bestätigung wenn man "angemacht" wird. Und wenn es nervt oder zuviel wird sollte man schon in der Lage sein und etwas sagen.
    Insbesondere als Journalistin wo Worte ja zum Job gehören.

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    1. Danke Jana
      Vor allem, für den Inhalt deiner Meinung, der ja durch dein Geschlecht durchaus ein gewisses Gewicht gegeben wird. Aus Sicht eines Teils der Diskussionsteilnehmer an dieser dämlichen Debatte, disqualifiziert mich ja schon mein Geschlecht überhaupt für die Teilnahme... ;-D
      Oh warte... Darf man dämlich noch sagen? Ist ja vom Wortursprung her auch sexistisch...

      Aber ernsthaft: Ich bin deiner Meinung und sehe viele Dinge wie du. Und ich bin froh, mit dieser Sichtweise nicht allein dazustehen.
      Kneipen-Sexismus (nenne ich jetzt mal so) ist manchmal doof. Ich habs schon in beiden Richtungen beobachtet und erinnere mich an Zeiten, wo ich auch auf Körperlichkeiten reduziert und deswegen belächelt wurde.
      Ist nicht schön, gehört aber in einem gewisse Rahmen einfach dazu. Die Welt ist so und keine Diskussion über nur eine Facette der Diskriminierung wird daran etwas ändern.
      Aber die Verunsicherung der Männer, die keine Arschlöcher sind, sondern gerade erst anfingen zu begreifen, dass viele Frauen sich durchaus nach einer gewissen, angenehm dosierten Prise Machismo bei den geschlechtlich in den letzten Jahrzehnten ein wenig unentschlossenen Männern sehnen, wird es wieder schön durcheinander bringen. ;-)

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    2. "Kneipen-Sexismus" das finde ich mal eine nette Umschreibung :D
      Aber davon mal ab. Wenn man schon dabei ist die sexistische Männerwelt zu verurteilen... es hat auch vorteile

      Ich habe z.B. festgestellt das man auch definitiv mehr Trinkgeld bekommt. Vor allem wenn man ein wenig lächelt und mit shakert ohne gleich dicht zu machen weil man ja in dem moment per definition "belästigt" wird. Würde sich das jetzt kein Mann mehr trauen würden viele Bedienungen ihren Job nicht mehr machen können. In der Hochsaison kann das Trinkgeld locker die normale Entlohnung überschreiten!

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  2. Mir gefällt deine Sicht der Dinge.
    Ich frage mich aber nur warum sich besagte Journalistin nicht vorher beschwert/ Anzeige erstattet hat.
    Ist mir das Flirten als älterer Herr demnach verboten?
    Darf ich als junger Mann noch Frauen ansprechen?
    Muss ich mich jetzt auch wegen PTBS behandeln lassen nur, weil mich Frauen auf mein Äußeres reduzieren?
    Oder ist mir das etwa Verboten, weil ich eigentlich das "dominante" Geschlecht bin?
    Ich verstehe durchaus, dass es sich in ernsten Fällen des Missbrauches und der Diskriminierung um Straftaten handelt und diese auch geahndet werden müssen.
    Nur ist da, meiner Meinung nach, unser Rechtsstaat auf einem Auge blind, es wird sich öffentlich über eine Sache echoviert die nicht mal der Erwänung wärt ist.

    Ich weiß, dass der Herr Brüderle nun nicht mehr der Jüngste ist, nur ist es in seinem Alter so, dass sich bestimmte Gruppen von Frauen, die auch unter Umständen um einiges jünger sind, gerade von solchen Männer angezogen füllen, was vielfach bei den Herren dann nicht auf Ablehnung stößt.
    Bzw. ältere Männer suchen, für mich durchaus verständlich, nach jungen Frauen, weil sie dadurch einen gewissen Grad an Selbstbestätigung erfahren, denn sie anscheinend auch brauchen.
    Umgekehrt gibt es Frauen mittleren Alters die sich jüngere Männer suchen.
    Sind diese dementsprechend auch verabscheuungswürdig, wenn sie sich an junge Männer heran wagen, mit nicht immer der dafür gebotenen Geschwindigkeit?
    Aber auch in solchen Situationen brauche ich keine Therapie! Sondern sollte einfach mal den Mund aufmachen und etwas sagen und das mit Nachdruck für die die es einfach nicht verstehen wollen. Reicht dies immer noch nicht ist der Einsatz von Gewalt durchaus möglich.
    Aber mich zu verstecken hilft nicht bei der Bewältigung eines Traumas!
    Auf der anderen Seite übersehen viele Menschen sehr gerne die echten Verbrechen und schicken Opfer von mutmaßlichen Vergewaltigungen, bei schwierigen Umständen der Tataufklärung, einfach nach Hause. Mit dem Satz: „Da Sie als Zeugin/Zeuge zu traumatisiert sind um eine genaue Aussage zum Tathergang zu machen, bzw. unter Umständen unter dem Einfluss von Drogen gestanden haben und sich so nicht erinnern können, können wir leider nichts für sie machen."


    Nun zum Thema zurück:
    Ich kann deinen Standpunkt durchaus verstehen, dass du Privatleben und Beruf gerne trennen möchtest, da ich auch gerne mal den Macho spiele, aber mich im Beruf auch auf Frauen wie auf Männer verlassen möchte und muss ohne, dass diese gleich bei einem leicht provozierenden Kommentar zur Polizei rennen oder sich an die Betriebsaufsicht wenden.
    Es ist nun mal Tatsache, dass bei gleicher Ausbildung beide gleich viel leisten dementsprechend auch gleich behandelt werden müssen.
    Und dass gilt in guten wie in schlechten Zeiten, also egal ob es ein Lob, eine Beförderung oder eine Strafpredigt für Fehler ist.
    Natürlich muss auch hier zwischen dem Missbrauch von Macht und konstruktivem Arbeiten unterschieden werden.

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    1. Es ist selten, dass ich nichts zum Widersprechen und wenig zum kommentieren habe. Aber bei dir ist das so, Detti. Ja zu allem, was du gesagt hast. Es ist eine Frage der Perspektive, ob man jüngere oder ältere Partner will oder braucht. Es ist eine Frage des Respekts, wie man mit jemandem umgeht. Und es ist alles sehr individuell.
      Vielleicht darf ich dich mal auf meinen anderen Blog aufmerksam machen, wo ich neuerdings solche Themen aufgreife und rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Mit durchaus provokanter Absicht:
      http://kojotengeheul.blogspot.de/

      Eine Sache will ich noch näher kommentiere: Meine Trennung von Beruf und privat.
      Wer mich persönlich (also real) näher kennt, weiß zumeist auch von meinen Sexgeschichten und meinen oft kontroversen Meinungen. Ich mache daraus wirklich kein Geheimnis.
      Ich trenne nur an einer Stelle: Da ich einen Onlineshop betreibe, will ich meine potentiellen Kunden nicht mit der Nase auf mein Privatleben stoßen. Einfach, weil ich nicht mit jedem von denen eine lebenslange Freundschaft aufbauen werde. Sie können bei mir kaufen, auch wenn sie über Sexgeschichten oder kontroverse Meinungen die Nase rümpfen würde. Aber sie würden vielleicht manchmal vom Kauf absehen, wenn sie wüssten, dass ich das tue.
      Vielleicht würden dafür andere Leute umso lieber bei mir kaufen. Aber… Warum soll ich das auf die Probe stellen?

      Im realen Kontakt kann ich Leuten in die Augen sehen. Wenn ich vollmundig und mit durchaus harten und klaren Worten über die Neigung vieler Frauen schwadroniere, sich auch mal eine Vergewaltigungsfantasie zu gönnen, dann sehen die Leute in meinem Gesicht und meinen Augen, dass ich dabei weder Vergewaltigern das Wort rede, noch irgendwelche Hass- oder Abneigungsgefühle verspüre.
      Tatsächlich sehen und spüren sie, dass ich nicht verurteile oder aus tiefstem Herzen werte. Ich bin kein Dogmatiker. Auch wenn das manchmal so wirken könnte. Aber hier im Netz kann ich das nur behaupten und nicht beweisen. Hier fehlt die persönliche Ebene einfach.
      Und deswegen halte ich hier eine gewisse Minimaldistanz aufrecht. Bis ich jemandem halt gegenüberstehen kann.
      Mehr ist das nicht. ;-)

      Du kannst mir glauben, dass ich mich nicht vor Anfeindungen wegen sexueller Belästigung fürchten muss. Ich gehöre eher zu den Leuten, die von guten Freundinnen dazu aufgefordert werden, mal ‚zu fühlen‘ wie klein oder groß oder weich oder fest deren Brust tatsächlich ist. Oder die Nippelzwicken mit gleicher Münze heimzahlen.
      Weil ich ein Gespür dafür habe, mit wem diese Ebene akzeptabel ist. Und weil ich erst zu nahe trete, wenn das auch wirklich erwünscht ist. Auch wenn meine Antennen fein genug sind, um diese Signale deutlicher zu bemerken, als die offenen Mundes auf das Geschehen starrenden Umstehenden. ;-D

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